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Ullap

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2026

Best-Ager

Alt genug
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Wer die bisherigen Bücher von Ildiko von Kürthy kennt, weiss in etwa, was auf einen zukommt. So auch hier. Die Autorin, mittlerweile in der zweiten Lebenshälfte wohl Ende der 50er angekommen, erzählt uns ...

Wer die bisherigen Bücher von Ildiko von Kürthy kennt, weiss in etwa, was auf einen zukommt. So auch hier. Die Autorin, mittlerweile in der zweiten Lebenshälfte wohl Ende der 50er angekommen, erzählt uns aus der Ich-Perspektive ihre Sicht der Dinge auf das Leben, in dem sie nun angekommen scheint.
Gewohnt humorvoll, jedoch vor allem immer mit einem wahren Kern, gibt die Erzählerin preis, wie sie sich nun in den sogenannten besten Jahren fühlt und vor allem gibt. Man muss sich für nichts und niemanden mehr verbiegen, kann einfach nur man selbst sein. Als Frau in vergleichbarem Alter konnte ich hier sehr vieles bestätigen, musste wirklich an vielen Stellen schmunzeln und ihr Recht geben.
Insgesamt fand ich das Buch jedoch etwas langatmig, für mich passierte nicht mehr viel Neues. Vielmehr erscheint mir die Geschichte eine Art selbsterzählte Biographie zu sein, eine teilweise Zusammenfassung auch der vorherigen Bücher der Autorin, für die ein bisschen die Werbetrommel gerührt wurde. Daher habe ich Einiges quergelesen, was dem Lesefluss aber auch nicht wirklich schadet. Insgesamt ist hier für mich die Geschichte aber auch jetzt mal auserzählt. Für ein neues Buch sollte man sich schon eine neue Grundidee einfallen lassen.
Eine nette Unterhaltungslektüre für zwischendurch, die den eingefleischten Fans bestimmt wieder gut gefallen wird!

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Rückkehr nach Triest

Alma
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Nach dem Tod ihres Vaters reist Alma zurück in ihre Heimat Triest, um dort ihr Erbe anzutreten. Dabei stößt sie zwangläufig auf ihren alten Jugendfreund Vili, eine schwierige Konstellation.

Wir erleben ...

Nach dem Tod ihres Vaters reist Alma zurück in ihre Heimat Triest, um dort ihr Erbe anzutreten. Dabei stößt sie zwangläufig auf ihren alten Jugendfreund Vili, eine schwierige Konstellation.

Wir erleben in Rückblicken die Geschichte Almas, aufgewachsen unter nicht immer ganz einfachen Bedingungen. Dabei gibt es so einige Zeitsprünge, denen ich nicht immer so direkt folgen konnte. Interessant fand ich die Beschreibungen des politisch-historischen Hintergrunds über das ehemalige Jugoslawien, das jedoch zum Teil einiges an Hintergrundwissen erfordert, um alle Zusammenhänge verstehen zu können. Ein nicht ganz einfach zu lesendes Buch, bei dem ich mich doch stark konzentrieren musste, es so auch manchmal problematisch war, einen Lesefluss aufzubauen. Die eingefügten Fotos haben mich wiederum begeistern können.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Ehe-Aus

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?
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Erika und Jan, beide 65 und seit langem miteinander verheiratet, verbringen ihren Urlaub in Triest, als Jan ihr am letzten Urlaubsabend eröffnet, schon seit einiger Zeit eine 15 Jahre jüngere Freundin ...

Erika und Jan, beide 65 und seit langem miteinander verheiratet, verbringen ihren Urlaub in Triest, als Jan ihr am letzten Urlaubsabend eröffnet, schon seit einiger Zeit eine 15 Jahre jüngere Freundin zu haben. Erika fällt aus allen Wolken, obwohl sie selbst Jan vor Jahren bereits mit einem alten Jugendfreund betrogen hat. Ist die Ehe noch zu retten?
Die Geschichte ist aus der Sicht von Erika in der Ich-Perspektive geschrieben. Der Blick auf die Geschehnisse erscheint daher eher etwas subjektiv. Erika sinniert sehr über ihre Ehe, an der sie mehr als nur klammert, ihre "Rivalin" wird verbal schonungslos niedergemacht.
Für mich war dieses Buch kein reiner Roman, sondern eine Mischung aus Erzählung und Paartherapie. Die Frage, was nach langen Ehejahren noch wichtig ist, wer hat noch Interesse an Sex, wirkt man noch anziehend auf den Partner und was ist die gemeinsame Vergangenheit wert, ist hier zentrales Thema. Insgesamt interessant, aber trotz der nur rund 200 Seiten drehte sich hier für mich am Ende alles irgendwie im Kreis. Die Figuren blieben mir irgendwie fremd, was aber vielleicht auch so gewollt war.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Ein bisschen cosy, wenig crime

Der Tag, an dem Barbara starb
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Von ullap64

Die 89jährige Margret lebt in einem beschaulichen englischen Dorf, als eines Tages ihre ebenfalls ältere Nachbarin Barbara ermordet in deren Haus aufgefunden wird. Da die Polizei offenbar ...

Von ullap64

Die 89jährige Margret lebt in einem beschaulichen englischen Dorf, als eines Tages ihre ebenfalls ältere Nachbarin Barbara ermordet in deren Haus aufgefunden wird. Da die Polizei offenbar nicht so recht voranzukommen scheint, begibt sich Margret mit Unterstützung ihres 15jährigen Enkels James auf Spurensuche. Schließlich hat Barbara ihr kurz vor ihrem Tod noch etwas anvertraut. Wenn sie sich nur noch daran erinnern könnte...
Diese leicht zu lesende Geschichte hat mich gut unterhalten. Allerdings stand hier nicht der Kriminalfall im Vordergrund, wie ich es eigentlich erwartet hatte, sondern die beginnende Demenzerkrankung einer alten Dame sowie deren alltäglicher Umgang mit den Beschwerlichkeiten des Alters. Wie geht die Familie damit um, teils ein wenig unverständlich und bestimmend - Tochter und Schwiegersohn - teils ganz unvereingenommen wie der Enkel James. Gerade das Verhältnis zwischen Oma und Enkel wurde für mich sehr ansprechend und berührend geschildet, die große Leistung dieses Romans. Die Kriminalgeschichte rückte dabei doch sehr an den Rand, auch wenn ich mit dem Ausgang so zunächst nicht gerechnet hatte, gibt es da in der Sparte Cosy-Crime durchaus spannendere Romane.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Ein Weihnachtswunder

Eisweihnacht
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Die Geschichte spielt zur Mitte des 19. Jahrhunderts in und um Frankfurt. Dort trifft in de reisigen Vorweihnachtszeit die KAufmannstochter Elise auf den kleinen Waisen Josua, der halberfroren auf der ...

Die Geschichte spielt zur Mitte des 19. Jahrhunderts in und um Frankfurt. Dort trifft in de reisigen Vorweihnachtszeit die KAufmannstochter Elise auf den kleinen Waisen Josua, der halberfroren auf der Strasse liegt. Kurzentschossen nimmt sie ihn mit nach Hause und versorgt ihn. Gleichzeitig muss Elise, gehbehindert und und auch nicht gerade mit Schönheit gesegnet, über den Heiratsantrag eines wesentlich älteren verwitweten Mannes mit vielen kleinen Kindern nachdenken, Vater und Tante von Elise haben diese Beziehung gerade frisch arrangiert.

Vom Inhalt un der Botschaft her liest sich diese, nur etwas über 100 Seiten umfassende kleine Geschichte, gerade in der Vorweihnachtszeit sehr schön. Allerdings fand ich den Schreibstil etwas sperrig, wohl angepasst an die Zeit, in der die Handlung spielt. So war ich froh, dass es sich hier nicht um einen dicken Wälzer handelt.

Lobenswert sind die wunderbaren Illustrationen, die ebenfalls gut in die Zeit passen und sehr viel Liebenswürdigkeit ausstrahlen.

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