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Veröffentlicht am 28.04.2026

Band 4 der Berling-und-Pedersen-Reihe

Krakenkind
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Meine Meinung

Band 1: Fuchsmädchen
Band 2: Rotwild
Band 3: Krähentochter
Band 4: Krakenkind

Dies war tatsächlich mein erster Band der Reihe, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich die vorherigen drei ...

Meine Meinung

Band 1: Fuchsmädchen
Band 2: Rotwild
Band 3: Krähentochter
Band 4: Krakenkind

Dies war tatsächlich mein erster Band der Reihe, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich die vorherigen drei Teile hätte lesen müssen. Ich bin sofort gut in die Geschichte gestartet und werde die anderen Bände aufgrund des tollen Schreibstils definitiv noch nachholen.

„Krakenkind“ hat mich vor allem durch seine düstere Atmosphäre gepackt. Grund ist es mehr als gelungen die Beklommenheit darzustellen, ebenso die Umgebungsbeschreibungen des abgelegene Småland.

Die Ermittlerin Sanna Berling wirkt sehr authentisch, glaubwürdig und vielschichtig. Die Handlung entwickelt sich eher ruhig, aber stetig, und legt dabei nach und nach ein Netz aus Schuld, Lügen und verdrängten Geheimnissen (und Überraschungen) frei. Manche Passagen wirken etwas langgezogen, doch die unterschwellige Spannung bleibt immer spürbar.

Das Ende konnte mich wirklich überraschen und überzeugen.

Für alle Fans von skandinavischen psychologisch intensiven Thriller!



Klappentext

Småland, Spätsommer 1996: Die Abendsonne taucht den kleinen schwedischen Ort Augu in goldenes Licht. Doch die Idylle trügt, denn in der Dunkelheit der Nacht geschieht ein brutales Verbrechen. Eigentlich wollte die junge Polizistin Sanna nach Gotland ziehen und dort ein neues Leben beginnen, doch dieser Fall hält sie davon ab, ihre Koffer zu packen. Anhaltspunkte gibt es wenige, die Ermittlungen kommen nur schleppend voran, aber bei näherem Hinsehen bekommt das friedliche Bild der Gemeinde tiefe Risse. Die Bewohner von Augu hüten dunkle Geheimnisse, und noch bevor Sanna das Geflecht aus Lügen entwirren kann, gibt es weitere Opfer. Das Grauen beginnt erst …


Über die Autorin

Maria Grund wurde in einem Vorort von Stockholm geboren. Sie arbeitete viele Jahre als Drehbuchautorin in London und New York und lebt heute auf der schwedischen Insel Gotland. Ihre beiden Thriller »Fuchsmädchen« und »Rotwild«, deren Schauplatz eine atmosphärischen schwedische Insel ist, stürmten in Deutschland sofort die SPIEGEL-Bestsellerliste. Mit ihrem neuen Thriller »Krähentochter« setzt sie die erfolgreiche Reihe fort.

Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 22.04.2026

dystopisches Reality-TV

Das Spiel
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Meine Meinung

Bereits die ersten Seiten von "Das Spiel" fesseln. Zehn Frauen, neun Männer, eine künstlich angelegte Wüstenanlage und viele Challenges.

Diese Konstellation hat mich sofort an Formate,bzw. ...

Meine Meinung

Bereits die ersten Seiten von "Das Spiel" fesseln. Zehn Frauen, neun Männer, eine künstlich angelegte Wüstenanlage und viele Challenges.

Diese Konstellation hat mich sofort an Formate,bzw. eine Mischung aus diesen, wie "Temptation Island" oder "Der Bachelor" erinnert, nur viel extremer und viel kontrollierter. Mit Aufgaben die weit über Prüfungen der "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" Kandidaten gehen

Lilly ist die Protagonistin (und Erzählerin), sie versucht herauszufinden, wem sie trauen kann, während überall Kameras hängen und jede Entscheidung beobachtet wird. Wer nachts ohne Partner im Bett einschläft, fliegt raus.

Besonders spannend fand ich die Aufgaben, die die Gruppe erledigen muss, um Belohnungen zu bekommen. Diese Aufgaben wirken wie Reality Show Challenges, aber hier sind sie viel manipulativer und dienen eher dazu, Druck aufzubauen und die Gruppe zu steuern. Ohne Rücksicht.

Am Ende kann ich sagen, dass mich Lilly teilweise zwiegespalten zurückgelassen hat. Einerseits wirkt sie menschlich, widersprüchlich, manchmal berechnend, manchmal verletzlich.

Manche Szenen fand ich zu wiederholend, dennoch ein toller Roman mit einer fesselnden Grundidee und hoher Dynamik.


Klappentext

Lily wacht zusammen mit neun anderen jungen Frauen in einer künstlichen Anlage mitten in der Wüste auf. Bald treffen zehn Männer ein – falls sie den Marsch zu Fuß durch die Wüste überleben. Sie sollen sich zu Paaren zusammentun, jeweils eine Frau und ein Mann. Alle sind jung und schön, alle wollen der echten Welt eine Zeit lang entfliehen. Unzählige Kameras übertragen jede Bewegung, unsichtbare Producer geben Anweisungen und stellen Regeln auf, denen unbedingt Folge geleistet werden soll. Die Kandidat:innen treten in sinnentleerten Challenges gegeneinander an. Langsam verschwimmen die Grenzen zwischen Verlangen und Verzweiflung. Was muss Lily tun, um zu gewinnen? Welchen Preis zahlt sie dafür? Welche Allianzen schmiedet sie? Und was passiert mit den Verlierern, die nach und nach ausscheiden?


Über die Autorin

Aisling Rawle, 1998 geboren, ist in einem kleinen Dorf im Westen Irlands aufgewachsen. Heute lebt sie in Dublin. Sie arbeitet als Englischlehrerin und liebt die Arbeit mit Kindern. In ihrer Freizeit gibt sie Klavierunterricht. »Das Spiel« ist ihr erster Roman. Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Der Sommer der alles änderte

Paradise Beach
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Meine Meinung

"Paradise Beach" hat mich vor allem aufgrund des Covers und Klappentextes neugierig gemacht. Der Einstieg ist mir gut gelungen und man bekommt beim Lesen schnell das Gefühl, Ada sehr nahe ...

Meine Meinung

"Paradise Beach" hat mich vor allem aufgrund des Covers und Klappentextes neugierig gemacht. Der Einstieg ist mir gut gelungen und man bekommt beim Lesen schnell das Gefühl, Ada sehr nahe zu kommen, die mit ihrem eigenen Körper und ihrer Vergangenheit ringt. Die Erzählerin, bewegt sich zwischen der Erschöpfung nach einer Endometriose‑Operation und Erinnerungen an einen Sommer, der sie bis heute beschäftigt. Diese beiden Ebenen greifen ständig ineinander, und genau das macht den Roman für mich so eindringlich.

Gut gelungen ist der Autorin auch die Offenheit mit der sie körperliche Erfahrungen beschreibt. Schmerz, Müdigkeit, Unsicherheit zu einem Thema, das meiner Meinung ohnehin zu selten im Gespräch ist. Die Rückblenden in den Sommer 2003 haben für mich eine eigene Spannung. Die Atmosphäre ist warm und gleichzeitig angespannt, weil man spürt, dass Ada damals vieles nicht einordnen/zuordnen konnte. Die schlichte und ruhige Sprache der Autorin mochte ich sehr. Teilweise zieht sich durch diese Ruhe die Geschichte allerdings auch an manchen Stellen.

Fazit-> "Paradise Beach" ist für mich ein Roman, der vor allem über Atmosphäre und Innenleben und Offenheit funktioniert. Wer eine klare Handlung oder schnelle Entwicklungen erwartet, wird hier nicht fündig.

Klappentext

Ada schläft kaum noch, seit sie nach ihrer Endometriose-OP Medikamente nimmt. Sie lauscht den Geräuschen ihres Wohnhauses und erinnert sich zurück: an den Sommer ihrer Jugend, den sie zusammen mit ihrer Cousine Lill in ihrer Heimat an der Ostseeküste verbringt. Die Tage sind bestimmt vom Perfektionieren des eigenen Körpers und der Begegnung mit Elja, die Adas Welt ins Wanken bringt. Doch mitten in diesem Jahrhundertsommer 2003 beginnt ein Schmerz, und mit ihm das Schweigen, das Ada zunehmend von ihrer Außenwelt trennt.


Über die Autorin

Dara Brexendorf, geboren 1991, lebt als freie Autorin und Literaturvermittlerin in ihrer Heimatstadt Kiel. Sie moderiert die Lesebühne im Literaturhaus Schleswig-Holstein, ist Teil des Podcasts LITERARISCH, SOLIDARISCH und des Literaturmagazins DER SCHNIPSEL. Sie studierte Medien- und Literaturwissenschaften in Kiel und Mainz, anschließend Literarisches Schreiben in Hildesheim. 2025 erhielt sie den LILIENCRON-NACHWUCHSPREIS für Lyrik aus Schleswig-Holstein.

Quelle: Verlag / vlb


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Veröffentlicht am 07.04.2026

Der Sycamore-Plan

Das Buch der Schuld
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Meine Meinung

Das "Buch der Schuld" von Catherine Chidgey hat mich sofort in seinen Bann gezogen und viele viele Seiten zu Beginn ratlos gelassen. Von Anfang an liegt eine dichte und unheimliche Stimmung ...

Meine Meinung

Das "Buch der Schuld" von Catherine Chidgey hat mich sofort in seinen Bann gezogen und viele viele Seiten zu Beginn ratlos gelassen. Von Anfang an liegt eine dichte und unheimliche Stimmung über allem, die mich beim Lesen nicht mehr losgelassen hat. Mein Kopf war voller Fragen und ich war wirklich auf die "Aufklärung" gespannt. Vieles bleibt wirklich lange rätselhaft und ich musste mich darauf einlassen, nicht sofort alles verstehen zu wollen.

Die Drillinge, die in einer streng kontrollierten Umgebung aufwachsen, haben mich fasziniert und irritiert zugleich. Ihr Buch der Schuld gibt es wirklich, ebenso wie ein Buch der Träume. Die drei Mütter – Mutter Morgen, Mutter Mittag und Mutter Nacht – prägen das Leben der Drillinge mit strengen Ritualen und einer fast unheimlichen Fürsorge, die mehr Kontrolle als Geborgenheit vermittelt.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Art, wie Chidgey Realität und Unwirklichkeit miteinander verschmelzen lässt. Genau dieses Gefühl der Unsicherheit hat für mich den Reiz ausgemacht.

Die moralischen Fragen, die das Buch aufwirft, haben mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt.

Natürlich gibt es Momente, in denen die Handlung verwirrend wirkt, aber ich denke es passt in diese fiktive Konzept, ich denke diese Welt soll irritieren und den Leser aus der Komfortzone holen - das schafft es meiner Meinung nach aus.


Fazit: Eine verstörende und zugleich faszinierende Leseerfahrung. Wenn man den Klapptext liest, hat man noch keine Idee in welche Richtung die Story geht :)!


Klappentext

In einem alternativen England, 1979. Die Drillinge Vincent, Lawrence und William wachsen in einem Heim für Waisen auf. Das alte Herrenhaus ist abgelegen und weitläufig, die Jungen erhalten Privatunterricht und es fehlt ihnen scheinbar an nichts. Doch warum dürfen sie keinen Kontakt zu Kindern außerhalb des Heims haben? Warum müssen sie täglich eine besondere Pille schlucken? Und warum träumen alle drei regelmäßig von einem kleinen Mädchen in einem dunklen Wald? Erst als einer der Jungen eines Tages beschließt, die Pille nicht mehr zu schlucken, löst sich ein Geheimnis nach dem anderen auf – und die drei Brüder kommen der finsteren Geschichte auf die Spur, die ihrer Existenz zugrunde liegt.


Über die Autorin

Catherine Chidgey hat deutsche Literatur studiert und lange in Berlin gelebt. Ihre Romane wurden mehrfach preisgekrönt und in Bestenlisten aufgenommen. Sie lebt in Neuseeland und unterrichtet Creative Writing an der University of Waikato.

Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Koch-Dates, viel Mut und Neubeginn

Keeping it casual
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Meine Meinung

Mich konnte bei "Keeping it Casual" vor allem der Klappentext ansprechen. Ich hatte gehoft in eine Geschichte einzutauchen, die gleichzeitig leicht und emotional ehrlich ist und das war ...

Meine Meinung

Mich konnte bei "Keeping it Casual" vor allem der Klappentext ansprechen. Ich hatte gehoft in eine Geschichte einzutauchen, die gleichzeitig leicht und emotional ehrlich ist und das war sie auch.

Die Protagonistin Maxine und ihre Situation haben mich sofort berührt. Ihr Leben bricht an mehreren Stellen gleichzeitig auseinander und ich konnte gut nachvollziehen, wie überfordernd sich das für sie anfühlen musste. Die Autorin schafft es eine authentische Mischung aus Verletzlichkeit und innerer Stärke darzustellen.

Die Art, wie sich die Verbindung zwischen Max und Johnny entwickelt, hat für mich etwas sehr Echtes. Dass sie sich zunächst nur über Nachrichten austauschen und dabei gemeinsam kochen, fand ich eine ganz tolle Idee. Ich mochte, wie langsam sich Vertrauen aufbaut und wie viel Persönlichkeit in diesen Chats steckt.

Was mich besonders angesprochen hat, war die Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit.

Der moderene, warme Schreibstil hat mir sehr gefallen. Die Rückblenden fand ich sehr positiv und diese haben mir geholfen, Maxines Vergangenheit besser zu verstehen.

Fazit: "Keeping it Casual" hat mich daran erinnert, dass Neuanfänge oft dort entstehen, wo man sie nicht erwartet und dass das auch gut so ist.


Klappentext

Bei Maxine läuft es alles andere als rund: Erst erhält sie eine beunruhigende Diagnose, dann entdeckt sie, dass ihr Freund sie betrügt. Ihre beste Freundin Alice findet, Max braucht dringend Ablenkung - und meldet sie kurzerhand bei Tinder an. So lernt Max Johnny kennen: charmant, witzig und überraschend vertraut. Gemeinsam kochen sie sich per Chat durch das Familienkochbuch von Max’ Ex - ohne sich je zu begegnen, denn beide wollen nichts Ernstes. Doch aus dem harmlosen Spiel wird mehr, als Max vor einer entscheidenden Operation steht und alles, was sie bisher für wichtig hielt, hinterfragt. Aber hat sie den Mut, für das Leben - und die Liebe - einzustehen, die sie sich wirklich wünscht?

Über die Autorin

Karina May ist Autorin und Host des erfolgreichen Podcasts That Rom Com Pod. Ihr Debütroman Keeping it casual stand auf der Longlist des Indie Book Awards. Wenn Karina nicht gerade schreibt oder Autor:innen für den Podcast interviewt, kann man sie auf Reisen oder beim Schlürfen von Champagner auf Buchveranstaltungen antreffen - natürlich alles im Namen der Recherche. (Quelle Bastei)

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