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Veröffentlicht am 26.11.2022

Unterhaltsame und romantische Geschichte über ein mutiges Mädchen

Die Kaiserin
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Das Buch "Die Kaiserin" besticht durch ein schönes und sehr ausdrucksstarkes Cover. Darauf zu sehen ist Sisi, die durch ihre Haltung und ihren Gesichtsausdruck schon die Charakterzüge versprüht, die ihr ...

Das Buch "Die Kaiserin" besticht durch ein schönes und sehr ausdrucksstarkes Cover. Darauf zu sehen ist Sisi, die durch ihre Haltung und ihren Gesichtsausdruck schon die Charakterzüge versprüht, die ihr im weiteren Verlauf zugeschrieben werden.

Die Geschichte selbst ist sehr schön geschrieben, es ist mir leicht gefallen, mich in die Charaktere hineinzuversetzen und in die damalige Zeit hineinzuträumen. Ich fand es zudem sehr interessant, einiges über die gesellschaftlichen Zwänge und über die Art und Weise zu leben zu erfahren. Besonders der Hauptcharakter Sisi ist gut getroffen und durch die Schreibweise erhält man einen detaillierten Einblick in ihre Gefühlswelt. Dadurch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist, bleibt es spannend und abwechslungsreich. Das Buch lässt sich schnell weg lesen und die Geschichte ist etwas vorhersehbar. Trotzdem wurde ich sehr gut unterhalten und habe es gerne gelesen.

Was man aus meiner Sicht nicht erwarten darf: Die wahre Geschichte der damaligen Kaiserin. Natürlich ist es eine fiktive Geschichte, mit großem Einfluss von der wahren Begebenheit. Allerdings merkt man schon beim Lesen, dass sich sicherlich nicht alle Situationen damals in dieser Art und Weise zugetragen haben. Aus meiner Sicht sollte das nicht der Anspruch an das Buch sein, wenn man es liest. Daher ärgert es mich etwas, wenn ich Rezensionen lese, die diesen Umstand kritisieren.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Ein liebevolles Bilderbuch mit kleinen Stolpersteinen

Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte
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Ich habe das Buch gelesen und betrachtet, und mein Eindruck ist zwiegespalten – im positiven wie im nachdenklichen Sinne. Das Bilderbuch aus dem Verlag Penguin Junior richtet sich an Kinder ab 3 Jahren ...

Ich habe das Buch gelesen und betrachtet, und mein Eindruck ist zwiegespalten – im positiven wie im nachdenklichen Sinne. Das Bilderbuch aus dem Verlag Penguin Junior richtet sich an Kinder ab 3 Jahren und greift ein Thema auf, das zeitlos und wichtig ist: große Träume, Selbstvertrauen und der Umgang mit Grenzen.
Was mir sofort gefallen hat, sind die großen Seiten mit ihren großflächigen, liebevollen Illustrationen. Die Vogelwelt ist unglaublich süß dargestellt, besonders die kleinen Vogel-Kinder und ihre Familien. Beim genaueren Hinsehen entdeckt man auf fast jeder Seite viele Details aus dem Alltag von Menschenkindern: Vater-Vogel mit AirPods, Smartphones, Inlineskates, moderne Wohnsituationen. Das ist irgendwie niedlich, witzig und lädt zum gemeinsamen Entdecken ein – manchmal aber auch leicht absurd. Trotzdem: Gerade diese vielen kleinen Alltagsbeobachtungen machen für mich einen großen Reiz aus und sorgen dafür, dass man das Buch gern mehrfach anschaut.
Inhaltlich mochte ich sehr, dass die Vogel-Kinder sich nicht einfach von den Aussagen ihrer Eltern unterkriegen lassen. Sätze im Sinne von „Das kannst du eh nicht werden“ oder „Das ist unmöglich“ werden nicht einfach hingenommen, sondern zumindest innerlich hinterfragt. Das ist ermutigend und kann Kindern zeigen, dass eigene Wünsche wichtig sind.
Gleichzeitig liegt hier für mich auch der größte Kritikpunkt. Die Elternfiguren wirken über den Großteil der Geschichte eher entmutigend und wenig zutrauend. Natürlich handeln sie aus Erfahrung und Realismus heraus – ein Spatz kann nun mal keine Amsel werden, aber für sehr junge Kinder kann dieser Schwerpunkt traurig wirken. Der positive Wendepunkt am Ende, in dem die Kinder ihren Träumen folgen, fällt meiner Meinung nach sehr kurz aus. Ich bin mir nicht sicher, ob Kinder ab 3 Jahren diesen versöhnlichen Teil wirklich mitnehmen oder ob eher das Gefühl hängen bleibt, dass Träume von den Eltern ausgebremst werden.
Mein Fazit: Ein süßes Vorlesebuch mit vielfältigen, wunderschön illustrierten Vogel-Kindern und vielen liebevollen Details. Die Botschaft ist grundsätzlich schön, bekommt aber durch die Erzählstruktur kleine Dämpfer. Mit ein wenig Begleitung beim Vorlesen lässt sich daraus dennoch ein wertvolles Gespräch über Träume, Möglichkeiten und Mut entwickeln.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Schöne Bilder, schwache Botschaft

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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Ich habe mich sehr auf „Der Regenbogenfisch in Gefahr“ von Marcus Pfister gefreut, denn der Regenbogenfisch gehört für mich zu den Klassikern der Kinderliteratur. Die Illustrationen sind wie gewohnt wunderschön ...

Ich habe mich sehr auf „Der Regenbogenfisch in Gefahr“ von Marcus Pfister gefreut, denn der Regenbogenfisch gehört für mich zu den Klassikern der Kinderliteratur. Die Illustrationen sind wie gewohnt wunderschön – vor allem die glitzernden Schuppen ziehen Kinder magisch an. Auch die Idee, Umwelt- und Meeresschutz in einem Bilderbuch aufzugreifen, finde ich wichtig und zeitgemäß. Leider bleibt die Umsetzung für mich enttäuschend. Die Geschichte ist extrem kurz und berührt das Thema nur oberflächlich: Ein Netz taucht auf, die Fische sind in Gefahr, der Regenbogenfisch hat eine Idee – und das war’s. Warum Menschen Netze auslegen, welche Folgen das für das Meer hat oder wie man es schützen kann, bleibt völlig unklar. Ohne zusätzliche Erklärungen von Erwachsenen lernen Kinder hier wenig über den wichtigen Umweltaspekt. Ein schönes Buch zum Anschauen, aber mit vertanem Potenzial.

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Viele schöne Zeichnungen, aber ohne Tiefgang

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen
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Das Buch "Stolz und Vorurteil" ist eine Graphic Novel mit Texten von Claudia Kühne, nach Jane Austens gleichnamigen Klassiker, und Zeichnungen von Tara Spruit.
Ich durfte die Hardcover-Variante des Buches ...

Das Buch "Stolz und Vorurteil" ist eine Graphic Novel mit Texten von Claudia Kühne, nach Jane Austens gleichnamigen Klassiker, und Zeichnungen von Tara Spruit.
Ich durfte die Hardcover-Variante des Buches lesen. Die originale Fassung von Jane Austen habe ich bisher nicht gelesen.
Auf ca. 250 Seiten wird die Geschichte von Stolz und Vorurteil in farbenfrohen Zeichnungen nacherzählt. Dabei gibt es sehr wenig Text und auf den Bildern viel zu entdecken, sodass man nur so über die Seiten fliegt.
Das Cover ist sehr schön und romantisch gestaltet, es zeigt die beiden Protagonisten Elizabeth Bennet und Mr Darcy. Die Zeichnungen im Buch sind ebenfalls sehr schön, es werden viele Pastelltöne genutzt und die Personen sind sehr detaillreich dargestellt. Allerdings ist es mir, gerade zu Beginn des Buches, extrem schwer gefallen, Elizabeth und ihre vier Schwestern auseinander zu halten.
Die Texte in dem Buch beschränken sich hauptsächlich auf die wörtliche Rede, was bei einer Graphic Novel nicht weiter überraschend ist. Allerdings blieben mir die Inhalte oft zu sehr an der Oberfläche. Viele Handlungen und Entscheidungen der einzelnen Akteure waren für einen "Stolz und Vorurteil"-Erstleser nahezu nicht nachvollziehbar und mussten so hingenommen werden. Natürlich liegt das bei einer Graphic Novel in der Natur der Sache, dass gekürzt werden muss, allerdings hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle mehr Erläuterung gewünscht.
Meiner Meinung nach eignet sich das Buch eher für ein jüngeres Publikum, welches eher an den Zeichnungen interessiert ist.

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Veröffentlicht am 18.09.2023

Reihenauftakt, der nur langsam in Fahrt kommt und erst zum Ende spannend wird

One Second to Love (Breaking Waves 1)
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Der Teil 1 der Breaking Waves-Reihe ist aus der Sicht von Avery geschrieben. Avery kehrt zurück auf die Insel, auf der ihre Freundin Josie vor vielen Jahren spurlos verschwunden ist. Bis heute ist nicht ...

Der Teil 1 der Breaking Waves-Reihe ist aus der Sicht von Avery geschrieben. Avery kehrt zurück auf die Insel, auf der ihre Freundin Josie vor vielen Jahren spurlos verschwunden ist. Bis heute ist nicht geklärt, wie Josie verschwunden ist und ob sie vielleicht sogar noch lebt.
In den letzten Jahren ist viel passiert und die Geschichte spielt abwechselnd in der Vergangenheit und in der Gegenwart.
Avery entscheidet sich, die Suche nach Josie wieder aufzunehmen. Gleichzeitig kommt sie Jake wieder näher, ihrem Bandkollegen, der ebenfalls auf der Insel ist.

Im ersten Teil des Buches wird das Geflecht der handelnden Personen nach und nach erklärt. Man erfährt wer die fünf Freundinnen waren und was sie jeweils mit der Insel verbinden. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, allerdings bleibt inhaltlich aus meiner Sicht alles sehr oberflächlich. Die Szenen zwischen Avery und ihrem Bandkollegen sind oft sehr ähnlich beschrieben und dadurch wirkt es, als ob lange Zeit sehr wenig passiert.
Der Suspense-Aspekt des Buches kommt für mich lange Zeit gar nicht wirklich zum Vorschein. Ungefähr zwei Drittel des Buches sind in dieser Hinsicht für meinen Geschmack wirklich sehr langatmig geschrieben. Im letzten Drittel nimmt die Story dann Fahrt auf, wird spannend und macht so Lust auf die weiteren Bände.

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