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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

Koch-Dates, viel Mut und Neubeginn

Keeping it casual
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Meine Meinung

Mich konnte bei "Keeping it Casual" vor allem der Klappentext ansprechen. Ich hatte gehoft in eine Geschichte einzutauchen, die gleichzeitig leicht und emotional ehrlich ist und das war ...

Meine Meinung

Mich konnte bei "Keeping it Casual" vor allem der Klappentext ansprechen. Ich hatte gehoft in eine Geschichte einzutauchen, die gleichzeitig leicht und emotional ehrlich ist und das war sie auch.

Die Protagonistin Maxine und ihre Situation haben mich sofort berührt. Ihr Leben bricht an mehreren Stellen gleichzeitig auseinander und ich konnte gut nachvollziehen, wie überfordernd sich das für sie anfühlen musste. Die Autorin schafft es eine authentische Mischung aus Verletzlichkeit und innerer Stärke darzustellen.

Die Art, wie sich die Verbindung zwischen Max und Johnny entwickelt, hat für mich etwas sehr Echtes. Dass sie sich zunächst nur über Nachrichten austauschen und dabei gemeinsam kochen, fand ich eine ganz tolle Idee. Ich mochte, wie langsam sich Vertrauen aufbaut und wie viel Persönlichkeit in diesen Chats steckt.

Was mich besonders angesprochen hat, war die Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit.

Der moderene, warme Schreibstil hat mir sehr gefallen. Die Rückblenden fand ich sehr positiv und diese haben mir geholfen, Maxines Vergangenheit besser zu verstehen.

Fazit: "Keeping it Casual" hat mich daran erinnert, dass Neuanfänge oft dort entstehen, wo man sie nicht erwartet und dass das auch gut so ist.


Klappentext

Bei Maxine läuft es alles andere als rund: Erst erhält sie eine beunruhigende Diagnose, dann entdeckt sie, dass ihr Freund sie betrügt. Ihre beste Freundin Alice findet, Max braucht dringend Ablenkung - und meldet sie kurzerhand bei Tinder an. So lernt Max Johnny kennen: charmant, witzig und überraschend vertraut. Gemeinsam kochen sie sich per Chat durch das Familienkochbuch von Max’ Ex - ohne sich je zu begegnen, denn beide wollen nichts Ernstes. Doch aus dem harmlosen Spiel wird mehr, als Max vor einer entscheidenden Operation steht und alles, was sie bisher für wichtig hielt, hinterfragt. Aber hat sie den Mut, für das Leben - und die Liebe - einzustehen, die sie sich wirklich wünscht?

Über die Autorin

Karina May ist Autorin und Host des erfolgreichen Podcasts That Rom Com Pod. Ihr Debütroman Keeping it casual stand auf der Longlist des Indie Book Awards. Wenn Karina nicht gerade schreibt oder Autor:innen für den Podcast interviewt, kann man sie auf Reisen oder beim Schlürfen von Champagner auf Buchveranstaltungen antreffen - natürlich alles im Namen der Recherche. (Quelle Bastei)

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Wie stark prägen Familie, Herkunft und gesellschaftliche Bedingungen unser Leben?

Real Americans
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Meine Meinung

"Real Americans" hat mich in seiner Mischung aus Familiengeschichte, Identitätssuche, Forschung und gesellschaftlichen Fragen sofort gepackt. Besonders eindrücklich fand ich, wie der Roman ...

Meine Meinung

"Real Americans" hat mich in seiner Mischung aus Familiengeschichte, Identitätssuche, Forschung und gesellschaftlichen Fragen sofort gepackt. Besonders eindrücklich fand ich, wie der Roman über drei Generationen hinweg zeigt, wie Herkunft, Chancen, Entscheidungen, Erwartungen das Leben prägen.

Die Handlung begleitet eine chinesisch-amerikanische Familie über mehrere Generationen. Zuerst steht Lily im Mittelpunkt, die Ende der 1990er-Jahre in New York lebt und sich in Matthew verliebt, der aus einer sehr wohlhabenden Familie stammt. Schon hier wird deutlich, wie stark soziale Unterschiede das Leben und Beziehungen beeinflussen können.Später verschiebt sich die Perspektive auf ihren Sohn Nick, der äußerlich seinem weißen Vater ähnelt und sich deshalb besonders stark fragt, wo er eigentlich hingehört und schließlich auf die Vergangenheit von Lilys Mutter May. Durch diese verschiedenen Perspektiven entsteht ein größerer zeitlicher Rahmen, der zeigt, wie sehr die Geschichte und vor allem die Entscheidungen einer Familie das Leben der nächsten Generation prägt.

Die Themen Herkunft, Klasse und genetische Selbstbestimmung haben mich dabei am stärksten beschäftigt, weil der Roman immer wieder die Frage stellt, wie viel unseres Lebens durch Gene (vs. Erziehung / Umfeld) bestimmt wird und wie viel wir selbst beeinflussen können. Lily selbst empfand ich als glaubwürdig zerrissen zwischen familiären Erwartungen und ihrem eigenen Weg, und gerade diese Spannung hat den Roman für mich lebendig gemacht.

Ich fand die ersten zwei "Teile" des Buches sehr stark - ich war in den Geschichten gefangen, regelrecht gefesselt - den letzten Teil etwas schwächer.

Insgesamt bleibt es für mich ein berührendes filmreifes Werk, das mit sehr gut unterhalten konnte.


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Veröffentlicht am 04.03.2026

Fahren ohne Halt

Grüne Welle
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Meine Meinung

"Bei der nächsten roten Ampel würde sie wenden." (ZITAT)

"Grüne Welle" hat mich zuerst aufgrund des Klappentextes fasziniert. Während des Lesens hat mich der Roman vor allem aufgrund ...

Meine Meinung

"Bei der nächsten roten Ampel würde sie wenden." (ZITAT)

"Grüne Welle" hat mich zuerst aufgrund des Klappentextes fasziniert. Während des Lesens hat mich der Roman vor allem aufgrund seiner stillen Intensität gepackt. Die (zuerst) namenlose Protagonistin, die sich nach einem Kinobesuch in der Nacht "verfährt" und einfach weiterfährt, wurde für mich zu einer Projektionsfläche für innere Unruhe, die Lust auszubrechen und unterschwellige Sehnsucht, Ängste, Sorgen, Belastungen. Je länger ich lese, desto stärker spüre ich dieses Gefühl des Getriebenseins, die Weiterfahrt ohne Halt (mit Tankstop), das gleichzeitig befreiend und beunruhigend wirkt.

Die Sprache ist knapp, direkt, eindringlich. Vieles bleibt unausgesprochen und offen, was ich in diesem Roman aber nicht als störend empfand.

"Es kam ihr vor, als würde die kleinste Bewegung die ganze Aufmerksamkeit der Welt auf sie ziehen, als würde sie dadurch ihre Schuld anerkennen, nicht nur für den Tod des Rehs, das sie betrachtete wie ein Gemälde, sondern für alles erdenklich andere auch."

P.s: Ich hätte es schön gefunden, wenn die Autorin ein anderes Ende mit den Jugendlichen gewählt hätte.


Über die Autorin

Esther Schüttpelz, geboren 1993 in Werne, studierte Jura in Münster und arbeitete als Rechtsanwältin, bevor sie freie Schriftstellerin wurde. Für ihren Roman ›Ohne mich‹ wurde sie 2023 mit dem Debütpreis der lit.Cologne ausgezeichnet. Sie lebt im Münsterland.

Quelle: Verlag / vlb


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Veröffentlicht am 16.02.2026

Band 1 der Honeypot-Protokoll-Reihe

Dogma der Wahrheit
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Meine Meinung

Ich habe den Klappentext gelesen und war ab da schon fasziniert und schockiert vor dieser Idee.

"Dogma der Wahrheit" hat mich bereits nach wenigen Seiten gepackt, weil es eine Zukunft zeigt, ...

Meine Meinung

Ich habe den Klappentext gelesen und war ab da schon fasziniert und schockiert vor dieser Idee.

"Dogma der Wahrheit" hat mich bereits nach wenigen Seiten gepackt, weil es eine Zukunft zeigt, die sich erschreckend real anfühlt. Die Idee, dass Wahrheit verordnet wird und Denken gefährlich ist, wirkt nicht wie reine Fiktion, sondern wie eine Warnung. Die Atmosphäre ist bedrückend und beängstigend - permanent.

Hagen als Hauptfigur, die Anomalie des Ganzen, hat mich überrascht. Seine Schuld, seine Erinnerungen an die alte Welt und der Mythos um den „Root Chip“ geben der Geschichte eine Tiefe, die ich so nicht erwartet hätte.

Das Buch ist nichts für zwischendurch, das wird schnell klar, ich musste mich beim Lesen auch auf die anspruchsvolle Handlung konzentrieren.

Ich hab mich bei vielen Szenen gefragt was überhaupt real ist und was nicht, das hat meiner Meinung nach für zusätzliche Spannung gesorgt. Eine Triggerwarnung zu Beginn aufgrund sexueller Gewaltszenen fände ich wünschenswert.Das Ende ist toll gewählt und ich freue mich tatsächlich schon auf den 2. Band!
Für mich ist es eine gelungene Dystopien, die man nicht einfach weglegt und vergisst. Tolle Idee!


Klappentext

Es gab eine Zeit, da gehörten die Gedanken dir. Jetzt lesen Wächter Absichten – wer falsch denkt, stirbt. Brutal. Und unter Beifall.

Hagen erinnert sich an die alte Welt. Aber während andere sterben, sieht er weg – bis die Wahrheit ihm alles nimmt. Manche flüstern vom Root Chip, einem Schlüssel zur absoluten Kontrolle. Für ihn ist es nur ein Mythos. Doch die Schuld lässt ihm keine Ruhe – und treibt ihn in eine Hoffnung, die tödlich ist. Als er sich auf die Suche macht, markiert ihn der Moebius-Konzern.

Die Jagd beginnt.

Seine Zeit läuft ab.


Über den Autor

Schon in der Schulzeit schrieb E.X. Behemoff erste Drehbücher – Geschichten waren immer sein Antrieb. Nach der Geburt seiner Tochter nutzte er unzählige schlaflose Nächte, um einen alten Traum zu erfüllen: eine der vielen Ideen in seinem Kopf endlich zu Papier zu bringen. Geboren in Moskau, aufgewachsen in Lübeck, studierte er Maschinenbau an der RWTH Aachen, gründete mehrere Tech-Start-ups und arbeitet heute als Unternehmensberater im IT-Sektor. Seine Texte verbinden die Faszination für futuristische Technologien und gesellschaftliche Entwicklungen mit dem, was ihm am wichtigsten ist: Familie. Aktuell schreibt er an Band 2 der Honeypot-Protokoll-Reihe.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Sieben Prüfungen - Düster, intensiv, faszinierend

Empire of Whispers and Shadows
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Meine Meinung
„Empire of Whispers and Shadows“ konnte mich wirklich überraschen. Wir starten die Geschichte mit Saya als Baby und begleiten sie dann 18 Jahre später.

Ich habe bereits von Beginn an die ...

Meine Meinung
„Empire of Whispers and Shadows“ konnte mich wirklich überraschen. Wir starten die Geschichte mit Saya als Baby und begleiten sie dann 18 Jahre später.

Ich habe bereits von Beginn an die Härte dieser Welt gespürt: ein abgeschottetes Trainingslager im Dschungel, tödliche Prüfungen in der Hauptstadt, viele Intrigen und Täuschungen und eine dichte Atmosphäre in der japanischen Welt. Ich habe mich sofort in diese japanisch inspirierten Elemente /Bezeichnungen verliebt, denn sie verleihen der Geschichte eine tolle Tiefe und ein Gefühl von Fremdheit, das perfekt zur Brutalität der Assassinen-Ausbildung passt. Super auch auf dem Buchinnenumschlag ganz am Ende die Darstellung der Waffen wie z.B. Tanto.

Die Protagonisten Teno und Saya sind gezwungen, zusammenzuarbeiten, obwohl zwischen ihnen Hass, Schmerz und unausgesprochenen Themen stehen. Saya, eine "Gezeichnete" und auch Teno werden als sehr starke Figuren dargestellt.

Ich mochte, dass man eigentlich immer genau wusste, was in Sayas und Tenos Gedankenwelt vor sich ging, also die inneren Konflikte, die Schuldgefühle, die Rachegedanken und ebenso den Wunsch nach der Nähe zwischen den beiden.

Enemies to Lovers und magische Elemente werden hier im Buch toll umgesetzt, genauso wie ich es es mag, ohne zu übertrieben zu wirken.

Die Prüfungen, welche die beiden zusammen bestehen müssen, sind nicht nur actionreich, sondern auch fordernd.Ein falscher Moment könnte den Tod bedeuten. Zeitgleich enthüllt jede Prüfung ein Stück mehr über die Welt, die Strukturen rund um den Gottkaiser. Trotz der Komplexität hatte ich nie das Gefühl, den Überblick zu verlieren, manchmal (und deshalb auch den Stern-Abzug) hatte ich nur Schwierigkeiten mir manche Beschreibungen bildlich gut darstellen zu können, gelegentlich war es für mein Empfinden auch etwas sprunghaft, was sich aber aufs Ende zu stark verbessert hat.

Das Ende des ersten Bandes bleibt spannend und lässt viele Fragen offen. Ich werde den zweiten Teil definitiv lesen müssen, um zu erfahren, wie das letzte Spiel ausgeht.

Die wunderschöne Ausgabe mit gestaltetem Buchschnitt macht das Ganze zusätzlich zu einem besonderen Erlebnis – ein echtes farbliches Highlight im Regal.

Über die Autorin

Ursa Jaumanns Liebe für Fantasy wurde mit vier Jahren durch den »Zauberer von Oz« erweckt und hat sie seitdem nicht mehr losgelassen. Während der Krebserkrankung ihres Sohnes verwirklichte sie sich den Traum, eine ihrer Geschichten zu veröffentlichen, und war – zu ihrer eigenen Überraschung – sehr erfolgreich damit. Dank der Begeisterung ihrer Leser:innen schaffte sie es im Selfpublishing mehrfach auf die SPIEGEL-Bestsellerliste. Quelle: Aufbau Verlage

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