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Veröffentlicht am 04.02.2026

Geister und Katzen

Geisterreich Berlin
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"Geisterreich Berlin" empfand ich als eher ruhigen, bedachten Krimi, der sich langsam entwickelt - mir leider stellenweise etwas zu langsam. Ich hätte mir gewünscht, dass der Kriminalfall früher und deutlicher ...

"Geisterreich Berlin" empfand ich als eher ruhigen, bedachten Krimi, der sich langsam entwickelt - mir leider stellenweise etwas zu langsam. Ich hätte mir gewünscht, dass der Kriminalfall früher und deutlicher in den Mittelpunkt rückt - ich liebe es mitzurätseln;) Der Schreibstil liest sich super und das Buch ist auch nicht so umfangreich, so dass ich die Einführung von Bernd und Irmelin etwas zu lang fand. Bernd ist ein eher ruhiger, gesetzterer Typ, der manchmal auf mich etwas einfältig wirkte. Trotzdem fand ich ihn sympathisch und als Leser lernt man ihn gut kennen, da die Handlung aus seiner Sicht erzählt wird. Im Gegensatz dazu ist seine Kollegin und Freundin Irmelin eine ziemlich taffe Frau, die gerne auch mal ein paar Männer gleichzeitig in ihre Schranken verweist. Die Geister bzw. der Geist spielt anfangs nur eine Rolle, die ich nicht ganz fassen konnte. An Bernds Stelle hätte ich da viel mehr nachgehackt und auch darüber nachgedacht z.B. was hat der für ein Verhältnis zu Katzen? Gerade diese Ruhe am Anfang lässt natürlich Raum für die Entfaltung der Hauptcharaktere und so konnte ich mir die Zwei gut vorstellen. Die Krimihandlung auf zwei Zeitebenen entwickelt sich langsam und ich hätte mir hier mehr Spannung gewünscht. Viele Dinge bzw. Entwicklungen habe ich vorausgeahnt, der große "Bang" am Ende kam dann doch recht überraschend und hat mich positiv beeindruckt. Der Humor hat leider bei mir an vielen Stellen nicht gezündet oder ist an mir vorbei gegangen. Wer also einen eher ruhigeren Krimi mit einer Prise Geister ohne Blut und großen Gruselfaktor sucht, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

nicht ganz wie erwartet

Silvercloak - Unter Feinden
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Die Idee hat mich gleich angesprochen und die Story klang frisch, neu und spannend. Ich war allerdings etwas skeptisch, ob der hohen Seitenzahl und das leider zu Recht. Bei einem über 600 Seiten muss der ...

Die Idee hat mich gleich angesprochen und die Story klang frisch, neu und spannend. Ich war allerdings etwas skeptisch, ob der hohen Seitenzahl und das leider zu Recht. Bei einem über 600 Seiten muss der Spannungsaufbau schon gut und konstant sein um mich am Ball zu halten oder ein absolut krasses Wort Building - leider hat mir hier beides gefehlt. Anfangs war ich sehr gefesselt, leider hat das trotz des insgesamt guten Schreibstils nicht angehalten und als meine Logik nicht mehr mitkam habe ich angefangen Passagen nur noch oberflächlich zu lesen, weil ich dennoch wissen wollte, wie das Buch endet. Ich mag Enemys-to-lovers, aber die Romanze hat es hier leider auch nicht mehr rumgerissen und das richtige Prickeln hat bei mir leider gefehlt. Die Handlung ist gut, plätschert aber eher so dahin und am meisten haben mich wirklich die Logiklücken und das unausgegorene Wort Building gestört, so konnte ich nur oberflächlich in die Geschehnisse eintauchen und das hat meine hohen Erwartungen etwas gedämpft. Ich hätte mir mehr Erklärungen zur Magie gewünscht und leider ist meine Toleranzschwelle bei logischen Fehlern ziemlich niedrig. Schade, denn ich wollte es wirklich mögen.

Veröffentlicht am 16.12.2025

Bella donnas?

Belladonnas
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Die Idee, dass eine Zwillingsschwester das Leben der Anderen übernimmt fand ich unheimlich reizvoll und auch der Schreibstil hat mich abgeholt - er ist flott, etwas rotzig und ließ sich wirklich gut lesen. ...

Die Idee, dass eine Zwillingsschwester das Leben der Anderen übernimmt fand ich unheimlich reizvoll und auch der Schreibstil hat mich abgeholt - er ist flott, etwas rotzig und ließ sich wirklich gut lesen. Gerade die Art der Ich-Erzählerin Julie hat mir gefallen und mal ehrlich, die Chance ein Luxus Leben zu übernehmen, einfach so - wer würde sich das nicht entgehen lassen. Julie bekommt das auch gut hin und verliert sich dann aber in dieser Welt (wie mich dieses Buch verloren hat). Die anfängliche Begeisterung hat sich leider schnell gelegt, mir war es zu viel Drumherum um die Influencer Welt und ich war nicht mehr richtig gefesselt. Auch mir war klar, dass hier der Schein mehr zählt, aber für einen Thriller wurde es mir zu breit getreten. Der Plottwist hat mir den Rest gegeben, nicht mein Thema, leider und es wurde etwas abgefahren, ziemlich abgedreht und sehr unrealistisch. Das Ende war irgendwie seltsam und unschön und hat mich leider gar nicht zufrieden gestellt. Insgesamt gute Unterhaltung und wer auf Themen wie Influencer und religiöse Kulte steht kann sich bestimmt dafür begeistern, mir hat der Thriller gefehlt.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

schwieriger Einstieg

Vollmond für Anfänger
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Mir fiel es erst mal unheimlich schwer richtig in die Geschichte zu finden, ich habe mich sehr hineingeworfen gefühlt. Wissenschaftliche Themen in Büchern finde ich eigentlich faszinierend, hier sind sie ...

Mir fiel es erst mal unheimlich schwer richtig in die Geschichte zu finden, ich habe mich sehr hineingeworfen gefühlt. Wissenschaftliche Themen in Büchern finde ich eigentlich faszinierend, hier sind sie aber mit Magie vermischt und ich wurde ohne Erklärung in eine Welt geworfen, die es mir sehr schwer gemacht hat sie zu verstehen und mir fehlte lange der Durchblick. Eigentlich dachte ich das hier ist ein Reihenauftakt, wie sich nach etwas recherchieren herausgestellt hat, gehört das Buch zu einer Reihe und ich denke, man wird viel mehr Lesespaß haben, wenn man Hedon und die Lebenswelt von Raisa bereits kennt. Nun gut. Auch habe ich mich mit dem Humor etwas schwer getan. Es gibt unheimlich viele Anspielungen auf Film und Co., die manchmal aber etwas drüber und zu viel waren für mein Empfinden. Ebenso die Wortgefechte zwischen Raisa und Gideon - die fand ich auch etwas drüber. Die sonst so taffe Raisa, die mir eigentlich sehr sympathisch war, wirkte auf mich hier oft überdreht und seltsam anders. Diesen oft sprunghaften Wechsel konnte ich dann nicht nachvollziehen und habe mich daher mit den beiden Protas etwas schwer getan. Die Handlung selbst fand ich gut, auch wenn ich sie stellenweise etwas kompakter besser gefunden hätte. Die zwei Nebenfiguren haben mir gut gefallen, vielleicht sollte ich hier mal die "Jezebel" Reihe der Autorin lesen. Insgesamt eine gute Geschichte, die bei mir leider nicht wirklich gezündet hat. Wer allerdings die Welt bereits kennt, wird bestimmt ein größeres Lesevergnügen haben.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Sehr speziell und außergewöhnlich

Nachtschattengewächse
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Nach dem Schließen dieses Buches habe ich recht lange überlegt, wie ich es eigentlich fand. Hier kommt es hier allem darauf an, was man erwartet, denke ich. Eustacia als Ermittlerin ist sehr speziell und ...

Nach dem Schließen dieses Buches habe ich recht lange überlegt, wie ich es eigentlich fand. Hier kommt es hier allem darauf an, was man erwartet, denke ich. Eustacia als Ermittlerin ist sehr speziell und blieb für mich als Leserin bis zum Ende hin sehr unnahbar und nicht wirklich sympathisch. Allerdings macht gerade diese spezielle Art auch den Reiz an der Geschichte aus. Ihr Charakter ist gut ausgearbeitet, im Laufe der Handlung macht sie eine tiefgehende Entwicklung durch und ich habe das gerne verfolgt. Leider macht es ihre dezent autistische bzw. neurodivergente Art unheimlich schwer sie zu mögen. Menschen gibt sie beispielsweise Pflanzennamen, hier musste ich mich dann konzentrieren, wer denn nun eigentlich gemeint ist. Anfangs habe ich auch etwas gebraucht um ins Buch zu finden, Dinge werden angestuppst und dann später manchmal wieder weiter verfolgt, an diese Sprünge musste ich mich erst gewöhnen - für mich war es gerade am Anfang etwas zu viel dieses Verwirrprinzips (damit arbeiten Krimis ja gerne). Vom eigentlichen Fall habe ich mir etwas mehr erwartet, einige Dinge habe ich ziemlich schnell durchschaut, ein paar eher nicht. Das Ende ist sehr überraschend und außergewöhnlich - das Buch (und auch Eustacia) überschreitet definitiv Grenzen und ist außergewöhnlich. Ich hätte mir noch ein bisschen mehr zu der Wirkung der Pflanzengifte und deren Gegenmittel gewünscht, am Ende gibt es zwar eine Übersicht mit allen erwähnten Pflanzen (die findet man auch größtenteils auf dem Cover), der Fokus lag in diesem Einstiegsband aber auf Eustacias (Roses) Charakterentwicklung. Insgesamt hat mir dieser außergewöhnliche, etwas spezielle Krimi gut gefallen und ich werde mir jetzt mal die Folgebände (auf Englisch;) anschauen und dann entscheiden, ob ich die Reihe mit diesem etwas anderem Konzept noch weiter verfolge.

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