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Veröffentlicht am 03.03.2026

Atmosphärisch dichter und packender Roman aus der Zeit des 30-jährigen Krieges

TINTE und SCHWERT
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Mit diesem historischen Roman legt der Autor Matthias Soeder den ersten Band seiner Reihe „Tinte und Schwert“ vor, die im 30-jährigen Krieg angesiedelt ist und besonders durch seine atmosphärische Tiefe ...

Mit diesem historischen Roman legt der Autor Matthias Soeder den ersten Band seiner Reihe „Tinte und Schwert“ vor, die im 30-jährigen Krieg angesiedelt ist und besonders durch seine atmosphärische Tiefe besticht.

Im Mittelpunkt steht der junge Priesteranwärter Jacob Wolffen, dessen Leben vom einen auf den anderen Moment in Trümmern liegt, als Söldner seine Familie töten und ihn verschleppen. So landet er in Böhmen und findet sich plötzlich in der Armee von General Mansfeld wieder, der den Sturm auf die Stadt Pilsen plant. Als Jacob während eines Gefechts den Tod sucht und auf scheinbar wundersame Weise überlebt, sieht er darin ein göttliches Zeichen. Und so macht er sich daran, sich an den Mördern seiner Familie, dem sadistischen Leutnant Heinrich von Hohenfels und seinen Männern, zu rächen. Hilfe findet er dabei bei der Heilerin Anna Dillenberger, die in ständiger Angst lebt, als Hexe beschuldigt und hingerichtet zu werden.

Mit einem packenden Schreibstil, einigen überraschenden Wendungen und einem hohen Erzähltempo, dass einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt, treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und bringt sie zumindest zu einem vorläufigen Ende, bei dem aber noch die eine oder andere Frage offenbleibt. Dabei hält sich der Autor eng an die historischen Fakten, versteht es aber auch meisterhaft, die durchaus vorhandenen Lücken dazwischen mit viel Phantasie zu füllen, ohne das Gesamtbild zu verfälschen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen mit einer gut aufeinander abgestimmten Mischung aus historischen und fiktiven Figuren. Der Plot enthält neben reichlich Spannung und Dramatik auch eine ordentliche Anzahl an expliziten Gewaltszenen, die wenig bis nichts auslassen und somit sicherlich nicht jedermanns Sache sind. Hier gehören sie aber absolut zur Geschichte dazu und kommen auch keineswegs zu überzogen rüber.

Wer ein Faible für spannende und atmosphärisch dicht historische Romane hat und sich von den Gewaltbeschreibungen nicht abschrecken lässt, wird hier bestens bedient und unterhalten. Die Messlatte für den nächsten Band liegt gleich ziemlich hoch.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Facettenreicher und tiefgründiger Roman rund um das Thema Schuld

Eine vergessene Schuld
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Mit diesem Buch legt der Autor Arne Jensen einen äußerst facettenreichen Roman vor, der sich mit dem Thema Schuld auseinandersetzt und neben spannender Unterhaltung auch noch viel Stoff zum Nachdenken ...

Mit diesem Buch legt der Autor Arne Jensen einen äußerst facettenreichen Roman vor, der sich mit dem Thema Schuld auseinandersetzt und neben spannender Unterhaltung auch noch viel Stoff zum Nachdenken bietet.

Der pensionierte Verfassungsrichter Rudolf Heppner sorgt mit einigen Äußerungen zum Thema Deserteure und NS-Justiz für großes Aufsehen und kontroverse Diskussionen. Als er im Rahmen einer Fernsehdiskussion zu seinen Aussagen Stellung beziehen soll, kommt es im Vorfeld der Sendung zu einem Zwischenfall, der das BKA auf den Plan ruft. Während die Ermittler die Hintergründe klären sollen, wird die Kriminalpsychologin Jasina Behrens beauftragt, ein Gutachten über Heppner zu erstellen. Die vor Jahren mit ihren Eltern aus Syrien geflüchtete Frau hat durch ihren Bruder, der damals in Syrien zurückbleiben musste und dort nun in großen Schwierigkeiten steckt, weil er den Wehrdienst in der syrischen Armee verweigert, einen ganz eigenen Blick auf das Thema. Und so gestalten sich die Gespräche auch zunächst ziemlich schwierig. Nach und nach nähern sich die beiden ungleichen Gesprächspartner aber doch einander an und tauchen tief in die Familiengeschichte des Richters ein.

Mit einem packenden Schreibstil treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und liefert so nach und nach die einzelnen Puzzlestücke, aus denen sich am Ende das überzeugende Gesamtbild zusammensetzt, bei dem keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Dabei muss man schon sehr aufmerksam lesen, damit einem hier kein wichtiges Detail entgeht. Dieses Buch kann man definitiv nicht nebenbei lesen, sondern muss sich schon komplett auf die Geschichte einlassen und sie auf sich wirken lassen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Neben dem Haupterzählstrang, der im Jahr 2023 angesiedelt ist, gibt es zwei weitere Stränge, die in der Vergangenheit spielen. So erleben wir den jungen Rudolf Heppner in seiner rebellischen Phase Ende der Sechziger Jahre, die zu Konflikten mit seinem sehr dominanten Vater führt. Eine zentrale Rolle nimmt zudem der Strang um den Wehrmachtsoldaten Raimund Bach ein, der sich kurz vor Ende des 2. Weltkriegs einer Versetzung in den Osten widersetzt und sich über Monate in Amsterdam versteckt. In welcher Verbindung Rudolf Heppner zu dieser tragischen Geschichte steht, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht geboren war, erweist sich als Schlüsselmoment der gesamten Geschichte.

Ein bewegender und tiefgründiger Roman, der nicht nur gute und spannende Unterhaltung bietet, sondern zudem auch noch lange über sein Ende hinaus nachhallt.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Packender Auftakt einer neuen Thriller-Reihe, die in Frankreich angesiedelt ist

Der schwarze Kuss
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Mit diesem Buch legt der Autor Oliver Kohl einen ziemlich düsteren Thriller vor, der in der französischen Provinz angesiedelt ist und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Zugleich stellt ...

Mit diesem Buch legt der Autor Oliver Kohl einen ziemlich düsteren Thriller vor, der in der französischen Provinz angesiedelt ist und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Zugleich stellt das Buch den Auftakt einer Reihe da, die zunächst auf 4 Bände angelegt ist.

Als der Sohn eines einflussreichen Politikers in der Nähe von Cherondville zunächst in einen mysteriösen Verkehrsunfall verwickelt wird und anschließend aus dem Krankenhaus spurlos verschwindet, wobei in seinem Bett nur ein Haufen Asche zurückbleibt, wird Kommissar Nivet in die Region geschickt, um die örtlichen Behörden um Kommissar Morel zu unterstützen. Die beiden ungleichen Ermittler müssen sich zunächst zusammenraufen, um in dieser undurchsichtigen Gemengelage nicht den Überblick zu verlieren. Ist die Aschefrau, eine mystische Figur aus der Region, zurückgekehrt oder macht sich hier jemand diese alte Sage zunutze ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und baut dabei eine ziemlich düstere Stimmung auf. Schnell entwickelt sich eine unheimliche Sogwirkung, die einen beim Lesen mit jeder Seite tiefer in den Bann der Geschichte zieht, bis sich das Geschehen schließlich in einem fulminanten Showdown entlädt und dabei eine schlüssige Auflösung präsentiert, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Getragen wird das Ganze zudem von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Besonders gelungen ist dabei das Zusammenspiel der beiden gut aufeinander abgestimmten Ermittler, die sich zunächst ablehnend gegenüberstehen, dann aber doch zu einem schlagkräftigen Team zusammenwachsen. Der übliche Spagat eines Auftaktbandes, zum einen eine interessante Geschichte zu erzählen, die Lust auf weitere Bände macht, und zum anderen das Setting und die Protagonisten, die diese Geschichten tragen sollen, sorgfältig einzuführen, gelingt so ganz hervorragend und sorgt dafür, dass die Messlatte für die nachfolgenden Bände gleich ziemlich hoch hängt.

Wer auf eher düstere Thriller steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten. Meine Neugierde auf die weiteren Bände dieser Reihe ist auf jeden Fall geweckt.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Packender und atmosphärisch dichter Abenteuerroman über den Tiger des Indischen Ozeans

Robert Surcouf. Der Tiger des Indischen Ozeans
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Mit diesem historischen Roman legt der Autor Mac P. Lorne einen weiteren packenden Abenteuerroman um einen berühmten Seehelden vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern. ...

Mit diesem historischen Roman legt der Autor Mac P. Lorne einen weiteren packenden Abenteuerroman um einen berühmten Seehelden vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern. Standen bislang eher Seefahrer aus England im Mittelpunkt seiner Bücher, ist diesmal der französische Korsar Robert Surcouf an der Reihe, der sich den Beinamen „Der Tiger des Indischen Ozeans“ wahrlich verdient hat.

Die Geschichte umfasst die Jahre von 1786 bis 1827 und beschreibt den Weg von Robert Surcouf zwischen seinen Anfängen als Seefahrer und seinem Tod. Dabei wechselt das Geschehen immer wieder zwischen seiner französischen Heimat Saint Malo, in der er geboren wurde und am Ende auch gestorben ist, und dem indischen Ozean, wo er als Kapitän diverser Schiffe zum Schrecken der Engländer wird. In seinem abwechslungsreichen Leben voller Höhen und Tiefen trifft Robert Surcouf auf zahlreiche historische Figuren, wie z. B. Horatio Nelson und natürlich Napoleon Bonaparte, dessen Aufstieg und Fall er hautnah miterlebt.

Mac P. Lorne legt hier wieder eine atmosphärisch dichte und ausgesprochen gut recherchierte Geschichte vor, die er mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo vorantreibt. Mit einer ausgefeilten Mischung aus fiktiven und historisch verbürgten Protagonisten, die durchgehend sehr vielschichtig angelegt sind, hält er sich dabei zwar eng an die tatsächlichen Begebenheiten der damaligen Zeit, nutzt die durchaus vorhandenen Zwischenräume aber auch geschickt aus, füllt sie mit zahlreichen Spannungsmomenten und lässt dabei seiner schriftstellerischen Freiheit ziemlich freien Lauf, ohne dabei das Gesamtbild zu verfälschen.

Ein Personenregister, eine Karte des Indischen Ozeans auf dem Innenumschlag und die historischen Anmerkungen incl. einem Glossar am Ende des Buches runden das Ganze überzeugend ab und sind auch äußerst hilfreich, um sich im ab und an doch etwas unübersichtlichen Geschehen und dem doch recht großen Personenaufgebot zurechtzufinden.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte historische Romane mit einer satten Portion Seeabenteuer steht, wird hier erneut bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Spannender Kriminalroman aus dem hohen Norden, der mit einem gut aufeinander abgestimmten Ermittler-Team aufwartet

FriesLandRaub (Nordseekrimi)
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In ihrem elften Küstenkrimi schickt die Autorin Nele Bruun ihre gut aufeinander abgestimmten Ermittler Carsten Wolf und Fabiu Covaci vom LKA Kiel in ihren vierten Fall, der sie diesmal nach St. Peter Ording ...

In ihrem elften Küstenkrimi schickt die Autorin Nele Bruun ihre gut aufeinander abgestimmten Ermittler Carsten Wolf und Fabiu Covaci vom LKA Kiel in ihren vierten Fall, der sie diesmal nach St. Peter Ording Sylt verschlägt. Diesmal nimmt auch Carstens ehemalige Partnerin Manuela „Manu“ Kramer nach ihrer Rückkehr in den aktiven Dienst eine größere Rolle ein.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten drei Bänden lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Als im Inselmuseum von St. Peter Ording Alarm ausgelöst wird, findet der Wachdienst dort keinen Einbrecher vor, sondern stößt auf die Leiche des schwerreichen Unternehmers und Kunstliebhabers Alexander von Holten. Carsten Wolf und sein Team übernehmen die Ermittlungen, die sich zunächst sehr schwierig gestalten, weil zunächst kein Motiv zu erkennen ist und die Mutter des Opfers auch keine große Hilfe ist und offenbar in erster Linie den Ruf der Familie schützen will. Und Fabiu muss sich zudem seiner Vergangenheit stellen, wegen der er sich zum LKA Kiel hat versetzen lassen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und bestückt sie mit einer ganzen Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die größtenteils bereits aus den ersten beiden Bänden bekannt sind. Besonders das gelungene Zusammenspiel der beiden unterschiedlichen Hauptermittler ist auch diesmal wieder sehr gelungen. Zudem erweist sich Manu als große Bereicherung des Teams und bekommt diesmal auch deutlich mehr Zeit und Raum, ihr Potential auszuschöpfen. Und an der schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt, und dem zugehörigen dramatischem Showdown gibt es auch nichts zu meckern, so dass mich die Autorin erstmals komplett überzeugen konnte.

Wer auf spannende Kriminalromane mit reichlich Lokalkolorit aus dem hohen Norden steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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