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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2026

sehr nüchtern

Zwischen TikTok und Therapie
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Leider konnte mich das Buch nicht so wirklich begeistern und aufgrund des Klappentextes hatte ich mir ehrlich gesagt etwas Anderes darunter vorgestellt. Ich empfand das Ganze als sehr nüchterne Darstellung ...

Leider konnte mich das Buch nicht so wirklich begeistern und aufgrund des Klappentextes hatte ich mir ehrlich gesagt etwas Anderes darunter vorgestellt. Ich empfand das Ganze als sehr nüchterne Darstellung von Extrembeispielen, die etwas zu verallgemeinert waren. Anfangs wird erst mal dargestellt, dass z.B. das freie Spiel unheimlich wichtig ist - das weiß ich auch, bei Teenagern ist das aber nun mal schon eine Zeit lang her und ich glaube nicht, dass viele Eltern von Kleinkindern dieses Buch lesen werden. Zudem wird auch nicht darauf eingegangen, was ist, wenn mein Kind aus diesem Rahmen fällt? Für mich war das ein etwas sinnloses Kapitel. Die Beispiele sind zugegeben sehr interessant, wenn auch extrem und sehr knapp und nüchtern dargestellt. Den Sinn dahinter verstehe ich schon, aber beim Lesen macht mir das weniger Spaß. So richtige Tipps habe ich ehrlich gesagt nicht bekommen, dafür waren die Beispiele dann doch sehr extrem und wertvolle Tipps habe ich jetzt nicht raus gezogen. Liegt vielleicht auch daran, dass ich schon Vorwissen in diesem Bereich habe. Als Buch zum einstieg in die Thematik vielleicht ganz gut, aber ich hatte mir einfach mehr erwartet.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Octopodenliebe

Das White Octopus Hotel
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Die Autorin hat definitiv einen Narren an diesen possierlichen Tierchen gefunden - sie sind ein fester, immer wiederkehrender Bestandteil der Geschichte und Eves Rettungsanker. Diese versucht im White ...

Die Autorin hat definitiv einen Narren an diesen possierlichen Tierchen gefunden - sie sind ein fester, immer wiederkehrender Bestandteil der Geschichte und Eves Rettungsanker. Diese versucht im White Octopus Hotel ihr Glück.

Den Start fand ich einfach nur fulminant - der Schreibstil und die Art und Weise wie bedacht, achtsam und wunderschön die Autorin schreibt hat mich sofort in den Bann gezogen. Nicht zu ausschweifend, zum dahinschmelzen und Wegträumen. Leider konnte für mich die Handlung da nicht so ganz mithalten, meiner Meinung nach hat sie sich (und mich;) in den Zeitreisen verloren. Ab da ist die Handlung deutlich düsterer geworden. Es geht um Krieg und seine Folgen. Eve springt hier munter in den Zeitebenen hin und her und mir fehlte irgendwann der Überblick. Am Ende habe ich nur noch auf die mega Überraschung gewartet, die dann irgendwie an mir vorbei gegangen ist. Einige Entwicklungen waren ziemlich vorhersehbar. Themen wie Kunst und Musik fand ich spannend, aber mir wurde insgesamt zu viel in das Buch reingequetscht. Dank des unbeschreiblich schönen Schreibstils wurde ich gut unterhalten und die Magie der Oktopoden fand ich sehr faszinierend, für ein Highlight hat mir aber noch eine durchgehend spannende Handlung gefehlt. Eve war mir zu sehr auf sich und die Änderung ihrer Geschichte und die Schnitzeljagd fixiert. Als Leserin, die seit jeher von Zeitreisenthemen angezogen wird, ging mir das hier auch nicht tief genug. Dennoch ein schöner Roman, der im Mittelteil gerne etwas straffer hätte sein können.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

spezielle Erzählart

The Empress of Salt and Fortune: (Die Chroniken von Chih)
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Chi reist durch die Welt und sammelt Geschichten. Gut, dass sie auf Kaninchen trifft, die hat nämlich eine ganz besondere zu erzählen.

Zugegeben hatte ich anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte zu ...

Chi reist durch die Welt und sammelt Geschichten. Gut, dass sie auf Kaninchen trifft, die hat nämlich eine ganz besondere zu erzählen.

Zugegeben hatte ich anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen. Der Schreibstil ist sehr speziell, so wie die Handlung auch und doch einfach wunderschön. Es ist sicher kein Buch, dass man einfach mal so wegliest, denn hier versteckt sich viel zwischen den Zeilen. Ich musste mehrmals zurück lesen um auch nur annähernd zu verstehen, was ich gerade gelesen habe. Die Erzählung ist dicht, atmosphärisch und mir manchmal zu tief gewesen. Ich hatte manchmal das Gefühl nicht mal annähernd den Sinn von allem verstanden zu haben. Dabei haben die Erzählungen von Kaninchen aus ihrer Vergangenheit mich richtig abgeholt, sie gingen mir sehr zu Herzen. Ich denke aber, dass dieses Buch wirklich Geschmacksache ist, bei den nur 160 Seiten ist aber sicher einen Versuch wert und eignet sich bestimmt gut um sich darüber mit jemandem auszutauschen. Mich persönlich hat es gut unterhalten, war mir aber stellenweise zu viel. Den Figuren habe ich mich wenig nah gefühlt (naja, so ein sprechender Vogel wäre schon toll;) und das Ende war dann sehr flott. Ich rate aber jedem es einfach zu lesen, es gibt genug begeisterte Stimmen dafür.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Wenig Piratenfeeling

Nightweaver
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Meine Erwartungen an das Buch waren gerade was das Setting anging hoch, da ich mal was Anderes lesen wollte. Piraten, Meere und eine Schlacht habe ich gleich zu Anfang bekommen und ich fand das richtig ...

Meine Erwartungen an das Buch waren gerade was das Setting anging hoch, da ich mal was Anderes lesen wollte. Piraten, Meere und eine Schlacht habe ich gleich zu Anfang bekommen und ich fand das richtig gut. Ich konnte das Salz förmlich schmecken beim Lesen, so tief bin ich in diese Welt eingetaucht. Leider hat dieses Feeling nicht mal bis zum Ende des ersten Drittels gehalten, denn dann landet die Familie Oberon auf dem Land. Hier habe ich irgendwie den Bezug zu Aster verloren. Die Oberons haben einen unheimlichen Zusammenhalt in der Familie und dennoch schenkt sie ihnen keinen reinen Wein ein? und ihre Familie - stolze, freie Piraten geben dieses Leben einfach so ohne Erklärung und ganz schnell auf und werden Diener? Sorry, das konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Zudem die Handlung dann sehr wirr wurde, zu viele Personen, zu viele Handlungsstränge und ich war leider nur noch mäßig gefesselt. Schade, denn die gerade die neuen Figuren und das World Building hätte so viel mehr hergegeben. Irgendwie kamen mir die Erklärungen auch zum falschen Zeitpunkt oder auf die falsche Art mich zu erreichen und das Ruder wieder herum zu reißen. Ebenfalls nimmt mir Aster diese für sie neue Welt zu einfach hin, sie ist für mich ein nicht einfach zu greifender Charakter. Auf der einen Seite taffe, freiheitsliebende Piratin, die auch nicht vor Blut und Mord zurück schreckt, auf der anderen Seite ist sie naiv, leichtgläubig und schluckt die ganzen Erklärungen ohne nachzudenken. Normalerweise finde ich ja gerade solche Gegensätze spannend, hier hat es für mich nicht so gepasst. Das letze Drittel hat mich dann wieder total gepackt und hat wieder so einiges wett gemacht. Insgesamt lässt sich das Buch super lesen und hat mich gut unterhalten, aber ein paar weniger Randfiguren und Verstrickungen wären für mich besser gewesen.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Geister und Katzen

Geisterreich Berlin
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"Geisterreich Berlin" empfand ich als eher ruhigen, bedachten Krimi, der sich langsam entwickelt - mir leider stellenweise etwas zu langsam. Ich hätte mir gewünscht, dass der Kriminalfall früher und deutlicher ...

"Geisterreich Berlin" empfand ich als eher ruhigen, bedachten Krimi, der sich langsam entwickelt - mir leider stellenweise etwas zu langsam. Ich hätte mir gewünscht, dass der Kriminalfall früher und deutlicher in den Mittelpunkt rückt - ich liebe es mitzurätseln;) Der Schreibstil liest sich super und das Buch ist auch nicht so umfangreich, so dass ich die Einführung von Bernd und Irmelin etwas zu lang fand. Bernd ist ein eher ruhiger, gesetzterer Typ, der manchmal auf mich etwas einfältig wirkte. Trotzdem fand ich ihn sympathisch und als Leser lernt man ihn gut kennen, da die Handlung aus seiner Sicht erzählt wird. Im Gegensatz dazu ist seine Kollegin und Freundin Irmelin eine ziemlich taffe Frau, die gerne auch mal ein paar Männer gleichzeitig in ihre Schranken verweist. Die Geister bzw. der Geist spielt anfangs nur eine Rolle, die ich nicht ganz fassen konnte. An Bernds Stelle hätte ich da viel mehr nachgehackt und auch darüber nachgedacht z.B. was hat der für ein Verhältnis zu Katzen? Gerade diese Ruhe am Anfang lässt natürlich Raum für die Entfaltung der Hauptcharaktere und so konnte ich mir die Zwei gut vorstellen. Die Krimihandlung auf zwei Zeitebenen entwickelt sich langsam und ich hätte mir hier mehr Spannung gewünscht. Viele Dinge bzw. Entwicklungen habe ich vorausgeahnt, der große "Bang" am Ende kam dann doch recht überraschend und hat mich positiv beeindruckt. Der Humor hat leider bei mir an vielen Stellen nicht gezündet oder ist an mir vorbei gegangen. Wer also einen eher ruhigeren Krimi mit einer Prise Geister ohne Blut und großen Gruselfaktor sucht, ist hier genau richtig.

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