Eher seicht
Cheer for LoveElla Davis ist eine professionelle Cheerleaderin und macht ein Auslandsjahr, wo sie die Whitland University besucht. Das wollte sie eigentlich mit ihrem langjährigen Freund Jamie zusammen erleben. Doch ...
Ella Davis ist eine professionelle Cheerleaderin und macht ein Auslandsjahr, wo sie die Whitland University besucht. Das wollte sie eigentlich mit ihrem langjährigen Freund Jamie zusammen erleben. Doch kurz davor trennt er sich von ihr. Ich fand es stark, dass sie sich davon nicht hat unterkriegen lassen. Andererseits fand ich dieses Element absolut unnötig für die Handlung. Sie hatte keinen Liebeskummer und wenn nur ganz kurz erwähnt. Und dann taucht er im Laufe der Story immer wieder sporadisch auf, um sie zurückzukriegen. Es läuft aber so ab, dass er sie will, sie lässt ihn abblitzen und er geht wieder. Wofür? Generell fand ich den Start der Story eher schwach. Das ganze Thema rund um ihre alte Clique hat nämlich auch null Relevanz und das, obwohl das doch ihr „Zuhause“ ist. So ist es übrigens auch mit manchen Beschreibungen. Es war etwas seltsam, dass manche Handlungen von Personen direkt mit richtiger Begründung beschrieben wurden.
Hudson lernt sie sehr früh kennen. Ich fand es ganz gut, dass Ella da aber oft das offene Gespräch gesucht hat, um Missverständnisse aus der Welt zu räumen. Ihre Schlagfertigkeit war zunächst amüsant. Dennoch wollen sie es erst mal bei der einen Nacht belassen. Sie denken aber natürlich ständig aneinander und an die Nacht. Etwas übertrieben. Ihre Annäherung ging seitdem dann eher langsam voran. Es gab süße Momente, aber mir fehlte doch oft das Kribbeln zwischen den beiden. Vielleicht liegt das auch an dem Hin und Her, das immer wieder aufkam, weil sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht zusammen sein können. Dennoch mochte ich ihre Offenheit und fand es süß, wie sehr Hudson sich immer für sie eingesetzt hat. Zum Ende hin wurde es mir aber auch viel zu kitschig.
Dazu gab es mir zu viele und große Zeitsprünge. Monate sind vergangen, Ella ist integrierter Teil der Cheer-Gruppe und sie ist direkt eingelebt. Ich finde die Cheer-Gruppe sehr lieb und finde es schön, dass hier wo wenig Zickigkeit herrscht, aber ich hätte mir da mehr Zeit gewünscht. Die Trainings sind auch interessant gestaltet und zeigt, was man alles leisten und wie groß das Vertrauen sein muss. Ella ist aber auch wirklich eine ehrgeizige junge Frau. Aber die Zeitsprünge haben es mir oft schwer gemacht der Story zu folgen. Zwischendurch war es fast schon langweilig. Die Wettbewerbe haben es in sich und zeigen, dass auch Männer beim Cheerleading völlig normal sind. Fand ich richtig stark. Das Thema Football war hier gar nicht so groß. Anders als sonst ist Hudson aber auch kein typischer Quarterback, sehr erfrischend.
Fazit:
Eine für mich eher seichte Sports-Romance, die mich nicht wirklich abholen konnte. Ella und Hudson sind zwar ehrgeizige, offene und sympathische Charaktere, aber eben auch etwas langweilig. Das Thema Cheerleading fand ich spannend. Die Zeitsprünge haben mich aber schon aus dem Lesefluss gerissen, so als hätte man viel verpasst. Insgesamt hatte die Story aber leider gar nicht so viel zu bieten. Das Ex-Drama war total sinnlos. Und die Gründe für das nicht-Zusammensein von Ella und Hudson waren für mich auch eher Ausreden.
2.5/5 Sterne