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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2026

Weniger Bewertung, mehr Fokus auf den eigenen Teller

Essen und essen lassen
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Warum meinen wir eigentlich andere Körper und das was Menschen essen ständig kommentieren und bewerten zu müssen? Diese und noch mehr spannende Fragen tauchen im Buch „Essen und essen lassen“ der Autorinnen ...

Warum meinen wir eigentlich andere Körper und das was Menschen essen ständig kommentieren und bewerten zu müssen? Diese und noch mehr spannende Fragen tauchen im Buch „Essen und essen lassen“ der Autorinnen Marlene Borchardt und Nora Burgard-Arp auf. Das Sachbuch beschäftigt sich auf eine wirklich interessante Weise mit dem Thema Ernährung und behält dabei hauptsächlich psychologische Effekte im Blick. Die einzelnen Kapiteln, drehen sich zwar um unterschiedliche Bereiche, letztlich geht es aber darum ein Bewusstsein für eigene Glaubenssätze und Bewertungen zu schaffen. Aber auch darum aufzuzeigen wie sich Diskriminierungen gegenseitig verstärken können. Durch Social Media, Fitnesswahn und ständig neuer Trends, ist es sicher nicht einfach ganz bei sich selbst zu bleiben. Nicht für jedes Problem, bieten die Autorinnen dabei eine Lösung. Aber allein durch mehr Selbstreflexion können wir uns und auch unseren Mitmenschen, das Leben deutlich leichter machen. Und auch politisch und gesamtgesellschaftlich sollte sich einiges ändern. Der Schreibstil ist durch die zwei verschiedenen Autorinnen, stellenweise etwas ungewöhnlich, gerade wenn in der Wir-Form geschrieben wird. Insgesamt liest sich der Text aber gut verständlich, keine Selbstverständlichkeit bei diesem komplexen Thema. Ich bin in die Lektüre ehrlich gesagt, ohne besondere Erwartungen gestartet und schließe das Buch nun informierter und durchaus zufrieden ab. Da mich die Umsetzung voll überzeugt hat vergebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Eine zauberhafte Geschichte

Eine Maus namens Merlin
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„Eine Maus namens Merlin“ des Autoren Simon Van Booy ist einfach ein richtig schöner Roman. Durch einen kleinen Anstoß in Form einer gefunden Maus, stellt die Protagonistin ihr Leben einmal auf den Kopf. ...

„Eine Maus namens Merlin“ des Autoren Simon Van Booy ist einfach ein richtig schöner Roman. Durch einen kleinen Anstoß in Form einer gefunden Maus, stellt die Protagonistin ihr Leben einmal auf den Kopf. Der Wandel vollzieht sich innerlich, wie auch äußerlich und gerade ihre neu gewonnenen Kontakte gönnt man Helen Cartwright wirklich von ganzem Herzen. Nicht jedes Detail der Handlung ist ehrlich gesagt hundertprozentig realistisch. Letztlich ist es eine absolut zauberhafte Geschichte, welche zudem einen neuen Blick auf Mäuse eröffnet. Obwohl gewichtige Gefühle wie Einsamkeit und Trauer sehr präsent sind, hat die Geschichte doch etwas Leichtes. Hin und wieder musste ich sogar schmunzeln. Der Schreibstil liest sich angenehm und gefiel mir richtig gut. Insgesamt ist „Eine Maus namens Merlin“ ein erstaunlich rundes Gesamtwerk. Alle die emotionale Romane, mit tierischen Helden und allzu menschlichen Problemen mögen sind hier genau richtig. Ich persönlich habe die Lektüre sehr genossen und vergebe deshalb gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Authentisch und richtig emotional

Pepper
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Es ist schon eine Weile her, das mich ein Roman so sehr bewegt hat wie „Pepper“ von Nils Mohl Auch deshalb habe ich das Buch regelrecht verschlungen und und kann es sowohl für Jugendliche, als auch für ...

Es ist schon eine Weile her, das mich ein Roman so sehr bewegt hat wie „Pepper“ von Nils Mohl Auch deshalb habe ich das Buch regelrecht verschlungen und und kann es sowohl für Jugendliche, als auch für Erwachsene nur weiterempfehlen. Allerdings sollte man sich auf eine stellenweise auch traurige Lektüre einstellen und auch schwierigere Themen nicht scheuen. Peppers Suche und Annäherung an ihren Vater wird nämlich im Handlungsverlauf immer emotionaler. Ein besonderes Highlight ist außerdem der Schreibstil, welcher sich gar nicht so richtig einordnen lässt, aber definitiv sprachgewaltiger als "klassische" Jugendbücher ist. Genau dies passt aber ausgezeichnet zu den einzigartigen Charakteren und der besonderen Geschichte. Letztlich konnte mich das Gesamtwerk begeistern und ich habe wirklich überhaupt nichts zu kritisieren. Also, wer hat Lust auf eine einzigartige Tochter-Vater-Geschichte, voller Höhen, Tiefen und einer ordentlichen Prise Humor? Gerne vergebe ich für „Pepper“ volle 5 Sterne und eine große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Temporeich und mitreißend

Happy Head
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„Happy Head“ des Autoren Josh Silver war für mich definitiv ein richtiger Page-Turner. Die Geschichte versteht durchaus zu fesseln und hält bis zuletzt in Atem. Das einzige Manko ist für mich, dass es ...

„Happy Head“ des Autoren Josh Silver war für mich definitiv ein richtiger Page-Turner. Die Geschichte versteht durchaus zu fesseln und hält bis zuletzt in Atem. Das einzige Manko ist für mich, dass es sich um den ersten Teil einer Dilogie handelt und das Ende deshalb ziemlich offen gehalten ist. Das Thema des nächsten Bandes klingt aber nicht weniger spannend. Insgesamt ist der Roman finde ich sowohl für Jugendliche, als auch für Erwachsene gut lesbar. Die Thematik ist wirklich super interessant und in gewisser Weise auch ziemlich aktuell. Auf jeden Fall gelingt es dem Autor trefflich moralische Fragen aufzuwerfen, ohne dabei allzu direkt zu werden. Der Schreibstil liest sich flüssig und sorgt dadurch für ein fesselndes Leseerlebnis. Außerdem mochte ich es sehr, wie selbstverständlich die persönlichen Herausforderungen der einzelnen Jugendlichen dargestellt werden. Hier bietet sich denke ich großes Identifikationspotential. Nicht nur Protagonist Seb wirkt authentisch, auch die Nebenfiguren sind durchwegs stimmig. Und so bin ich nun ziemlich neugierig, wie es für alle weiter geht und freue mich auf den nächsten Band. Für „Happy Head“ vergebe ich aber nun zunächst gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Aus der Zeit gefallen und doch aktuell

Mathilde und Marie
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Eine rundum Wohlfühllektüre mit ganz viel positiven Gefühlen in einer malerischen Umgebung soll es sein? Dann ist „Mathilde und Marie“ von Torsten Woywod wirklich genau das Richtige! Die Geschichte ist ...

Eine rundum Wohlfühllektüre mit ganz viel positiven Gefühlen in einer malerischen Umgebung soll es sein? Dann ist „Mathilde und Marie“ von Torsten Woywod wirklich genau das Richtige! Die Geschichte ist was die Atmosphäre betrifft schon einzigartig und hält ganz viel Hoffnung, gute Laune und Empathie bereit. Die Erzählweise ist dabei durchgehend ruhig, stets gelassen, aber trotzdem eindringlich. Im Mittelpunkt stehen einerseits die persönlichen Entwicklungen der beiden namensgebenden Protagonistinnen, andererseits spielt aber auch Redu selbst, sowie die zauberhafte Umgebung eine richtig gehende Hauptrolle. Die Geschichte lädt dazu ein die eigenen Gedanken schweifen zu lassen und auch das eigene Leben zu reflektieren. Die Essenz eines von Zufriedenheit geprägten Alltag verbirgt sich durchaus zwischen den Seiten. Allerdings schreibt der Autor keinesfalls plakativ und überlässt es ganz seinen Leser:innen was sie letztlich mitnehmen wollen. Alles in allem eine Mischung, welche mir sehr gut gefallen hat. Deshalb empfehle ich diesen feinfühligen Roman auch gerne weiter und vergebe natürlich volle 5 Sterne!

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