Geistererscheinungen
Geisterreich BerlinBernd und Irmelin gehören zur E-Bike Staffel Berlins und sind eingeteilt, um die Ankunft des ägyptischen Botschafters mitzusichern. Als Bernd eine verdächtige Person verfolgen will, wird ihm ein Gegenstand ...
Bernd und Irmelin gehören zur E-Bike Staffel Berlins und sind eingeteilt, um die Ankunft des ägyptischen Botschafters mitzusichern. Als Bernd eine verdächtige Person verfolgen will, wird ihm ein Gegenstand in die Speichen gehalten und er stürzt und verletzt sich dabei den Kopf. Im Krankenhaus macht man verschiedene Untersuchungen, doch es ist nichts Auffälliges zu sehen, außer Bernd, der sieht den ehemaligen Kriminalkommissar Ernst Gennat, der im Jahr 1920 lebte und dort sehr erfolgreich war. Er ist sehr verwirrt, denn Gennat gibt ihm Aufträge aus seiner Zeit und Bernd, der nun krankgeschrieben ist ermittelt nun in einem aktuellen Todesfall und einem historischen. Wenn das mal gut geht!
Der Krimi „Geisterreich Berlin – Miezen, Mieter und Mimosen“ von Benjamin Plath spielt in einem sehr interessanten Mix in der Gegenwart und in der Zukunft. So weit, so gut doch außer Bernd sieht niemand, das, was in der Zukunft geschieht. Bernd ist die Hauptperson in diesem Krimi. Eigentlich kein ermittelnder Polizist, doch durch seine Geisterreichen Fähigkeiten ermittelt er in einem Fall, der keiner ist. Es geht eigentlich um einen natürlichen Tod eines Mannes in einem Bordell. Dieser Fall hängt allerdings mit einem Fall aus dem Jahr 1920 zusammen und so wird Bernd auch in den Fall hineingezogen. Das ist schon sehr schräg, was der Autor sich da erdacht hat und es hat auch ein bisschen gedauert, bis ich so richtig eingetaucht bin in diese Story, doch dann hat es mich gepackt und ich bin begeistert von der Idee des Zeitsprungs mitten im Romans. Das habe ich so bisher noch nicht gelesen. Schon im Prolog ist der Beginn dieser gespalteten Story und wenn der Kommissar Gennat, ein sehr bekannter Polizist in Berlin, auftaucht wird es spannend. Für Bernd, weil er sich immer wieder fragt, warum gerade ich, aber auch für die Story, da sie immer perfekt übergeleitet wird in den aktuellen Fall. Genau wie Bernd eine Zeit braucht das Ganze zu verstehen, geht es mir als Leser auch. Das ist geschickt vom Autor, der also Hauptperson und Leser auf eine Stufe stellt. Das Ende ist durch den Spannungsbogen gut ausgearbeitet und ist auch sehr überraschend. Die Sprache finde ich sehr bildhaft und erlaubt mir mich im Roman zurecht zu finden.
Ich finde den Krimi schräg, aber auch wieder gut, da er anders ist als andere. Ich kann den Krimi empfehlen, er ist schon etwas Besonderes.