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Veröffentlicht am 28.01.2026

Solider Krimi und ein Ausflug ins Surfermilieu

Heaven's Gate
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Da ist er also wieder. Der Oligarchensohn samt Anhang. Tut so, als könne er surfen. Hat sich extra ein teures Brett zugelegt. Als ob er damit über die Wellen gleiten könnte, wie ein Meister. Angeber. Das ...

Da ist er also wieder. Der Oligarchensohn samt Anhang. Tut so, als könne er surfen. Hat sich extra ein teures Brett zugelegt. Als ob er damit über die Wellen gleiten könnte, wie ein Meister. Angeber. Das sind die Gedanken von Caruso. Aber was soll´s. Heute sind die Wellen sehr hoch und er ist mitten in seinem Element. Bis dieser arrogante Typ droht zur ertrinken. Was macht Caruso? Er rettet ihn, weil seine Entourage auch nicht surfen kann. Dass ihm das zum Verhängnis wird und gar seinen Tod bedeuten könnte, das ahnt Caruso nicht.

Caruso bekommt einen ganz besonderen Auftrag. Eine hübsche Lady besucht ihn und bittet darum, ihren Sohn zu finden. Er ist seit zwei Wochen spurlos verschwunden. Sie gibt ihm einen hohen Vorschuss. Da Caruso chronisch pleite und zudem mit seiner Miete weit im Rückstand ist, nimmt er den Auftrag an. Für ihn ist schnell klar, dass der Junge sich absetzte und nicht gefunden werden möchte. Er wird wohl am Strand herumlümmeln. Mit Dope und einer netten Lady. Leider liegt er damit aber völlig falsch.

„Heavens Gate“ spielt auf den Philippinen. Auffallend ist am Anfang, wie genau der Autor das Surfen beschreibt. Für Fans dieses Sport bestimmt interessant. Die Story plätschert zunächst dahin. Sie spielt zwischen Asien und Deutschland. Die Kapitel sind kurz und das gefiel mir gut. Die Sprache locker mit häufiger wörtlicher Rede, für mich oft zu locker. Etwa in der Mitte fing es dann an, spannender zu werden. Es gibt einige Wendungen, die aber nicht immer nachvollziehbar, will sagen realistisch, sind. Die vier Sterne sind sehr wohlwollend von mir, da ich immer denke, dass hinter jedem Buch viel Arbeit steckt. Zum Glück arbeitet Diogenes nicht mit „Autoren“, die ihre Werke mit Künstlicher Intelligenz schreiben lassen.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Nette Liebesgeschichte nicht nur für Freunde der Nordsee

Winterglück im Café am Meer
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Bereits seit Jahren lebt Helena schon nicht mehr auf Norderney. Sie hat die Insel vor vielen Jahren verlassen. Damals sah es so aus, wie eine Flucht und sie war davon überzeugt, das richtige zu tun. Fenja, ...

Bereits seit Jahren lebt Helena schon nicht mehr auf Norderney. Sie hat die Insel vor vielen Jahren verlassen. Damals sah es so aus, wie eine Flucht und sie war davon überzeugt, das richtige zu tun. Fenja, ihre Freundin aus Kindertagen lebt noch dort und eines Tages erinnert sie an das Versprechen, was die Freundinnen sich damals gaben. Ohne lange nachzudenken macht Helena sich auf, um Fenja zu helfen. Was sich aus dem Freundschaftsdienst dann tatsächlich entwickelt, konnte sie nicht voraussehen.

„Winterglück im Café am Meer“ ist ein entzückender Liebesroman. Auf Norderney gibt es einen jungen Mann, der Helena schon vor Jahren beeindruckte. Und nicht nur sie hat Erinnerungen an die Insel. Auch ihre Großmutter und selbst sie schweigt dazu. Wie gut, dass beide sehr gut den Mund halten können und es dem anderen nicht übel nehmen.

Das Hörbuch gefiel mir sehr gut. Das lag vor allen Dingen an der angenehmen Stimme von Svenja Pages. Sie versteht es, ihre Zuhörer zu verzaubern und sie die Zeit vergessen zu lassen. Auch wenn die Liebesgeschichte für mich nicht zum erhofften Ende führte. Meine Lese- bzw. Hörempfehlung gilt uneingeschränkt.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Mit dem Ende des "Kalten Krieges" kam die Hoffnung auf dauerhaften Frieden

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Die Sowjetunion gibt es nicht mehr. Jakob Dreier muss sich also erst an den Begriff „Russische Föderation“ gewöhnen. Was gestern noch unmöglich schien, heute gehört es zum Alltag in Rom. Die russische ...

Die Sowjetunion gibt es nicht mehr. Jakob Dreier muss sich also erst an den Begriff „Russische Föderation“ gewöhnen. Was gestern noch unmöglich schien, heute gehört es zum Alltag in Rom. Die russische Botschaft feiert und lädt alles, was Rang und Namen hat dazu ein. Auch Dieter Germeshausen genießt das kostenlose Angebot von Piroggen und Krimsekt. Er mag zwar keine Feste möchte aber unbedingt den jungen Dichter Jakob Dreier kennenlernen. Nach einem ersten Wortwechsel macht Germeshausen ihm einen Vorschlag, den er nicht ablehnen kann.

Nach dem Ende des „Kalten Krieges“ gab es eine Aufbruchstimmung. Die Menschen freuten sich und hofften auf dauerhaften Frieden. Spionage war nicht mehr nötig. Herr Germeshausen wollte aber noch einen letzten Coup landen. Seine Rente aufbessern und mit seiner Geliebten abtauchen. Eine Reise nach Almaty in Kasachstan ist geplant und Jakob Dreier soll ihn begleiten.

"Die Reise ans Ende der Geschichte" erinnerte mich ein wenig an die Romane von Johannes Mario Simmel. Auch er schrieb gerne über Agenten und deren Verwicklungen mit ihren Auftraggebern. Kristof Magnusson lässt seine Protagonisten reisen. Von Rom nach Almaty und auch ins Rheinland nimmt er seine Leser mit. Zuweilen zwar spannend aber nicht immer nachvollziehbar. So empfand ich das Buch. Daher gebe ich nur eine bedingte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Für mich war die Story zu konstruiert

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Johannes ist der Sohn des Ehepaares Waldner. Die wiederum sind Auftraggeber von Cecilia, die sich als Housesitterin ihren Lebensunterhalt verdient. Ihr neuester Auftrag liegt in der Ostsee. Ein großes ...

Johannes ist der Sohn des Ehepaares Waldner. Die wiederum sind Auftraggeber von Cecilia, die sich als Housesitterin ihren Lebensunterhalt verdient. Ihr neuester Auftrag liegt in der Ostsee. Ein großes Haus auf einer Insel, die den Waldners gehört. Mehr Luxus und Ruhe geht nicht. Als Cecilia sich hier aber verfolgt fühlt und sich sicher ist, dass sie nicht alleine ist, wird sie unruhig. Gut, dass sie nur eine Nacht alleine sein wird. Johannes kommt am nächsten Tag und das gibt ihr Hoffnung.

Dass Johannes nicht zur verabredeten Zeit erscheinen will, ist klar. Was Cecilia aber mit der Einladung ihrer Freunde anrichtet, kann sie nicht voraussehen. Schon die ersten Minuten auf der Insel lassen Komplikationen erwarten. Das Buch ist in Kapitel unterteilt, bei denen immer wieder eine andere Person aus der Ich-Perspektive berichtet. Mit der Zeit kristallisiert sich heraus, worum es in "Die Housesitterin - Ein Traum von einem Job. Oder? geht. Das erfährt der Leser erst nach und nach. Abwechslungsreich und auch spannend ist das Buch geschrieben.

Schon auf den ersten Seiten beginnt es zu knistern. Die Spannung wächst dann, wobei sie im Mittelteil nachlässt. Es folgen Längen. So richtig warm wurde ich mit dem Thriller nicht. Die Handlung kam mir zu konstruiert vor. Warum ich trotzdem eine Leseempfehlung gebe? Ganz einfach. Die Housesitterin hat mich gut unterhalten und der Plot ist recht außergewöhnlich.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Ein blutiges Thrillerdebüt, das sich sehen lassen kann

Blutwild
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Anka ist Resilienztrainerin. Selbstständig. Dass sie den Polizeidienst quittierte war für sie die einzige Möglichkeit, ihr Trauma vergessen zu machen. Sie sitzt an ihrem Schreibtisch und plötzlich ploppt ...

Anka ist Resilienztrainerin. Selbstständig. Dass sie den Polizeidienst quittierte war für sie die einzige Möglichkeit, ihr Trauma vergessen zu machen. Sie sitzt an ihrem Schreibtisch und plötzlich ploppt eine Nachricht auf ihrem Handy auf. Nur ein Wort steht dort: „Hilfe“. Zunächst versucht sie, diese Meldung zu ignorieren. Doch fragt sie sich, ob es da draußen nicht wirklich einen Menschen gibt, dem sie ihre Unterstützung geben kann? Vielleicht ist es ja sogar ein Kunde von ihr? Es lässt ihr keine Ruhe und sie fährt los. Mit der SMS kamen nämlich auch Koordinaten, die ihr wohl zeigen sollen, wo Hilfe gebraucht wird.

Da hat sie sich aber nach ihrem Abschied vom Polizeidienst einen schwierigen Beruf ausgesucht. Resilienztrainerin hat auch etwas damit zu tun, dass Menschen lernen, besser mit Stress und unverhofften Ereignissen umzugehen. Anka hat etwas Schreckliches erlebt. Solange ihr Alltag normal abläuft, also sie keine unvorhersehbaren und/oder gefährliche Situationen treffen, ist alles in Ordnung. Es gibt jedoch einige Merkmale an diesem Fall, der sie an ihre Entführung und Folterung erinnert. Nur mit Mühe konnte sie damals ihrem Peiniger entkommen und verlor dabei einen Unterschenkel.

Jetzt sieht es so aus, als würde sie erneut verfolgt. Kann es sein, dass damals ein Täter verhaftet wurde, der nichts mit ihren Traumata zu tun hatte? Je mehr sie erfährt, desto klarer wird ihr, was damals schief lief. Und das führt bei ihr zu Todesangst. Leider wollen ihre ehemaligen Kollegen nicht auf ihre Ängste eingehen. Nur ihre treue Freundin Izzy hält zu ihr und hilft ihr jederzeit.

Mir persönlich gab es bei diesem Buch zu viel Blutvergießen. Diese gehäufte Brutalität mag ich nicht. Aber, dass es ein Thrillerdebüt ist, finde ich beachtenswert. Die Sprache ist locker und die Unterhaltungen abwechslungsreich. Auch die Spannung fehlt nicht. Wer viel Blut und das Heraustrennen von Eingeweiden mag, der wird begeistert sein.

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