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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2022

Toller Schreibstil und starker Start

Some Mistakes Were Made
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Der Klappentext des Buches verspricht eine schöne Geschichte und hat mich schnell begeistert. Auch das Cover ist wunderschön gestaltet.
Beim Start in die Geschichte findet man sich schnell zurecht. Der ...


Der Klappentext des Buches verspricht eine schöne Geschichte und hat mich schnell begeistert. Auch das Cover ist wunderschön gestaltet.
Beim Start in die Geschichte findet man sich schnell zurecht. Der Schreibstil gefällt mir gut, die Handlung ist sehr stimmungsvoll beschrieben, sodass man sich als Leser gut hineinversetzen kann. Alle Charaktere werden ausreichend bekanntgemacht und man hat kein Problem damit, die handelnden Personen zu unterscheiden. Sie sind authentisch und vielschichtig.
Bei der Geschichte selbst handelt es sich um eine New-Adult-Story bei der ein folgenschweres Ereignis im Leben der Protagonistin Ellis dazu führt, dass sich ihr Leben und auch ihr Wohnort ändern. Die Geschichte ist aus Ellis Perspektive geschrieben, wobei sich der Zeitpunkt von Kapitel zu Kapitel ändert. So fügt sich für den Leser nach und nach ein Bild aus den Geschehnissen der Vergangenheit aus Ellis Kindheit und aus der Gegenwart zusammen.

Insgesamt haben mir die Geschichte und der Schreibstil sehr gefallen. Lediglich zum Schluss hat sich für meinen Geschmack das Aufklären des lebensverändernden Ereignis für Ellis und Eastons Leben zu lange hingezogen, sodass es etwas zäh und am Ende wenig überraschend war.
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Veröffentlicht am 26.11.2022

Historischer Krimi mit mutiger Protagonistin

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
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Der erste Band der Reihe "Fräulein vom Amt" ist perfekt zum reinkommen, in den Schreibstil und das Setting eines historischen Krimis.

Der Krimi spielt in Baden-Baden und greift neben der Handlung selbst ...


Der erste Band der Reihe "Fräulein vom Amt" ist perfekt zum reinkommen, in den Schreibstil und das Setting eines historischen Krimis.

Der Krimi spielt in Baden-Baden und greift neben der Handlung selbst auch die Umgebung und die Zeit, in der das Ganze spielt, immer wieder eindrucksvoll auf. Hier ist mir ganz besonders der anschauliche Schreibstil aufgefallen, der mir als Einsteigerin in der Genre geholfen hat, mich in die Zeit hineinzuversetzen.

Die Protagonistin Alma Täuber ist eine liebenswerte Person, dessen Handlungen ich gut nachvollziehen konnte, wenn sie auch oft mutiger waren, als ich selbst in der Situation sicher gewesen wäre.

Insgesamt ist es eine tolle Geschichte, die trotz des Genres "Krimi" nicht wirklich viel Spannung aufbaut, sondern eher eine Wohlfühl-Atmosphäre schafft. Zwar war ich beim Lesen stets gespannt, wie es weiter geht, allerdings flacht die Spannung durch die lebendige Beschreibung der Umgebung in Baden-Baden und das Leben zur damaligen Zeit schnell ab.

Dennoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen und kann es allen Fans von historischen Romanen sehr empfehlen.
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Veröffentlicht am 26.11.2022

Unterhaltsame und romantische Geschichte über ein mutiges Mädchen

Die Kaiserin
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Das Buch "Die Kaiserin" besticht durch ein schönes und sehr ausdrucksstarkes Cover. Darauf zu sehen ist Sisi, die durch ihre Haltung und ihren Gesichtsausdruck schon die Charakterzüge versprüht, die ihr ...

Das Buch "Die Kaiserin" besticht durch ein schönes und sehr ausdrucksstarkes Cover. Darauf zu sehen ist Sisi, die durch ihre Haltung und ihren Gesichtsausdruck schon die Charakterzüge versprüht, die ihr im weiteren Verlauf zugeschrieben werden.

Die Geschichte selbst ist sehr schön geschrieben, es ist mir leicht gefallen, mich in die Charaktere hineinzuversetzen und in die damalige Zeit hineinzuträumen. Ich fand es zudem sehr interessant, einiges über die gesellschaftlichen Zwänge und über die Art und Weise zu leben zu erfahren. Besonders der Hauptcharakter Sisi ist gut getroffen und durch die Schreibweise erhält man einen detaillierten Einblick in ihre Gefühlswelt. Dadurch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist, bleibt es spannend und abwechslungsreich. Das Buch lässt sich schnell weg lesen und die Geschichte ist etwas vorhersehbar. Trotzdem wurde ich sehr gut unterhalten und habe es gerne gelesen.

Was man aus meiner Sicht nicht erwarten darf: Die wahre Geschichte der damaligen Kaiserin. Natürlich ist es eine fiktive Geschichte, mit großem Einfluss von der wahren Begebenheit. Allerdings merkt man schon beim Lesen, dass sich sicherlich nicht alle Situationen damals in dieser Art und Weise zugetragen haben. Aus meiner Sicht sollte das nicht der Anspruch an das Buch sein, wenn man es liest. Daher ärgert es mich etwas, wenn ich Rezensionen lese, die diesen Umstand kritisieren.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Ein liebevolles Bilderbuch mit kleinen Stolpersteinen

Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte
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Ich habe das Buch gelesen und betrachtet, und mein Eindruck ist zwiegespalten – im positiven wie im nachdenklichen Sinne. Das Bilderbuch aus dem Verlag Penguin Junior richtet sich an Kinder ab 3 Jahren ...

Ich habe das Buch gelesen und betrachtet, und mein Eindruck ist zwiegespalten – im positiven wie im nachdenklichen Sinne. Das Bilderbuch aus dem Verlag Penguin Junior richtet sich an Kinder ab 3 Jahren und greift ein Thema auf, das zeitlos und wichtig ist: große Träume, Selbstvertrauen und der Umgang mit Grenzen.
Was mir sofort gefallen hat, sind die großen Seiten mit ihren großflächigen, liebevollen Illustrationen. Die Vogelwelt ist unglaublich süß dargestellt, besonders die kleinen Vogel-Kinder und ihre Familien. Beim genaueren Hinsehen entdeckt man auf fast jeder Seite viele Details aus dem Alltag von Menschenkindern: Vater-Vogel mit AirPods, Smartphones, Inlineskates, moderne Wohnsituationen. Das ist irgendwie niedlich, witzig und lädt zum gemeinsamen Entdecken ein – manchmal aber auch leicht absurd. Trotzdem: Gerade diese vielen kleinen Alltagsbeobachtungen machen für mich einen großen Reiz aus und sorgen dafür, dass man das Buch gern mehrfach anschaut.
Inhaltlich mochte ich sehr, dass die Vogel-Kinder sich nicht einfach von den Aussagen ihrer Eltern unterkriegen lassen. Sätze im Sinne von „Das kannst du eh nicht werden“ oder „Das ist unmöglich“ werden nicht einfach hingenommen, sondern zumindest innerlich hinterfragt. Das ist ermutigend und kann Kindern zeigen, dass eigene Wünsche wichtig sind.
Gleichzeitig liegt hier für mich auch der größte Kritikpunkt. Die Elternfiguren wirken über den Großteil der Geschichte eher entmutigend und wenig zutrauend. Natürlich handeln sie aus Erfahrung und Realismus heraus – ein Spatz kann nun mal keine Amsel werden, aber für sehr junge Kinder kann dieser Schwerpunkt traurig wirken. Der positive Wendepunkt am Ende, in dem die Kinder ihren Träumen folgen, fällt meiner Meinung nach sehr kurz aus. Ich bin mir nicht sicher, ob Kinder ab 3 Jahren diesen versöhnlichen Teil wirklich mitnehmen oder ob eher das Gefühl hängen bleibt, dass Träume von den Eltern ausgebremst werden.
Mein Fazit: Ein süßes Vorlesebuch mit vielfältigen, wunderschön illustrierten Vogel-Kindern und vielen liebevollen Details. Die Botschaft ist grundsätzlich schön, bekommt aber durch die Erzählstruktur kleine Dämpfer. Mit ein wenig Begleitung beim Vorlesen lässt sich daraus dennoch ein wertvolles Gespräch über Träume, Möglichkeiten und Mut entwickeln.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Leichtfüßig und unterhaltsam – aber ohne bleibenden Eindruck

Einatmen. Ausatmen.
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Ich bin mit durchaus hohen Erwartungen an das neue Werk von Maxim Leo herangegangen, vor allem wegen der vielversprechenden Mischung aus Humor, Lebenssuche und zwischenmenschlicher Entwicklung. Und tatsächlich ...

Ich bin mit durchaus hohen Erwartungen an das neue Werk von Maxim Leo herangegangen, vor allem wegen der vielversprechenden Mischung aus Humor, Lebenssuche und zwischenmenschlicher Entwicklung. Und tatsächlich hat mich der Einstieg sofort abgeholt. Die Grundidee ist originell und bietet viel Raum für interessante Dynamiken und Stories.
Besonders gut gefallen hat mir der humorvolle Ton des Romans. Immer wieder musste ich schmunzeln, teilweise sogar laut lachen. Die Figuren wirken dabei erstaunlich menschlich und in vielen Situationen auch nachvollziehbar. Gerade die wechselnden Perspektiven zwischen Marlene und Alex empfand ich als erfrischend. Dieser Perspektivwechsel sorgt dafür, dass die Geschichte lebendig bleibt und man beide Hauptfiguren besser verstehen kann.
Allerdings muss ich auch sagen, dass sich das Buch stellenweise etwas zieht. Es gibt Passagen, in denen wenig passiert und die Handlung eher vor sich hin plätschert. Das hat meinen Lesefluss zwar nicht komplett gestört, aber doch etwas gebremst. Zudem wirken einige Entwicklungen leicht unrealistisch und insgesamt bleibt die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich. Gerade bei einem Thema wie Selbstfindung hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Stattdessen bedient sich der Roman teilweise recht klassischer Klischees und ist in Teilen etwas vorhersehbar.
Trotz dieser Schwächen lässt sich das Buch sehr angenehm und schnell lesen. Es ist unterhaltsam, locker geschrieben und eignet sich gut für zwischendurch. Mein Fazit: Eine nette, humorvolle Lektüre, die zwar Spaß macht, aber keinen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Kein Highlight, aber definitiv auch keine Zeitverschwendung.

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