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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2026

Auf der Spur der Wahrheit

Fractured Fates
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Um zu beweisen, dass ihre Schwester Vee unschuldig im Gefängnis sitzt, begibt sich Isabelle als Holly in die Davenport-Familie. Zwischen Macht und Lügen muss sie entscheiden, wem sie vertrauen kann und ...

Um zu beweisen, dass ihre Schwester Vee unschuldig im Gefängnis sitzt, begibt sich Isabelle als Holly in die Davenport-Familie. Zwischen Macht und Lügen muss sie entscheiden, wem sie vertrauen kann und was sie bereit ist zu opfern…

Schon die Buchwidmung hat mich sofort berührt und neugierig gemacht. Die Grundidee der Geschichte ist unglaublich spannend und hat mich von der ersten Seite an gefesselt.

Durch den Aufbau mit den verschiedenen Perspektiven brauchte die Geschichte etwas, um sich zu entwickeln, aber das hat der Geschichte im Verlauf nur mehr Tiefe verliehen. Ich habe jedes Kapitel mit Holly mitgefiebert, wollte wissen, ob sie nun auffliegt, und war ständig gespannt, welche Beweise sie wohl findet.

Manches konnte ich zwar vorherahnen, das stört mich allerdings nicht, denn ich habe trotzdem immer noch keine Vermutung, wer hinter allem steckt.
Der Cliffhanger am Ende hat mich sprachlos zurückgelassen. Ich muss unbedingt bald Band 2 lesen.

Wer starke weibliche Figuren, überraschende Wendungen und Spannung liebt, wird von diesem Buch absolut begeistert sein!

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Bis zuletzt habe ich niemandem getraut

Beth is dead
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Unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar

Dieses Buch hat mich vor allem durch seine Erzählstruktur überzeugt. Die Wechsel zwischen den Perspektiven der Schwestern und den Zeitebenen Gegenwart und Vergangenheit ...

Unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar

Dieses Buch hat mich vor allem durch seine Erzählstruktur überzeugt. Die Wechsel zwischen den Perspektiven der Schwestern und den Zeitebenen Gegenwart und Vergangenheit funktionieren richtig gut und sorgen dafür, dass man ständig dranbleibt. Besonders stark fand ich, dass wir auch Beth selbst als Perspektive bekommen. Das hat der Geschichte eine sehr emotionale Ebene gegeben.

Durch die vielen Geheimnisse der einzelnen Figuren entsteht außerdem eine permanente Unsicherheit. Man weiß nie genau, wem man trauen kann, und genau das macht die Geschichte spannend. Jede:r wirkt irgendwie verdächtig, was mich beim Lesen immer wieder zum Umdenken gebracht hat.

Weniger überzeugt hat mich die Auflösung. Sie kam für mich sehr plötzlich und wirkte nicht so, als hätte man sie vorher wirklich miträtseln können. Dadurch ging ein Teil der Spannung im Nachhinein verloren, weil ich mir gewünscht hätte, selbst stärker mit auf die Lösung hinarbeiten zu können.

Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass das Buch innerhalb der Geschichte selbst noch stärker aufgegriffen wird, insbesondere die Hinweise und Inhalte rund um die Schwestern. Das hätte für mich eine spannende zusätzliche Ebene sein können und der Story noch mehr Tiefe gegeben.

Insgesamt ein spannender Roman mit starker Atmosphäre und emotionalen Momenten, der mich gut unterhalten hat, auch wenn mir die Auflösung und ein paar inhaltliche Details am Ende etwas zu kurz gekommen sind.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Auf der Suche nach dem Glück im Alltag

Die Sonne in dir
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Ich war ehrlich überrascht, wie sehr mich das Buch berührt hat. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, dass da jemand schreibt, der genau weiß, wie ...

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Ich war ehrlich überrascht, wie sehr mich das Buch berührt hat. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, dass da jemand schreibt, der genau weiß, wie sich Selbstzweifel, Sehnsucht und innere Zerrissenheit anfühlen. Vieles kam mir sehr bekannt vor. Ich habe mich oft wiedererkannt und das hat das Lesen intensiv gemacht.

Anna führt ein Leben, das nach außen betrachtet völlig in Ordnung ist, sich für sie selbst jedoch zunehmend leer und routiniert anfühlt. Als sie in einem Antiquitätengeschäft ein Tagebuch aus den 1920er-Jahren entdeckt, taucht sie immer tiefer in das Leben einer fremden Frau ein und merkt dabei, dass sie sich eigentlich mit ihren eigenen unerfüllten Sehnsüchten auseinandersetzt. Die Begegnung mit der Vergangenheit wird für sie zum Anstoß, ihr Leben bewusst neu auszurichten.

Der Schreibstil ist wirklich schön. Poetisch, stellenweise fast schon ein bisschen kitschig. Aber für mich war das kein negativer Kitsch, sondern hatte eher etwas Tröstliches. Es ist ein Buch, das Hoffnung macht. Diese Grundhaltung zieht sich durch alles.

Was ich besonders mochte: Ich habe es nicht als klassischen Ratgeber empfunden. Es gibt keine starren Anleitungen, keine Checklisten, kein Gefühl von Selbstoptimierung. Stattdessen erzählt es, begleitet und regt zum Nachdenken an. Genau dadurch konnte ich viel für mich mitnehmen, ohne mich belehrt zu fühlen.

Ein Punkt hat mich allerdings nachdenklich gemacht. Im Buch wird angesprochen, dass viele Ratgeber die Dinge zu einfach darstellen und am Ende immer alles perfekt aufgeht. Und obwohl genau das kritisch betrachtet wird, hatte ich stellenweise ein ähnliches Gefühl. Manche Entwicklungen wirkten sehr rund, sehr stimmig, fast etwas zu glatt. Das Leben ist oft widersprüchlicher und unordentlicher. Ein bisschen mehr Reibung hätte der Geschichte vielleicht gutgetan.

Trotzdem hat mich das Buch insgesamt wirklich bewegt. Für mich war es eine Lektüre, die Mut macht und gleichzeitig Raum lässt, das eigene Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Die Schatten der Vergangenheit holen sie ein

Jailbird
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„Jailbird“ ist definitiv keine leichte Kost, hat mich aber von Anfang an gepackt. Der Einstieg ist extrem spannend und zieht einen sofort in eine düstere, intensive ...

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„Jailbird“ ist definitiv keine leichte Kost, hat mich aber von Anfang an gepackt. Der Einstieg ist extrem spannend und zieht einen sofort in eine düstere, intensive Atmosphäre hinein. Gerade am Anfang wusste ich mehr als einmal nicht, ob das, was gerade passiert, real ist oder sich nur im Kopf der Protagonistin abspielt.

Lori dachte, ihre schlimmsten Albträume seien vorbei… Bis der Mann, der ihr alles genommen hat, plötzlich wieder vor ihr steht. Nach 15 Jahren im Gefängnis ist Ryker von Rache und Hass getrieben. Er will nicht nur ihre Angst spüren, er will sie kontrollieren, ihre Seele brechen. Für Lori beginnt damit ein Kampf ums Überleben.

Besonders die erste Hälfte des Buches konnte mich überzeugen: es passiert so viel, dass sich eine Spannung aufbaut, die mich beim Lesen konstant begleitet hat. Ich war ständig am Rätseln und habe viele Theorien aufgestellt. Die Plottwists gegen Ende habe ich trotzdem nicht kommen sehen.

Trotzdem hat sich das Ende für mich etwas gezogen. Mir war dort stellenweise zu viel Spice und zu wenig tatsächliche Handlung. Dadurch sind für mich einige Fragen offengeblieben, auf die ich mir mehr Klarheit gewünscht hätte. Mehr möchte ich dazu aber nicht sagen, um nicht zu spoilern.

Insgesamt ist „Jailbird“ ein intensiver, düsterer Roman mit emotionalen Momenten und überraschenden Wendungen. Trotz kleiner Längen zum Schluss bleibt ein sehr positiver Eindruck.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Wenn der moralische Kompass flexibel ist

Hustle
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„Hustle“ war für mich definitiv ein Schritt außerhalb meiner Komfortzone, hat mich aber positiv überrascht. Leonie und ihre Freundinnen sind mir schnell ans Herz ...

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„Hustle“ war für mich definitiv ein Schritt außerhalb meiner Komfortzone, hat mich aber positiv überrascht. Leonie und ihre Freundinnen sind mir schnell ans Herz gewachsen, auch wenn die Story bewusst etwas abgedreht ist. Genau das hat für mich aber den Reiz ausgemacht.

Leonie zieht nach München und merkt schnell: Ein normales Gehalt reicht nicht für ein Leben in der Stadt. Sie trifft auf drei Frauen, die sich ihren luxuriösen Lifestyle mit zweifelhaften Methoden finanzieren und plötzlich findet auch Leonie ihren eigenen Weg, Geld zu verdienen: Sie rächt frisch gebrochene Herzen gegen Bezahlung. Dabei zeigt sie immer wieder, dass sie nach ihrem eigenen moralischen Kompass handelt. Sie lügt, trickst und täuscht, aber mit nachvollziehbaren Gründen und viel Elan.

Mit dem nüchternen, teils zynischen Schreibstil und der Erzählweise in der dritten Person hatte ich anfangs meine Schwierigkeiten, aber nach etwa 20 Seiten war ich drin. Leonies Alltag zwischen Münchner Schickeria und ihrem eher dubiosen Nebenjob wirkte trotz dem Kontrast authentisch und greifbar. Als jemand, der selbst vom Ruhrgebiet nach Bayern gezogen ist, konnte ich Leonie in vielen Momenten gut nachvollziehen (vor allem bei den Öffnungszeiten!).

Ein echtes Highlight war ihr ungewöhnliches Hobby: die Schleimpilzzucht, inklusive ihres ehrgeizigen Plans, dem Pilz ein Labyrinth zu bauen. Das war schräg, witzig und gleichzeitig so liebevoll erzählt, dass es mir jedes Mal ein Schmunzeln entlockt hat.

Insgesamt ist das Buch sehr humorvoll, ich musste oft laut lachen. Gesellschaftliche Kritik an Kapitalismus, Wohnungsmangel und Erfolgsdruck trifft dabei den Nerv der Zeit. Der Humor kommt durch den Schreibstil noch einmal besser zur Geltung. Schade fand ich nur, dass die moralischen Fragen lediglich angerissen werden und das Ende etwas gehetzt wirkt. Da hätte ich mir noch ein paar Seiten mehr gewünscht.

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