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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2026

Authentisch, humorvoll und herrlich unperfekt!

Alles büddn wild
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Als Fan von Annemarie Paulsen und ihrem „Bio-Hof Paulsen“ war dieses Buch für mich ein absolutes Muss. Ich habe mich riesig darauf gefreut, mehr über ihr „wildes“ Leben zwischen Acker, Kindern und Social ...

Als Fan von Annemarie Paulsen und ihrem „Bio-Hof Paulsen“ war dieses Buch für mich ein absolutes Muss. Ich habe mich riesig darauf gefreut, mehr über ihr „wildes“ Leben zwischen Acker, Kindern und Social Media zu erfahren – und wurde nicht enttäuscht.

In „Alles büddn wild“ nimmt uns Annemarie mit in ihren Alltag. Es ist kein klassischer Ratgeber und auch keine strikte Biografie, sondern eher eine bunte Sammlung an Anekdoten, Gedanken und Lebensweisheiten. Sie schreibt über das Scheitern, das Weitermachen und vor allem darüber, dass es völlig okay (und sogar gut!) ist, wenn nicht alles nach Plan läuft.

Man hat beim Lesen sofort Annemaries Stimme im Ohr. Der Schreibstil ist direkt, ehrlich und mit einer ordentlichen Portion norddeutschem Humor gewürzt. Es liest sich weg wie ein langes Gespräch mit einer guten Freundin.

Das Buch ist optisch ein echtes Highlight! Die Fotos und das Layout fangen die Stimmung auf dem Hof perfekt ein. Es ist hochwertig gestaltet und macht sich super im Regal.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Bodenständigkeit. In einer Welt voller Filter ist Annemaries „büddn wild“-Einstellung eine echte Wohltat.

Einen Stern ziehe ich ab, weil mir an manchen Stellen ein kleiner roter Faden gefehlt hat. Die Kapitel sind teilweise sehr kurz und sprunghaft – ich hätte an manchen Stellen gerne noch länger in einer Geschichte verweilt, weil sie so unterhaltsam war.

​Fazit:
​Ein tolles Wohlfühlbuch für zwischendurch, das Mut macht, das Leben nicht ganz so verbissen zu sehen. Für Fans der Paulsens eine klare Kaufempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Prachtstück mit emotionalen Höhen und Tiefen

Ashen Throne
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Bevor ich zum Inhalt komme, muss ich dieses wunderschöne Cover und den fantastischen Farbschnitt erwähnen! Das Buch ist ein absoluter Blickfang im Regal und allein optisch schon ein 5-Sterne-Kandidat.

Nach ...

Bevor ich zum Inhalt komme, muss ich dieses wunderschöne Cover und den fantastischen Farbschnitt erwähnen! Das Buch ist ein absoluter Blickfang im Regal und allein optisch schon ein 5-Sterne-Kandidat.

Nach dem starken ersten Band hatte ich extrem hohe Erwartungen. Ich muss ehrlich sagen, dass der Einstieg für mich diesmal etwas holpriger war und die Geschichte mich nicht ganz so schnell fesseln konnte wie Teil 1. Das lag leider vor allem an der Protagonistin: Yessa empfand ich in diesem Band oft als sehr anstrengend, zickig und fast schon nervig, was meine Geduld beim Lesen manchmal auf die Probe gestellt hat.

ABER: Die Liebesgeschichte und das Finale! Trotz Yessas Art hat mich das Prickeln zwischen den Charakteren wieder total gepackt. Die Dynamik und die tieferen Gefühle sind so intensiv beschrieben, dass ich richtig mitgefiebert und mitgelitten habe. Und das Dranbleiben lohnt sich absolut: In den letzten Abschnitten zieht die Spannung massiv an! Es wurde so unglaublich packend, dass ich die letzten Seiten förmlich verschlungen habe. Das Ende hat für mich persönlich vieles wieder wettgemacht.

Fazit: Eine emotionale Fortsetzung mit einer tollen Liebesgeschichte und einem Herzklopfen-Finale! Auch wenn die Protagonistin mich diesmal zwischendurch etwas angestrengt hat, bleibt die Welt von Marie Niehoff absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Mutige Themen, aber als Einstieg etwas zu kurz greifend.

Wasser
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​Wasser war mein allererstes Buch von John Boyne. Da ich schon viel über seine großen Erfolge gehört hatte, war ich sehr gespannt auf diesen Auftakt seiner Element-Serie. Mein Fazit fällt jedoch etwas ...

Wasser war mein allererstes Buch von John Boyne. Da ich schon viel über seine großen Erfolge gehört hatte, war ich sehr gespannt auf diesen Auftakt seiner Element-Serie. Mein Fazit fällt jedoch etwas gemischt aus.

Ich finde es absolut bewundernswert, dass John Boyne sich an unbequeme und moralisch hochkomplexe Themen herantraut. Er stellt hier schwierige Fragen nach Mitschuld, Verantwortung und den Konsequenzen aus den Taten anderer innerhalb einer Familie. Diese Ernsthaftigkeit und der Mut zum Tabuthema haben mich beeindruckt. Auch sprachlich ist das Buch auf einem hohen Niveau: Die Atmosphäre der isolierten irischen Insel ist toll eingefangen und der Schreibstil ist angenehm klar und flüssig.

Trotz des starken Themas fehlte mir die emotionale Tiefe. Mit nur ca. 170 Seiten fühlte sich die Geschichte für mich eher wie eine Skizze an. Viele Aspekte wurden nur angerissen, und die „große Enthüllung“ der Vergangenheit war für mich leider schon recht früh vorhersehbar. Zudem fiel es mir schwer, eine wirkliche Bindung zur sehr passiven Protagonistin aufzubauen, was das Mitfiebern erschwert hat.

Fazit
Ein interessanter und atmosphärischer „Appetithappen“, der zeigt, dass Boyne ein Meister der leisen Töne ist. Für mich persönlich hätte die Geschichte aber mehr Raum gebraucht, um die unbequemen Fragen, die sie aufwirft, wirklich voll zu entfalten. Als Einstieg in Boynes Welt solide, aber ich hoffe, dass seine längeren Romane noch mehr Wumms haben!

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