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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2026

Jahrhundertwende

Fräulein Renée und das kartografische Komplott
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Rund um die Jahrhundertwende, im Jahr 1908, möchte Fräulein Renee von einem Chronisten in ihrem Leben begleitet werden. Sie ist mit 17 Jahren Alleinerbin eines Unternehmens und lebt mit ihrem ehemaligen ...

Rund um die Jahrhundertwende, im Jahr 1908, möchte Fräulein Renee von einem Chronisten in ihrem Leben begleitet werden. Sie ist mit 17 Jahren Alleinerbin eines Unternehmens und lebt mit ihrem ehemaligen Kindermädchen in einem viel zu großen Haus.

Als Chronist kommt dann Casper ins Spiel, der auf der Flucht ist. Zunächst weiß man nicht vor wem oder wovor, das klärt sich im Verlauf der Geschichte aber noch auf.

Die beiden jungen Leute finden prompt eine Leiche und schon geht die Detektivarbeit, ohne google und ohne Handy, los.

Manchmal hilft ihnen der Zufall, manchmal ihre Beharrlichkeit, ab und an aber auch weitere auftretende Personen.

Das Cover ist toll gestaltet und innen gibt es - ganz im Sinne einer kartografischen Gemeinschaft - eine Landkarte, welche noch eine große Rolle spielen wird.

Direkt zu Beginn findet man zudem ein Personenverzeichnis und am Ende des Buches ein Glossar.

Der Schreibstil ist mitreissend, die Geschichte hat ihre Spannungselemente. Ich habe mich während der ganzen Story sehr wohl gefühlt und kann diesen Krimi nicht nur an Jugendliche ab 14 Jahren sondern auch gerne erwachsenen Lesern empfehlen.

Veröffentlicht am 27.03.2026

Politisch

Die Praktikantin
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Das Cover lädt uns zunächst in ein Bürogebäude ein. Und schon sind wir eigentlich mitten in der Geschichte. Carla, die neue Praktikantin in der Lokalredaktion, soll sich den Polizeibericht der letzten ...

Das Cover lädt uns zunächst in ein Bürogebäude ein. Und schon sind wir eigentlich mitten in der Geschichte. Carla, die neue Praktikantin in der Lokalredaktion, soll sich den Polizeibericht der letzten Nacht zum Einstieg anschauen. Dabei fallen ihr Ungereimtheiten auf und niemand kann oder will ihr bei der Klärung helfen. Zufällig begegnet sie an ihrem ersten Tag Jan, einer Koryphäe der Journalistenbranche mit dem Hang zur Aufdeckung politischer Geheimnnisse. Er gibt gute Ratschläge und sie versucht ihr Bestes, Schritt für Schritt kommt sie einer Aufklärung näher.

Man bekommt es zu tun mit Geheimnissen, Verschwörungen, Rüstungs- und Politikindustrie. Alles ist irgendwie und irgendwo miteinander verwoben. Es gibt mysteriöse Todesfälle, bis man der Aufklärung endlich nahe kommt.

Sowohl Carla und Jan sind tolle Protagonisten, die dem Leser gepaart mit einem zackigen Schreibstil und kurzen Kapiteln das Lesen wirklich leicht machen. Dazu eine gehörige Portion Spannung und der Politthriller ist fertig.

Das Ende lässt mich glauben, dass Carla und Jan nicht ihr letztes Geheimnis gelüftet haben.

Veröffentlicht am 14.03.2026

Magisch

Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter
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Das Cover lädt uns ein in eine wahrhaft traumhaft magische Geschichte für Jugendliche, aber auch für Erwachsene.
Auf den Spuren von Harry Potter wird Penelope im Internat - der Anaximander Akademie - ...

Das Cover lädt uns ein in eine wahrhaft traumhaft magische Geschichte für Jugendliche, aber auch für Erwachsene.
Auf den Spuren von Harry Potter wird Penelope im Internat - der Anaximander Akademie - aufgenommen. Leider nicht in dem Haus, auf welches sie sich vorbereitet hat und in welchem all ihre Vorfahren bereits ihre Ausbildung genossen haben. Aber die Entscheidung liegt nicht bei ihr und so muß sie sich wohl oder übel eingewöhnen. Sie findet schnell Freunde, aber auch Feinde. Man merkt schnell dass sie etwas ganz Besonderes ist. In diesem Buch geht es um Freundschaft, um Vertrauen, einfach um die wichtigen Dinge im Leben. Dinge auf die es letztendlich ankommt. Der Schreibstil sowie die Story sind absolut mitreissend und man kann kaum erwarten, den nächsten Tag und das nächste Abenteuer mit Penelope - oder auch Ellie genannt - zu begehen.
Ich hoffe, diese Reihe wird weitergehen. Ich bin bereits Fan geworden.

Veröffentlicht am 09.03.2026

Geschichtlich wertvoll

Der Schrein der Könige
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Das Cover zeigt den Dreikönigsschein des Kölner Doms, wie ihn jeder Besucher kennen mag.
Ich denke aber, dass die wenigsten Besucher oder auch Kölner – wie ich – die Geschichte über die Herstellung des ...

Das Cover zeigt den Dreikönigsschein des Kölner Doms, wie ihn jeder Besucher kennen mag.
Ich denke aber, dass die wenigsten Besucher oder auch Kölner – wie ich – die Geschichte über die Herstellung des Schreins kennen.
Wir lesen hier eine Geschichte über Kriege, Eroberungen, Raubzüge, Krankheiten, Verrat aber auch Familiengeheimnisse.
Ich konnte bei diesem zeitgeschichtlichen Roman sehr viel lernen und hatte große Freude beim Lesen.
Zu Beginn war es sehr hilfreich ein sehr umfangreiches Personenregister vorzufinden. Später braucht man es dann eher nicht mehr, wenn man einmal gut in der Geschichte gelandet ist.
Der Schreibstil ist angenehm, wenn die Personen es in einigen Teilen dagegen nicht sind.
Nicolaus von Verdun ist ein toller, wenn auch zu Beginn nicht sehr gottesfürchtiger Mensch. Seine Tocher Anna ist eine großartige junge Frau, die sich liebevoll um ihren kleinen Bruder Bastien kümmert und anders als ihr älterer Bruder Louis zu ihrem Vater steht und diesen nach Kräften unterstützt. Überhaupt ist Louis eher der Typ Mensch, den man heute als Angehörigen der Generation Z betiteln würde.
Interessant ist auch zu lesen, wie beschwerlich die Reisen im zwölften Jahrhundert waren.
Die Ankunft der Familie Verdun in Köln war sicherlich ein Schock. So viele Menschen, so viel Elend und nicht zu wissen wohin man soll und ob der Auftrag überhaupt an Nicolaus vergeben werden wird.
Nachdem der Leser den langen Weg der Fertigstellung des Dreikönigenschreins mit all seinen Verzögerungen und Problemen begleitet hat bleibt auch Zeit um die Familie Verdun in die Zukunft zu begleiten. Man bekommt Einblicke der Leprakranken auf Melaten, der wichtigen Aufgaben auch rund um den Schrein und erlebt am Ende den Abriss des alten Doms für den Bau des 1248 begonnenen Neubaus von Meister Gerhardt mit.
Ein rundum gelungener Roman mit vielen Ein- und Ausblicken.
Wer weiß, vielleicht lesen wir ja bald an dieser Stelle etwas über den Neubau des Doms und den Problemen, die es dabei gab. Ich wäre gerne dabei, auch wenn mir diese Geschichte weitaus geläufiger ist als die des Dreikönigenschreins.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Wunderbare Fortsetzung

Unter fremden Himmeln
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Das Cover schließt wunderbar romantisch an das des ersten Bandes der Saga an.

Man kann diesen Roman lesen, ohne Band eins zu kennen, man sollte es aber nicht tun. Zu viel wird dem Leser an vorherigen ...

Das Cover schließt wunderbar romantisch an das des ersten Bandes der Saga an.

Man kann diesen Roman lesen, ohne Band eins zu kennen, man sollte es aber nicht tun. Zu viel wird dem Leser an vorherigen Informationen fehlen und auf zu wenig wird aufzusetzen sein.

Man fiebert mit den Bergers mit. Mit Krankheiten, Todesfällen, Verrat und Geheimnissen. Alles hat seine Zeit, alles kommt zu seiner Zeit, das ist hier nicht anders.

Man bekommt als Leser Einblick in das Leben der Einheimischen, erfährt etwas über ihre Kultur, ihre Religion und leider auch über ihre Bestrafungen.

Allerdings kommen auch die Herrscher hier in ihren Taten nicht zu kurz. Dies sind die deutschen Mächte in Form von Militär, die sich wirklich unmöglich und unmenschlich den Eingeborenen gegenüber, denen dieses Land ja nun einmal gehört, verhalten.

Die Recherche zu diesem Roman kann ich mir nur als ausufernd vorstellen. Umso mehr ein wirklich gelungener zweiter Band mit dem Wiedersehen alter Bekannter und dem Kennenlernen neuer fremder Freunde und Feinde.

Ich warte nun sehnsüchtig auf Band 3.