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Veröffentlicht am 18.06.2017

Was wäre wenn...

Fast so was wie Liebe
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Fast so was wie Liebe - Autorin Bina Kratsch, erschienen 01. Mai 2017 Verlag: Wortreich, als Taschenbuch und E-Book

Eine zarte Liebesgeschichte der wirklich anderen Art. Der Buchtitel „Fast so was wie ...

Fast so was wie Liebe - Autorin Bina Kratsch, erschienen 01. Mai 2017 Verlag: Wortreich, als Taschenbuch und E-Book

Eine zarte Liebesgeschichte der wirklich anderen Art. Der Buchtitel „Fast so was wie Liebe“ beschreibt den Inhalt schon sehr gut. Es zeigt sich, dass nicht jede große Liebe eine Chance bekommt. Ist es Schicksal oder fehlender Mut, der sie an uns vorbeiziehen lässt? Es bleibt die Frage: Was wäre wenn?

Das Herz ist ein Betrüger! „Friedrich Schiller – aus Maria Stuart“

Eine Liebe - ein Leben
So lange Habe ich Dich nicht gesehen, nicht gerochen, nicht gespürt. Ich vermisse Deine Augen, die funkeln wie die Sterne in einer Sommernacht. Deine Haut ist so zart wie Karamell und süss wie Schokolade. Der Duft Deiner Haare ist so betörend wie du in dieser Nacht. Deine Bewegungen sind so sinnlich, dass der Boden an den Stellen, an denen Du ihn berührst, erglüht.
Eine Liebe – ein Leben

Mit diesem Gedicht fängt eigentlich alles an oder endet irgendwie auch alles zwischen den Hauptprotagonisten Nicola Karner und Mark Tanninger. Die Handlung spielt in Österreich, zwischen Salzburg und Ischgl.

Mark und Nicola zwei wunderschöne Namen, die für eine Einheit stehen, die einmal hätten sein können, sehr viel Ähnlichkeit, sehr viel Humor, der anzieht und der verbindet. Eine Liebe, die zur falschen Zeit, vielleicht auch am falschen Ort entstand. Viellicht aber auch durch die Ähnlichkeit der Charaktere scheiterte, vor allem in Bezug auf zu wenig Mut, sein Gefühle zu offenbaren. Das Gedicht zeigt allerdings, wieviel Emotionen in diesen Moment, in diesem damaligen, einmaligen Moment vorhanden war. So beschreibt die Psychologin im Buch beide Charaktere und hierzu ist gar nicht mehr viel hinzuzufügen, denn es wird alles sehr treffend gesagt.

Zum Inhalt:
Damit hat Nicola nicht gerechnet. Sie schickt ein altes Liebesgedicht eines früheren Verehrers zu einer Literaturzeitschrift und wird prompt zu einem Wettbewerb der schönsten Liebesgedichte eingeladen. Verfasser Mark ist zunächst wenig begeistert – auch für ihn ist die Sache längst abgeschlossen. Den Hauptpreis hätte er aber schon gerne. So feiern die zwei in einem Tiroler Alpenhotel ein wenig erfreutes Wiedersehen. Die Tatsache, dass beide glücklich verheiratet sind, macht es nicht einfacher. Natürlich sind sie nicht die Einzigen, die am Gewinn interessiert sind. Drei Liebesgedicht stehen einander gegenüber. An jedem hängt mehr als Worte sagen können. Ist die Liebe eine unveränderte Größe oder wandelt sie sich im Fluss der Zeit?

Die Geschichte fühlt sich sehr authentisch an, denn wer stellt sich denn nicht mal die Frage „Was wäre wenn gewesen“. Tiefgründig wird das hier hinterfragt und auch aufgezeigt, welche Einflüsse beim Handeln eine Rolle spielen und auch damals entscheidet waren. Und manchmal weiß man erst gar nicht oder erkennt es erst später, zu was es eigentlich gut gewesen war.Einfühlsam, amüsant, mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus wird hier die Story wiedergegeben.

Der Schreibstil ist locker, leicht, witzig, spritzig und stellenweise sehr amüsant. Die einzelnen Kapitel werden hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Nicola wiedergegeben, aber auch Mark kommt ein paar Mal selbst zu Wort. Diese Art gefällt mir sehr gut, so bekommt man in beide Gedankenstränge einen besseren Einblick, obwohl ich mir manchmal gewünscht hätte, dass Mark noch ein wenig mehr hätte von sich preisgeben dürfen. Den Start der Handlung fand ich kurz verwirrend, man musste sich ja erst einmal zu recht finden und Orten was eigentlich geschehen war und viele Nebencharaktere werden erwähnt. Durch die einzelnen Rückblicke wird das Wirrwarr dann aber gelichtet und man kann wieder folgen und versteht auch den Beginn. Der lockere und sarkastische Schreibstil lässt einen sooft schmunzeln und regt wunderbar das Kopfkino an.
Aber auch ernste Themen kommen nicht zu kurz und hemmen den Lesefluss nicht. Die Autorin lässt immer nebenher auch die anderen Gedicht mit einfließen, dass gefällt mir sehr gut. Ich mochte beide Hauptcharakter und auch die kleine Marie sehr. Das Ende passt sehr zur gesamten Handlung und lässt es dadurch auch so wirklich werden, alles andere wäre ein Traum gewesen und hätte das ganze Bild zerbrochen, auch wenn man sie ein anderes happy End gewünscht hatte, aber so passt es sehr gut.

Ich vergebe vier von fünf Sternen, aber mit einer straken Tendenz zu fünf Sternen. Es hat nicht viel gefehlt dazu. Die Rückblicke hätten etwas kürzer gefasst werden, denn die eigentlichen Erklärungen werden in der Gegenwart erläutert und die vielen Nebencharaktere lockern die Handlung zwar auf und machen auch was liebeswertes daraus, hätten aber nicht unbedingt alle da sein müssen. Und wäre Mark noch leicht mehr selbst zu ort gekommen, wäre es perfekt gewesen. Ansonsten fühlte ich mich wunderbar unterhalten und es war ein ganz tolles Lesevergnügen.

Auszug meiner absoluten Lieblingsstelle im Buch:
„Ein wenig verbittert trabe ich also alleine zu meinem Auto und finde diesmal kein Gedicht, sondern Mark auf meiner Motorhaube vor. Verschmitzt lächelt er mcih an. Du dachtest, ich bin gefahren, nicht wahr? ... Leb wohl, Schönheit. Ein Hauch von Kuss fliegt über meine Handoberfläche und zwingt mich zu einem Lächeln. Leb wohl, alter Prinz, sage ich und werfe ihm eine Kusshand zu. Du warst immer meine Lieblingsprinzessin, sagt er noch und sieht mir tief in die Augen. Die mit Abstand verrückteste, aber auch die lustigste. Vielen Dank, antworte ich und lächle. Als er sich umdreht und geht, überwältigt mich die Erinnerung an diesen großartigen Mann und ich kann nicht anders, als seinen Namen zu rufen. Sofort macht er kehrt und wir fallen uns in die Arme. Er hält mich fest. Sehr, sehr fest, wie ich finde. Sein Geruch ist wahnsinnig männlich und ich weiß jetzt wieder, warum ich mich damals so sehr in ihn verliebt hatte. Alles an ihm erinnert mich an damals und ist doch heute ganz neu. Das gleiche Leben, eine andere Zeit.“

Mein Fazit: Eine wunderschöner Roman mit Tiefe zu leichte Lesevergnügen und anregend zum denken, vielleicht auch an vergangene Zeiten. Für alle die sich die oben gestellte Frage stellen, sollten das Buch unbedingt lesen!

Zitat: Glücklich zu sein bedeutet ganz einfach, sein Leben so glücklich wie nur möglich zu leben.

Veröffentlicht am 10.04.2026

Hexen in Oxford und Vampire in Transilvanien, Klischee oder ganz bewusst?

It´s all about Blood
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Bei „It´s all about Blod – als Vampir unter Hexen“ handelt es sich laut Beschreibung um eine Dark-Academia-Fantasy voller Magie und Geheimnisse.

Mir ist die Autorin nicht unbekannt, nur ihr Pseudonym ...

Bei „It´s all about Blod – als Vampir unter Hexen“ handelt es sich laut Beschreibung um eine Dark-Academia-Fantasy voller Magie und Geheimnisse.

Mir ist die Autorin nicht unbekannt, nur ihr Pseudonym ist neu für mich und ich habe noch kein Fantasybuch von ihr gelesen. Doch die beschriebene Thematik hat mich schon sehr angezogen. Hexen mag ich sowieso und in der Kombination mit Vampiren und einem Academia Set konnte ich nicht daran vorbeigehen. Und dazu noch dieses traumhafte Buchcover, es ist wirklich ein Schmuckstück geworden. Die feinen Details stechen wunderschön heraus und auch die alles begleitende Narzisse hat ihren Platz gefunden.

Mit dem Beginn, also ungefähr den ersten 40 eBook-Seiten, hatte ich so meine Probleme reinzukommen. Es beginnt mit einem teils traurigen und rätselhaften Prolog. Danach ging es sofort Actionreich weiter, aber so schnell konnte ich mich gar nicht in der Situation sortieren. Danach wurde alles etwas ruhiger und ich fand mich auch in den weiteren Verlauf der Geschichte ein.

Eleonor ist eine Vampirin und auch zum Teil eine Hexe, etwas das ihr von ihrer Freundin gegeben wurde. Damit muss sie sich erst einmal zurechtfinden. Ihr Freund Yuri steht mit an ihrer Seite und schafft es sie in eine Hexen-Uni in Oxford einzuschleusen. Dort soll sie erlernen mit ihren Hexenkräften umzugehen und so ein Mittel gegen den Kampf ihrer Erzfeindin zu finden. Doch an der magischen Universität geht es auch nicht so mit rechten Dingen zu und hier gibt es einiges zu entschlüsseln. Dabei ist es besonders schwierig als Vampir unter Hexen zu agieren, wenn beide eigentlich nicht sympathisieren und einen Jahrzehnte langen Kampf aufrechterhalten. Es endet mit einem Epilog.

Man begibt sich auf eine sehr abenteuerliche, fantastische und auch geheimnisvolle Reise. Das Setting hat mir sehr gefallen, auch wenn ich die ganze Aufmachung nicht als Dark einstufen würde. Es hat Krimielemente, viele fantastische sowie auch magische und auch die kämpferischen Szenen gehören für mich mit zum Genre dazu. Mit der Wahrheitsfindung und ihren Folgen wird sparsam und spannend umgegangen. Es macht Spaß zusammen mit Eleonor alles zu entdecken. Die Handlung selbst spielt sich über einen sehr kurzen Zeitraum ab. Es geschehen immer wieder zielgerichtet Dinge, die zur Auflösung des Ganzes führen. Die Charaktere sind allesamt sehr interessant und individuell. Bei manchen hätte ich mir aber mehr Hintergrundwissen und mehr Tiefe gewünscht. Generell hätten ein paar mehr Informationen der Handlung nicht geschadet. Die beiden Hauptcharaktere mochte ich sehr gerne und auch ihren Sinn für Gerechtigkeit, auch wenn der unterschiedlich aussehen mochte.

Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden, die handlungsbedingten Beschreibungen hatte man direkt vor Augen. Ansonsten ging es locker, flüssig, leicht, spannend und und zwischendurch auch spritzig, mit gelungenen Dialogen voran. Die Kapitellängen haben eine gleichbleibende kurze Leselänge. In der Erzähl-Perspektive wird überwiegend aus der Sicht von Eleonor durch die Geschichte geführt, aber auch Yuri bekommt seine eigenen Momente.

Mein Fazit: Ein magischer Ausflug in die heutige Welt der Hexen und Vampire, die sich leider nicht ausstehen können. Eine magische Fakultät, ein mitziehende kriminalistische Aufdeckung und ein Kampf um Leben und Tod. Ein spannender Handlungsverlauf, der gerne noch etwas ausgeschmückter hätte sein dürfen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Eine Stadtlady findet ihr persönliches Wohlfühlzentrum

Die Liebe trägt Gummistiefel - Lakeland Love
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„Die Liebe trägt Gummistiefel“ ist Band 2 der warmherzigen Lakeland-Love-Reihe. Hier trifft eine Großstadtpflanze auf einen sympathischen Bergretter.

Direkt geht es in die Handlung zu Tess Campbell, ...

„Die Liebe trägt Gummistiefel“ ist Band 2 der warmherzigen Lakeland-Love-Reihe. Hier trifft eine Großstadtpflanze auf einen sympathischen Bergretter.

Direkt geht es in die Handlung zu Tess Campbell, die ihr ganz eigenes persönliches Horrorszenario durchmacht. Gesundheitlich sowie beruflich läuft es nicht gerade ideal für sie. Zeit etwas zu ändern und den Kopf frei zu bekommen. Sie begibt sich auf eine Wanderung, wohlgemerkt als Anfängerin, und kommt dabei schnell an ihre Grenzen. Dabei trifft sie auf ihren Retter Gregg und seine Rettungsaktionen werden mehr als einmal benötigt. Dabei kommt an ein Fleckchen Erde, mitten in England, nicht allzu weit von Manchester entfernt, welches ihr zu neue Hoffnung bringt, sie durchatmen lässt und letztlich für andere eine großartige Hilfe darstellt. Neben Existenzabgründen, einer Farm mit Tieren, einem eigenwilligen Alpaka, einer werdenden Mutter und hilfsbereiten Nachbarn, findet Tess wieder zu sich selbst, zu ihren Stärken und gibt nie den Mut auf, anzupacken. Nur zu ihrem eigenen Wohl muss sie etwas gelenkt werden. Es endet in einem zukünftigen Epilog.

Gemeinschaftsgefühl, Gegenwart und Selbstreflexion sowie -vertrauen treffen aufeinander. Es gibt neue Chancen, Zuversicht und Lichtblicke. Die Handlung spielt sich über mehrere Wochen ab. Neben einer starken Gemeinschaft, zarten Gefühlen und vielen schmunzelnden Momenten geht es turbulent und herzlich zu.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker und mit einem amüsanten Humor versetzt. Man liest sich fließend leicht von einem zum nächsten Kapitel, die unterschiedlicher längerer Leselänge sind. Die Geschichte wird überwiegend aus der Sicht von Tess in der Erzählperspektive wiedergegeben. Einige Gedankenzüge werden aber auch aus der Sicht von Gregg erzählt. Die mitwirkenden Charaktere ergeben ein wunderbares buntes Bild ab. Es geht herzlich, störrisch sowie neckend zu. Die landschaftlichen Beschreibungen runden das Bild für das Auge dazu ab.
Es wird ein schönes Gefühl dabei vermittelt. Die zarte Liebe entwickelt sich sehr langsam und doch ging mir dabei zum Ende hin einiges zu schnell.
Das Buchcover ist wirklich herzlichst gestaltet und passt sehr gut zum Kerninhalt der Handlung.

Mein Fazit: Ein humorvoller, mitfühlender und lebendiger Roman aus dem schönen England.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Der Plan war ein anderer...

Mein Jahr mit Dir
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„Mein Jahr mit Dir“ ist die Romanvorlage zum Netflix-Film „My Oxford Year“. Diese Tropes sind im Buch zu finden: Enemies to Lovers, Slowburn, Forced Proximity Romeo & Julia.

Vor jedem neuen Kapitel ...

„Mein Jahr mit Dir“ ist die Romanvorlage zum Netflix-Film „My Oxford Year“. Diese Tropes sind im Buch zu finden: Enemies to Lovers, Slowburn, Forced Proximity Romeo & Julia.

Vor jedem neuen Kapitel gibt es einen lyrischen Exkurs einer englischen Literatur lange vor unserer Zeit. Ich mag dieses englische Feeling, Universität, gebildete Charaktere mit ihrem ganz besonderen Charme und in einer Zeitepoche mit eingebunden, die schon so lange vorbei ist, aber die englische Sittsamkeit und literarische Geschichte wieder hervorbringt. Und das alles zur einer höchst modernen Zeit. Ella, eine junge amerikanische Frau hat es nach Oxford geschafft und möchte dort ein Jahr lang englische Sprache und Literatur studieren. Nebenbei engagiert sie sich für die Politik ihres Landes und ist mitten in einem Wahlkampf dabei, auch wenn der Ozean beide Länder trennt. Sie trifft in ihrer ersten Vorlesung auf andere interessante Charaktere und auch ihr zukünftiger Professor ist ihr kein Unbekannter. Ella weiß was sie will, sie ist entschlossen, klug und neugierig. Spaß haben darf jeder, nur verlieben muss nicht sein, schließlich ist ihre Zeit begrenzt und sie will alles kennenlernen was nur möglich ist. Es endet in einem Epilog.

Der Roman schreitet zwar zunächst langsam voran, macht für mich dann jedoch einen enormen Sprung und auch die besondere Erzählweise bei diesem Sprung ist zunächst ungewöhnlich. Dennoch ist es mitreißend, tiefgründig und poetisch. Die Literatur spielt eine große Rolle und auch die verschiedenen Sichtweisen etwas zum empfinden. Auch gibt es eine unvorhergesehene Wendung, die die Geschichte neu betrachten lässt und einen anderen Touch gibt. Es ist schmerzlich, emotional und mitnehmend, auch wenn mich nicht alles so ergreifen konnte, wie ich gedacht hätte. Die Dynamik ist dennoch anziehend und einnehmend. Die Gefühle sind greifbar, auch wenn ich mir hier mehr gewünscht und mehr spürbare Energie und Romantik gewünscht hätte. Aber diese plätschert ganz leise daher und auf anderen Umwegen. Den Film selbst kenne ich nicht, würde ich mir sicherlich ansehen, wenn es dazu kommt, aber es ist für mich kein Muss und selten kann mich beides gleichermaßen überzeugen.

Eleanor Duran, 24, aus Ohio ist eine bewundernswerte und stake junge Frau. Sie hat früh gelernt für sich einzustehen, selbstständig zu sein, ehrgeizig und hilfsbereit. Sie hat eine gewisse Vorstellung von ihrem Leben, auch wenn fast alles anders kommt als geplant, aber das Leben kann man nun mal nicht planen, es hat seinen ganz eigenen Rhythmus.

Jamie Davenport, ist ein junger Mann, mit festem Ziel vor Augen und gewiss nicht einschätzbar. Nach außen wirkt er anders, als viele meinen und er hält sich privat stark im Hintergrund. Doch er ist gezeichnet und möchte niemanden verletzen. Seine Familie ist ein wunder Punkt.

Der Schreibstil ist angenehm, bewegend, mit sehr gutem Humor besetzt und lyrisch untermauert, dennoch jederzeit modern. Die Kapitellängen sind unterschiedlich lang. Die Dialoge und Erzählungen sind zart humorvoll bis schmerzlich treffend, gefühlvoll, emotional und tiefsinnig ehrlich, so dass die gesamte Gefühlspalette genutzt wird, doch leider nicht immer on Point so rüberkommt.
Dazwischen gibt es tiefgreifende Momente, nachdenkliche, aber auch romantische Augenblicke. Ella erzählt ihre Geschichte aus alleiniger Sicht in der Ich-Perspektive. Natürlich kommt die andere Sicht hierbei nicht zu kurz, auch wenn es Ella´s Geschichte ist, dennoch hätte ich mir hier ab und an einen Perspektivenwechsel gewünscht.
Die Klappbroschur ist wunderschön gestaltet, mit feinen und kleinen Details.

Mein Fazit: Ein ehrlicher und berührender Roman, auch wenn er nicht an allen Stellen für mich durchweg transparent und mitnehmend war. Der Ausflug nach Oxford und die feine englische Annehmlichkeit zur Literatur hat mir ansonsten gut gefallen.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Cupcakes, Brote und andere süße Naschereien...

Ein Sugarloaf-Valentinstag
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Es geht direkt hinein in die Handlung und in die Sugarloaf Bakery, in der Lily gerade in die Verkaufsgeheimnisse eingearbeitet wird. Sie ist vorübergehend zurück in ihrer kleinen Heimatstadt im englischen ...

Es geht direkt hinein in die Handlung und in die Sugarloaf Bakery, in der Lily gerade in die Verkaufsgeheimnisse eingearbeitet wird. Sie ist vorübergehend zurück in ihrer kleinen Heimatstadt im englischen Honeywell. Es ist zwar nicht Lilys Traumvorstellung von einem Job, aber es hält sie über Wasser und überbrückt ihr die Zeit bis zu etwas Neuem. Auch der Valentinstag steht vor der Tür und prompt läuft ihr ihr Ex-Freund Stephen in die Arme, für dessen Freundin sie auch noch Gebäck verziehen soll. Ein Wort ergibt das andere und plötzlich gibt sie vor auch wieder in festen Händen zu sein. Ihr bester Freund Jack fällt ihr da nur zur Hilfe ein, aber der findet es auch noch recht amüsant und bringt lIly nicht gerade heraus aus dieser verzwickten Situation. Und eigentlich will sie auch ihren Ex zurück. Es beginnt eine zuckersüße Verwirrung und die Gefühle werden auch ordentlich durchmischt.

Honeywell ist eine typische Kleinstadt, so wie man sie liebt, vor allem mit eigenwilligen, lebhaften und neugierigen Charakteren. Die einzelnen Szenen, die Dialoge und bildlichen Vorstellungen sind sehr gut und humorvoll herausgearbeitet und machen stetig neugierig auf den Fortgang der Story. An manchen Stellen hätte es gerne auch noch mehr in die Tiefe gehen können. Es erstreckt sich über wenige Tage und ist ein kurzweiliges Leseabenteuer.

Lily Carson (31), ist in einer liebevollen Familie aufgewachsen. Ihr gewohntes Umfeld befindet sich eigentlich in London, doch der Verlust ihres Jobs hat sie vorerst nach Hause zurückkehren lassen. In der Bäckerei fügt sie sich ihrem alternden und etwas altmodischen Chef und versucht das Beste für das Geschäft herauszuholen. Sie ist eine offene Person, liebt Humor und hat eine herrliche sarkastische Ader an sich. Mit ihrem besten Freund Jack hat sie schon so einiges erlebt und sie hofft, dass er ihr aus dieser Miesere helfen kann.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, es ist locker, leicht, zum schmunzeln, mit einem Hauch von Ironie zwischen den Zeilen und man fühlt sich direkt bei jeder Szene mit vor Ort. Es ist erfrischend direkt und mit einem schönen Gefühl versetzt. Die einzelnen Szenen, die Dialoge und bildlichen Vorstellungen sind sehr gut dargestellt und machen stetig neugierig auf den Fortgang der Story. Die einzelnen Kapitel habe eine unterschiedliche Leselänge. Lily erzählt ihre Geschichte in der Ich-Perspektive.
Das Buchcover passt passt zuckersüß zum Inhalt.

„Wenn man über jemanden spricht, den man kaum kennt, muss man seinen Verstand benutzen. Wenn man über jemanden spricht, den man fast so gut kennt wie sich selbst, spürt man ihn einfach, ohne sein Wesen in Worte fassen zu müssen.“

Mein Fazit: Es ist eine sehr süße und kurzweilige Geschichte rund um den Valentinstag und mit ganz viel Small-Town-Charme.

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