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Veröffentlicht am 09.03.2026

Durchgekämpft

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Kurz vor Ostern geht in Neapel nicht mehr wirklich viel. Jeder bereitet sich auf die verschiedenen Osterriten vor und Commissario Gaetano fährt zu seiner Familie auf das Weingut. Dort ist er allerdings ...

Kurz vor Ostern geht in Neapel nicht mehr wirklich viel. Jeder bereitet sich auf die verschiedenen Osterriten vor und Commissario Gaetano fährt zu seiner Familie auf das Weingut. Dort ist er allerdings nicht lange, denn seine Kollegin Beppa ruft ihn an, weil im Hafenbecken ein toter Mann gefunden wurde.Sie glaubt an einen Mord, Gaetano denkt an Selbstmord. Doch es wird nicht der einzige Tote bleiben..

Das Buch ist der zweite Teil der Reihe. Schon bei dem ersten Teil war ich nicht wirklich glücklich, doch ich wollte der Reihe noch eine zweite Chance geben. Leider habe ich mich auch durch das zweite Buch regelrecht durchkämpfen müssen und konnte jederzeit mit dem Lesen aufhören, manchmal sogar mitten im Satz. Das bedeutet, dass mich das Buch nicht packen konnte. Am Anfang war ich vor allem genervt von dem Hin und Her zu Mord oder Selbstmord und dem eher uninspirierten Agieren der Polizei. Auch die sehr ausführlichen Beschreibungen der verschiedenen Osterbräuche waren zwar an sich interessant, für die Geschichte aber eher langatmig. Auch im weiteren Verlauf konnte ich es nicht fassen, dass man sozusagen einen „Polizeilehrling“ so oft allein ermitteln lässt und auch der Commissario selbst immer fröhlich allein loszieht ohne Rücksicht auf Verluste und Risiken. Auch wenn das Ende dann doch wenigstens noch einige Überraschungen bringt, konnte es in meinen Augen das Buch nicht retten, es kommt über unteren Durchschnitt für mich nicht hinaus und ich werde eher keine Fortsetzung lesen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Die Erfindung der Halloren-Kugeln

Salz und Schokolade (Die Halloren-Saga 1)
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Halle an der Saale 1950. Die Schokoladenfabrik der Familie Mendel hat es sehr schwer. Noch ist sie nicht enteignet, hat aber kaum Material, um zu produzieren. Der Vater und Tochter Irene lassen sich alles ...

Halle an der Saale 1950. Die Schokoladenfabrik der Familie Mendel hat es sehr schwer. Noch ist sie nicht enteignet, hat aber kaum Material, um zu produzieren. Der Vater und Tochter Irene lassen sich alles mögliche einfallen, doch je länger dies dauert, desto größeren Repressalien sind sie von Seiten der neuen Machthaber in der DDR ausgesetzt. Irene soll einen Arzt heiraten, der aus einer reichen Familie stammt, um damit die Firma finanziell zu retten. Doch sie liebt Paul, der in der Saline arbeitet.

Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Die damaligen Umstände in Halle sind gut geschildert und die Traditionen der Halloren und der Schokoladenfabrik gut beschrieben. Auch was die Enteignung angeht, waren es damals schwierige Zeiten. Vieles hat sich geändert und die Menschen waren oft noch nicht so weit. Allerdings kenne ich aus meiner eigenen Familie nicht, dass man ohne Parteibuch so extrem drangsaliert wurde. Hier wurde vieles in dem Buch etwas stark verdichtet. Auch mit dem Ende bin ich nicht ganz glücklich. Damit meine ich nicht die Erfindung der Halloren-Kugeln, die in der DDR wohl jeder kannte und schätzte. Ich meine damit das doch irgendwie etwas abrupte Ende des Buches. Alles in allem war es gut lesbar, hinterlässt bei mir aber keinen sehr bleibenden Eindruck.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Enttäuscht

Gift
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In Island werden Tote aufgefunden, deren Drogen vergiftet waren. Zuerst ein verunglückter Lkw-Fahrer, dann in einem Raumschiff in einem Filmset ein Sanitäter, der der Freund von Chefkommissar Ellidi ist, ...

In Island werden Tote aufgefunden, deren Drogen vergiftet waren. Zuerst ein verunglückter Lkw-Fahrer, dann in einem Raumschiff in einem Filmset ein Sanitäter, der der Freund von Chefkommissar Ellidi ist, und zum Schluss ein kleines Mädchen. Weil der Chef involviert ist, bekommen Dora und Rado den Fall. Die Ermittlungen werden gefährlich.

Gift ist der zweite Teil der Reihe um die beiden Ermittler. Der erste Teil hat mich überzeugt und hat mir gut gefallen, doch dieser hat mich sehr enttäuscht. Die handelnden Personen waren sehr speziell – für mich extremer als in Teil 1. Dora ist schmerzmittelabhängig (und niemand hat es gemerkt?), Ellidi ist Alkoholiker (und niemand hat es gemerkt?) und Rado hat einen schwerkriminellen Bruder, für den kann er zwar nichts, unternimmt aber auch nichts dagegen. Gefühlt (und in dem Buch so beschrieben) scheinen aller Isländer mehr oder weniger drogenabhängig zu sein. Kriminelle Banden beherrschen das Land und die Polizei übt eine Art Selbstjustiz aus, indem sie ohne Legitimation in Wohnungen einbricht, Leute verprügelt und bedroht und nichts passiert. Alles zusammen erscheint mir relativ wenig glaubwürdig und der Fall selbst ist für mich auch nicht sehr spannend. So kommt das Buch für mich maximal an ein Mittelmaß heran und ich glaube auch nicht, dass ich eine Fortsetzung lesen möchte.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Schwächer

Nordweststurm
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Nordweststurm ist der fünfte Teil der Reihe um die SOKO in St. Peter-Ording. Wiederum geht es um die Kommissare Hendrik und Anna. Hendrik ist zurück in seiner alten Dienststelle in Itzehoe und Anna ist ...

Nordweststurm ist der fünfte Teil der Reihe um die SOKO in St. Peter-Ording. Wiederum geht es um die Kommissare Hendrik und Anna. Hendrik ist zurück in seiner alten Dienststelle in Itzehoe und Anna ist in St. Peter-Ording geblieben. Dort verschwindet ein schwedischer Journalist, während in Itzehoe ein Mord geschehen ist. Bald stellt sich heraus, dass beides wohl zusammenhängen könnte. Und dann ist auch noch Hendriks Vater im Spiel.

Ich empfand dieses Buch als schwächer in der Reihe. Am Anfang bin ich gar nicht so richtig vorwärts gekommen und musste mich teilweise zum Lesen zwingen. Das wurde im Laufe des Buches besser. Aber die furchtbaren Zickereien im Prinzip zwischen allen nervten mich irgendwie. Auch das Ende hat mich nicht völlig überzeugt. Die Lösung war nicht uninteressant, kam ja dann aber für die langen Ermittlungen irgendwie etwas sehr plötzlich. So ist mein Fazit bei diesem Buch: es ist noch Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Ziemlich langatmig

Grand Hotel Avalon
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1942, die Japaner haben Perl Harbor angegriffen und Amerika ist in den Krieg eingetreten. In den Appalachen in West Virginia gibt es das Luxushotel Grand Hotel Avalon. Geleitet wird es von June, zur damaligen ...

1942, die Japaner haben Perl Harbor angegriffen und Amerika ist in den Krieg eingetreten. In den Appalachen in West Virginia gibt es das Luxushotel Grand Hotel Avalon. Geleitet wird es von June, zur damaligen Zeit sehr ungewöhnlich. Das Luxushotel verwöhnt seine Gäste mit allen möglichen Sachen und profitiert von seiner Lage an den Heilquellen. Doch jetzt wird das Hotel in einer Art Internierungslager für ausländische Diplomaten umfunktioniert, sie führen im Hotel ein relativ gutes Leben und sollen gegen Amerikaner ausgetauscht werden. Für die Angestellten und die Leitung vom Hotel ein sehr spezieller Zustand.

Ich hatte mir von dem Buch viel versprochen. Das Thema finde ich sehr interessant, doch leider wurde ich über weite Strecken enttäuscht. Der Stil ist unheimlich langatmig. Jede Kleinigkeit wird unheimlich ausgewalzt und auf der anderen Seite werden wiederum viele Sachen einfach nur angedeutet und nicht zu Ende gebracht. Völlig genervt hat mich die dauernde Verwendung des Wortes Süßwasser, als würden die Leute ansonsten Salz- oder Brackwasser trinken und benutzen. Auch das scheinbar Mystische der Quellen konnte mich nicht überzeugen und hat mich mehr und mehr gestört. Bis ungefähr zur Hälfte des Buches musste mich wirklich regelrecht zwingen, weiter zu lesen. Oft habe ich tatsächlich mitten im Satz das Lesen unterbrochen und das Buch zusammengeklappt und mehrere Tage liegen gelassen und dazwischen mehrere andere Bücher gelesen. Erst so nach zwei Dritteln wird die Geschichte etwas interessanter und man erfährt auch etwas mehr über die Personen. Alles in allem bin ich aber am Ende froh gewesen, dass das Buch zu Ende war. Ich kann keine Leseempfehlung aussprechen. Für mich ist es maximal durchschnittlich.

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