Die Erfindung der Halloren-Kugeln
Salz und Schokolade (Die Halloren-Saga 1)Halle an der Saale 1950. Die Schokoladenfabrik der Familie Mendel hat es sehr schwer. Noch ist sie nicht enteignet, hat aber kaum Material, um zu produzieren. Der Vater und Tochter Irene lassen sich alles ...
Halle an der Saale 1950. Die Schokoladenfabrik der Familie Mendel hat es sehr schwer. Noch ist sie nicht enteignet, hat aber kaum Material, um zu produzieren. Der Vater und Tochter Irene lassen sich alles mögliche einfallen, doch je länger dies dauert, desto größeren Repressalien sind sie von Seiten der neuen Machthaber in der DDR ausgesetzt. Irene soll einen Arzt heiraten, der aus einer reichen Familie stammt, um damit die Firma finanziell zu retten. Doch sie liebt Paul, der in der Saline arbeitet.
Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Die damaligen Umstände in Halle sind gut geschildert und die Traditionen der Halloren und der Schokoladenfabrik gut beschrieben. Auch was die Enteignung angeht, waren es damals schwierige Zeiten. Vieles hat sich geändert und die Menschen waren oft noch nicht so weit. Allerdings kenne ich aus meiner eigenen Familie nicht, dass man ohne Parteibuch so extrem drangsaliert wurde. Hier wurde vieles in dem Buch etwas stark verdichtet. Auch mit dem Ende bin ich nicht ganz glücklich. Damit meine ich nicht die Erfindung der Halloren-Kugeln, die in der DDR wohl jeder kannte und schätzte. Ich meine damit das doch irgendwie etwas abrupte Ende des Buches. Alles in allem war es gut lesbar, hinterlässt bei mir aber keinen sehr bleibenden Eindruck.