Wut als Überlebensinstinkt – brutal, roh und unfassbar stark
RabidDieses Buch habe ich verschlungen. Angekommen, gelesen, beendet.
Das vorherrschende Gefühl beim Lesen ist Wut. Und zwar von der ersten Seite an.
Seneca ist eine Hauptfigur, bei der man sofort merkt: ...
Dieses Buch habe ich verschlungen. Angekommen, gelesen, beendet.
Das vorherrschende Gefühl beim Lesen ist Wut. Und zwar von der ersten Seite an.
Seneca ist eine Hauptfigur, bei der man sofort merkt: Hier läuft so vieles falsch. Man möchte ihr zurufen, sie soll rennen – so schnell und so weit sie kann. Doch genau das ist nicht so einfach. Beim Lesen bangt man, fürchtet sich und spürt den Schmerz – körperlich wie seelisch.
Ich möchte bewusst nicht zu viel verraten, denn vieles würde spoilern. Nur so viel:
Dieses Buch ist brutal, grausam und gnadenlos ehrlich. Es zeigt, was passiert, wenn Menschen (und Gemeinschaften) dauerhaft Gewalt, Unterdrückung und Missbrauch ausgesetzt sind.
Spice ist früh präsent – und gleichzeitig auch nicht. Er hat hier eine ganz eigene Bedeutung. Themen wie Gemeinschaft, Stärke, Heilung und Vertrauen spielen eine große Rolle. Eine Szene rund um Vertrauen fand ich besonders eindrücklich, gerade wegen ihrer Symbolik.
Die Wut brodelt die ganze Zeit. Und das Besondere: Dieses Buch erlaubt ihr, da zu sein. Sie darf raus.
Das Ende war für mich einfach genial. Kein Ende, das jeder mögen wird – aber eines, das ich gefeiert habe.
Ich habe jeden Buchstaben geliebt.
Ganz wichtig: Dieses Buch ist nichts für jede*n.
Die Triggerwarnungen sollten extrem ernst genommen werden. Der Inhalt besteht zu einem sehr großen Teil aus belastenden Themen.