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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2023

Roman mit toller Atmosphäre

Tage im warmen Licht
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Ich liebe Romane, die in Dörfern oder Kleinstädten spielen und da war das genau das richtige für mich. Selbst hatte ich auch eine Oma Hanne auf dem Dorf und sogar der Bäcker hatte den gleichen Namen. Da ...

Ich liebe Romane, die in Dörfern oder Kleinstädten spielen und da war das genau das richtige für mich. Selbst hatte ich auch eine Oma Hanne auf dem Dorf und sogar der Bäcker hatte den gleichen Namen. Da konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Die Charaktere werden sehr einfühlsam und das Dorf sehr detailliert beschrieben. Es wird abwechseln von heute und damals erzählt und da kommen so einige Geheimnisse ans Licht.
Ein wirklich toller, emotionaler Roman über ein sehr wichtiges Thema. Eine kleine Kritik hätte ich aber da müsste ich spoilern.

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Veröffentlicht am 23.09.2023

Lesenswert

Die Kinder des Don Arrigo
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Dieser Roman wird mir noch einige schlaflose Nächte bereiten, da er mich sehr beschäftigt hat. Ich lese viele Bücher über die Zeit im und nach dem 2. Weltkrieg aber von dieser Thematik wusste ich bisher ...

Dieser Roman wird mir noch einige schlaflose Nächte bereiten, da er mich sehr beschäftigt hat. Ich lese viele Bücher über die Zeit im und nach dem 2. Weltkrieg aber von dieser Thematik wusste ich bisher allerdings noch nichts. Der Autor schreibt flüssig, man kommt sehr gut in die Geschichte rein. Nach der Hälfte wurde es auch noch sehr spannend. Man fiebert einfach mit den Kindern mit in dieser gefährlichen Zeit. Den Protagonisten hab ich sofort ins Herz geschlossen, man kann ihn nur mögen. Er und auch seine Familie sind sehr einfühlsam beschrieben und wirken, wie auch alle anderen, sehr authentisch. Ich mochte hier sehr den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft, die in dem Zusammenhang in dieser Zeit nicht selbstverständlich waren. Alles zusammen ein wirklich toller Roman für alle Leser*innen von historischen Romanen.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Gruselig

Die stillen Gefährten
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Wenige Wochen nach der Hochzeit mit Rupert stirbt er und Elsie zieht auf sein abgelegenes Anwesen „The Bridge“. Dort findet sie lebensgroße Holzfiguren, die „stillen Gefährten“. Sie wirken sehr realistisch, ...

Wenige Wochen nach der Hochzeit mit Rupert stirbt er und Elsie zieht auf sein abgelegenes Anwesen „The Bridge“. Dort findet sie lebensgroße Holzfiguren, die „stillen Gefährten“. Sie wirken sehr realistisch, wechseln scheinbar ihren Standort. Was anfangs noch etwas unheimlich wirkt, entwickelt sich zum Albtraum. Was ist noch Einbildung und was ist schon die Realität?

Der Roman besticht für mich durch seine herrlich unheimliche Atmosphäre in dem alten, verfallenen Geisterhaus. Diese merkwürdigen Figuren und die bedrückende Stille passen da perfekt. Langsam wird die Spannung aufgebaut mit einem eher subtilen als blutigem Horror. Es wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Das war für mich manchmal etwas verwirrend, klärt sich dann aber immer mehr auf. Der Roman ist insgesamt eher ruhig. Setzt viel auf die unheimliche Stimmung. Gothic Horror wird hier ordentlich geboten. Der Roman wirkt fast schon wie ein klassischer Gruselroman.

Für alle Fans von viktorianischen Gruselgeschichten eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Toll

Bluttochter – Die Schwarzen Juwelen
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Was hatten wir es schwer miteinander. Nach 140 Seiten habe ich erstmal abgebrochen. Losgelassen hat mich das Buch jedoch nicht. Also noch mal ganz von vorn und langsam blieb auch was im Kopf hängen. So ...

Was hatten wir es schwer miteinander. Nach 140 Seiten habe ich erstmal abgebrochen. Losgelassen hat mich das Buch jedoch nicht. Also noch mal ganz von vorn und langsam blieb auch was im Kopf hängen. So viele unterschiedliche Charaktere und ein so komplexes Magiesystem. Das muss erstmal im Kopf verarbeitet werden. Irgendwann beginnen sich die Geschichten miteinander zu verbinden und ab da wurde es einfacher. Die Story ist toll, herrlich düster. Ich hab schon einige Fantasy Romane gelesen aber dieses hier ist absolut nicht vergleichbar. Die Sprache ist so sinnlich und bildhaft, manchmal roh und brutal. Das Setting ist einzigartig, absolut nicht vergleichbar. Eine dunkle Welt voller Magie und Machtspielchen. Definitiv auch nichts für schwache Nerven. Die Charaktere sehr tiefgründig und vielschichtig. Das hat mich hier besonders fasziniert. Das Buch ist eine Herausforderung aber auch eine tolle Leseerfahrung.

Ein Fantasy Buch für Erwachsene mit starken Nerven, die einfach mal in eine ganz andere Welt abtauchen wollen.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Toll

Vor uns die Zeit
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Vierzig Jahre lang hat Mr. Baldwin in der Versicherungsbranche gearbeitet. Jetzt durfte er in den wohlverdienten Ruhestand gehen und weiß nicht so recht was er mit der ganzen Zeit anfangen soll. Der Garten ...

Vierzig Jahre lang hat Mr. Baldwin in der Versicherungsbranche gearbeitet. Jetzt durfte er in den wohlverdienten Ruhestand gehen und weiß nicht so recht was er mit der ganzen Zeit anfangen soll. Der Garten wird neu gestaltet, länger schlafen kann er auch. Aber dann? Seine Frau und die Haushälterin müssen sich auch erst an seine Anwesenheit gewöhnen. Das gelang irgendwann besser aber dann ist da ein großes Nichts. Was soll man sich noch erzählen? Es passiert ja nichts mehr. Bei einem Ausflug schauen sie sich zufällig ein Musterhaus an und bekommen eine Idee. Was wäre nochmal neu anzufangen? An einem anderen Ort, in einem modernen Haus und neuen Nachbarn.

Dieses Buch ist das erste Mal 1936 erschienen. Das habe ich erst später bemerkt und es erklärte so einiges, zum Beispiel warum ein einfacher Versicherungsmitarbeiter eine Haushälterin hat und die Frau auch zu Hause ist. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Sehr einfühlsam beschreibt Sherriff die Probleme, vor die Mr. Und Mrs. Baldwin gestellt werden. Manchmal fast schon niedlich wie sie umeinander rumtänzeln und den anderen beobachten. Das Thema zum neuen Haus wurde mir persönlich etwas zu sehr ausgeschmückt. Das hätte gern kürzer sein dürfen. Sonst wirkten die Protagonisten in ihren Entscheidungen manchmal etwas merkwürdig aber das erklärt eindeutig auch die vergangene Zeit. Heute würde sich so eine Anfangssituation ganz anders weitererzählen lassen. Da wäre ein neues Haus nicht mehr ganz so aufregend. Der Einblick ins Leben in England zu dieser Zeit ist wunderbar gelungen. Vor allem wie die Menschen ticken, mit welchen Ängsten und Sorgen sie zu kämpfen haben. Das hat mir hier richtig gut gefallen.

Ein warmherziger Roman, der tolle Einblicke in zwei ganz normale Menschen vor vielen Jahren gibt. Empfehle ich euch gern weiter.

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