Profilbild von Buchgespenst

Buchgespenst

Lesejury Star
offline

Buchgespenst ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buchgespenst über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2026

Ein hartes Trainingsspiel

SLAM DUNK 4
0

Die Mannschaft von Ryonan bereut es mit jeder Minute mehr das sie ihren Gegner von Shohoku nicht ernst genommen haben. Jeder wusste, dass bekannte Star Rukawa und der Mannschaftsführer Akagi harte Gegner ...

Die Mannschaft von Ryonan bereut es mit jeder Minute mehr das sie ihren Gegner von Shohoku nicht ernst genommen haben. Jeder wusste, dass bekannte Star Rukawa und der Mannschaftsführer Akagi harte Gegner sind, aber da Akagi bei diesem Spiel ausfällt, hatten sie sich auf der sicheren Seite geglaubt. Niemand hatte mit dem Neuling Sakuragi gerechnet, der das, was er von Basketball nicht weiß – und das ist eine Menge – mit Enthusiasmus, Selbstüberzeugung und Hartnäckigkeit wettmacht. Der Sieger dieses Spiels steht noch nicht fest – der Kampf wird hart.
Ein atemberaubender Band, der den Leser bis zur letzten Seite in Atem hält. Bis zum Schluss ist alles möglich und man weiß nicht mal, wem man den Sieg mehr gönnen würde. Die Charaktere sind vielfältig, sodass trotz des beschränkten Raums, den sie für eine persönliche Entfaltung bekommen, der Leser ein sehr gutes Bild von ihnen bekommt. Am Ende steht fest: diese beiden Mannschaften sind nicht zum letzten Mal aufeinander getroffen.
Ein Manga, der eigentlich so gar nicht in mein Beuteschema passt. Der Zeichenstil ist zwar für das Thema angemessen, aber nicht unbedingt mein Geschmack. Die Charaktere schwanken zwischen sehr cool und supernervig. Trotzdem versteht es der Manga mich mit seiner Geschichte zu fesseln. Mit Sakuragi bin ich zwar immer noch nicht warm geworden – er ist mir viel zu albern und von sich selbst überzeugt, ohne dafür eine Grundlage zu haben, aber er hat seine Momente – und für die liebe ich ihn!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2026

Diebinnen in der Nacht

Cat's Eye - Ein Supertrio 01
0

Die Schwestern Hitomi, Rui und Ai führen ein wunderschönes kleines Café namens Cat’s Eye. Kommissar Toshio kommt allerdings nicht nur wegen des guten Kaffees vorbei, sondern vor allem wegen der hübschen ...

Die Schwestern Hitomi, Rui und Ai führen ein wunderschönes kleines Café namens Cat’s Eye. Kommissar Toshio kommt allerdings nicht nur wegen des guten Kaffees vorbei, sondern vor allem wegen der hübschen Hitomi, mit der er schon seit der Schulzeit zusammen ist. Seine geschwätzige Art, mit der er seinem Ärger über den Kunstdieb Cat’s Eye Luft macht, der ihn ständig an der Nase herumführt, amüsiert die Schwestern sehr, denn niemand anders als die drei stecken hinter den Raubzügen.

Der Auftakt zum großen Krimiklassiker, der in Deutschland bisher ausschließlich als Anime verfügbar war. Der Manga hat mich sofort begeistert. Die Geschichte ist spannend – der Nervenkitzel, die bis ins Detail ausgemalten Raubzüge, die ausgeklügelten Polizeiaktionen, all das hält den Leser in Atem. Dazu kommt eine kräftige Prise Humor, die das Ganze auflockert und die Charaktere sehr sympathisch macht. Man spürt, dass man erst ganz am Anfang steht, denn hinter den Aktionen der drei Schwestern muss noch etwas mehr stecken, da bin ich mir ganz sicher.

Der Zeichenstil ist wie erwartet nostalgisch. Das Flair der späten 1970er/ 80er Jahre schlägt sich in Frisuren und Kleidung nieder – der Manga ist von 1981, also war das zu erwarten. Das stört mich auch nicht. Im Gegenteil, verleiht es der Geschichte einen ganz eigenen Stil und Atmosphäre. Abgesehen vom nostalgischen Eindruck ist der Stil wunderschön komplex und realistisch. Von den überdimensionierten Augen ist hier noch nichts zu sehen.

Mir hat der Auftakt zu dieser Manga-Crime-Reihe sehr gut gefallen. Ich freu mich schon auf die Fortsetzung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2026

Eine zarte Ballettgeschichte der anderen Art

Pirouette into my Heart 1
0

Jiang Shen stammt aus einer einfachen Bauernfamilie, doch seit er das erste Mal die Trainingsstunde der Ballettmädchen gesehen hat will er tanzen. Seine Eltern tun alles, um ihm diesen Traum zu erfüllen. ...

Jiang Shen stammt aus einer einfachen Bauernfamilie, doch seit er das erste Mal die Trainingsstunde der Ballettmädchen gesehen hat will er tanzen. Seine Eltern tun alles, um ihm diesen Traum zu erfüllen. Die intensiven Trainingsstunden, die seine Freizeit stark beschneiden, machen ihm nichts aus. Im Jugendzentrum, in dem er trainiert, finden auch Boxstunden statt. Eines Tages begegnet Jiang Shen dem wohlhabenden und sehr geradlinigen Bai Jinyi, der es sich zum Ziel gesetzt hat Profi-Boxer zu werden. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege und immer wieder stellen sie fest, dass sie eine große Gemeinsamkeit haben: Einen großen Traum, den ihre Herkunft ihnen eigentlich nicht gestattet.

Ein traumhafter Manga, komplett in Farbe, der auf sehr ruhige und zarte Art die Geschichte von ungewöhnlichen Träumen und schwer zu erreichenden Zielen erzählt. In wundervollen großflächigen Bildern werden die Charaktere einzigartig inszeniert. Ein melancholischer Unterton schwingt mit, auch wenn die Geschichte in diesem ersten Band sehr positiv verläuft.

Ein vielversprechender Auftakt, der bisher Träume und Sport auf sehr ruhige Art in den Mittelpunkt stellt. Der Schluss deutet bereits an, dass hier außerdem Boys Love zum Thema wird.

Gefiel mir sehr gut!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2026

Ein erschütterndes Zeitzeugnis mit erschreckender Aktualität

Das Tränenhaus. Roman
0

Cornelia Reimann ist eine erfolgreiche Schriftstellerin im wilhelminischen Kaiserreich, die für die Gleichberechtigung der Frau und ein selbstbestimmtes Leben eintritt. Doch jetzt steht sie selbst plötzlich ...

Cornelia Reimann ist eine erfolgreiche Schriftstellerin im wilhelminischen Kaiserreich, die für die Gleichberechtigung der Frau und ein selbstbestimmtes Leben eintritt. Doch jetzt steht sie selbst plötzlich im Abseits – schwanger und unverheiratet gehört sie zu den Verstoßenen, die einer grausamen Gesellschaft ausgeliefert sind. Sie findet in der schwäbischen Provinz eines der diskreten Frauenheime, in dem sie mit Hilfe einer patenten Hebamme ohne Aufsehen ihr Kind zur Welt bringen und einer Pflegefamilie übergeben könnte. Das ist der einzige Weg, um ihr eigenes Leben weiterführen zu können und ihren Ruf zu retten. Im Frauenheim wird sie allerdings mit einer unschönen Realität konfrontiert: Die Hebamme ist geldgierig, desinteressiert und wenig am Wohlergehen ihrer Schützlinge und der Kinder interessiert. Cornelias Leidensgenossinnen stammen aus unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten: mal derb, ungebildet und gehässig, mal herzlich und hilfsbereit. Je weiter ihre Schwangerschaft fortschreitet desto mehr macht sich Cornelia Gedanken um die Situation lediger Mütter allgemein, junger Frauen grundsätzlich und nicht zuletzt um ihr eigenes Kind und was es für ihre Zukunft bedeuten kann.
Ein fesselnder Roman, der heute zu Unrecht vergessen ist. Das Buch gibt einen interessanten und auch schockierenden Einblick in die wenig bekannte Realität lediger Mütter im wilhelminischen Kaiserreich. Die meisten Romane begnügen sich die gesellschaftlichen Folgen für die Frauen in mehr oder weniger dramatischen Farben zu zeichnen. Hier wird der Fokus sehr viel intimer gelegt: Wie empfindet die Frau in der Situation? Zwischen welchen gesellschaftlichen Kräften und persönlichen Gefühlen steht sie?
Es ist wunderbar mit Cornelia selbst mitzuerleben wie sie sich von der sehr distanzierten Haltung gegenüber der Schwangerschaft als etwas Fremdes, Falsches wegentwickelt, immer andere Perspektiven einnimmt und sich quasi immer mehr der Rolle als Mutter annähert. Doch damit endet die Entwicklung nicht: Cornelia reflektiert ihre Situation und die ihrer Leidensgenossinnen und ist immer weniger gewillt sich den gesellschaftlichen Konventionen zu beugen.
Das Buch ist keine einfache Lektüre. Die gehobene Sprache hat mir gut gefallen. Viele Dialektpassagen haben die unterschiedlichen Charaktere sehr gut gesellschaftlich verortet. Das Thema ist hart. Zu wissen, dass das vor noch gar nicht so lange Zeit Alltag war, ist erschreckend. Das Nachwort unterfüttert die Geschichte dann noch mal, da klar wird, dass Gabriele Reuter hier aus persönlicher Erfahrung berichtet hat. Das erklärt die Intensität des Romans.
Ein Buch, das einen sehr wichtigen Aspekt unserer Geschichte vor dem Vergessen bewahrt. Wo die meisten Romane und Informationen enden, erzählt dieser hier weiter. Bei allem Schrecken und aller furchtbaren Details bleibt die Grundstimmung der Geschichte optimistisch und kämpferisch. Das macht die Botschaft und das Erleben des Buches noch einmal so intensiv.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2026

Das Finale ist gut gelungen

Marmalade Boy Little 07
0

Die Schulzeit neigt sich dem Ende zu und alle müssen sich für etwas entscheiden. Hat Aoi seine Liebe zu Rikka überwunden und ist zu seiner Ex-Freundin zurück? Hat die Fernbeziehung zwischen Rena und Shiga ...

Die Schulzeit neigt sich dem Ende zu und alle müssen sich für etwas entscheiden. Hat Aoi seine Liebe zu Rikka überwunden und ist zu seiner Ex-Freundin zurück? Hat die Fernbeziehung zwischen Rena und Shiga gehalten? Und welche Entwicklungen gab es in der Generation davor bei Miki und Yuu. Außerdem müssen sich auch Rikka und Sau entscheiden, wohin es nach der Schule gehen soll.

Der siebte und finale Band deckt einen ziemlichen großen Zeitabschnitt ab. Der erste Teil des Bandes erzählt die Hauptgeschichte zu Ende. Mit einem Sprung von zwei Jahren werden dann viele Entwicklungen sehr kompakt zusammengefasst, sodass ich mir doch gewünscht habe, dass es noch ein oder zwei Bände mehr gegeben hätte. Auf der anderen Seite bleibt auch kein Erzählstrang offen.

Alles in allem ein gelungener Abschluss dieses niedlichen Sequels.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere