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Veröffentlicht am 18.03.2026

Familienbande

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Anna ist wieder zurück auf Sylt. Nach wie vor hat sie sich fest vorgenommen, Fenjas Schwester Martje zu finden. Dafür gräbt sie sich weiter durch die Archivlandschaft und führt einen Ausflug nach Amrum ...

Anna ist wieder zurück auf Sylt. Nach wie vor hat sie sich fest vorgenommen, Fenjas Schwester Martje zu finden. Dafür gräbt sie sich weiter durch die Archivlandschaft und führt einen Ausflug nach Amrum durch. Hier scheint sie eine Fährte zu finden.
Abseits von ihrer Suche nach Martje wird Anna auch wieder mit ihrer Beziehung zu Eric konfrontiert und versucht, den für sich besten Weg - die Ignoranz- zu wählen.

„Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers“ ist Band 2 aus der Reihe „Listland“ von Gabriella Engelmann.

Ich habe den Ausflug nach List wieder sehr genossen. Anna und Fenja sind sehr angenehme Personen, die einem die Rückkehr leicht gemacht haben. War ich am Anfang noch etwas skeptisch Fenja gegenüber, hat sie mich in diesem Band mit ihrer Herzlichkeit und Sensibilität überzeugt.
Anna wiederum war mir hier wieder sofort sehr vertraut. Ich fand es sehr konsequent, wie sie mit Eric umgegangen ist. Das war für mich auch eine gewisse Form von Stärke. Was ich etwas schade fand, dass ihre Tochter nicht nochmal vorkam, aber das ist auch gleichzeitig nicht schlimm, da sie hier keine Rolle spielt.
Die Suche nach Martje gestaltete sich fast krimihaft. Mir haben dabei die Zeitsprünge zwischen Annas Zeit und Martjes Vergangenheitserzählungen sehr gut gefallen. Ich konnte mir alles sehr bildlich vorstellen, wobei ich mir die Autorin gleichzeitig einen Besuch sowohl auf Sylt als auch auf Amrum mit diesen Roman schmackhaft gemacht hat.

Spannend ist die Geschichte um das Schreibstipendium. Die angehende Autorin ist mir dabei nicht gerade sympathisch gewesen. Aber das gab dem Roman auf der Zielgeraden nochmal das gewisse Etwas.

Was mir absolut gefallen hat, ist die Gestaltung des Buches. Sowohl das Cover als auch die innere Gestaltung wirken absolut liebevoll und geben beim Lesen ein Gefühl des Ankommens.

Fazit: Eine tolle Fortsetzung mit einer spannenden Auflösung, bei dem mal keine typische Liebesgeschichte im Fokus steht. 
Wer also Sehnsucht nach dem Meer und der deutschen Inselwelt hat, sollte diese Reihe genießen!

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Traue niemandem

Der Pakt der Verräter
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Wilhelmine und Johannes sind untergetaucht und die Bewohner von Gut Falkenbach fangen nach und nach an, sich wieder aus ihren Häusern zu trauen und wieder intensiver miteinander in Kontakt zu treten. Dennoch ...

Wilhelmine und Johannes sind untergetaucht und die Bewohner von Gut Falkenbach fangen nach und nach an, sich wieder aus ihren Häusern zu trauen und wieder intensiver miteinander in Kontakt zu treten. Dennoch bleiben alle vorsichtig und Paul-Friedrich agiert frei nach dem Motto, „Halte deine Freunde nah bei dir und deine Feinde noch näher“.

„Der Pakt der Verräter“ von Ellin Carsta ist Band 13 aus der „Die Falkenbach-Saga“. 
Als ich die Reihe begonnen habe, habe ich die ersten Bände direkt nacheinander gehört bzw. gelesen, was das Rezensieren schwieriger machte. Doch nun, mit Abstand zwischen den Veröffentlichungen muss ich sagen, dass ich die Bücher spannender empfinde. So war es auch bei diesem Buch.
Ellin Carsta schafft es, dass ich mich mit dem Beginn jedes Buches fühle, als wäre ich ein Bewohner Gut Falkenbachs und die Lehmanns und die von Falkenbachs Familie oder gute Freunde.
Ich finde jedoch, man merkt den Bewohner des Gutes, speziell Paul-Friedrich, die Skepsis gegenüber anderen Menschen an. Er mag sich nach außen gut verstellen, aber seine innere Unsicherheit ist deutlich spürbar. Ähnliches gilt für Wilhelm, der ja doch meist ein Bauchmensch ist und Ferdinand, der schon immer vorsichtiger war.
Deutlich spürbar ist auch, wie sehr das Fehlen von Wilhelmine und Johannes alle bedrückt.
Was mir jedoch besonders gefallen hat, ist der Handlungsstrang um Elisabeth. Dies bringt nun eine Schärfe und damit Spannung in die Geschichte, die auch mit dem Ende des Buches noch anhält und dafür sorgt, dass ich mich schon auf den nächsten Band freue.
Auch gefällt mir, dass die Autorin immer wieder einen Blick auf Irma und die Mädchen wagt und diese somit weiterhin Teil der Geschichte bleiben. Hier frage ich mich mittlerweile, ob es irgendwann ein Wiedersehen geben wird.

Alles in allem eine gelungene und spannende Fortsetzung der Reihe, bei der auch Dorothea über sich hinauswächst. Es gibt viele Geheimnisse, Spekulationen und Intrigen, aber vor allem begegnet man einer großen Vorsicht, die die Handlungen spannend macht. Eine Empfehlung für alle Ellin Carsta-, Falkenbach- und auch Hansen-Fans!

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Bescheidenheit vs. Prunk

Mont Lacroix (Band 1) - Longing for Lelibeth
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Lelibeth geht voll und ganz in ihrem Job als Juniorchefin des Mont Lacroix’ auf, schließlich hat sie hart darauf hin gearbeitet. Als sie für eine exklusive Hochzeit einen Floristen braucht, tritt Noah ...

Lelibeth geht voll und ganz in ihrem Job als Juniorchefin des Mont Lacroix’ auf, schließlich hat sie hart darauf hin gearbeitet. Als sie für eine exklusive Hochzeit einen Floristen braucht, tritt Noah in ihr Leben. Doch dieser ist nicht der, der er vorzugeben scheint.

„Mont Lacroix - Longing for Lelibeth“ ist Band eins um die Trilogie der „Mont Lacroix“-Geschwister von Alexandra Flint.
Auffallend ist das äußere Design des Buches, was wirklich sehr edel aussieht und mit dem Farbschnitt noch unterstrichen wird. Aber auch die Kapitelgestaltung hat mir gut gefallen.
Auch gibt es hin und wieder einleitende Zeitungsartikel, die meiner Meinung nach den Roman aufgelockert haben. Das fand ich klasse gewählt, zumal solche Art von Presse wirklich aus dem Leben gegriffen ist.
Lelibeth ist die strebsame, junge Tochter, die auf die Übernahme des Familienerbes hinarbeitet.
Ich finde sie als Person sehr faszinierend, da man ihr wirklich ihre Freude für ihren Job anmerkt. Sie kennt jeden einzelnen Mitarbeiter, kennt die Schwächen und Stärken, kennt ihre Geschichten und auch die Mitarbeiter akzeptieren sie anstandslos. Auch in diese Richtung gibt es ein enormes Vertrauensverhältnis, sodass auch einige Mitarbeiter elterliche Tipps für die junge Chefin haben, ohne übergriffig zu wirken. Das macht schon ein Teil der Atmosphäre des Hotels aus.
Des Weiteren gibt es hier Lelis Eltern. Ich finde beispielgebend, wie diese mit der Geschichte der Familie umgehen, den Kindern Raum lassen, sie bei ihren Entscheidungen beraten, aber ihnen nicht reinreden. Das Verhältnis ist absolut liebevoll und verständig. Hier merkt man nicht, dass es sich um eine betuchte Familie handelt.
Noah bzw. Jonathan ist ein echter Draufgänger. Am Anfang musste ich ein bisschen an Logan Huntzberger aus der Serie „Gilmore Girls“ denken. Noahs Veränderung merkt man sehr schnell, sodass ich meine Meinung über ihn schnell geändert habe.
Die Beziehung der beiden ist ein Auf und Ab und es fühlte sich an, als wären die beiden nur sie selbst, wenn sie zusammen waren, denn jeder holte aus dem anderen das Beste raus. Der Weg dorthin war jedoch sehr schwierig und so war das letzte Drittel des Buches sehr emotional und ich habe sehr mitgefiebert, wie es denn nun ausgehen wird.

Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Hier trifft bescheidener Luxus auf Prunk, Menschlichkeit auf Überheblichkeit, aber dennoch hat das Ganze einen familiären Rahmen, verbunden mit einer Lovestory. Von mir gibt es daher 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Erfrischend anders

Selling Dreams
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Toughe Powerfrau trifft arroganten Spross eines Immobilienimperiums - So oder so ähnlich kann Marissas und Calders Aufeinandertreffen beschrieben werden. Beide auf der Suche nach dem großen Clou im Immobilienverkauf ...

Toughe Powerfrau trifft arroganten Spross eines Immobilienimperiums - So oder so ähnlich kann Marissas und Calders Aufeinandertreffen beschrieben werden. Beide auf der Suche nach dem großen Clou im Immobilienverkauf und der Anerkennung als besserer Makler. Doch inmitten dieses Konkurrenzkampfs kommt es zu einer gewissen Anziehung, die jedoch von den Dämonen der Vergangenheit beeinflusst wird.

„Selling Dreams - Bevyn Boys I“ von April Dawson ist der Auftakt ihrer „Bevyn Boys“-Reihe.
Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich muss sagen, ich fand es wirklich sehr erfrischend.
Die Einleitung in die Kapitel mit den Kennzahlen einer Immobilie und damit dem verbundenen Verkauf durch den Makler war mal etwas komplett anderes und ein gewisser Blick über den Tellerrand. Zumal es hier um die Stadt der Träume - New York geht.
Marissa hab ich als absoluten Wirbelwind wahrgenommen. Sie hat so einen sportlichen Charakter im Sinne von, „Ich bin da, kann losgehen“ und schafft es damit, die Leute um sich mitzureißen. Sie wirkt in gewisser Weise unnahbar, hat aber einen sehr menschlichen Zug, wenn man einmal in ihre Seele blicken konnte. Familie und Freundschaften gehen ihr über alles und daran hängt sie auch ihr Herz. Gleichzeitig ist dies ihre verletzliche Seite. Aber insgesamt gesehen, finde ich ihr Selbstbewusstsein absolut Hammer!
Calder wiederum wirkt komplett unnahbar und auch arrogant. Er hat dabei nicht annähernd so eine erfrischende Art wie Marissa. Dennoch überrascht er mit dem ein oder anderen Charakterzug.
Die Dialoge der beiden haben es mehr als in sich. Hier werden sich regelrechte Wortgefechte geliefert.
Was mir an dem Verlauf der Geschichte gefallen hat, war trotz der Charakterstärke der beiden, diese Sensibilität und das Verständnis, die vorherrschten. Auch, dass hier nicht noch der große Knall kurz vorm Ende der Geschichte via Missverständnis kommt, war mal was Neues und machte die Geschichte nicht so vorhersehbar.
Ein Fokus des Romans liegt, was man hier nicht vermuten würde, auf der Tatsache, was im Leben wichtig ist. Gerade Marissa macht innerhalb des Romans eine spannende Wendung durch. Aber auch die Familie Bevyn ist nicht zu unterschätzen.
Auffällig ist hier, dass über die Hälfte des Buches eine Konfliktsituation vorhanden ist und das Ende dann wieder sehr schnell rosarot kommt.

Mein Fazit: Mir hat mein erster Roman von April Dawson richtig gut gefallen und ich kann allen Karrierefrauen, die gerne lesen und allen die romantisch veranlagt sind oder Gegenwartsromane lieben diesen erfrischen anderen Roman empfehlen. Ein kleiner, vermutlich fiktiver Einblick in die Immobiliengeschäfte Manhattans bieten einen Blick über den Tellerrand und der Konflikt der beiden Protagonisten ist wahrlich sportlich anzusehen.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Auf in die Welt mit Henri und Jette

Henri-Jette-Sausebahn
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Henri-Jette-Sausebahn sind ein Geschwisterpaar. Zwei kleine Loks, die gemeinsam durch die Welt fahren. Sie sind die Enkelchen von Henriette Bimmelbahn.

Henri-Jette-Sausebahn ist angelegt an die beliebten ...

Henri-Jette-Sausebahn sind ein Geschwisterpaar. Zwei kleine Loks, die gemeinsam durch die Welt fahren. Sie sind die Enkelchen von Henriette Bimmelbahn.

Henri-Jette-Sausebahn ist angelegt an die beliebten Geschichten von Henriette Bimmelbahn von James Krüss und Lisl Stich. Die Reime stammen von Cornelia Böse und die Illustrationen von Pina Gertenbach.
Für uns war das Buch der erste Berührungspunkt mit Henriette Bimmelbahn. 
Die Illustrationen sind wirklich sehr kindgerecht gestaltet und sehen an mancher Stelle aus, als hätte sie wirklich ein Kind gezeichnet. Das finde ich gerade für kleine Kinder wirklich niedlich und nachvollziehbar gestaltet. Es sind Zeichnungen im Umfeld der Bahnen (z.B. Rauch), wie sie sich auf so mancher Kinderzeichnung wiederfinden. Außerdem sind sie kunterbunt und auch die Figuren sind ein bunter Schatz aus Mensch und Tier. Ob Krokodil, Pferd, Mama oder Papa, alle reisen sie ans Meer, haben die Sonnenbrille im Haar und das Handy in der Hand.
Die Reime sind liebevoll gestaltet. Was mich einzig gestört hat, ist das „Zusammenpacken“ von Henri und Jette. Während es ja eigentlich zwei Bahnen sind, werden sie grammatikalisch als eines dargestellt und das widerspricht sich für mich und ich finde das für die Sprachentwicklung etwas unglücklich. Aber das ist auch das einzige Manko.

Fazit: Ein wunderschönes Buch, dass Potential hat, sich zum Kinderbuchklassiker zu entwickeln.
Liebevolle und kindgerechte Zeichnungen unterstützen die abenteuerliche Reise ans Meer. Ein Muss für alle kleinen Entdecker, die wie unser Zwerg, Lokomotiven lieben.

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