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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2026

Ehe-Aus

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?
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Erika und Jan, beide 65 und seit langem miteinander verheiratet, verbringen ihren Urlaub in Triest, als Jan ihr am letzten Urlaubsabend eröffnet, schon seit einiger Zeit eine 15 Jahre jüngere Freundin ...

Erika und Jan, beide 65 und seit langem miteinander verheiratet, verbringen ihren Urlaub in Triest, als Jan ihr am letzten Urlaubsabend eröffnet, schon seit einiger Zeit eine 15 Jahre jüngere Freundin zu haben. Erika fällt aus allen Wolken, obwohl sie selbst Jan vor Jahren bereits mit einem alten Jugendfreund betrogen hat. Ist die Ehe noch zu retten?
Die Geschichte ist aus der Sicht von Erika in der Ich-Perspektive geschrieben. Der Blick auf die Geschehnisse erscheint daher eher etwas subjektiv. Erika sinniert sehr über ihre Ehe, an der sie mehr als nur klammert, ihre "Rivalin" wird verbal schonungslos niedergemacht.
Für mich war dieses Buch kein reiner Roman, sondern eine Mischung aus Erzählung und Paartherapie. Die Frage, was nach langen Ehejahren noch wichtig ist, wer hat noch Interesse an Sex, wirkt man noch anziehend auf den Partner und was ist die gemeinsame Vergangenheit wert, ist hier zentrales Thema. Insgesamt interessant, aber trotz der nur rund 200 Seiten drehte sich hier für mich am Ende alles irgendwie im Kreis. Die Figuren blieben mir irgendwie fremd, was aber vielleicht auch so gewollt war.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Ein bisschen cosy, wenig crime

Der Tag, an dem Barbara starb
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Von ullap64

Die 89jährige Margret lebt in einem beschaulichen englischen Dorf, als eines Tages ihre ebenfalls ältere Nachbarin Barbara ermordet in deren Haus aufgefunden wird. Da die Polizei offenbar ...

Von ullap64

Die 89jährige Margret lebt in einem beschaulichen englischen Dorf, als eines Tages ihre ebenfalls ältere Nachbarin Barbara ermordet in deren Haus aufgefunden wird. Da die Polizei offenbar nicht so recht voranzukommen scheint, begibt sich Margret mit Unterstützung ihres 15jährigen Enkels James auf Spurensuche. Schließlich hat Barbara ihr kurz vor ihrem Tod noch etwas anvertraut. Wenn sie sich nur noch daran erinnern könnte...
Diese leicht zu lesende Geschichte hat mich gut unterhalten. Allerdings stand hier nicht der Kriminalfall im Vordergrund, wie ich es eigentlich erwartet hatte, sondern die beginnende Demenzerkrankung einer alten Dame sowie deren alltäglicher Umgang mit den Beschwerlichkeiten des Alters. Wie geht die Familie damit um, teils ein wenig unverständlich und bestimmend - Tochter und Schwiegersohn - teils ganz unvereingenommen wie der Enkel James. Gerade das Verhältnis zwischen Oma und Enkel wurde für mich sehr ansprechend und berührend geschildet, die große Leistung dieses Romans. Die Kriminalgeschichte rückte dabei doch sehr an den Rand, auch wenn ich mit dem Ausgang so zunächst nicht gerechnet hatte, gibt es da in der Sparte Cosy-Crime durchaus spannendere Romane.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Ein Weihnachtswunder

Eisweihnacht
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Die Geschichte spielt zur Mitte des 19. Jahrhunderts in und um Frankfurt. Dort trifft in de reisigen Vorweihnachtszeit die KAufmannstochter Elise auf den kleinen Waisen Josua, der halberfroren auf der ...

Die Geschichte spielt zur Mitte des 19. Jahrhunderts in und um Frankfurt. Dort trifft in de reisigen Vorweihnachtszeit die KAufmannstochter Elise auf den kleinen Waisen Josua, der halberfroren auf der Strasse liegt. Kurzentschossen nimmt sie ihn mit nach Hause und versorgt ihn. Gleichzeitig muss Elise, gehbehindert und und auch nicht gerade mit Schönheit gesegnet, über den Heiratsantrag eines wesentlich älteren verwitweten Mannes mit vielen kleinen Kindern nachdenken, Vater und Tante von Elise haben diese Beziehung gerade frisch arrangiert.

Vom Inhalt un der Botschaft her liest sich diese, nur etwas über 100 Seiten umfassende kleine Geschichte, gerade in der Vorweihnachtszeit sehr schön. Allerdings fand ich den Schreibstil etwas sperrig, wohl angepasst an die Zeit, in der die Handlung spielt. So war ich froh, dass es sich hier nicht um einen dicken Wälzer handelt.

Lobenswert sind die wunderbaren Illustrationen, die ebenfalls gut in die Zeit passen und sehr viel Liebenswürdigkeit ausstrahlen.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Das Fest der Liebe?

Alle unter eine Tanne
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Elli und Robert sind bereits seit drei Jahren geschieden und haben jeweils neue Partner. Doch für ihre drei erwachsenen Kinder, die nichts von der Trennung der Eltern wissen, wird zu allen Festtagen die ...

Elli und Robert sind bereits seit drei Jahren geschieden und haben jeweils neue Partner. Doch für ihre drei erwachsenen Kinder, die nichts von der Trennung der Eltern wissen, wird zu allen Festtagen die vermeintliche familiäre Idylle aufrechterhalten und ein glückliches Elternpaar vorgespielt. So auch zum diesjährigen Weihnachtsfest, an dem durch widrige Umstände nun auch die neuen Partner anwesend sind. Das Chaos ist vorprogrammiert.

Die Grundidee zu dieser Geschichte fand ich recht gut umgesetzt, die Charaktere bedienen für mich im positiven Sinne sämtliche Klischees und der Ausgang der Story bleibt lange offen. Der zu erwartende weihnachtliche Tumult fiel dann für mich aber etwas zu vehement aus und hatte schon etwas leicht und übertrieben Slapstickhaftes. Gut könnte ich mir dieses Thema jedoch auf einer Theaterbühne vorstellen.

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Veröffentlicht am 03.12.2025

Magisches Menü im winterlichen Hamburg

Winterglück im kleinen Gourmetladen
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Die Geschichte führt uns ins vorweihnachtliche Hamburg, wo die junge Irma einen kleinen Delikatessenladen betreibt, Treffpunkt für die Nachbarn aus nah und fern. Insbesondere Marktschreier Paul hat mehr ...

Die Geschichte führt uns ins vorweihnachtliche Hamburg, wo die junge Irma einen kleinen Delikatessenladen betreibt, Treffpunkt für die Nachbarn aus nah und fern. Insbesondere Marktschreier Paul hat mehr als nur ein Auge auf Irma geworfen, die ihrerseits sich aber in den Literaturprofessor Fred verguckt hat. Da kommt ihr ein altes Liebesrezept ihrer Tante gerade recht, sie lädt Fred zum magischen Essen zu sich ein. Irgendetwas muss aber bei dem Zauber schiefgelaufen sein...

Eine schöne Geschichte zur Vorweihnachtszeit, bei dem man sich ins verschneite Hamburg träumen kann und gedanklich all die kleinen Häppchen aus Irmas Laden geniessen möchte. Gerade die Nebencharaktere haben die Geschichte für mich sehr bereichert, die Szenen mit dem Liebesessen fand ich allerdings recht überzogen und hätte ich hier nicht gebraucht.

Dennoch ein unterhaltsamer kleiner Roman für zwischendurch.

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