Der große Traum vom exotischen Land
Poyais. Ein Land, das es nie gabZu Beginn des 19. Jahrhunderts machen sich diverse Auswanderungswillige auf ins mittel-/südamerikanische Paradiesland Poyais, wo sie sich, aus ärmlichen Verhältnisen kommend, eine neue Zukunft versprechen. ...
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts machen sich diverse Auswanderungswillige auf ins mittel-/südamerikanische Paradiesland Poyais, wo sie sich, aus ärmlichen Verhältnisen kommend, eine neue Zukunft versprechen. Ein gewisser General Gregor McGregor hat ihnen dazu bereits in der Heimat Land und auch die neue Währung des exotischen Landes verkauft. Dort angekommen, stellen die neuen Siedler fest, dass an den Versprechungen McGregors kaum bis gar nichts dran ist und sie wahrscheinlich einem Betrüger aufgesessen sind.
In einem zweiten Erzählstrang einige Jahre zuvor erleben wir McGregor mit seinen Mannen in südamerikanischen Freiheitskämpfen.
Die Geschichte ist zwar fiktiv, lehnt sich aber an tatsächliche historische Begebenheiten an, McGregor und seine Geschichte hat es seinerzeit so wirklich gegeben.
Dieser Roman lässt sich so richtig in keine Schema fassen, es ist eine gelungene Mischung aus Abenteuerroman, Historie und auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz. Mich hat wirklich sehr erstaunt, dass neben den aktuell durch die Presse gehenden zahlreichen Betrugsmaschen dies auch bereits vor mehr als zwei Jahrhunderten recht professionell möglich war, wie immer scheint sich Geschichte ständig zu wiederholen. Gerade die Schilderung des Aufbruchs der Siedler, ihre Hoffnungen und ihre Verzweiflung im "gelobten" Land fand ich hier sehr gelungen und plastisch geschildert, so dass man sich manches Mal mittendrin im Geschehen fühlen konnte. Der Sinn der Rückblenden zu den Kriegsgeschehnissen einige Jahre zuvor hat sich mir jedoch nicht so ganz erschlossen, diese hätte ich hier nicht unbedingt benötigt und brachten der Geschichte so einige Längen.
Dennoch verdiente 4 Sterne von mir für ein ungewöhnliches und sehr unterhaltsames abenteuerliches Thema!