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Veröffentlicht am 04.03.2026

im Kopf der Frau

Grüne Welle
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Eine, zuerst namenlose, Frau, eine Künstlerin, verlässt das Kino, in dem sie regelmäßig mit ihrer Freundin aus Studienzeiten trifft. Dies ist ihre einzige Auszeit von ihrem bestimmenden Mann, einem erfolgreichen ...

Eine, zuerst namenlose, Frau, eine Künstlerin, verlässt das Kino, in dem sie regelmäßig mit ihrer Freundin aus Studienzeiten trifft. Dies ist ihre einzige Auszeit von ihrem bestimmenden Mann, einem erfolgreichen Anwalt. Sie steigt in ihr Auto und will nach Hause fahren, bis sie zuerst in einer Umleitung gerät und dann, im Dunkeln, einen falschen Weg gewählt hat. Sie beschließt weiterzufahren und an der nächsten roten Ampel zu wenden. Doch jede Ampel leuchtet grün. So fährt sie und fährt, übermüdet und unterzuckert, bis sie einen kleinen Unfall hat.
Was diese Frau bewegt hat, sich immer weiter von ihrem Zuhause zu entfernen, wird uns während der langen Fahrt nahegebracht. Die Gedanken und Gefühle der Frau, ihre Wünsche und Sehnsüchte, die sie sich jetzt erst eingesteht, könnten viele Frauen so oder so ähnlich erlebt haben. Als sie auf zwei junge Anhalterinnen trifft werden die Reflektionen mit ihrem bisherigem Leben intensiver.
Eine weitere Sichtweise erleben wir durch die Freundin der Frau, die sich erst Sorgen um die verschwundene Frau macht, dann jedoch merkt, dass sie nicht zu ihrem Mann fahren möchte.
Der Roman ist in einer ganz besonderen Sprache geschrieben, teilweise mit sehr langen Sätzen und einem Inhalt, der nachdenklich macht.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Geschichte Siebenbürgens

Halber Stein
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Friedesine, genannt Sine, ist vor 20 Jahren als Kind mit ihren Eltern von Siebenbürgen in Rumänien nach Deutschland ausgewandert. Sie beschreibt aus ihrer Sicht ihre Anfänge in einem fremden Land, die ...

Friedesine, genannt Sine, ist vor 20 Jahren als Kind mit ihren Eltern von Siebenbürgen in Rumänien nach Deutschland ausgewandert. Sie beschreibt aus ihrer Sicht ihre Anfänge in einem fremden Land, die Probleme mit der Sprache und der Andersartigkeit. Inzwischen ist sie angekommen und sieht Deutschland als ihre Heimat an. Doch nun ist ganz überraschend ihre Großmutter Agneta verstorben und sie fährt mit ihrem Vater nach Michelstadt. Sie trifft dort auf alte Erinnerungen, auf Menschen, die ihr etwas bedeuteten. Die Beerdigung muss organisiert werden und was passiert mit dem Haus in dem alle Erinnerungen aufbewahrt wurden. Auch die Begegnung mit ihrem Jugendfreund Julian lässt sie nicht kalt, aus der alten Vertrautheit entwickelt sich eine vorsichtige Liebe. Julian, der an den elterlichen Hof gefesselt ist, möchte viel lieber als Historiker arbeiten. Er unternimmt Ausflüge mit Sine und zeigt und erzählt ihr von der reichen Geschichte des Landes, über die Zeit des zweiten Weltkrieges und die Probleme der Sachsen, die diesen Landstrich bevölkerten.
Sehr geschickt erfahren wir durch diese Erzählungen viel über Siebenbürgen. Der Roman ist poetisch und emotional geschrieben, manchmal jedoch zu ausschweifend und langatmig.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Glaube, Liebe, Hoffnung

In den Scherben das Licht
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Der Winter 1946 in Hamburg ist extrem kalt, die Häuser zerbombt und der Wiederaufbau gestaltet sich schwierig. Wer wenigstens ein Dach über dem Kopf hat kann sich glücklich schätzen. So wie die ehemalige ...

Der Winter 1946 in Hamburg ist extrem kalt, die Häuser zerbombt und der Wiederaufbau gestaltet sich schwierig. Wer wenigstens ein Dach über dem Kopf hat kann sich glücklich schätzen. So wie die ehemalige Volksschauspielerin Friede Wahrlich, die in ihren Keller den Teenager Gert aufgenommen hat. Seine Eltern leben nicht mehr, doch er hofft noch auf ein Wiedersehen mit seiner kleinen Schwester Barbara. Kurz danach wird auch die junge elternlose Gisela in diese Wohngemeinschaft aufgenommen. Friede beschließt, ihr Haus auszubauen und eine Pension zu eröffnen. Lulu zieht ein, Ludwig, der als Schwuler den Hass von Vater und Brüdern auf sich zog und Robert, der beim Aufbau half. Nicht nur ihre Untermieter schleppen Probleme und Sorgen mit sich, auch sie selbst denkt immer noch an Viktor, den sie einst liebte und nicht half als er als Jude deportiert wurde. Sie alle hoffen auf das Wiedersehen mit Angehörigen von den sie hoffen, dass sie den Krieg überlebt haben und dabei entwickeln sich neue Freundschaften und Liebesbeziehungen.
Der Roman schildert den Wiederaufbau in einer zerstörten Stadt. Gut recherchiert und interessant geschrieben, für meinen Geschmack nur zu sehr weichgespült und zu viel Happy End, die wirklichen Gräuel der Kriegszeit werden nur am Rande erwähnt.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

britische Agentinnen in Frankreich

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Gwen erhält als Mitarbeiterin der BBC den Auftrag, ein Buch über die SOE Agentinnen zu schreiben. Diese britische Spezialeinheit schickte französisch sprechende Agenten zur Zeit des zweiten Weltkrieges ...

Gwen erhält als Mitarbeiterin der BBC den Auftrag, ein Buch über die SOE Agentinnen zu schreiben. Diese britische Spezialeinheit schickte französisch sprechende Agenten zur Zeit des zweiten Weltkrieges an Paris, darunter auch einige Frauen. Sie waren Funkerinnen, spionierten und sabotierten gegen die deutsche Besatzungsmacht, teils auch mit eigenem Engagement. Gwen reist zu Recherchen nach Paris, auch, weil ihre vor 3 Jahren verstorbene Großmutter, eine österreichische Adelige, in dieser Zeit dort gelebt hat und ein Geheimnis hatte.
Eine dieser Agentinnen war Pat, die nun, im Jahr 1998, durch einen Anruf Gwens wieder an diese Zeit erinnert wird und versucht, sie zurück zu versetzen.
Wir erleben das Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln aus der Jetztzeit 1998 und aus der Sicht Pats aus den 1940er Jahren.
Diese Agentinnen haben damals einen wichtigen Beitrag geleistet, doch nach Kriegsende hat man sich noch für die Heldentaten der Männer interessiert.
Der Roman erzählt von vergessenen Frauen, gut recherchiert und geschrieben. Leider werden besonders im Umfeld Gwens sehr viele Personen kurz vorgestellt, über die man nichts weiter erfährt. Die ganzen Freundinnen und Familienangehörigen bis hin zu nur einmal auftretenden Nebenpersonen hätte man besser verzichtet. Das erschwert das Verständnis und auf Grund der Vielzahl an Namen verwirrt es nur.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

reich und arm

The Business Trip
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Im Flug vom Madison nach Denver sitzen Jasmine und Stephanie nebeneinander. Jasmine hat ihr mühsam erspartes Geld in ihre Flucht von ihrem gewalttätigen und eifersüchtigen Freund Glenn investiert, Stephanie ...

Im Flug vom Madison nach Denver sitzen Jasmine und Stephanie nebeneinander. Jasmine hat ihr mühsam erspartes Geld in ihre Flucht von ihrem gewalttätigen und eifersüchtigen Freund Glenn investiert, Stephanie ist auf dem Weg zu einer Konferenz mit Nachrichtenkollegen. Sie selbst leitet einen Fernsehnachrichtensender, ist geschieden und ihr erwachsener Sohn entfremdet sich immer mehr von ihr. Die beiden Frauen stellen fest, wie ähnlich sie sich sehen und so sieht Jasmine die Chance auf ein besseres Leben, wenn sie sich als Stephanie ausgibt. Sie stiehlt den Ausweis, doch wie soll sie an das Geld, die Kreditkarten herankommen? Sie muss auch auf die Konferenz und trifft dort auf Trent, ebenso Nachrichtenchef, reich, eingebildet und genauso sexistisch wie Glenn. Sie entwickelt einen perfiden Plan. Doch dann sind beide Frauen verschwunden.
Aus verschiedenen Perspektiven wird die Geschichte erzählt, zuerst aus Sicht von Stephanie und Jasmine, später kommen Kollegen, der katzensittende Nachbar, eine Freundin und Glenn und Trend hinzu. Wobei sich vieles wiederholt und aus anderer Sicht erneut erzählt wird. Es gibt viele Wendungen und nicht alles ist logisch, ganz besonders hat mich der Schluss und die Auflösung des Falles gestört. Das war eine Wendung zu viel um noch glaubhaft zu sein. Der Schreibstil und die Spannung hingegen haben mir sehr gut gefallen.

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