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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2026

Unterhaltsam, aber kein Highlight

Mord & Breakfast
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Melody Moss verliert ihren Job als Journalistin. Doch um in Selbstmitleid zu zerfliessen, bleibt nicht viel Zeit. Ihre Tante Mable ist tödlich verunglückt und hat ihr ihren Bed & Breakfast hinterlassen. ...

Melody Moss verliert ihren Job als Journalistin. Doch um in Selbstmitleid zu zerfliessen, bleibt nicht viel Zeit. Ihre Tante Mable ist tödlich verunglückt und hat ihr ihren Bed & Breakfast hinterlassen. Beim Durchsehen von Mables Sachen kommen Melody Zweifel an der Todesursache ihrer Tante.

"Mord & Breakfast" von Anne Gordon ist der Reihenauftakt rund um Melody Moss, B&B-Besitzerin im schönen Schottland.

"Mord & Breakfast" ist ein klassischer Cozy Crime, der sich gut für entspannte Lesestunden zwischendurch eignet, aber keine großen Überraschungen bereithält. Die Protagonistin Melody war mir zu Beginn ehrlich gesagt nicht besonders sympathisch. Sie wirkt sehr von sich überzeugt und begegnet anderen oft herablassend. Gerade deshalb habe ich mich gefragt, warum Mable ausgerechnet ihr das Bed & Breakfast hinterlassen hat. Eine enge oder besonders herzliche Beziehung zwischen den beiden wird jedenfalls nicht wirklich deutlich.

Die Kriminalhandlung selbst bleibt recht geradlinig. Es gibt weder große Wendungen noch echte Überraschungsmomente, vieles ist früh vorhersehbar. Wer also Spannung oder Raffinesse sucht, wird hier eher nicht fündig. Als klassischer Cozy Crime ist die Geschichte bewusst leicht gehalten und nicht sonderlich anspruchsvoll. Trotzdem hat das Buch seinen Charme. Die Atmosphäre ist gemütlich, das Setting passt gut zum Genre, und für Fans von Cozy Crime ist es ein angenehmer, unkomplizierter Zeitvertreib.

Fazit: Ein netter Cozy Crime für zwischendurch, vorhersehbar, aber gemütlich.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Starke Figuren, schwache Geschichte

Unter der Erde Alaskas
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Die Royal Petroleum Company hat ein großes Drogenproblem und Kate Shugak soll es lösen. Shugak ermittelt bereits in ihrem vierten Fall für die Staatsanwaltschaft in Anchorage, an ihrer Seite Jack Morgan.

Dana ...

Die Royal Petroleum Company hat ein großes Drogenproblem und Kate Shugak soll es lösen. Shugak ermittelt bereits in ihrem vierten Fall für die Staatsanwaltschaft in Anchorage, an ihrer Seite Jack Morgan.

Dana Stabenow ist bekannt für ihre starken Figuren, und auch in "Unter der Erde Alaskas" sind Kate Shugak und Jack wieder das Highlight des Romans. Ihre Dynamik, ihre Eigenheiten und die raue Atmosphäre Alaskas machen es eigentlich leicht, sich auf die Geschichte einzulassen.

Trotzdem bin ich mit diesem Band leider nicht richtig warm geworden. So sehr ich Kate und Jack mag, konnte mich die eigentliche Handlung nicht vollständig überzeugen. Die Geschichte wirkte stellenweise überraschend lieblos erzählt, fast so, als würde sie mehr funktionieren als Pflichtprogramm denn aus echter erzählerischer Leidenschaft heraus. Einige Passagen blieben blass, Spannung baute sich nur punktuell auf, und emotional hat mich der Plot kaum erreicht.

Die Grundidee hätte durchaus Potenzial gehabt, doch die Umsetzung fühlte sich für mich zu distanziert und wenig mitreißend an. Fans der Reihe werden sicher trotzdem ihre Freude an den bekannten Figuren haben, aber im Vergleich zu anderen Romanen der Autorin bleibt dieser Band eher im Mittelfeld.

Fazit: Solide Unterhaltung mit vertrauten Charakteren, aber einer Geschichte, die mich nicht voll abholen konnte.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Viel Kulisse, wenig Tiefe

Heaven's Gate
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Auf der philippinischen Insel Surogao wird ein grausamer Mord entdeckt, der das scheinbare Surferparadies erschüttert. Der ehemalige deutsche Profisurfer Caruso, der inzwischen ein zurückgezogenes Leben ...

Auf der philippinischen Insel Surogao wird ein grausamer Mord entdeckt, der das scheinbare Surferparadies erschüttert. Der ehemalige deutsche Profisurfer Caruso, der inzwischen ein zurückgezogenes Leben führt, wird widerwillig in die Ermittlungen hineingezogen.

"Heaven's Gate" ist der Reihenauftakt rund um den Surfer Caruso auf der Insel Surogao.

Die Grundidee hat mich anfangs sehr fasziniert. Ein Krimi in exotischer Kulisse, fernab der üblichen Großstadt-Settings, dazu ein Protagonist, der nicht dem klassischen Kommissarentyp entspricht. Das klang nach einer erfrischenden Abwechslung. Leider konnte das Buch diese Erwartungen nur teilweise erfüllen. Zwar ist das Setting atmosphärisch und bietet grundsätzlich viel Potenzial, doch bleibt die Insel letztlich eher Kulisse als ein lebendiger Schauplatz. Mir fehlte das Gefühl, wirklich in diese Welt einzutauchen. Viele Orte werden beschrieben, aber sie bleiben seltsam leblos, ähnlich wie die meisten Figuren.

Gerade die Charaktere sind für mich die größte Schwäche des Buchs. Sie bleiben über weite Strecken distanziert und blass, echte Tiefe oder Entwicklung ist kaum spürbar. Besonders Caruso selbst wirkt eher wie eine Ansammlung bekannter Krimi-Klischees, der trinkende Einzelgänger, ständig umgeben von Frauen, innerlich zerrissen, aber ohne dass man ihm wirklich nahekommt. Statt einer komplexen Figur bekommt man ein vertrautes Hardboiled-Profil, das wenig Überraschendes bietet.

Auch die Handlung hat mich nicht vollständig überzeugt. An vielen Stellen fehlt mir die innere Logik, einige Wendungen wirken konstruiert oder unnötig zugespitzt. Ich hatte öfter das Gefühl, dass Ereignisse passieren, weil sie passieren müssen und nicht, weil sie sich aus der Geschichte ergeben. Das nimmt der Spannung leider so einiges. Hinzu kommt die teilweise sehr explizite Brutalität. Gewalt ist im Genre nichts Ungewöhnliches, hier wird sie jedoch stellenweise so drastisch eingesetzt, dass sie eher abschreckt als unterstützend zu wirken.

Fazit: Das Buch hat mich im Nachhinein enttäuscht und keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, sehr schade.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Atmosphäre statt Nervenkitzel

Vor der Küste Alaskas
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Kate Shugak heuert verdeckt als Krabbenfischerin auf einem Schiff im tödlich kalten Beringmeer an, um das Verschwinden zweier junger Seemänner aufzuklären, die dort vor sechs Monaten spurlos verschwanden. ...

Kate Shugak heuert verdeckt als Krabbenfischerin auf einem Schiff im tödlich kalten Beringmeer an, um das Verschwinden zweier junger Seemänner aufzuklären, die dort vor sechs Monaten spurlos verschwanden. Gemeinsam mit Jack Morgan geht sie der Sache auf den Grund.

Kate Shugak ermittelt bereits in ihrem dritten Fall für die Staatsanwaltschaft in Anchorage, an ihrer Seite Jack Morgan.

Ich hatte mir von diesem Buch deutlich mehr versprochen, vor allem wegen des außergewöhnlichen Settings. Ein Krimi auf einem Krabbenfischerboot im eisigen Beringmeer klingt eigentlich nach Spannung, Gefahr und intensiver Atmosphäre. Leider konnte mich der Kriminalroman insgesamt nur bedingt überzeugen.

Der Einstieg war für mich sehr langatmig. Es dauert gefühlt ewig, bis die eigentliche Handlung in Gang kommt. Statt Spannung gibt es viele detaillierte Beschreibungen des Arbeitsalltags an Bord, technische Abläufe und Umweltbeobachtungen. Das ist zwar realistisch und sicher gut recherchiert, hat mich aber eher ermüdet als gefesselt. Auch später wurde es für mich nicht wirklich spannend. Der Kriminalfall plätschert eher vor sich hin und entwickelt kaum Dramatik. Es fehlten mir überraschende Wendungen, emotionale Höhepunkte oder ein Gefühl von echter Gefahr. Selbst die eigentlich bedrohliche Situation auf See konnte bei mir keinen Nervenkitzel auslösen.

Die Hauptfigur Kate Shugak ist grundsätzlich sympathisch und ich empfinde sie auch als etwas lockerer und umgänglicher im Vergleich zu den bisherigen Teilen. Genau in diesen waren die Szenen mit ihrer Wolfshündin Mutt immer sehr bewegend und teilweise auch sehr unterhaltsam, doch leider gab es dieses Mal davon keine einzige. Was mir sehr gut gefallen hat, waren dagegen die Beschreibungen der Natur in Alaska. Ausserdem hat man wieder viel über die Geschichte Alaskas erfahren.

Fazit: Unterm Strich ist "Vor der Küste Alaskas" für mich ein durchschnittlicher Krimi mit interessantem Schauplatz, aber für mich war es der bisher schwächste Teil aus dieser Reihe. Aber ich bleibe dran, denn ich mag Kate, Jack und Mutt und werde ihre Abenteuer weiterhin verfolgen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Schnell gekocht und alltagstauglich, inhaltlich jedoch bekannt

Keine Zeit? Kein Problem!
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Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und war neugierig darauf, neue Inspiration für eine gesunde Küche im stressigen Alltag zu bekommen. Genau das liefert das Buch auch. Die Rezepte sind durchweg lecker, ...

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und war neugierig darauf, neue Inspiration für eine gesunde Küche im stressigen Alltag zu bekommen. Genau das liefert das Buch auch. Die Rezepte sind durchweg lecker, unkompliziert und alltagstauglich. Die Zutaten sind gut erhältlich und die Zubereitung ist so gehalten, dass man sie auch nach einem langen Arbeitstag noch motiviert umsetzen kann.

Besonders gut gefällt mir, dass man nicht stundenlang in der Küche stehen muss, um etwas Gesundes auf den Tisch zu bringen. Einige Rezepte sprechen mich sehr an, und ich bin mir sicher, dass ich mehrere davon regelmäßig ausprobieren und in meinen Alltag integrieren werde. Die Aufmachung ist übersichtlich, verständlich erklärt und insgesamt angenehm zu lesen.

Inhaltlich hat mich das Buch jedoch weniger überrascht. Wer sich bereits mit gesunder Ernährung beschäftigt hat, findet hier kaum neue Erkenntnisse oder innovative Ansätze. Viele Tipps und Grundlagen sind bekannt und wiederholen Altbewährtes. Das ist zwar nicht schlecht, sorgt aber dafür, dass der inhaltliche Mehrwert begrenzt bleibt.

Fazit: Alles in allem ist "Keine Zeit? Kein Problem!" ein solides Kochbuch mit praktischen, schnellen und schmackhaften Rezepten, das besonders für Einsteiger oder Menschen mit wenig Zeit geeignet ist. Wer jedoch auf der Suche nach neuen, tiefgehenden Ernährungsimpulsen ist, wird eher enttäuscht sein.

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