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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2026

2,75 von 5 Sternen, mehr ging leider nicht

Der Distelfink
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Ich habe mich große Teil des Buches bei der Stange halten müssen
Warum ich mich durch die mehr als 1000 Seiten gelesen habe, weiß ich am Ende gar nicht genau Mitleid mit Ted? Oder habe ich stets gedacht, ...

Ich habe mich große Teil des Buches bei der Stange halten müssen
Warum ich mich durch die mehr als 1000 Seiten gelesen habe, weiß ich am Ende gar nicht genau Mitleid mit Ted? Oder habe ich stets gedacht, gleich kommt es und ich werde das Buch lieben?
Ich kann es nicht sagen, aber ich habe die kompletten 1000 Seiten gelesen und zwischendurch sogar ein kleines anderes Buch, also ich habe den Distelfink aus der Hand gelegt, ein anderes Buch gelesen und dann wieder zum Distelfinken gegriffen. Das "Zwischenbuch" musste sein damit ich nicht in eine Leseflaute hineinrutsche
Das Buch hat mir das Herz zerissen und evtl habe ich darauf gewartet das es auch wieder zusammengesetzt wird
Ich mochte, bis auf Hobie vielleicht, keinen der Charaktere. So oft wollte ich sie alle schütteln
Hat mich leider nicht begeistert 2,75*

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Kulinarische Reise

Travel & Taste
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Die Grundidee des Buches hat mir wirklich gut gefallen – die Kombination aus Reisen und Kulinarik ist spannend, und ich war auch direkt in der Thematik drin. Man bekommt Lust, neue Orte zu entdecken und ...

Die Grundidee des Buches hat mir wirklich gut gefallen – die Kombination aus Reisen und Kulinarik ist spannend, und ich war auch direkt in der Thematik drin. Man bekommt Lust, neue Orte zu entdecken und sich inspirieren zu lassen. Mutig auch, wenn man unter diesem Gesichtspunkt sein gewohntes Leben aufgibt, 3 Kinder einpackt und losfährt. Da war ich sehr neugierig und gespannt wie die Familie die Welt entdecken fährt.
Allerdings muss ich leider sagen das ich oft das Gefühl hatte, dass vieles nur angerissen wird. Die einzelnen Geschichten oder Stationen bleiben recht oberflächlich und wirken nicht ganz ausgearbeitet bzw. zu kurz nur angerissen. Dadurch fehlt ein bisschen die Tiefe, und es fühlt sich insgesamt nicht richtig rund an.
Was ich allerdings wirklich sehr schade fand ist, dass die Rezepte nicht direkt im Buch enthalten sind. Um diese sehen zu können muss man über den QR Code eine Website aufrufen, für die man sich anmelden und persönliche Daten hinterlegen muss. Das wollte ich nicht, daher kann ich zu den Rezepten selbst leider nichts sagen – was für ein Buch mit diesem Konzept schon ein deutlicher Minuspunkt ist.
Also insgesamt eine tolle Idee mit viel Potenzial, die auch neugierig macht – in der Umsetzung aber etwas unausgereift. Vor allem das Auslagern der Rezepte trübt den Gesamteindruck deutlich. Ich muss auch leider sagen nach dieser Erkenntnis habe ich es dann auch bei Seite gelegt, da war mir die Lust vergangen.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Plätschert dahin wie Wasser

Heaven's Gate
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Heaven’s Gate von Daniel Faßbender ist ein Roman, der sich sehr angenehm lesen lässt und mich über weite Strecken gut unterhalten hat. Der Stil ist flüssig, ruhig und zugänglich, was dazu führt, dass man ...

Heaven’s Gate von Daniel Faßbender ist ein Roman, der sich sehr angenehm lesen lässt und mich über weite Strecken gut unterhalten hat. Der Stil ist flüssig, ruhig und zugänglich, was dazu führt, dass man mühelos durch die Seiten gleitet. Die Geschichte entfaltet sich ohne große Brüche oder Längen und erzeugt eine gleichmäßige Lesedynamik, die fast schon meditativ wirkt – wie Wasser, das stetig dahinplätschert. Ich habe streckenweise gar nicht gemerkt, wie viel ich bereits gelesen hatte.
Inhaltlich hat mich das Buch absolut abgeholt und mich sehr neugierig gemacht. Da gab es viel Potenzial für mehr Tiefe, Abgründe und Dramen. Allerdings bleiben die aus meiner Sicht aus. Figuren werden eingeführt und begleitet, entwickeln sich aber nur begrenzt weiter. Emotionale Konflikte, innere Spannungen oder moralische Fragen werden eher angerissen als wirklich durchdrungen. Es gab starke Emotionen bzw Situationen, aber stets nur an der Oberfläche, es sind keine Emotionen von den Seiten übergelaufen. Das macht Heaven’s Gate zu einer sehr leichten und gut konsumierbaren Lektüre, nimmt der Geschichte aber auch etwas von ihrer Nachhaltigkeit.
Dennoch möchte ich das Buch nicht schlechtreden. Als entspannte Lektüre für zwischendurch funktioniert es gut. Wer eine ruhige, stimmige Geschichte sucht, die nicht überfordert und sich angenehm weglesen lässt und auch etwas Spannung hat, wird hier sicher Freude haben. Wer jedoch auf der Suche nach Tiefgang oder einer intensiven Emotionen ist, könnte etwas unbefriedigt zurückbleiben.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Seichte Unterhaltung mit Campingbezug

Monstertouren
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Wir sind gerade auf großer Campingtour und da durfte Monstertouren natürlich nicht fehlen. Denn wie die Autorin selbst sind wir vorher nie Camper gewesen und haben uns das neue Reisegefühl erschließen ...

Wir sind gerade auf großer Campingtour und da durfte Monstertouren natürlich nicht fehlen. Denn wie die Autorin selbst sind wir vorher nie Camper gewesen und haben uns das neue Reisegefühl erschließen müssen. Den Anfang fand ich wahnsinnig lustig und konnte vieles nachempfinden. Durch die kurzen Kapitel eignet es sich auch wunderbar zum gemeinsamen vorlesen mit dem Reisegefährten.
Allerdings muss ich auch sagen, dass es am Ende auch einige Geschichten gab, die mich nicht so begeistern konnten und ich mich darin überhaupt nicht verlieren, eintauchen konnte oder abgeholt fühlte. Seichte Unterhaltung mit Bezug zum Camping, also kein reines Ratgeberbuch, was ich sehr schätze!
Statt Checklisten, detaillierter Ausrüstungstipps oder klar strukturierter Anleitungen setzt Sandra Schulz auf persönliche Eindrücke, Atmosphäre und einen sehr individuellen Blick auf das Unterwegssein mit dem Camper. Das Buch ist kreativ gestaltet, sprachlich locker gehalten und vermittelt viel Begeisterung für das Reisen, Entdecken und das Lebensgefühl Camping.
Aber wir reisen dann doch ganz anders, als sie mit ihrer Familie, sodass ich nicht immer identifizieren konnte.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Unschlüssig!

Haunting Adeline
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Haunting Adeline ist eines dieser Bücher, bei denen ich nach dem Lesen immer noch nicht genau weiß, ob ich es mochte. Aber ich kann auch nicht so tun kann, als ob es mich kalt gelassen hätte... Die Geschichte ...

Haunting Adeline ist eines dieser Bücher, bei denen ich nach dem Lesen immer noch nicht genau weiß, ob ich es mochte. Aber ich kann auch nicht so tun kann, als ob es mich kalt gelassen hätte... Die Geschichte ist ohne Frage fesselnd und schafft es, eine düstere, fast schon beklemmende Atmosphäre aufzubauen. Genau das ist vermutlich auch der Grund, warum ich das Buch trotz aller "Abscheu" nicht einfach abbrechen konnte.
Gleichzeitig ist der Inhalt an vielen Stellen mindestens problematisch. Die Dynamik zwischen Zade und Adeline überschreitet permanent Grenzen, die nicht romantisiert werden sollten, und einige Szenen wirken extrem unrealistisch oder überzogen. Besonders das Verhalten von Zade wird oft als „dark romance“ verkauft, fühlt sich aber eher verstörend als spannend an.
Trotzdem hat das Buch einen gewissen Sog. Man liest weiter, obwohl man innerlich die Augen verdreht oder sich fragt, warum man sich das eigentlich antut. Genau dieser Widerspruch macht es so schwer einzuordnen: Es ist kein Buch, das ich guten Gewissens empfehlen würde, aber auch keines, das man leicht vergisst.
Ob ich den zweiten Teil lesen werde, weiß ich noch nicht. Ich habe gehört, dass viele ihn besser und tiefgehender finden – gleichzeitig bin ich unschlüssig, ob ich mich erneut auf eine weitere Episode der beiden einlassen möchte. Haunting Adeline bleibt für mich ein Buch, das polarisiert, herausfordert und definitiv Gesprächsstoff liefert – im Guten wie im Schlechten.

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