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Veröffentlicht am 05.02.2026

Kein Buch für zwischendurch

Der andere Arthur
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„Der andere Arthur“ beginnt mit einem Brief. Der Ich-Erzähler Arthur Opp schreibt an eine ihm liebgewonnene Frau Charlene Turner, warum er zum „Eremiten“ wurde. Das bedeutet, dass er seit vielen Jahren ...

„Der andere Arthur“ beginnt mit einem Brief. Der Ich-Erzähler Arthur Opp schreibt an eine ihm liebgewonnene Frau Charlene Turner, warum er zum „Eremiten“ wurde. Das bedeutet, dass er seit vielen Jahren sein Haus nicht mehr verließ. Und nicht nur das. Aus Frust stopfte er sich mit Essen voll und die Folge war seine Adipositas. Charlene Turner war eine seiner Schülerinnen. Damals, als er noch als Professor tätig war. Sie trafen sich häufig und verstanden sich bestens. Bis Arthur sich bei seiner Dienststelle gegen falsche Verdächtigungen wehren musste. Er kämpfte nicht. Er resignierte und das Ergebnis dieser Resignation war die völlige Vereinsamung.

Neben den Ausführungen des Arthur Opp gibt es weitere Kapitel, die aus der Sicht von Charlene Turner und ihrem Sohn geschrieben wurden. Anfangs verwirrend aber mit der Zeit dann doch klar, was die Autorin den Lesern vermitteln wollte. Da ist zum Beispiel Charlene, die mit ihrem Leben unzufrieden ist. Sie trauert ihren vergebenen Chancen nach und wird zur Alkoholikerin. Wie sehr sie damit ihrem einzigen Sohn schadet merkt sie erst, als es zu spät ist. Der Junge kämpft ebenfalls mit seinem Dasein und findet Halt bei einer Freundin.

So richtig konnte mich das Buch nicht fesseln. Für mich gab es viele Längen, die nicht zur Klarheit beitrugen. Das Thema lädt allerdings zum Nachdenken ein und die Sprache ist stilvoll und abwechslungsreich. Als Fazit für mich ganz klar, dass sich niemand in sein Schneckenhaus zurückziehen sollte. Es gibt kaum etwas Schlimmeres als Gerüchte über Arbeitskollegen. Aufgeben ist keine Option, sondern dagegen kämpfen wäre die beste Lösung.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Wieder mal ein äußerst spannender Krimi des Bestsellerautors

Minnesota
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Bob Oz hat seinen Spitznamen weg. Den bekam er von Kollegen und Bekannten, weil er immer wieder Frauen abschleppte, zu viel trank und regelmäßig zu spät zum Dienst erschien. Der Grund dafür liegt zurück, ...

Bob Oz hat seinen Spitznamen weg. Den bekam er von Kollegen und Bekannten, weil er immer wieder Frauen abschleppte, zu viel trank und regelmäßig zu spät zum Dienst erschien. Der Grund dafür liegt zurück, das Trauma kann er aber nicht vergessen. Und trotzdem ist er ein fabelhafter Ermittler. Als er mal wieder in einer Bar versackte und mit der Barfrau flirtete, riss ihn ein Anruf aus seiner Unterhaltung. Er wurde zu einem Tatort gerufen. Dass er eigentlich nicht mehr fahren durfte, interessierte ihn nicht. Promillegrenze? Die interessierte ihn nicht.

Jo Nesbo zeigt mit "Minnesota" mal wieder, warum er so viele Bestseller schrieb. Hier ist zwar nicht Harry Hole die Hauptperson, das tut der Spannung aber keinen Abbruch. Zwar anfangs schleppend, entwickelt sich das Buch dann doch zu einem spannenden Krimi. Bob Oz sucht nach einem Scharfschützen, dessen Ziel es ist, für Gerechtigkeit zu sorgen. Er hat es auf Waffenhändler und Lobbyisten abgesehen. Und ja, auch Trump wird erwähnt. Immer wieder gibt es Wendungen, die noch einmal mehr für spannende Unterhaltung sorgen.

Besonders gut gefallen mir bei Nesbo die subtilen Hinweise auf Geschehnisse in USA. Er versteht es bestens, seine Einstellung zu verdeutlichen, sich aber nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Der Sprecher gefiel mir zwar, er sollte aber noch ein wenig an seiner stimmlichen Flexibilität arbeiten. Wäre das auch hier gegeben, hätte ich mit fünf Sternen bewertet. Denn die Story ist sehr gut.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Solider Krimi und ein Ausflug ins Surfermilieu

Heaven's Gate
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Da ist er also wieder. Der Oligarchensohn samt Anhang. Tut so, als könne er surfen. Hat sich extra ein teures Brett zugelegt. Als ob er damit über die Wellen gleiten könnte, wie ein Meister. Angeber. Das ...

Da ist er also wieder. Der Oligarchensohn samt Anhang. Tut so, als könne er surfen. Hat sich extra ein teures Brett zugelegt. Als ob er damit über die Wellen gleiten könnte, wie ein Meister. Angeber. Das sind die Gedanken von Caruso. Aber was soll´s. Heute sind die Wellen sehr hoch und er ist mitten in seinem Element. Bis dieser arrogante Typ droht zur ertrinken. Was macht Caruso? Er rettet ihn, weil seine Entourage auch nicht surfen kann. Dass ihm das zum Verhängnis wird und gar seinen Tod bedeuten könnte, das ahnt Caruso nicht.

Caruso bekommt einen ganz besonderen Auftrag. Eine hübsche Lady besucht ihn und bittet darum, ihren Sohn zu finden. Er ist seit zwei Wochen spurlos verschwunden. Sie gibt ihm einen hohen Vorschuss. Da Caruso chronisch pleite und zudem mit seiner Miete weit im Rückstand ist, nimmt er den Auftrag an. Für ihn ist schnell klar, dass der Junge sich absetzte und nicht gefunden werden möchte. Er wird wohl am Strand herumlümmeln. Mit Dope und einer netten Lady. Leider liegt er damit aber völlig falsch.

„Heavens Gate“ spielt auf den Philippinen. Auffallend ist am Anfang, wie genau der Autor das Surfen beschreibt. Für Fans dieses Sport bestimmt interessant. Die Story plätschert zunächst dahin. Sie spielt zwischen Asien und Deutschland. Die Kapitel sind kurz und das gefiel mir gut. Die Sprache locker mit häufiger wörtlicher Rede, für mich oft zu locker. Etwa in der Mitte fing es dann an, spannender zu werden. Es gibt einige Wendungen, die aber nicht immer nachvollziehbar, will sagen realistisch, sind. Die vier Sterne sind sehr wohlwollend von mir, da ich immer denke, dass hinter jedem Buch viel Arbeit steckt. Zum Glück arbeitet Diogenes nicht mit „Autoren“, die ihre Werke mit Künstlicher Intelligenz schreiben lassen.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Nette Liebesgeschichte nicht nur für Freunde der Nordsee

Winterglück im Café am Meer
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Bereits seit Jahren lebt Helena schon nicht mehr auf Norderney. Sie hat die Insel vor vielen Jahren verlassen. Damals sah es so aus, wie eine Flucht und sie war davon überzeugt, das richtige zu tun. Fenja, ...

Bereits seit Jahren lebt Helena schon nicht mehr auf Norderney. Sie hat die Insel vor vielen Jahren verlassen. Damals sah es so aus, wie eine Flucht und sie war davon überzeugt, das richtige zu tun. Fenja, ihre Freundin aus Kindertagen lebt noch dort und eines Tages erinnert sie an das Versprechen, was die Freundinnen sich damals gaben. Ohne lange nachzudenken macht Helena sich auf, um Fenja zu helfen. Was sich aus dem Freundschaftsdienst dann tatsächlich entwickelt, konnte sie nicht voraussehen.

„Winterglück im Café am Meer“ ist ein entzückender Liebesroman. Auf Norderney gibt es einen jungen Mann, der Helena schon vor Jahren beeindruckte. Und nicht nur sie hat Erinnerungen an die Insel. Auch ihre Großmutter und selbst sie schweigt dazu. Wie gut, dass beide sehr gut den Mund halten können und es dem anderen nicht übel nehmen.

Das Hörbuch gefiel mir sehr gut. Das lag vor allen Dingen an der angenehmen Stimme von Svenja Pages. Sie versteht es, ihre Zuhörer zu verzaubern und sie die Zeit vergessen zu lassen. Auch wenn die Liebesgeschichte für mich nicht zum erhofften Ende führte. Meine Lese- bzw. Hörempfehlung gilt uneingeschränkt.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Mit dem Ende des "Kalten Krieges" kam die Hoffnung auf dauerhaften Frieden

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Die Sowjetunion gibt es nicht mehr. Jakob Dreier muss sich also erst an den Begriff „Russische Föderation“ gewöhnen. Was gestern noch unmöglich schien, heute gehört es zum Alltag in Rom. Die russische ...

Die Sowjetunion gibt es nicht mehr. Jakob Dreier muss sich also erst an den Begriff „Russische Föderation“ gewöhnen. Was gestern noch unmöglich schien, heute gehört es zum Alltag in Rom. Die russische Botschaft feiert und lädt alles, was Rang und Namen hat dazu ein. Auch Dieter Germeshausen genießt das kostenlose Angebot von Piroggen und Krimsekt. Er mag zwar keine Feste möchte aber unbedingt den jungen Dichter Jakob Dreier kennenlernen. Nach einem ersten Wortwechsel macht Germeshausen ihm einen Vorschlag, den er nicht ablehnen kann.

Nach dem Ende des „Kalten Krieges“ gab es eine Aufbruchstimmung. Die Menschen freuten sich und hofften auf dauerhaften Frieden. Spionage war nicht mehr nötig. Herr Germeshausen wollte aber noch einen letzten Coup landen. Seine Rente aufbessern und mit seiner Geliebten abtauchen. Eine Reise nach Almaty in Kasachstan ist geplant und Jakob Dreier soll ihn begleiten.

"Die Reise ans Ende der Geschichte" erinnerte mich ein wenig an die Romane von Johannes Mario Simmel. Auch er schrieb gerne über Agenten und deren Verwicklungen mit ihren Auftraggebern. Kristof Magnusson lässt seine Protagonisten reisen. Von Rom nach Almaty und auch ins Rheinland nimmt er seine Leser mit. Zuweilen zwar spannend aber nicht immer nachvollziehbar. So empfand ich das Buch. Daher gebe ich nur eine bedingte Leseempfehlung.

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