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Veröffentlicht am 27.07.2025

Ein atmosphärischer Tauchgang in Mythos, Magie und verbotene Gefühle

The West Wind – Reich aus Licht und Dornen (The Four Winds 2)
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The West Wind ist der zweite Band der Four Winds-Reihe von Alexandria Warwick, lässt sich aber problemlos eigenständig lesen – was ich sehr begrüßt habe. Der Roman nimmt uns mit in eine düstere, mythologisch ...

The West Wind ist der zweite Band der Four Winds-Reihe von Alexandria Warwick, lässt sich aber problemlos eigenständig lesen – was ich sehr begrüßt habe. Der Roman nimmt uns mit in eine düstere, mythologisch durchtränkte Welt, in der eine junge Frau zwischen Glauben, Pflicht und aufkeimender Sehnsucht zerrieben wird.

Worum geht’s?
Brielle, aufgewachsen im Kloster von Thornbrook, hat ihr Leben dem heiligen Vater gewidmet – Schmiedin, angehende Akolythin und vollkommen abgeschottet von weltlichen Versuchungen. Doch als sie im Wald auf den verletzten Zephyr trifft, den Gott des Westwinds, beginnt ihre Welt zu bröckeln. Ihre gute Tat zieht sie in eine ganz andere: die Unterwelt. Und diese ist so gar nicht heilig. Verführerisch, gefährlich und von trügerischen Feenwesen bewohnt, stellt sie Brielle vor Prüfungen, die ihr nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch und moralisch alles abverlangen.

Was überzeugt?
Warwicks Schreibstil ist atmosphärisch dicht, fast poetisch. Besonders gelungen fand ich die Mischung aus schottischer Balladenstimmung („Tam Lin“) und griechischer Mythologie – ein eher ungewöhnlicher Mix, der hier aber wunderbar funktioniert. Brielle ist eine glaubhafte Protagonistin, innerlich zerrissen, aber nie passiv. Ihre Entwicklung – vom scheuen Klostermädchen zur Frau, die eigene Entscheidungen trifft – wirkt organisch.
Und Zephyr? Der ist ein Paradebeispiel für den „düster-verführerischen“ Love Interest: geheimnisvoll, ein bisschen gefährlich und definitiv kein klassischer Romantyp. Man weiß nie ganz, woran man bei ihm ist – was perfekt zur schillernden Bedrohung der Unterwelt passt.

Was hakt ein wenig?
Die erste Hälfte baut sehr auf Atmosphäre und innere Konflikte, was ich persönlich mochte – Leser:innen, die mehr Tempo und Plot-Drive erwarten, könnten aber etwas Geduld brauchen. Auch hätte ich mir noch mehr Einblick in die Lore und Regeln der Unterwelt gewünscht – manchmal blieb sie etwas diffus. Dafür entschädigen aber starke Szenenbilder und eine unterschwellige Sinnlichkeit, die nie kitschig wird.

Fazit:
Ein märchenhaft-düsterer Fantasy-Roman mit Tiefgang, Romantik und Mythos – perfekt für Fans von romantischer Fantasy mit komplexen Heldinnen und dunklen Helden.
Brielles innerer Konflikt zwischen Glaube und Verlangen ist das emotionale Herzstück dieser Geschichte – und genau das macht sie lesenswert.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Wenn die Vergangenheit einen einholt

Funken – The Secrets of Dracon Rock
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Ich bin komplett ohne Erwartungen an dieses Buch herangegangen und wurde schon nach wenigen Kapiteln richtig positiv überrascht. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und es fühlt sich nie so an, als wüsste ...

Ich bin komplett ohne Erwartungen an dieses Buch herangegangen und wurde schon nach wenigen Kapiteln richtig positiv überrascht. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und es fühlt sich nie so an, als wüsste man schon genau, wie alles ausgehen wird. Der Spannungsbogen bleibt konstant, man kann sich einiges vielleicht denken, ist sich aber nie sicher. Manchmal war ich sogar richtig verwirrt – auf eine gute Art – und am Ende hat sich vieles davon schlüssig zusammengefügt.



Welt & Atmosphäre

Das Worldbuilding hat mir richtig gut gefallen. Man konnte sich alles sehr genau vorstellen, von der Welt der Reiter bis hin zu den Strukturen im Hintergrund. Es wirkt alles logisch aufgebaut, mit viel Liebe zum Detail. Auch die gesellschaftlichen Gegensätze wurden sehr gut dargestellt. Ich fand es besonders spannend zu sehen, wie sich die Geschichte zwischen Reitern und Rebellen langsam entfaltet.



Charaktere

Alyssa ist ein unglaublich starker Charakter. Sie ist sympathisch, loyal und vor allem steht sie für das ein, was sie für richtig hält – selbst wenn es nicht dem entspricht, was von ihr erwartet wird. Sie hat ihre eigenen moralischen Vorstellungen und zieht das auch durch, was ich sehr bewundere.



Auch Rowan ist ein sehr intensiver und spannender Charakter. Er war mir von Anfang an sympathisch, genau wie sein Drache. Dass zwischen ihm und Alyssa Gefühle im Spiel sind, war schnell klar, aber trotzdem hat es sich nie gezwungen oder kitschig angefühlt. Ich hätte mir gewünscht, dass die beiden ein bisschen früher zueinander finden und dass manche Szenen zwischen ihnen etwas ausführlicher gewesen wären.



Die Rebellengruppe war am Anfang noch sehr mysteriös, wurde aber im Verlauf immer präsenter. Besonders interessant fand ich, wie Alyssas Verbindung zu ihrem Vater und den alten Idealen der Rebellen aufgerollt wird. Sie hat sich eine eigene Meinung gebildet, obwohl sie von diesen Dingen geprägt wurde. Sie sieht nicht alles schwarz-weiß, erkennt, dass nicht jeder Reiter schlecht und nicht jeder Rebell automatisch gut ist. Das fand ich sehr reif und gut umgesetzt.

Ash als Charakter war auch sehr spannend mir aber tatsächlich nicht ganz sympathisch, weil ich von Anfang an dachte, dass er mehr Interesse an dem hat, was für ihn und seine Gruppe am besten ist und nicht für seine ehemalige Freundin. Er ist sehr egoistisch und man sich bedacht und ich finde seinen Charakter wirklich nicht sonderlich schön.



Handlung & Emotionen

Ich hätte mir gewünscht, dass Alyssa früher ehrlich ist. Ich glaube nicht, dass ihr jemand ihre Herkunft übel genommen hätte, wenn sie klar gesagt hätte, dass sie nicht auf der Seite der Rebellen steht. Gleichzeitig verstehe ich aber auch, dass sie ihre alten Freunde nicht verraten wollte sie wusste ja nicht, wie sich diese entwickelt haben. Trotzdem denke ich, dass sie es später selbst bereut, nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Vielleicht hätte sie dann einiges verhindern können, und ihre Freundin wäre jetzt nicht in der Situation, in der sie ist.



Ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht vor allem, wie Rowan, seine Schwester und Finley auf die ganze Wahrheit reagieren werden. Die letzten Sätze waren für mich eine der stärksten Wendungen der Geschichte, weil man plötzlich erkennt, wie perfide die Rebellen Alyssa unter Druck gesetzt haben. Ich hoffe auch sehr, dass sie ihre Freundschaft zu ihrer Laborpartnerin nicht komplett aufs Spiel gesetzt hat. Sie hat ihr etwas versprochen und es dann gebrochen, weil sie ihr nicht die Wahrheit gesagt hat. Ich bin mir sicher, dass sie sich dafür selbst verantwortlich fühlt und hoffentlich Pläne entwickelt, um das wieder gutzumachen.



Schreibstil

Der Schreibstil war für mich sehr angenehm. Flüssig, bildhaft und nie zu kompliziert. Man konnte gut in die Geschichte eintauchen. Ich hätte mir stellenweise gewünscht, noch andere Perspektiven zu bekommen als nur die von Alyssa, um manche Charaktere besser zu verstehen, aber trotzdem hat es gut funktioniert, weil man dadurch sehr nah bei ihr war.



Fazit

Ein starker Reihenauftakt mit spannender Handlung, einer starken Protagonistin und einer Welt, die Lust auf mehr macht. Besonders die Entwicklungen gegen Ende haben mich sehr gepackt. Ich freue mich richtig auf den nächsten Band und darauf, zu sehen, wie Alyssa mit all dem umgeht, was noch vor ihr liegt.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Zwischen Loyalität, Geheimnissen und Schatten

Empire of Whispers and Shadows
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Empire of Whisper and Shadow ist ein wirklich sehr spannendes Buch. Besonders gut gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven: Durch die Sichtweisen von Saya und Teno konnte man sich hervorragend ...


Empire of Whisper and Shadow ist ein wirklich sehr spannendes Buch. Besonders gut gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven: Durch die Sichtweisen von Saya und Teno konnte man sich hervorragend in beide Figuren hineinversetzen. Man wusste jederzeit, was sie übereinander denken und welche Absichten hinter ihrem Verhalten stecken. Das empfand ich als sehr angenehm, da man sich keine Sorgen machen musste, ob einer den anderen verraten könnte oder eben nicht.



Auch insgesamt lässt sich das Buch sehr leicht und flüssig lesen. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, aus dem Lesefluss gerissen zu werden. Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten, was das Lesen zusätzlich erleichtert und dafür sorgt, dass man immer weiterlesen möchte.



Saya ist eine unglaublich starke Protagonistin. Zwar versucht sie in erster Linie, sich selbst zu schützen, doch gleichzeitig besitzt sie einen enormen Beschützerinstinkt gegenüber den Menschen, die ihr wichtig sind. Sie würde niemals jemanden im Stich lassen, der ihr etwas bedeutet. In manchen Momenten könnte man sie vielleicht als etwas naiv wahrnehmen, doch sie weiß genau, wem sie vertrauen kann und welche Entscheidungen wirklich eine Wahl sind und welche nicht.



Teno wirkte auf mich in den ersten Kapiteln zunächst etwas unsympathisch, entwickelte sich jedoch sehr schnell zu einem starken und interessanten Protagonisten. Seine Motivation und das, wofür er kämpft, werden schnell nachvollziehbar. Besonders gefallen hat mir, dass er loyal gegenüber denjenigen ist, die ihm ebenfalls Loyalität entgegenbringen. Die Beziehung zwischen ihm und Saya entwickelt sich sehr angenehm und glaubwürdig über das gesamte Buch hinweg, sodass sie am Ende realistisch und stimmig wirkt.



Die verschiedenen Aufgaben, die die Figuren bewältigen müssen, fand ich durchweg spannend. Vor allem das Geschehen drumherum hat viel zur Atmosphäre beigetragen. Besonders Tas ist mir als Charakter aufgefallen, da man schnell merkt, dass hinter ihren Handlungen mehr steckt, als zunächst sichtbar ist. Auch ihr Wissen über Saya wirft interessante Fragen auf.



Ryko erschien mir anfangs als ein eher einfacher, gut einschätzbarer Charakter. Doch auch hier wurde ich immer wieder zum Zweifeln gebracht und war überrascht von den Wendungen, die seine Figur nimmt. Eine bestimmte Enthüllung hätte meiner Meinung nach jedoch etwas ausführlicher sein dürfen sie wirkte sehr kurz abgehandelt, obwohl sie großes Potenzial gehabt hätte.



Das Ende empfand ich ebenfalls als etwas knapp, endet jedoch mit einem starken Cliffhanger, der völlig unerwartet kommt. Gerade das macht das Buch umso spannender und sorgt dafür, dass ich den zweiten Band unbedingt lesen möchte.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Magie, Macht und ein Herz, das brennt

Infernas 1: King of Ash
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Also eins vorweg: Infernas hat mich definitiv abgeholt auf vielen Ebenen. Die Geschichte hat eine besondere Atmosphäre, die sich irgendwo zwischen düsterer Magie, leiser Romantik und großen Fragen nach ...

Also eins vorweg: Infernas hat mich definitiv abgeholt auf vielen Ebenen. Die Geschichte hat eine besondere Atmosphäre, die sich irgendwo zwischen düsterer Magie, leiser Romantik und großen Fragen nach Gut und Böse bewegt. Es ist kein Buch, das man mal eben liest und dann zur Seite legt. Vielmehr begleitet es einen mit all seinen Figuren und Wendungen auch zwischen den Kapiteln weiter.



Der Einstieg fiel mir leicht, obwohl Everly als Protagonistin anfangs sehr oft betont, wie lange sie schon in dieser besonderen Situation steckt. Sieben Jahre, sieben Jahre, sieben Jahre… ja, wir haben es verstanden. Trotzdem mochte ich sie, weil sie Ecken und Kanten hat, weil sie nicht perfekt ist und weil man mit ihr wachsen darf. Dass ihr großes Geheimnis schon früh erkennbar ist, hätte man meiner Meinung nach nicht zwingend auf dem Klappentext verraten müssen das hätte der Geschichte etwas mehr Spannung am Anfang verliehen.



Besonders spannend fand ich den Teil, in dem erklärt wird, wie alles entstanden ist. Dabei stellt sich ganz klar die Frage, ob die vermeintlich „Guten“ wirklich nur Gutes im Sinn hatten oder ob auch in ihnen etwas Dunkles schlummert. Immerhin hat diese Macht einst so ausgereicht, dass man sie überhaupt aufteilen musste. Und genau das macht es so spannend nichts ist einfach nur schwarz oder weiß.



Ein Charakter, der mir allerdings sehr gegen den Strich ging, war Enya. Ihre Art war für mich stellenweise schwer zu ertragen, gerade, weil sie selbst unter Druck stand und dann mit denselben Mitteln zurückschlägt. Das hat bei mir eher ein unangenehmes Gefühl hinterlassen. Dass sie so leicht eine gewisse Situation aufdeckt, hat mich dann doch überrascht besonders weil ich dachte, gewisse Figuren hätten mehr Gespür.



Dafür habe ich mich über das Verhältnis zwischen Everly und ihrer Schwester gefreut. Es war schön zu sehen, dass da echtes Vertrauen da ist. Ich hätte mir gewünscht, Everly hätte Melodie noch mehr anvertraut, denn ich glaube, sie hätte vieles besser verstanden.



Was ich absolut geliebt habe, waren die Rückblicke gerade die Szenen, die Einblicke in die Vergangenheit von Dante geben. Sie machen vieles klarer, auch wenn die Prophezeiung trotzdem ein Mysterium bleibt. Aber man spürt: Everly ist der Schlüssel zu allem. Wie und warum, das ist noch nicht ganz greifbar, aber die Spannung ist da.



Das Worldbuilding ist definitiv einer der großen Pluspunkte des Buches. Infernas als Ort, als Konstrukt, als etwas Lebendiges wirkt faszinierend und greifbar. Man hat wirklich das Gefühl, dort zu sein. Besonders das Herz von Infernas hat es mir angetan – diese Idee, dass sich das Gebäude verändert und eine Art Eigenleben besitzt, fand ich wahnsinnig spannend. Es lebt, atmet, beobachtet und passt sich an. Mehr davon? Gerne! Da wäre sogar noch Luft nach oben.



Die Dämonen hingegen sind mir nicht ganz so bildlich vor Augen getreten da hätte ich mir noch ein wenig mehr Beschreibung gewünscht, um sie besser greifen zu können.



Auch die Dynamik zwischen Dante und Everly hat mir richtig gut gefallen. Es entwickelt sich nicht zu schnell, nicht zu erzwungen sondern glaubhaft, nachvollziehbar, mit Ecken, Zweifeln, aber auch intensiven Momenten. Man spürt: Da passiert was. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Die Chemie stimmt, selbst wenn beide es sich (noch) nicht eingestehen wollen.



Dante selbst bleibt bis zuletzt ein sehr rätselhafter Charakter. Sein Handeln ist oft schwer zu durchschauen, aber gerade das macht ihn spannend. Ich finde es schön, wie Everly ihn Stück für Stück verändert wie sie ihm Kraft gibt, ihn erdet und ihn vielleicht sogar rettet.



Roarke ist da ganz anders ruhiger, loyal, sehr einfühlsam. Zwischen ihm und Everly entsteht etwas Echtes, Vertrautes. Keine typische Dreiecksgeschichte, sondern eher ein freundschaftliches Band, das auf Respekt und Verständnis beruht. Er ist ein Charakter, der mir richtig ans Herz gewachsen ist.



Amira bringt ordentlich Feuer in die Geschichte. Ihr Temperament ist verständlich, ihre Wut nachvollziehbar und trotzdem fragt man sich, warum ausgerechnet sie außen vor gelassen wird. Gerade im Vergleich zu Roarke wirkt sie unberechenbarer, aber auch verletzlicher. Und was sie am Ende tut, lässt einen mit offenem Mund zurück.



Das Ende? Heftig. Emotional, dramatisch, mit einem fiesen Cliffhanger, der mich fast wahnsinnig gemacht hat. Zum Glück muss man auf den nächsten Band nicht ewig warten, denn ich brauche dringend Antworten. Gerade was die Prophezeiung angeht ich bin mir nicht sicher, ob wirklich alles so kommen muss, wie es vorhergesehen wurde. Everly war immer die Konstante, die Licht bringt. Und ich hoffe sehr, dass sie das bleibt.



Fazit:

Infernas ist eine vielschichtige, atmosphärische Geschichte mit starkem Worldbuilding, spannenden Charakteren und echten Emotionen. Es ist düster und romantisch, laut und leise zugleich und lässt einen nicht so schnell los. Einige Figuren nerven, andere berühren. Einige Szenen überraschen, andere lassen einen wütend oder glücklich zurück. Und genau deshalb hat das Buch für mich ganz klar 4 bis 5 Sterne verdient.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Emotional, dynamisch und voller Enthüllungen

Infernas 2: Queen of Embers
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Ein wunderschönes Wiedereintauchen in die Welt von Infernas. Auch der zweite Band hat es in sich mit echten Gefühlen, Dynamik und spannenden Enthüllungen. Die Prophezeiung erhält endlich ihren Sinn, und ...

Ein wunderschönes Wiedereintauchen in die Welt von Infernas. Auch der zweite Band hat es in sich mit echten Gefühlen, Dynamik und spannenden Enthüllungen. Die Prophezeiung erhält endlich ihren Sinn, und wir erfahren, was es damit auf sich hat, wer involviert war und wer vielleicht doch nicht.



Das Worldbuilding wird durch neue Geschöpfe und Orte erweitert, die wieder sehr eindrucksvoll dargestellt sind. Die Autorin bleibt ihrem Schreibstil treu, und wir erleben die Geschichte weiterhin aus den Perspektiven von Everly und Dante. Das ist besonders angenehm, da es uns einen tiefen Einblick in die Gedanken und Gefühle von Infernas selbst ermöglicht.



Neue Charaktere treten auf, und Figuren, die bisher nicht im Fokus standen, rücken in die erste Reihe. Dadurch verändert sich die Dynamik spürbar, das Netz aus Intrigen und Verbindungen verdichtet sich. Neue intensive Beziehungen entstehen, während bestehende weiter vertieft werden. Diese Echtheit ist nicht zu übersehen und verleiht der Geschichte große emotionale Tiefe.



Der Spannungsbogen war stellenweise etwas schwach, und manches wirkte vorhersehbar. Doch dies wurde durch viele unerwartete Entdeckungen und Begegnungen ausgeglichen.



Besonders deutlich zeigt sich die charakterliche Entwicklung bei Dante, Everly und Amida. Alle drei wachsen über sich hinaus und besinnen sich auf das wirklich Wichtige. Dante scheint aus seinem „traurigen Loch“ herauszufinden, Everly akzeptiert ihr Schicksal zunehmend, und Amida beweist ihre Loyalität zu Freunden, Familie und Infernas. Diese Entwicklungen führen zu einem starken, stimmigen Finale.



Auch Nebenfiguren wie Roark und Everlys Familie Mel, ihre Mutter und ihr Vater sind wieder präsent. Sie unterstützen Everly und Dante dabei, ihre Bestimmung anzunehmen, und geben der Geschichte zusätzliche emotionale Tiefe.

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