Berührendes Buch eines Jugendlichen, der mit einer Angststörung zu kämpfen hat
Hundertsiebenundachtzig TageIch habe mir das Buch geholt, weil sowohl mein Sohn als auch ich unter einer diagnostizierten Angststörung leiden. Ich finde das Buch ist sehr realistisch dargestellt. Die Ohnmacht der Bezugspersonen, ...
Ich habe mir das Buch geholt, weil sowohl mein Sohn als auch ich unter einer diagnostizierten Angststörung leiden. Ich finde das Buch ist sehr realistisch dargestellt. Die Ohnmacht der Bezugspersonen, die Schuld die der Hauptprotagonist bei sich selbst sucht und auch die Abwendung von Bezugspersonen. Die gängige Meinung von Nichtbeteiligten : Sich doch mal nicht so zu haben, dass kann ja nicht so schwer sein, wird hier finde ich auch ganz nebenbei thematisiert ohne wirklich explizit ausgesprochen zu werden. Die Ursache zu finden ist oft der Schlüssel zur Heilung und auch das wird im Buch treffend thematisiert. Die Monologe des Hauptprotagonisten fand ich sehr nachvollziehbar und eindringlich. Die Not wurde sehr gut dargestellt. Es wird aber auch gezeigt wie wichtig es ist, dass man jemanden findet, der einen versteht und an die Hand nimmt wie die andere Betroffene im Buch. Das Buch war mal etwas ganz anderes und ich finde es toll, dass auch ein Tabuthema wie psychischer Erkrankungen von Jugendlichen hier ausführlich thematisiert wird. Ich bin der Meinung das die Zahl von Betroffenen auch immer mehr steigen wird, weil die Welt nicht mehr als ein sicherer Ort wahrgenommen wird. Mich hat das Buch sehr berührt daher 5 Sterne.