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Veröffentlicht am 22.01.2026

Machtkämpfe, Verrat, Intrigen und Leidenschaft

Kleopatra
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Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Kleopatra VII. vom Tag ihrer Krönung bis zu ihrem Tod aus einer Ich-Perspektive. Es werden viele Seiten dieser sagenumwobenen historischen Figur beleuchtet und ...

Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Kleopatra VII. vom Tag ihrer Krönung bis zu ihrem Tod aus einer Ich-Perspektive. Es werden viele Seiten dieser sagenumwobenen historischen Figur beleuchtet und es wird versucht den Mythos aus Filmen, Büchern und Theaterstücken zu einer menschlichen Frau zu machen.

Dem Leser wird durch die Perspektive und den Schreibstil ein sehr persönlicher Blick auf Kleopatras Leben und ihre Gefühlswelt gegeben. Da die Geschichtsschreibung hauptsächlich durch Männer dominiert wurde, ist der Mythos Kleopatra, eine der mächtigsten Frauen der Geschichte, natürlich durch die patriarchale Sicht beeinflusst, sowohl durch ihre Zeitgenossen als auch durch die Männer nach ihnen. Dieser Roman versucht ihre Geschichte durch eine neuere und feministische Sicht zu erzählen, was teilweise auch gelungen ist.

Ich habe am Anfang ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, aber dann war es doch spannend und interessant zu lesen und hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Sehr schön fand ich den Einsatz von Zitaten zeitgenössischer Literatur, die immer am Anfang jedes Teils einen interessanten Perspektivwechsel bildeten und teilweisen auch in den Kapiteln im Text mit eingearbeitet waren.
Die Atmosphäre und die Beschreibungen vom Leben und Alltag im alten Ägypten durch Farben, Gerüche, Geräusche etc. sind wirklich besonders gut gelungen, denn die Zeit und das Land ist beim Lesen richtig lebendig geworden und man könnte sich sehr gut hineinfühlen. Es war spannend über Kleopatras Beziehungen zu ihrer Familie, ihren Kindern, ihren Freunden, ihren Liebschaften und ihren Untertanen zu erfahren. Auch die Mischung aus Fiktion und historischen Fakten hat gut funktioniert, auch wenn der Fantasy-Aspekt für mich nicht hätte sein müssen, aber es war alles in sich stimmig.
Leider fand ich es insgesamt ein bisschen zu romantisiert und verklärt. Es zeichnet ein sehr idealisiertes Porträt von Kleopatra, was dann doch wieder sehr unnahbar wirkte trotz der Ich-Perspektive und mich emotional kaum richtig berührt hat. Ich hätte mir noch ein bisschen mehr Realismus gewünscht und vielleicht ein bisschen weniger Fokus auf ihre Liebhaber, da es sich an manchen Stellen eher wie ein Romantasy-Roman las.

Trotzdem ist es ein empfehlenswerter Roman für alle, die sich für eine neuere Erzählung dieser Geschichte interessieren.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Emotional und bewegend

Ein Herz aus Papier und Sternen
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Der Roman handelt von der 32 jährigen Pip, die seit sie mit 16 Mutter wurde mit ihrem Kind bei ihren Eltern lebt und sich immer noch von ihnen kontrollieren lässt. Ihre vielen unterdrückten Gefühle kann ...

Der Roman handelt von der 32 jährigen Pip, die seit sie mit 16 Mutter wurde mit ihrem Kind bei ihren Eltern lebt und sich immer noch von ihnen kontrollieren lässt. Ihre vielen unterdrückten Gefühle kann sie nur durch Origami und Gedichte schreiben verarbeiten. Durch eine neue Begegnung macht sie schließlich im Laufe des Buches eine Entwicklung durch und schafft sich ihren eigenen Weg.

Wie typisch für die Bücher von Cecilia Ahern ist auch dieses mit einem schönen einfühlsamen Schreibstil geschrieben, der einen mitfühlen und mitträumen lässt. Wie immer schafft sie es die Magie und Schönheit in den kleinen Dingen des Lebens hervorzubringen und macht deutlich, was das Leben lebenswert macht, ohne dabei klischeehaft oder kitschig zu sein.
Es geht um Selbstfindung, Hoffnung, Verlust und Mut dafür, sein Leben zu verändern.

Sehr schönes Buch und absolut zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Kampf um Frauenrechte im Sport

Aufgeben können die anderen
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In "Aufgeben können die anderen" begleiten wir die leidenschaftliche Sportlerin Alice in ihrem Kampf Sport allgemein für Frauen zugänglicher zu machen und vor allem die Olympischen Spiele in allen Disziplinen ...

In "Aufgeben können die anderen" begleiten wir die leidenschaftliche Sportlerin Alice in ihrem Kampf Sport allgemein für Frauen zugänglicher zu machen und vor allem die Olympischen Spiele in allen Disziplinen auch für Frauen zu öffnen.

Obwohl ich mich eigentlich nicht wirklich für Leistungssport generell oder die olympischen Spiele interessiere, hat mir dieser historische Roman trotzdem gut gefallen. Der Schreibstil war sehr angenehm und schnell zu lesen.
Trotz meines Interesses für feministische Themen und die Geschichte der Frauenbewegung, war mir nicht klar wie weit Frauen wirklich eingeschränkt waren in ihren Möglichkeiten sich in der Freizeit zu bewegen und der Roman hat mir einen guten Blick in diese Realität damals gegeben. Generell ist diese Zeit um die Jahrhundertwende sehr spannend, da sich so viel für die Frauen verbessert hat, es aber immense Unterschiede zwischen den Ländern gab, was auch super im Roman dargestellt wird. Ich finde Romane wie diesen immer noch sehr wichtig, damit auch besonders jungen Frauen wie mir gezeigt wird, dass so ziemlich alle Rechte, die wir haben, sehr bitter erkämpft wurden von damals als "radikal" gesehenen Feministinnen. Selbst so einfache Dinge wie Hosen tragen, Mitglied eines Sportvereins zu sein oder durch den Park joggen zu dürfen. All dies ist nicht selbstverständlich, weshalb es auch heute extrem wichtig ist sich weiter für Gleichberechtigung aller Menschen einzusetzen und die schon erkämpften Rechte zu schützen.
Mir hat nur teilweise ein bisschen emotionale Tiefe gefehlt und Alice war als Charakter ein bisschen unrealistisch, weil sie kaum Fehler und Schwächen hat.

Alles in allem kann ich das Buch aber allen empfehlen, die Lust auf einen leichten, historischen Roman über den Kampf für die Gleichberechtigung im Sport haben.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Spannende Generationengeschichte

Die Verlorene
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"Die Verlorene" beginnt im Jahr 2019, wo Laura nach dem Tod ihrer Großmutter Änne, die zu den Vertriebenen aus Schlesien gehörte, einige Sachen findet, die sie dazu bringen, Nachforschungen der Familiengeschichte ...

"Die Verlorene" beginnt im Jahr 2019, wo Laura nach dem Tod ihrer Großmutter Änne, die zu den Vertriebenen aus Schlesien gehörte, einige Sachen findet, die sie dazu bringen, Nachforschungen der Familiengeschichte anzustellen und dafür sogar selbst in die ehemalige Heimat ihrer Großmutter zu fahren. Da ihre Großmutter nie davon erzählen wollte, möchte sie wissen, was damals passiert ist. Es wird immer gewechselt zwischen dem Handlungsstrang 2019, wo Laura mehr und mehr über die Vergangenheit ihrer Großmutter herausfindet und zwischen der Geschichte ihrer Großmutter und deren Familie 1943-1946 auf ihrem Gutshof in Schlesien.

Obwohl der Roman 500 Seiten hat, war er tatsächlich die ganze Zeit über spannend und durch den angenehmen Schreibstil sehr schnell zu lesen. Beide Handlungsstränge waren interessant und gut geschrieben. Ich wusste vorher tatsächlich nicht so viel über die Geschichte der Ostgebiete des Deutschen Reiches, sodass ich beim Lesen auch einiges gelernt habe, obwohl ich schon viele Romane, die in dieser Zeit spielen, gelesen habe. Die Geschichte hat zwar aufgrund des Themas viele traurige und tragische Momente, ist aber durch die Erzählweise distanziert genug, sodass es trotzdem emotional erträglich ist und gleichzeitig werden die furchtbaren Sachen angemessen behandelt und aufgearbeitet. Das hat mir wirklich gut gefallen.
Teilweise finde ich aber einige Wendungen der Geschichte ein bisschen vorhersehbar bzw. klischeehaft und nicht wirklich glaubwürdig, was schade ist, da das Buch auch ohne diese Wendungen spannend und wirkungsvoll/ dramatisch genug wäre. Das ist aber mein einziger Kritikpunkt und ich werde auf jeden Fall nach weiteren Romanen der Autorin Ausschau halten.

Für Fans von historischen Romanen ist "Die Verlorene" auf jeden Fall absolut zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Allgemeinwohl vs. Individuelle Freiheit

Die Spur der Vertrauten
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"Die Spur der Vertrauten" ist ein dystopischer Roman über eine sehr strikte und hierarchische Welt, in der jeder mit einem bestimmten Instinkt geboren wird und das Allgemeinwohl, bzw. Das Wir, über allem ...

"Die Spur der Vertrauten" ist ein dystopischer Roman über eine sehr strikte und hierarchische Welt, in der jeder mit einem bestimmten Instinkt geboren wird und das Allgemeinwohl, bzw. Das Wir, über allem steht. Auf einmal verschwinden immer mehr Schüler ohne Spur und die Protagonisten Claire und Goliath machen sich auf die Suche nach ihnen, wobei sie auf ein noch viel größeres Geheimnis stoßen.

Ein sehr interessanter Roman! Das Worldbuilding hat mir sehr gut gefallen und die Welt ist generell sehr originell und komplex. Die Hauptcharaktere gehen durch eine spannende Charakterentwicklung im Laufe des Buches, besonders Goliath. Das Gesellschaftskonzept des Romans wirft viele interessante philosophische Fragen auf dazu wie Gesellschaft funktioniert, zu dem Verhältnis von Allgemeinwohl und individueller Freiheit sowie von Instinkt und freier Wille. Die ganze Geschichte regt sehr zum Nachdenken an.
Die Handlung generell ist originell, besonders für ein Jugendbuch, und hat mich tatsächlich an vielen Stellen überrascht.

Am Anfang muss man sich erst einmal in die Geschichte und die Welt hineinfinden und durch die vielen Begriffe ist es zu Beginn ein bisschen verwirrend, doch dann wird es schnell spannend.
Leider muss ich sagen, dass mir der erste Teil des Buches sehr viel besser gefallen hat, da es viel spannender und verständlicher war. Dann nimmt das Buch eine unerwartete Wendung und danach hat es ein bisschen nachgelassen und wurde langatmiger, besonders das letzte Drittel des Buches. Das Ende hat leider ein paar Fragen offen gelassen und war ein bisschen verwirrend und nicht so ganz überzeugend für mich. Insofern finde ich, dass das Potenzial der Geschichte nicht ganz ausgeschöpft wurde, denn die Idee ist super.

Ich würde das Buch trotzdem allen empfehlen, die Lust auf eine originelle dystopische Welt haben, die zum Nachdenken anregt und die ein bisschen Geduld mitbringen, um der Handlung zu folgen.

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