Profilbild von Lilli33

Lilli33

Lesejury Star
online

Lilli33 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lilli33 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2018

Durchhalten wird mit einem furiosen Ende belohnt

City of Fallen Angels
0

Gebundene Ausgabe: 573 Seiten
Verlag: Arena (Dezember 2011)
ISBN-13: 978-3401065595
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,99€
auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Durchhalten ...

Gebundene Ausgabe: 573 Seiten
Verlag: Arena (Dezember 2011)
ISBN-13: 978-3401065595
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,99€
auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Durchhalten wird mit einem furiosen Ende belohnt

Inhalt:
Simon kommt mit seinem Dasein als Vampir noch nicht so richtig klar. Da er sich aber nicht dem New Yorker Clan anschließen will, bleibt er auf sich gestellt und wurstelt sich halt durch, was nicht immer gutgeht. Dass seine zwei Freundinnen Isabelle und Maia nichts voneinander wissen, macht die Sache auch nicht gerade leichter, ebenso wenig, dass jemand ihm nach dem Leben trachtet.

Clary und Jace könnten eigentlich super glücklich zusammen sein. Doch etwas quält Jace. Er hat Albträume, in denen er nicht gut ist für Clary. Deswegen zieht er sich immer mehr von ihr zurück, natürlich ohne ihr den wahren Grund zu sagen, sodass Clary annehmen muss, dass er sie nicht mehr liebt.

Und zu allem Überfluss werden auch noch mehrere Schattenjäger ermordet und ein totes Baby aufgefunden …

Meine Meinung:
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich den 3. Band der Reihe gelesen habe, und so brauchte ich ein paar Seiten, um wieder in die Geschichte hineinzufinden. Was bisher geschah, wird erst nach und nach an passenden Stellen erwähnt, aber eigentlich reicht das so vollkommen, um der Handlung gut folgen zu können, selbst wenn nicht mehr alle Details präsent sind.

Cassandra Clares Schreibstil sorgt wie immer für ein grandioses Lesevergnügen. Man kann die Seiten einfach so locker verschlingen. Nach einem etwas langsamen Anfang dreht die Autorin auf und es wird immer spannender. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die alle auf einen Punkt zulaufen und am Schluss die geballte Energie in einem tollen Showdown entladen.

Dass Simon diesmal ein bisschen im Vordergrund steht, hat mir gut gefallen. Man kann sich hervorragend in ihn und seine spezifischen Vampirprobleme einfühlen.

Bisher war allerdings Jace mein Lieblingscharakter. Der ist nun plötzlich aber etwas nervig mit seiner Drama-Tour. Ich bin nicht gut genug. Ich halte mich lieber von Clary fern. Aber ich kann ihr nicht sagen, warum. Am besten wäre es, sie würde mich hassen … Das passt für mich irgendwie nicht so recht zu diesem coolen Jungen. Aber gut, er hat schließlich seine Gründe …

Das Buch endet mit einem dramatischen Cliffhanger. Ich bin wirklich froh, dass ich den nächsten Band schon hier liegen habe und demnächst weiterlesen kann.

Die Chroniken der Unterwelt:
1. City of Bones
2. City of Ashes
3. City of Glass
4. City of Fallen Angels
5. City of Lost Souls
6. City of Heavenly Fire

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.02.2018

Ein sehr fesselnd erzählter biografischer Roman

Frau Einstein
0


Inhalt:
Mileva Marić stammt aus Serbien. Schon als Kind interessierte sie sich für die Gesetze der Natur. Da sie aufgrund eines Hüftleidens hinkte und ihre Eltern sich deshalb keine Hoffnung auf eine ...


Inhalt:
Mileva Marić stammt aus Serbien. Schon als Kind interessierte sie sich für die Gesetze der Natur. Da sie aufgrund eines Hüftleidens hinkte und ihre Eltern sich deshalb keine Hoffnung auf eine Verheiratung ihrer Tochter machen konnten, unterstützte vor allem der Vater sie schon früh in ihrem Bestreben zu lernen und sich den Naturwissenschaften zu widmen. 1896 nahm sie am Polytechnikum in Zürich als eine der ersten Frauen das Studium der Physik und der Mathematik auf. Einer ihrer Kommilitonen war Albert Einstein. Die beiden sollten später ein Paar werden.

Albert Einstein ist wohl jedem ein Begriff. Doch warum kennt kaum jemand seine erste Frau, Mileva Marić Einstein, eine hochintelligente Frau und Wissenschaftlerin?

Meine Meinung:
Ich bin eigentlich nicht so der Fan von Biografien und Historischem und muss zugeben, dass ich von Mileva Marić oder auch Frau Einstein noch nie gehört hatte. Durch Zufall bin ich auf die Leseprobe von „Frau Einstein“ gestoßen, und es hat mir erstaunlich viel Spaß gemacht, sie zu lesen, ebenso wie jetzt das ganze Buch. Der Roman ist sehr kurzweilig und fesselnd geschrieben und ich konnte mich sehr gut in die Ich-Erzählerin, Fräulein Mileva Marić, hineinversetzen, obwohl sie in einer ganz anderen Welt lebte als wir heute. Höhere Schulbildung oder gar ein Studium war für Mädchen damals nicht vorgesehen. Umso bewundernswerter finde ich es, dass Mileva Marić sich ihren Traum von einem Studium erfüllte, auch wenn ihr immer wieder Steine in den Weg gelegt wurden.

Das Buch ist in drei Teile geteilt, die verschiedene Abschnitte in Mileva Marićs Leben erzählen. Jedem Teil ist ein Newtonsches Gesetz vorangestellt, das durchaus Bezüge zu den folgenden Ereignissen besitzt.

Dabei gefiel mir der erste Teil am besten, der Aufbruch in ein neues Leben, in eine Zukunft als Wissenschaftlerin. Hier kommt eine Hoffnung zum Tragen, eine Hoffnung, dass nach den Anfeindungen in der Jugend nun endlich Anerkennung für die junge Frau folgt. Man spürt förmlich die Leidenschaft für die Mathematik und die Physik. Sehr schön wurde auch das Aufkeimen der Liebe zwischen Mileva und Albert beschrieben. Doch leider steht die Beziehung unter keinem glücklichen Stern, was die folgenden beiden Teile des Romans in eher düsterem Licht erscheinen lässt.

Viele Details im Leben der Mileva Marić sind nicht wirklich belegt. Marie Benedict hat sich hier die künstlerische Freiheit herausgenommen, zu erzählen, wie es sich hätte zutragen können. Man darf also nicht alles für bare Münze nehmen. Es ist eine gehörige Portion Fiktion mit den Fakten verwoben.

Ein klitzekleiner Wermutstropfen sind einige Ungenauigkeiten in der Übersetzung. Zuweilen merkt man die englische Satzkonstruktion dahinter. Auch die „ärmlichen Verhältnisse“, aus denen Mileva laut Klappentext stammen soll, sind falsch. Im Roman (und wohl auch in der Realität) ist die Familie recht wohlhabend mit Sommerresidenz und Dienstpersonal. Einige Details, wozu mir eine Weiterführung nötig erschien, verliefen leider einfach im Sand. Doch das sind wirklich nur Kleinigkeiten, an denen sich andere Leser*innen wahrscheinlich gar nicht stören.

Veröffentlicht am 12.02.2018

Beklemmend und fesselnd erzählt

Jenseits der blauen Grenze
0

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Magellan (21. Juli 2014)
ISBN-13: 978-3734856020
empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Preis: 16,95€
auch als Taschenbuch erhältlich

Beklemmend und fesselnd erzählt

Inhalt:
Hanna ...

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Magellan (21. Juli 2014)
ISBN-13: 978-3734856020
empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Preis: 16,95€
auch als Taschenbuch erhältlich

Beklemmend und fesselnd erzählt

Inhalt:
Hanna und Andreas leben in Rostock. Die unterdrückenden Maßnahmen des DDR-Regimes werden für sie immer unerträglicher, sodass sie schließlich ihre Flucht in den Westen planen. Im August 1989 wollen sie über die Ostsee nach Fehmarn schwimmen, ein gefährliches Unterfangen …

Meine Meinung:
„Jenseits der blauen Grenze“ ist Dorit Linkes Debütroman und wirklich lesenswert. Der Roman ist nicht in Kapitel unterteilt; die einzelnen Szenen sind lediglich durch die Andeutung einer Wellenzeichnung voneinander abgetrennt. Dies ist erst mal gewöhnungsbedürftig, aber nicht unbedingt schlecht, denn es passt ganz gut zur Handlung.

Hanna erzählt in der Ich-Form. Sie beschreibt die Flucht fast minutiös, jeden Beinschwung, jeden Armzug, jedes Ein- und Ausatmen. Okay, nicht wirklich jedes Aber doch so viel, dass man genau fühlt, wie scheinbar unendlich lang die beiden schwimmen und dem kalten, salzigen Wasser ausgesetzt sind, wie ihre Muskeln schmerzen und erlahmen oder krampfen, wie viel Angst sie vor der Küstenwache haben oder davor, dass wegen ihrer Flucht ihre Angehörigen bestraft werden könnten.

Die aktuellen „Ereignisse“ sind zwar nicht besonders abwechslungsreich, aber trotzdem spannend erzählt. Sie werden immer wieder unterbrochen durch Rückblicke in die Vergangenheit, die Kindheit und Jugend von Hanna und Andreas und ihrem Freund Jens, genannt Sachsen-Jensi. In diesen Rückblicken wird klar, wie die drei Freunde immer wieder an ihre Grenzen stießen, warum sie in Konflikt mit dem Regime kamen - teilweise ganz ohne eigenes Verschulden. Dies war mir zum Teil etwas zu schwarz-weiß gemalt, aber doch sehr überzeugend dargestellt. Schön, dass es in den Rückblicken auch immer wieder ein paar witzige Szenen gibt, die diese beklemmende Geschichte ein wenig auflockern.

Ich kann nun gar nicht sagen, ob mich die Flucht oder die Vergangenheit, die zur Flucht geführt hat, mehr mitgenommen hat. Beides hat mich berührt und gefesselt und ergibt zusammen ein rundes Ganzes. Besonders gut gefiel mir auch der Schluss, den ich so nicht erwartet hätte.

★★★★☆

Veröffentlicht am 11.02.2018

Anders muss nicht schlecht sein :-)

Daniel is different
0

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Magellan (18. Januar 2017)
ISBN-13: 978-3734847103
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Preis: 17,00€
auch als Taschenbuch und als Hörbuch erhältlich

Anders muss nicht ...

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Magellan (18. Januar 2017)
ISBN-13: 978-3734847103
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Preis: 17,00€
auch als Taschenbuch und als Hörbuch erhältlich

Anders muss nicht schlecht sein

Inhalt:
Vor einiger Zeit hat der dreizehnjährige Daniel bemerkt, dass er anders ist als seine Geschwister und seine Mitschüler. Er hat oft seltsame Gedanken und Ängste. Da hilft dann nur, einen Gegenstand zehn Mal hin und her zu schieben oder den Lichtschalter 124 Mal zu betätigen oder Ähnliches. Gar nicht so einfach, das vor den anderen zu verbergen. Und tatsächlich erkennt jemand seinen Zustand, denn Daniel findet in seinem Rucksack einen Zettel: „Ich brauche deine Hilfe. Ein anderes Sternenkind.“ Nun wird Daniels Leben ganz schön turbulent. Er findet sich zwischen erstem Verliebtsein, Football und einer geheimen Detektivermittlung wieder.

Meine Meinung:
Der Autor Wesley King leidet selbst unter Panikattacken und Zwangsstörung. Er weiß also, worüber er hier schreibt. Dadurch gelingt es ihm sehr gut, seinen Protagonisten Daniel authentisch wirken zu lassen.

Geschrieben ist dieser Roman aus Daniels Perspektive in der Ich-Form. Die Sprache ist dem Alter des Protagonisten entsprechend jugendlich und sehr gut zu lesen. Man kann tief in Daniels Gedanken und Gefühle eintauchen und sich mit diesem sympathischen Jungen identifizieren, auch wenn man selbst keinerlei psychische Probleme hat. Wer jedoch Probleme hat, wird hier sehen, dass er damit nicht allein dasteht, dass es anderen auch so geht und dass man sich deswegen nicht schämen und verstecken muss. Im Anhang wird auch eine Anlaufstelle für Betroffene angegeben, wo sie Hilfe bekommen können.

Obwohl der Hintergrund dieser Geschichte ernst ist, steckt auch eine ganz Menge Humor darin. So ist die Grundstimmung oft recht heiter. Dies ist unter anderem Daniels Sarkasmus zu verdanken, mit dem er sich durchs Leben laviert. Toll ist auch, dass Daniel seinen besten Freund Max hat, der - anders als Daniel - in der Schule sehr beliebt ist, aber trotzdem immer zu Daniel steht. Und dann ist da noch die Mitschülerin Raya, für die Daniel schwärmt und die ganz offensichtlich auch ein Auge auf Daniel geworfen hat, was dieser hinter seinen Minderwertigkeitsgefühlen nur leider nicht bemerkt. Auch dadurch kommt es immer wieder zu Situationen, die den Leser schmunzeln lassen.

Mir hätte das Buch hundertprozentig gefallen, wenn der Autor nicht noch diese Detektivgeschichte mit hineingepackt hätte. Sie hat mit dem eigentlichen Thema nichts oder nur sehr wenig zu tun und mit Daniel schon gar nichts. So empfand ich sie als etwas Überflüssiges.

Fazit:
Ein toller Jugendroman über einen Jungen mit Panikattacken, Angstgedanken und Zwangsstörung, der trotz ernstem Thema auch heitere Seiten zeigt und locker zu lesen ist. Betroffenen kann er Hoffnung und Hilfe geben und dabei noch gut unterhalten. Auch Freundschaft, erste Liebe und Familie spielen eine große Rolle.

★★★★☆

Veröffentlicht am 30.01.2018

Spannende Mördersuche im Kyllwald

Eifel-Jagd
0

Taschenbuch: 335 Seiten
Verlag: Grafit (1. November 1998)
ISBN-13: 978-3894252175
Preis: 8,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Spannende Mördersuche im Kyllwald

Inhalt:
Siggi Baumeister leidet. ...

Taschenbuch: 335 Seiten
Verlag: Grafit (1. November 1998)
ISBN-13: 978-3894252175
Preis: 8,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Spannende Mördersuche im Kyllwald

Inhalt:
Siggi Baumeister leidet. Dinah hat ihn verlassen. Da kommt ihm eine Leiche im Kyllwald ganz zupass, denn er braucht dringend Ablenkung. So ermittelt er mal wieder zusammen mit seinen Freunden Rodenstock und Emma in einem ganz undurchsichtigen Schauspiel mit exotischen Gestalten. Und bald haben sie nicht nur einen Mord aufzuklären …

Meine Meinung:
Wie immer ist der Fall abgeschlossen und man kann dieses Buch ohne Vorkenntnisse lesen. Was das Privatleben der Protagonisten angeht, erfährt man alles Notwendige nebenbei, sodass einem Quereinstieg in die Reihe um den Journalisten Siggi Baumeister aus Brück in der Eifel nichts entgegensteht. Allerdings lohnt es sich, auch die ersten Bände zu lesen.

Jacques Berndorf zeichnet ein detailliertes Bild der Eifel und ihrer Bewohner. Seine Ausführungen lassen einen tief eintauchen und verstehen. Humorige Dialoge und atmosphärische Beschreibungen sorgen neben dem spannenden und komplexen Fall für das Lesevergnügen.

Wie der Titel schon sagt, spielt hier die Jagd eine große Rolle, und zwar im wörtlichen Sinn. Die tote Cherie war ein Protegé des Jagdpächters und Großunternehmers Julius Berner aus Düsseldorf. Auch der Jagdgehilfe Stefan Hommes trägt sein Teil zur Handlung bei und diverse andere Jäger. Welche Rolle spielt der Botaniker, der im Wald zeltet, und wieso darf Narben-Otto in einem Bauwagen mit Gastank wohnen? Der mysteriösen Umstände und Personen gibt es viele, und Siggi Baumeister, Rodenstock, Emma sowie Kommissar Kischkewitz haben Mühe, die Mosaiksteinchen an den richtigen Platz zu sortieren. So ergibt sich die komplette Lösung erst gegen Ende, und es bleibt spannend bis zum Schluss.

Die Siggi Baumeister-Reihe:
1. Eifel-Blues
2. Requiem für einen Henker
(Bonn-Thriller: Der General und das Mädchen - Vorlage für das spätere Eifel-Feuer)
3. Der letzte Agent
4. Eine Reise nach Genf
5. Eifel-Gold
6. Eifel-Filz
7. Eifel-Schnee
8. Eifel-Feuer
9. Eifel-Rallye
10. Eifel-Jagd
11. Der Bär
12. Eifel-Sturm
13. Eifel-Müll
14. Eifel-Wasser
15. Eifel-Liebe
16. Eifel-Träume
17. Eifel-Kreuz
18. Mond über der Eifel
19. Die Nürburg-Papiere
20. Die Eifel-Connection
21. Eifel-Bullen
22. Eifel-Krieg

★★★★☆