Wer hat Sven Christiansen auf dem Gewissen?
Lügen auf FriesischZum Inhalt:
Als Sven Christiansen, der Marktleiter des Restpostenmarkts, tot aufgefunden wird, müssen Michaela Greve, Michi genannt, und ihr Kollege Ulf Weingärtner diesmal alleine ermitteln, da ihr Chef ...
Zum Inhalt:
Als Sven Christiansen, der Marktleiter des Restpostenmarkts, tot aufgefunden wird, müssen Michaela Greve, Michi genannt, und ihr Kollege Ulf Weingärtner diesmal alleine ermitteln, da ihr Chef im Krankenhaus liegt. Zwar versucht dieser, den Fall vom Krankenhaus aus zu leiten. Das macht die Ermittlungen für Michi und Ulf jedoch nicht leichter. Je tiefer ihre Ermittlungen gehen, desto mehr kristallisiert sich heraus, dass Sven Christiansen ein Doppelleben geführt hat und es einige Personen gibt, die ein gutes Motiv haben, um ihm nach dem Leben zu trachten. So geraten Michi und Ulf immer tiefer in einen Sumpf aus Geheimnissen, Intrigen und Missgunst.
Meine Meinung:
Nachdem ihr Chef im Krankenhaus liegt, müssen die Polizistin Michaela Greve, Michi genannt, und ihr Kollege Ulf Weingärtner weitestgehend alleine ermitteln. Denn natürlich möchte ihr Chef dennoch ein Update über die Ermittlungen und mischt von seinem Krankenbett ganz schön mit. Die Idee hinter dem Fall hat mir gefallen. Zudem scheint jeder, das Opfer eingeschlossen, seine Geheimnisse zu haben und ein doppeltes Spiel zu spielen. Das hat den Fall interessant, undurchschaubar und spannend gemacht, was mir sehr gut gefallen hat. Ein Wermutstropfen war jedoch die Ermittlungsarbeit von Michi und Ulf, die ziemlich konfus war. Ich hatte immer wieder das Gefühl, die beiden schaffen es nicht, ohne ihren Chef zu ermitteln, und mir fehlte einfach eine gewisse Struktur bei ihren Befragungen und Ermittlungen im Allgemeinen. Was sehr schade war, denn eigentlich kennt man die beiden als kompetente Polizisten und vor allem Michi hat bei den vorherigen Fällen durchaus gezeigt, wie gewitzt sie ist.
Michi, Ulf und Werner sind alle drei Marken für sich, die ihre Ecken und Kanten haben. Vor allem Werner eckt auch in diesem Band mit seiner direkten, knurrigen Art immer wieder an und bringt damit Ulf zur Weißglut. Dennoch zeigt Werner an einigen Stellen, dass er ein großes Herz hat und anderen Personen, ohne großen Dank dafür zu erwarten, hilft. Ein bisschen genervt hat mich Ulfs ewiges Gemurre wegen Werners Einmischung in den Fall. Zum einen lief es nie anders und zum anderen nutzt Ulf seine Chance, ihm zu zeigen, was er alles kann, nicht.
Fazit:
Den Fall, in dem Michi, Ulf und Werner ermitteln müssen, fand ich spannend. Zumal jede der Personen, einschließlich des Opfers, ihre Geheimnisse hat und ein doppeltes Spiel spielt. Dadurch entstand nicht nur Spannung, sondern auch ein interessanter und undurchschaubarer Fall, was mir sehr gut gefallen hat. Leider ließ die Ermittlungsarbeit von Michi und Ulf zu wünschen übrig. Sie wirkte auf mich meist ziemlich konfus und so, als ob die beiden ohne ihren Chef nicht in der Lage wären, überhaupt zu ermitteln. Was sehr enttäuschend war, da mir beide wesentlich kompetenter in Erinnerung waren und vor allem Michi bei den vorherigen Fällen durchaus zeigte, wie gewitzt sie ist.