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Veröffentlicht am 03.03.2026

Enttäuscht

Gift
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In Island werden Tote aufgefunden, deren Drogen vergiftet waren. Zuerst ein verunglückter Lkw-Fahrer, dann in einem Raumschiff in einem Filmset ein Sanitäter, der der Freund von Chefkommissar Ellidi ist, ...

In Island werden Tote aufgefunden, deren Drogen vergiftet waren. Zuerst ein verunglückter Lkw-Fahrer, dann in einem Raumschiff in einem Filmset ein Sanitäter, der der Freund von Chefkommissar Ellidi ist, und zum Schluss ein kleines Mädchen. Weil der Chef involviert ist, bekommen Dora und Rado den Fall. Die Ermittlungen werden gefährlich.

Gift ist der zweite Teil der Reihe um die beiden Ermittler. Der erste Teil hat mich überzeugt und hat mir gut gefallen, doch dieser hat mich sehr enttäuscht. Die handelnden Personen waren sehr speziell – für mich extremer als in Teil 1. Dora ist schmerzmittelabhängig (und niemand hat es gemerkt?), Ellidi ist Alkoholiker (und niemand hat es gemerkt?) und Rado hat einen schwerkriminellen Bruder, für den kann er zwar nichts, unternimmt aber auch nichts dagegen. Gefühlt (und in dem Buch so beschrieben) scheinen aller Isländer mehr oder weniger drogenabhängig zu sein. Kriminelle Banden beherrschen das Land und die Polizei übt eine Art Selbstjustiz aus, indem sie ohne Legitimation in Wohnungen einbricht, Leute verprügelt und bedroht und nichts passiert. Alles zusammen erscheint mir relativ wenig glaubwürdig und der Fall selbst ist für mich auch nicht sehr spannend. So kommt das Buch für mich maximal an ein Mittelmaß heran und ich glaube auch nicht, dass ich eine Fortsetzung lesen möchte.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Schwächer

Nordweststurm
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Nordweststurm ist der fünfte Teil der Reihe um die SOKO in St. Peter-Ording. Wiederum geht es um die Kommissare Hendrik und Anna. Hendrik ist zurück in seiner alten Dienststelle in Itzehoe und Anna ist ...

Nordweststurm ist der fünfte Teil der Reihe um die SOKO in St. Peter-Ording. Wiederum geht es um die Kommissare Hendrik und Anna. Hendrik ist zurück in seiner alten Dienststelle in Itzehoe und Anna ist in St. Peter-Ording geblieben. Dort verschwindet ein schwedischer Journalist, während in Itzehoe ein Mord geschehen ist. Bald stellt sich heraus, dass beides wohl zusammenhängen könnte. Und dann ist auch noch Hendriks Vater im Spiel.

Ich empfand dieses Buch als schwächer in der Reihe. Am Anfang bin ich gar nicht so richtig vorwärts gekommen und musste mich teilweise zum Lesen zwingen. Das wurde im Laufe des Buches besser. Aber die furchtbaren Zickereien im Prinzip zwischen allen nervten mich irgendwie. Auch das Ende hat mich nicht völlig überzeugt. Die Lösung war nicht uninteressant, kam ja dann aber für die langen Ermittlungen irgendwie etwas sehr plötzlich. So ist mein Fazit bei diesem Buch: es ist noch Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Ziemlich langatmig

Grand Hotel Avalon
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1942, die Japaner haben Perl Harbor angegriffen und Amerika ist in den Krieg eingetreten. In den Appalachen in West Virginia gibt es das Luxushotel Grand Hotel Avalon. Geleitet wird es von June, zur damaligen ...

1942, die Japaner haben Perl Harbor angegriffen und Amerika ist in den Krieg eingetreten. In den Appalachen in West Virginia gibt es das Luxushotel Grand Hotel Avalon. Geleitet wird es von June, zur damaligen Zeit sehr ungewöhnlich. Das Luxushotel verwöhnt seine Gäste mit allen möglichen Sachen und profitiert von seiner Lage an den Heilquellen. Doch jetzt wird das Hotel in einer Art Internierungslager für ausländische Diplomaten umfunktioniert, sie führen im Hotel ein relativ gutes Leben und sollen gegen Amerikaner ausgetauscht werden. Für die Angestellten und die Leitung vom Hotel ein sehr spezieller Zustand.

Ich hatte mir von dem Buch viel versprochen. Das Thema finde ich sehr interessant, doch leider wurde ich über weite Strecken enttäuscht. Der Stil ist unheimlich langatmig. Jede Kleinigkeit wird unheimlich ausgewalzt und auf der anderen Seite werden wiederum viele Sachen einfach nur angedeutet und nicht zu Ende gebracht. Völlig genervt hat mich die dauernde Verwendung des Wortes Süßwasser, als würden die Leute ansonsten Salz- oder Brackwasser trinken und benutzen. Auch das scheinbar Mystische der Quellen konnte mich nicht überzeugen und hat mich mehr und mehr gestört. Bis ungefähr zur Hälfte des Buches musste mich wirklich regelrecht zwingen, weiter zu lesen. Oft habe ich tatsächlich mitten im Satz das Lesen unterbrochen und das Buch zusammengeklappt und mehrere Tage liegen gelassen und dazwischen mehrere andere Bücher gelesen. Erst so nach zwei Dritteln wird die Geschichte etwas interessanter und man erfährt auch etwas mehr über die Personen. Alles in allem bin ich aber am Ende froh gewesen, dass das Buch zu Ende war. Ich kann keine Leseempfehlung aussprechen. Für mich ist es maximal durchschnittlich.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Ganz nett

Gebrauchsanweisung für Nachbarn
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In dem Buch gibt es verschiedene Kurzgeschichten der beiden Autoren, die sich um Nachbarn und Nachbarschaftsprobleme ranken. Einige sind witzig. Bei anderen kann man nur den Kopf schütteln, was es so für ...

In dem Buch gibt es verschiedene Kurzgeschichten der beiden Autoren, die sich um Nachbarn und Nachbarschaftsprobleme ranken. Einige sind witzig. Bei anderen kann man nur den Kopf schütteln, was es so für Nachbarn gibt. Insgesamt allerdings hinterlässt das Buch keinen wirklich bleibenden Eindruck bei mir. Alles ist ganz nett zu lesen und im großen Teilen auch unterhaltsam, aber es plätschert irgendwie so vor sich hin und man vergisst auch ganz schnell den Inhalt. Von daher: man kann es lesen, man muss es nicht. Eine Empfehlung würde ich nicht unbedingt aussprechen, aber auch niemandem vom Lesen abhalten.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Hat Potenzial

Blutwild
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Vor sechs Jahren wurde Anka entführt und gefoltert. Ihr gelingt zwar die Flucht, doch das bezahlt sie mit dem Verlust eines Beines. Bald darauf verlässt sie den Polizeidienst. Doch jetzt passieren auf ...

Vor sechs Jahren wurde Anka entführt und gefoltert. Ihr gelingt zwar die Flucht, doch das bezahlt sie mit dem Verlust eines Beines. Bald darauf verlässt sie den Polizeidienst. Doch jetzt passieren auf einmal eigenartige Dinge, sie wird bedroht und erneut verfolgt und langsam zweifelt sie daran, dass der Täter wirklich im Gefängnis ist. Denn die jetzigen Sachen passen gut zu den damaligen Vorkommnissen.

Für einen Erstling ist das Buch wirklich gut. Es hat ein unheimlich großes Potential. Vor allem der Anfang ist sehr spannend. Danach flaut es etwas ab, in erster Linie deshalb, weil es viele Rückblenden gibt. Diese spielen in völlig unterschiedlichen Zeiten und gehören zu unterschiedlichen Menschen. Das verwirrt zum Teil. Auch weil man nicht erkennt, was davon wichtig ist und was nicht. Und einige davon verlieren sich quasi im Nichts. Das Ende bringt einige Überraschungen, aber auch eine Menge Zufälle und zwischenrein sind manche Sachen auch nicht ganz logisch. Zusammengenommen ist es immer noch ein gut lesbares Buch. Es gibt definitiv Luft nach oben, aber ich habe schon viel schlechteres gelesen.

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