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Veröffentlicht am 13.02.2026

Leben in Erinnerungen

Das Buch der verlorenen Stunden
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Eine Bibliothek der Erinnerungen und zwei Mädchen, die zu unterschiedlichen Zeiten dort zu Zeithütern werden. Diese entscheiden, welche Erinnerungen im Gedächtnis der Menschheit bestehen bleiben, eine ...

Eine Bibliothek der Erinnerungen und zwei Mädchen, die zu unterschiedlichen Zeiten dort zu Zeithütern werden. Diese entscheiden, welche Erinnerungen im Gedächtnis der Menschheit bestehen bleiben, eine ebenso faszinierende wie gefährliche Fähigkeit. Was folgt ist ein schöner Mix aus Ausflügen in vergangene Epochen, viel Fantasie und Emotionen, Politik und Spionage und zuletzt auch ein wenig Liebe.
Für mich lag die Stärke dieses Buches hauptsächlich in seiner Grundidee sowie der geschaffenen Atmosphäre. Es wird alles eher ruhig erzählt ohne "klassische" Spannung, mit einem leicht poetischen Schreibstil. Man kann gut in diese Welt der Erinnerungen und Bücher eintauchen, verliert dabei aber auch nie den Bezug zu der Realität und den uns bekannten historischen Ereignissen.
Dies führt jedoch auch dazu, dass manche Passagen dann doch etwas langsam erscheinen, dies hat mich jedoch nicht übermäßig gestört.

Das Grundkonzept war schön umgesetzt, allerdings war nicht immer alles sehr eindeutig, besonders hinsichtlich der magischen Elemente. Dies war vor allem zu Beginn des Buches manchmal noch etwas verwirrend und beim Lesen ging es mehr um die hervorgerufene Stimmung als um das komplette Verstehen.
Dafür hat die Geschichte gut zum Nachdenken angeregt, man konnte immer wieder mal innehalten und die Worte auf sich wirken lassen.
Eine schöne und interessante Geschichte, der jedoch noch das gewisse Etwas fehlt.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Vertraue niemandem

Das Signal
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Als großer Poznanski-Fan war ich echt gespannt, welches Thema sie diesmal als Grundlage für ihren Thriller gewählt hat und diesmal haben wir gleich zwei Schwerpunkte: Winzige GPS-Tracker und das Leben, ...

Als großer Poznanski-Fan war ich echt gespannt, welches Thema sie diesmal als Grundlage für ihren Thriller gewählt hat und diesmal haben wir gleich zwei Schwerpunkte: Winzige GPS-Tracker und das Leben, nachdem man ein Bein verloren hat.
Viola lebt zusammen mit ihrem Ehemann Adam das nach außen hin perfekte Leben, beide beruflich erfolgreich, attraktiv und im Auge der Öffentlichkeit. Dass Viola bei einem Unfall dann jedoch ihr Bein verliert und keinerlei Erinnerung mehr an den Vorfall hat, ruiniert dieses perfekte Bild dann allerdings doch ein wenig, auch wenn Adam sich viel Mühe zu geben scheint. Doch kann sie ihm wirklich noch trauen? Moderne GPS-Tracker könnten die Antwort liefern...

Der Schreibstil ist genauso gut wie immer, man fliegt quasi durch die Seiten. In scheinbar "normale" Abschnitte mischen sich gut gestreute kleine Hinweise, die man jedoch zuerst nicht wirklich zuordnen kann. Von Anfang an stellt man sich viele Fragen und die Neugier treibt einen immer dazu, doch einfach noch ein Kapitel zu lesen, typisch für Poznanski-Bücher.
Etwas schade fand ich hier jedoch, dass man mit ein wenig Fachwissen recht schnell erraten kann, worum es eigentlich geht, einiges ist doch etwas vorhersehbar. Die große Überraschung am Ende bleibt dadurch aus, trotzdem war es ganz spannend zu lesen, wenn auch mit vereinzelten Abschnitten, die sich ein wenig gezogen haben.
So tragen ständige Wiederholungen über die Schwierigkeiten mit einem Bein oder das Verfolgen der Mitmenschen über die Tracker zwar zur Grundstimmung und Violas mentalem Zustand gut bei, für den Leser ist es nach einer Weile jedoch nicht mehr sooo spannend.

Die Atmosphäre wird aber gut getroffen, man wird selbst beim Lesen misstrauisch und leidet mit. Eine überschaubare Anzahl Charaktere sorgt dafür, dass man leicht den Überblick behält und schnell eigene Verdächtigungen anstellen kann.
Auch fand ich es wieder toll, wie die Grundthemen eingearbeitet wurden, man erfährt viel über die Tracker und das Leben mit einem Bein. Dies wirkte auf mich auch gut recherchiert und somit zusätzlich informativ.
Aus meiner Sicht nicht ihr bestes Werk, aber trotzdem wie gewohnt gute Spannung!

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Gelungene Atmosphäre passend zu Dark Academia

Blackspell
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Jeden Sommer verbringt Eden bei ihrem Vater in seinem etwas heruntergekommenen Anwesen im Wald. Auch mit 18 kehrt sie dorthin zurück, jedoch aus einem eher traurigen Grund: Ihr Vater ist verstorben, sie ...

Jeden Sommer verbringt Eden bei ihrem Vater in seinem etwas heruntergekommenen Anwesen im Wald. Auch mit 18 kehrt sie dorthin zurück, jedoch aus einem eher traurigen Grund: Ihr Vater ist verstorben, sie soll der Testamentsverkündung beiwohnen. Dort wird ihr ein großes Erbe in Aussicht gestellt, jedoch geknüpft an die Bedingung, dass sie ihren Schulabschluss an der nahe gelegenen Wyndhouse Academy absolviert. Dort erwarten sie Magie, Geheimnisse und Gefahren...

Schon von der ersten Seite an fiel mir die wunderbare, düstere Atmosphäre auf. Man konnte richtig gut eintauchen in die Welt der Academy und dem Wald drumherum, die Beschreibungen haben alles schön verbildlicht, ohne überladen zu wirken. Hierbei lässt die Autorin sich auch Zeit, man lernt in Ruhe alles kennen und wird nicht überfordert. Teilweise führte das zu minimalen Längen, überwiegend im Mittelteil, aber ohne dass es mich übermäßig gestört hätte.
Generell habe ich den Schreibstil als angenehm und sehr flüssig empfunden, ich bin quasi durch die Seiten geflogen.
Auch das Dark Academia Setting wurde gut getroffen, an einigen Stellen hat es mich auch öfters mal an Wednesday erinnert, Fans der Serie kommen hier durchaus auf ihre Kosten.
Passend dazu gibt es mysteriöse Morde mit Überraschungen und natürlich auch etwas Magie.
Ebenfalls positiv erwähnen sollte man auch die Gestaltung des Buches, von Farbschnitt, Playlist, Landkarten und hübschen Illustrationen ist alles vorhanden.
Für den nächsten Band wünsche ich mir jedoch, dass wir noch mehr von den Nebencharakteren erfahren, diese sind mir ein wenig zu kurz gekommen - generell bin ich aber schon sehr gespannt!

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Die Welt eines Internats

The Academy
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Die Autorinnen entführen uns in The Academy in ein Internat - pünktlich zum Beginn des Schuljahres empfangen wir mit der Schulleiterin die Schüler aus ihren Sommerferien zurück. Der Tod einer Schülerin ...

Die Autorinnen entführen uns in The Academy in ein Internat - pünktlich zum Beginn des Schuljahres empfangen wir mit der Schulleiterin die Schüler aus ihren Sommerferien zurück. Der Tod einer Schülerin im letzten Schuljahr wirft dabei noch immer seinen Schatten auf das Internat, während der überraschende zweite Platz im Schulranking ein unerwarteter Lichtblick zu sein scheint.
Das Buch hat mich schon nach den ersten paar Seiten wieder in Gossip Girl Nostalgie schwelgen lassen - und passend dazu gibt es im späteren Verlauf auch noch eine App, die so allerlei Geheimnisse ausplaudert.

Im Einband befinden sich eine Karte der Tiffin Academy sowie eine Personenübersicht, die doch ganz nützlich ist. Gerade am Anfang wird man doch etwas erschlagen von den ganzen neuen Charakteren. Diese werden zwar kurz vorgestellt, jedoch dauert es doch eine Weile, bis man zu jedem mehr oder weniger eine Beziehung aufbauen kann, auch bleibt manches in der Hinsicht etwas oberflächlich.
Andererseits mochte ich es aber auch, viele Perspektiven zu erleben, so wirkte das Internatsleben direkt etwas authentischer und teilweise auch ein bisschen wie eine Serie.
Dazu hat auch die Unterteilung beigetragen, wir erleben das Schuljahr chronologisch nach Monaten unterteilt mit und erfahren neben der Handlung mehr über die Charaktere. Ich konnte mir die Academy im Wechsel der Jahreszeiten und im Schulalltag gut vorstellen und hab ähnlich wie bei Gossip Girl mitgefiebert. Ebenfalls positiv: Man lernt nicht nur die Schüler kennen, sondern auch die Erwachsenen wie das Schulpersonal und die Lehrer - was schön repräsentiert, dass hier Mutter und Tochter zusammen das Buch geschrieben haben.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Leicht gruselig und durchgängig spannend

Rostiges Grab
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Rostiges Grab ist der dritte Fall für Leo Asker und das merkt man auch - immer wieder wird auf die vorherige Handlung und Charaktere Bezug genommen, vieles baut auf früheren Fällen auf.
Zwar lässt sich ...

Rostiges Grab ist der dritte Fall für Leo Asker und das merkt man auch - immer wieder wird auf die vorherige Handlung und Charaktere Bezug genommen, vieles baut auf früheren Fällen auf.
Zwar lässt sich ohne Vorwissen doch auch einiges erschließen und der Kriminalfall ist auch unabhängig davon, jedoch würde es hier vermutlich mehr Sinn machen, erst die anderen beiden Bände zu lesen. Ich möchte deswegen keine Sterne abziehen, finde es aber als Anmerkung wichtig.

Die Geschichte selbst wird in kurzen, angenehmen Kapiteln aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Asker, ihr Freund Hill oder auch das geheimnisvolle Graumädchen.
Nach und nach erhält man so mehr Puzzlestücke, die in der zweiten Hälfte dann auch in gutem Tempo zusammengesetzt werden. Das Miträtseln hat Spaß gemacht, auch wenn mich ein paar Kleinigkeiten an der letztendlichen Auflösung gestört haben.
Generell hat der Autor hier aber eine gute Mischung gefunden aus persönlichen Abschnitten der Charaktere, Ermittlungsarbeit und atmosphärischen Spannungspassagen.
Die Beschreibungen sorgen oftmals dafür, dass man sich fast schon gruselt oder das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Sowohl Schauplätze als auch Charaktere und Action konnte ich mir gut vorstellen.
Bei den Schauplätzen ist natürlich auch der Bezug zu Lost Places hervorzuheben, der ja anscheinend auch in den vorherigen Bänden schon Thema war. Hier erkundet man auch wieder mehrere dieser Orte und erfährt nebenbei noch ein bisschen was über die Urban Explorer Szene, was ich ganz interessant fand.
Insgesamt ein spannender Krimi mit kleineren Schwächen - sehr lesenswert, aber vielleicht doch erst zu den Vorgängern greifen.

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