Toxisch
LimerencePoppy ist, genau wie ein anderer Typ, Stipendiatin an dem Lionswood Elite Internat. Sie versucht sich möglichst aus allem rauszuhalten und irgendwie durch die Fächer zu kommen. Das gelingt bisher auch ...
Poppy ist, genau wie ein anderer Typ, Stipendiatin an dem Lionswood Elite Internat. Sie versucht sich möglichst aus allem rauszuhalten und irgendwie durch die Fächer zu kommen. Das gelingt bisher auch ganz solide, für die anderen Schüler ist sie quasi unsichtbar. Die Schule und die Schüler sind sehr klischeehaft dargestellt. So wie man sich ein Elite-Internat mit reichen Kindern vorstellt. Aber einer ist besonders reich und damit besonders beliebt. Adrian Ellis. Quasi das eine Prozent von einem Prozent. Dennoch fand ich es etwas übertrieben wie alle ihn bewundern und ihm schmeicheln wollen. Immerhin sind die anderen auch reich und haben das nicht nötig.
Doch dann ändert sich einiges. Mickey, der andere Stipendiat, wird tot aufgefunden. Kurz zuvor hat sie Adrian aus seinem Zimmer schleichen sehen. Dann fängt er auch noch an zu lügen. Alle glauben ihm, außer Poppy, die weiß, wo er tatsächlich war. Weswegen sie ihn darauf anspricht. Wie klug das jetzt war, sei mal dahingestellt. Denn natürlich hat Adrian sie jetzt auf dem Radar und das ist nicht gut, wenn er möglicherweise der Mörder ist. Sie macht ihn neugierig, weswegen Adrian anfängt sie zu erpressen und ihr auch zu drohen. Ich fand es etwas unauthentisch, wie locker sie in diesen Situationen war. Ich hätte dort definitiv mehr Panik erwartet und nicht Gedanken darüber, wie schön er doch ist. Total drüber. Aber es wird schlimmer. Sie schnüffelt weiter rum und wird wieder erwischt, sie versucht sogar ihn anzuschwärzen, aber bei seiner Macht verläuft das recht schnell im Sand. Deswegen habe ich deren Deal auch null verstanden, denn im Grunde hat sie nichts gegen ihn in der Hand, nur er was gegen sie. Adrian erpresst sie weiter, sodass sie Zeit mit ihm verbringen muss. Dabei freunden sie sich immer mehr an. Das war so toxisch. Und dann ist sie auch noch stolz drauf, dass er Interesse an ihr zeigt. Auch Adrians Eifersuchtsattacken nehmen viel zu große Ausmaße an. Das ist eine wandelnde Red-Flag und Poppy übersieht jede einzelne. Auch wenn sie sauer auf ihn ist, muss er sie nur küssen und bisschen ablenken und schon lässt sie sich darauf ein. Finde sie charakterlich daher wirklich schwach.
Schade auch, dass das Drumherum so wahnsinnig klischeehaft aufgebaut ist. Nicht nur die Schüler auch die Familie von Poppy ist für mich etwas sehr übertrieben negativ. Schade auch, dass Poppy mir immer unsympathischer wurde, denn das, was über sie rauskommt, ist echt nicht cool. Und sie zeigt gefühlt absolut keine Reue. Auch die Story gibt nicht viel her. Es läuft genau wie man vermutet ab und hält auch keine besonderen Wendungen bereit.
Fazit:
Für mich ist das Buch viel zu toxisch. Diese Beziehung, wenn man sie denn eine nennen kann, hat nichts mit echten Gefühlen geschweige denn Liebe zu tun. Der Storyline fehlt es generell viel an echten Emotionen und alles Drumherum ist viel zu übertrieben klischeehaft dargestellt. Leider sind die beiden Protagonisten unsympathisch und es wird im Laufe des Buches eher schlimmer als besser. Dazu war die Story leider auch komplett vorhersehbar und hat keine Wendungen mit sich gebracht.
2.5/5 Sterne