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Veröffentlicht am 13.03.2026

Anders als Band 1

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen
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In Band 2 von „Prinzessin der tausend Diebe“ geht es um Jia, die in die Vergangenheit reist, um ihre Schwester Sora zu retten. Das Buch schließt nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an, könnte meinem Empfinden ...

In Band 2 von „Prinzessin der tausend Diebe“ geht es um Jia, die in die Vergangenheit reist, um ihre Schwester Sora zu retten. Das Buch schließt nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an, könnte meinem Empfinden nach aber tatsächlich unabhängig gelesen werden.

Jia war für mich schon im ersten Band die interessanteste Figur, weshalb ich positiv überrascht war, dass es in diesem Band um sie geht. Es war schön, mitzuerleben, wie sie sich nach und nach von ihrer lieblosen Erziehung lösen kann und beginnt, sich auf andere Menschen zu verlassen. Besonders gut hat mir die aufkeimende Freundschaft zu Danwon und Geungjae gefallen.

Auch der Protagonist Sin war mir im Großen und Ganzen sympathisch, auch wenn er den Großteil der Handlung über ein ziemliches Mysterium darstellt. Aufgrund der vielen Geheimnisse, die zwischen den beiden Protagonisten stehen, fiel es mir zudem schwer, die Gefühlsentwicklung nachzuvollziehen.

Etwas Probleme bereitet hat mir, dass Jia überhastet und ohne Plan in die Vergangenheit reist, weshalb bei mir einige Logikfragen aufgekommen sind. Damit einhergehend konnte auch meinem Wunsch, das Worldbuilding sowie die Beziehung zwischen Sora und Ran zu vertiefen, nicht wirklich entsprochen werden. Im Nachhinein hätte ich mir mehr Berührungspunkte zu Band 1 gewünscht.
Außerdem hatte ich mir vom Ende etwas anderes erhofft, da Fragen offen bleiben und einiges zu gewollt wirkte. Meiner Meinung nach hätten ein paar Seiten mehr nicht geschadet.

Alles in allem liefert auch Band 2 gute Unterhaltung, jedoch wurde der Zeitreiseaspekt für mich nicht befriedigend umgesetzt.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Eine bunte Mischung

Der stille Freund
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Mit „Der stille Freund“ liefert Ferdinand von Schirach seinen dritten Erzählband, der insgesamt 14 Kurzgeschichten und Beobachtungen enthält. Die Themen sind breit gestreut und umfassen unter anderem Sicherheit, ...

Mit „Der stille Freund“ liefert Ferdinand von Schirach seinen dritten Erzählband, der insgesamt 14 Kurzgeschichten und Beobachtungen enthält. Die Themen sind breit gestreut und umfassen unter anderem Sicherheit, den Sinn des Lebens und den Umgang mit dem Tod. Zwischendurch geht es auch immer wieder um historische Persönlichkeiten und Begebenheiten.

Wie gewohnt erzählt Schirach einfach und präzise. Mich konnten besonders Geschichten wie „Spiegelstrafe“ und „Ornament mit Verbrechen“ überzeugen, in denen es um moralische Dilemmata und menschliche Abgründe geht. Diese erinnern sehr an Schirachs Stories und sind teilweise wirklich keine leichte Kost.

Auch die anderen Geschichten beinhalten im Großen und Ganzen interessante Gedanken, die bei mir aber nicht so sehr nachgehallt haben. Ich muss zugeben, dass es auch einzelne Geschichten gab, bei denen ich nicht ganz verstanden habe, welche Intention hinter ihnen steckt. Trotzdem ließ sich jeder Eintrag gut lesen.

Alles in allem eine bunte Mischung an Geschichten, die um die typischen Themen des Autors kreisen und mal mehr, mal weniger zum Nachdenken anregen.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Eine berührende (Liebes-)Geschichte

Mirror Of My Soul. Emil & Paola
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In „Mirror of my Soul“ geht es um Paola, die seit Jahren Gefühle für ihren besten Freund Emil hat. Als dieser ihr deutlich macht, dass er keine Beziehung will, wagt sie einen Neustart in Wien …

Das Konzept, ...

In „Mirror of my Soul“ geht es um Paola, die seit Jahren Gefühle für ihren besten Freund Emil hat. Als dieser ihr deutlich macht, dass er keine Beziehung will, wagt sie einen Neustart in Wien …

Das Konzept, das hinter dem Buch steckt, hat mich sofort angesprochen. Aus den 50 Seiten, die in anderen Romance-Büchern zwischen Third-Act-Breakup und Happy-End liegen, wird hier ein vollständiger Roman. Sowohl Paola als auch Emil nehmen getrennt voneinander verschiedene Therapieangebote wahr, um Probleme aus der Vergangenheit aufzuarbeiten. Einziges Manko an dieser Art, eine Liebesgeschichte zu erzählen, war für mich, dass der Prozess des Verliebens ausgespart wird und es wenige gemeinsame Szenen gibt. Hier hätte ich mir ein paar Rückblenden gewünscht, um die besondere Verbindung der beiden besser zu verstehen.

Die Protagonistin Paola war mir von Beginn an sympathisch. Ich fand es stark, dass sie ihr Wohlergehen priorisiert und Abstand zu Emil sucht, anstatt krampfhaft an der alten Dynamik festzuhalten.
Mit Emil bin ich hingegen nicht zu hundert Prozent warm geworden. Meiner Meinung nach hat er kaum Rücksicht auf Paolas Gefühle genommen – vielmehr hat er sie unnötig oft verletzt. Zwar macht er im Rahmen seiner Therapie eine Entwicklung durch, jedoch hätte ich mir gewünscht, dass er sein Verhalten stärker reflektiert.

Wie bereits erwähnt, ist die Liebesgeschichte durch die räumliche Trennung an vielen Stellen eher eine Randbemerkung und es geht stärker um die Entwicklung der Protagonisten. Als Ausgleich dafür sind die Freunde von Emil und Paola sehr präsent. Besonders die Freundschaft zwischen Paola und ihrer Mitbewohnerin hat mir gut gefallen.
Ein kleines Highlight war zudem die Detailverliebtheit bei der Beschreibung des Settings, durch die Hamburg und Wien nicht wie beliebige Städte wirken, sondern zu einem lebendigen Teil der Handlung werden.

Alles in allem ein berührender Liebesroman, der seinen Fokus auf die individuelle Entwicklung der Protagonisten legt, dabei aber zum Teil die Beziehung etwas aus den Augen verliert.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Der Funke ist nicht ganz übergesprungen

The Dagger and the Flame
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In „The Dagger & The Flame“ geht es um Seraphine, die sich der Diebesgilde anschließt, um den Tod ihrer Mutter zu rächen. Schon bald muss sie um ihr eigenes Leben fürchten, als der Dagger Ransom auf sie ...

In „The Dagger & The Flame“ geht es um Seraphine, die sich der Diebesgilde anschließt, um den Tod ihrer Mutter zu rächen. Schon bald muss sie um ihr eigenes Leben fürchten, als der Dagger Ransom auf sie angesetzt wird. Beim Kampf gegen die Monster, die Fantome heimsuchen, kommen die beiden sich unerwartet näher …

Der Schreibstil von Catherine Doyle ist flüssig und mitreißend, zum Teil aber auch jugendlich. Im Handlungsverlauf gibt es viele düstere Szenen und auch eine kleine Prise Spice, weshalb ich das Buch insgesamt im Bereich New Adult verorten würde.

Besonders gut hat mir das Magiesystem gefallen, bei dem lediglich die zwei verfeindeten Gilden Zugang zur Schattenmagie besitzen und diese verwenden, um Straftaten zu begehen. In Kombination mit dem Setting in der durch Kriminalität verkommenden Stadt Fantome wurde eine spannende Grundstimmung erzeugt. Dennoch freue ich mich darauf, in Band 2 die Stadtgrenzen zu verlassen und noch mehr über die Welt zu erfahren.

Die Protagonisten Sera und Ransom haben beide eine schwierige Vergangenheit und treffen aufgrund dessen zum Teil fragwürdige Entscheidungen. Trotzdem habe ich mit ihnen mitgefühlt, auch wenn ich das Gefühl hatte, beide erst oberflächlich kennengelernt zu haben. Da auch die Nebenfiguren noch eher blass bleiben, waren die Beziehungen zwischen den Figuren für mich nicht ganz greifbar.

Was die Handlung betrifft, hatte ich ab und zu das Gefühl, dass diese etwas auf der Stelle tritt. Richtig Tempo kommt vor allem zum Ende hin auf. Ich kann gar nicht genau sagen, was mir gefehlt hat. Ich hätte mir aber auf jeden Fall noch ein paar mehr Einblicke in die Gilden gewünscht.

Alles in allem habe ich das Buch gerne gelesen, jedoch ist der Funke nicht ganz übergesprungen. Trotzdem bin ich auf Band 2 gespannt und hoffe, dass die Figuren dort mehr Tiefe erhalten.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Wichtige Geschichte mit leichten Startschwierigkeiten

Keep it like a Promise
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In „Keep it like a Promise“ geht es um Lucy, die in eine neue Stadt zieht, um sich dem Einfluss ihrer alkoholkranken Mutter zu entziehen. Bei der Arbeit lernt sie den Barkeeper Kobe kennen, der immer wieder ...

In „Keep it like a Promise“ geht es um Lucy, die in eine neue Stadt zieht, um sich dem Einfluss ihrer alkoholkranken Mutter zu entziehen. Bei der Arbeit lernt sie den Barkeeper Kobe kennen, der immer wieder versucht, ihre Fassade einzureißen …

Ich habe bereits ein paar Bücher aus der „Healthy Romance“-Sparte von Reverie gelesen, wobei ich es sehr bewundernswert finde, dass die Autoren sich der herausfordernden Aufgabe widmen, Romance und schwierige Themen miteinander zu verbinden. Auch bei diesem Roman hat mir der sensible Umgang mit Alkoholismus gefallen, jedoch hätte ich mir tatsächlich gewünscht, dass die Liebesgeschichte noch etwas mehr in den Hintergrund tritt.

Zu Beginn hatte ich das Gefühl, dass die Protagonisten mental noch nicht bereit für eine Beziehung sind. Ich bin beim Lesen einfach das Gefühl nicht losgeworden, dass sich Kobe vorrangig aufgrund seines Helfersyndroms zu Lucy hingezogen fühlt. Mitreißen konnte mich die Liebesgeschichte erst in der zweiten Hälfte des Romans, als Lucy und Kobe beginnen, ihre Probleme wirklich in Angriff zu nehmen. Ich glaube, mir hätte die Entwicklung der Beziehung noch besser gefallen, wenn sich die beiden erst auf rein platonischer Ebene näher gekommen wären.

Vielleicht hatte ich auch deshalb Startschwierigkeiten mit der Liebesgeschichte, weil es etwas gedauert hat, bis ich mich mit Lucy angefreundet habe. Am Anfang verhält sie sich ziemlich dreist und unprofessionell, weshalb ich gut nachvollziehen konnte, dass Kobe zunächst genervt von ihr ist.

Positiv aufgefallen ist mir die Art und Weise, wie die anderen Paare in die Handlung eingebunden sind, obwohl ich Band 1 und 2 bisher nicht gelesen habe. Besonders gefallen hat mir ein Twist, den ich in Liebesromanen eher selten lese, der die Handlung aber näher an die Realität rückt, in der eben nicht jedes Happy-End für immer hält.

Alles in allem erzählt der Roman taktvoll von den Auswirkungen von Alkoholismus auf Angehörige, jedoch hat es etwas gedauert, bis ich mit der Liebesgeschichte warm geworden bin.

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