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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2018

Tulpenfieber

Tulpengold
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In Amsterdam herrscht das Tulpenfieber, in allen Gasthäusern werden Tulpenauktionen abgehalten, deren Umsätze tagtäglich steigen und so für manchen die Möglichkeit bietet, ein Vermögen zu machen.
Zu dieser ...

In Amsterdam herrscht das Tulpenfieber, in allen Gasthäusern werden Tulpenauktionen abgehalten, deren Umsätze tagtäglich steigen und so für manchen die Möglichkeit bietet, ein Vermögen zu machen.
Zu dieser Zeit kommt Pieter van Winkel nach Amsterdam, um bei Rembrandt van Rijn seine Lehre zu beginnen. Doch die scheint unter keine guten Stern zu stehen, als mehrere potentielle Auftraggeber von Rembrandt plötzlich eine gewaltsamen Todes sterben.
Pieter, der nicht nur malerisch begabt ist, sondern auch über eine mathematische Hochbegabung verfügt, versucht über mathematische Berechnungen hinter den Urheber der Morde zu kommen.
Pieter ist ein wirklich liebenswerter Protagonist. In heutigen Zeiten würde ihm wohl ein Asperger Syndrom diagnostiziert werden. Dadurch hat er so seine Schwierigkeiten beim Kontakt zu anderen Menschen. Aber trotzdem merkt man ihm immer deutlich an, dass er versucht sich seiner Umgebung anzupassen und sich so zu verhalten, wie es seine Umwelt von ihm erwartet.
Unterstützung erfährt er hierbei auch durch die Wirtin der goldenen Tulpe, Mareijke. Sie versucht ihm die Welt und vor allem auch die weibliche Sicht der Dinge zu erklären.
Das Buch gibt einen schönen Einblick in die Welt von Rembrandts Zeit. Der Tulpenhandel geht auch an ihm nicht vorbei und seine andauernden Geldschwierigkeiten und sein aufbrausendes Temperament, machen ihn für seine Umgebung manchmal schwer erträglich.
Am Ende gelingt es Pieter durch seine Berechnungen und logisches Denken, den Täter tatsächlich dingfest zu machen.

Das Buch hat mir richtig Spaß gemacht, es ließ sich leicht und locker lesen und man hatte Amsterdam deutlich vor Augen.
Von daher von mir eine volle Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 31.03.2018

schöner Auftakt mit Magie

Julie Jewels - Perlenschein und Wahrheitszauber
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Julie freut sich wie ein Schneekönig. Endlich wird sie sechzehn und eine tolle Party steht für sie an, zu der sie auch ihren Schwarm Noah einladen möchte. Endlich geht das richtige Leben los!
Da kommt ...

Julie freut sich wie ein Schneekönig. Endlich wird sie sechzehn und eine tolle Party steht für sie an, zu der sie auch ihren Schwarm Noah einladen möchte. Endlich geht das richtige Leben los!
Da kommt ihr das Geschenk ihrer Großmutter Daria gerade recht. Ein Kästchen voller Schmuckutensilien. Warum will allerdings ihre Mutter um jeden Preis verhindern, dass sie das Geschenk bekommt?

Schnell stellt sich heraus, dass der Schmuck, den sie aus den Dingen in der Schatulle herstellt magische Kräfte hat. Das ist natürlich aufregend, doch schnell stellt sich heraus, dass selbst gut gemeinte Magie auch nach hinten losgehen kann. Und so muss sich Julie nicht nur mit den Tücken des Teenagerlebens herumschlagen, sondern auch noch herausfinden, wie sie ihre neuentdeckte Magie richtig einsetzt.

Marion Meister liefert hier ein locker flockigen Jugendroman, der alles beinhaltet, von dem Teenager Mädels so träumen. Die erste Liebe, die beste Freundin und noch dazu eine Fähigkeit, die nicht jeder besitzt. Aber natürlich auch einen muffeligen Bruder und Eltern, die unglaublich nerven können.
Besonders Julies Mutter macht ihr das Leben schwer, versucht sie doch mit allen Mitteln zu verhindern, dass Julie magischen Schmuck herstellt.
Mir hat das Buch gut gefallen, es liest sich flott und man hat das beschauliche Dörfchen am Meer, in dem Julie aufwächst, direkt vor Augen. Manchmal war mir Julies Schwärmerei für Noah ein wenig zuviel, aber um das wirklich zu verstehen bin ich wohl schon zu alt . Das Verhalten von Julies Mutter fand ich teilweise zu heftig, mit mehr Offenheit wäre sie wohl weiter gekommen. Allerdings ist die Buchreihe ja auf drei Bücher angelegt und ein wenig Geheimnis muss ja auch in den nächsten Bänden noch gewährleistet sein. So werden wir sicher noch erfahren, warum sich Julies Mutter verhält, wie sie es tut.

Hinzuzufügen ist, dass das Layout des Buches wirklich aussergewöhnlich hübsch ist. Die Schmuckelemente glänzen und der Buchschnitt wird durch einen zusätzlichen klappbaren festen Karton geschützt, der das Buch wie eine Schmuckschatulle wirken lässt. Zusätzlich beginnt und endet jedes Kapitel mit Schmuckornamenten. Hier hat sich der Verlag richtig was einfallen lassen.

Alles in allen war es ein schönes Buch, das Teenagern sicher gut gefällt und die Neugierde auf die nächsten Bände entfacht.

Veröffentlicht am 01.02.2018

Mütterwahnsinn

La Dolce Kita
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Fridi, Lea und Annette werden durch den Kita-Streik zu einer Notgemeinschaft. Aus dieser Notgemeinschaft wird bald Freundschaft und die drei helfen sich über Ehe- und andere Probleme hinweg.

Ich hatte ...

Fridi, Lea und Annette werden durch den Kita-Streik zu einer Notgemeinschaft. Aus dieser Notgemeinschaft wird bald Freundschaft und die drei helfen sich über Ehe- und andere Probleme hinweg.

Ich hatte richtig viel Spaß mit diesem Buch, habe ich doch auch selbst in den Mädels wiedergefunden. Themen wie die Arbeitsverteilung in einer Ehe, das Problem, dass man als Mutter, egal was man macht, immer was falsch macht kennen ja nun wirklich die meisten Mütter. Bei manchen Passagen hatte ich teilweise bekannte Gesichter vor Augen.

Schwieriges Thema, tolle Umsetzung. Das Buch macht deutlich, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, um glücklich zu werden. Die perfekte Mutter gibt es nicht, jede gibt auf ihre Art ihr Bestes. Und gelegentlich kann man auch voneinander lernen. Und neue Freunde finden.

Von mir eine hundertprozentige Leseempfehlung für dieses warmherzige, lustige Buch!

Ich werde sicher noch die anderen Bücher der Autorin lesen.
Herzlichen Dank an Netgalley und den Verlag, für die Bereitstellung dieses tollen Buches!

Veröffentlicht am 03.05.2026

aufstehen

Die Sterne von St. Pauli – Zwei Frauen, die Musik und der Beat der Freiheit
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Abby und Stu leben mittlerweile zusammen in St. Pauli. Doch dann stirbt er plötzlich und Abby ist alleine. Zur gleichen Zeit kommt auch Sofia in Hamburg an und kommt bei Abby unter. Sie versucht dieser ...

Abby und Stu leben mittlerweile zusammen in St. Pauli. Doch dann stirbt er plötzlich und Abby ist alleine. Zur gleichen Zeit kommt auch Sofia in Hamburg an und kommt bei Abby unter. Sie versucht dieser zu helfen, hat aber selber Probleme im Westen so richtig anzukommen. Immer mehr merkt sie wie unterschiedlich die Menschen doch mittlerweile in den beiden deutschen Staaten ticken.

Wir erfahren nun also, wie es mit Abby und den Beatles weitergeht. Denn diese bleiben ein zentrales Thema in ihrem Leben, auch nach Stus Tod. Und parallel dazu geht auch Sofias Geschichte weiter, die sich nun mit Abbys vereint. Ich muss sagen, an manchen Ecken liefen mir die beiden Handlungsstränge zu sehr nebeneinander. Das hat mir manchmal das Gefühl gegeben, dass die Geschichte nicht ganz rund ist. Gerade Sofia wirkt je nachdem völlig unterschiedlich und diese zwei Personen haben für mich einfach nicht so richtig zueinander gepasst. Abby dagegen kommt durch Stus Tod komplett aus den Tritt und findet kaum einen Weg aus der Trauer heraus. Wovon sie in dieser Zeit lebt, war mir ein wenig schleierhaft, da sie ja laufende Ausgaben hat.

Am Ende findet sich dann alles zusammen und auch die Schlußszene hat mir wieder sehr gut gefallen. Allerdings hätte das Ende für mich auch wenig weniger offen sein können. Ich hätte gerne noch mehr aus der Zeit gelesen, in der Abby und Sofia es endlich schaffen an einem Strang zu ziehen.

Ich kann das Buch trotzdem empfehlen. Es ist sehr atmosphärisch und hat Spaß gemacht beim Lesen.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

interessante Lektüre

Die Eloquenz der Computer
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AI ist derzeit wohl das größte Thema in der Computer Entwicklung. Johannes Oster versucht in diesem Aufsatz nun die Technik dahinter zu erklären, aber auch wo die Chancen aber auch Risiken beim Einsatz ...

AI ist derzeit wohl das größte Thema in der Computer Entwicklung. Johannes Oster versucht in diesem Aufsatz nun die Technik dahinter zu erklären, aber auch wo die Chancen aber auch Risiken beim Einsatz dieser Technik liegen.

Das Buch lässt sich an sich gut lesen, allerdings sollte man schon grundlegende Ahnung von Computern und ihrer Art zu arbeiten haben. Da dieses Buch wohl ein Teil der Wiener Vorlesungen ist, ist hier das Zielpublikum aber auch klar definiert. Einsteiger in dieses Thema werden hier nicht glücklich werden.

Ich fand das Buch interessant, auch wenn ich nicht immer ganz folgen konnte. Aber es ist ein guter Baustein in meinem Wissen zu AI.

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