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Veröffentlicht am 17.02.2026

Mehr als nur ein weiterer Dystopie-Hype

To Cage a Wild Bird
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Eine Zeit lang sind so viele Dystopien erschienen, dass ich nach einiger Zeit das Gefühl hatte alle Settings zu kennen und hier nicht mehr viele Überraschungen zu erleben. Somit werde ich deutlich wählerischer, ...

Eine Zeit lang sind so viele Dystopien erschienen, dass ich nach einiger Zeit das Gefühl hatte alle Settings zu kennen und hier nicht mehr viele Überraschungen zu erleben. Somit werde ich deutlich wählerischer, welche Dystopien ich überhaupt noch kaufe oder zu lesen beginne. Bei „To Cage a Wild Bird“ war ich auch wirklich skeptisch, weil es zeitweise wieder so gehypt wurde und ich Sorge hatte, dass das viel Wirbel um Nichts ist.

Die Geschichte startet ein bisschen ruhiger, aber bereits von der ersten Seite an ist klar, dass wir es hier nicht mehr der klassischen Heldin zu tun haben. Raven ist eine Kopfgeldjägerin, nicht sonderlich beliebt in der Gesellschaft und scherrt sich nicht um die Meinung anderer. Das Einzige, worum sie sich interessiert ist, dass sie genug Geld verdient, dass sie ihren Bruder ernähren kann und er nicht auf die schiefe Bahn gerät. Als ihr Bruder trotzdem gefangen wird, schleust sie sich selbst im Gefängnis ein, um ihm bei einer potentiellen Flucht zu helfen.

In den ersten Kapiteln war ich mir wirklich nicht sicher, ob ich Raven wirklich mag. Sie wirkt sehr grob und unhöflich. Nach und nach wird dem Leser deutlich, dass das Leben sie einfach nur hart gemacht hat. Es wir auch im Laufe des Buches nicht leichter. Das Setting in dem Gefängnis hat mir richtig gut gefallen. Es ist wirklich abwechslungsreich und hat teilweise wirklich eine Atmosphäre wie in „Tribute von Panem“. Allerdings gibt es auch nicht zu viele Parallelen, sodass es immer noch spannend bleibt. Ein grandioser Kampf um das Überleben!

Besonders gut fand ich, dass es einige Überraschungen gibt. Ein paar Wendungen hatten sich schon lange abgezeichnet, aber einiges kam auch unerwartet. Bis zur letzten Seite ist es spannend geblieben. Am Ende gibt es keinen bösen Cliffhanger, aber noch genug offene Fragen, sodass sich der Leser auf die Fortsetzung freuen kann. Wann diese Fortsetzung allerdings erscheinen wird ist noch nicht klar. Es bleibt somit auch in dieser Hinsicht spannend.

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Veröffentlicht am 27.11.2025

Ein Schicksal, das unter die Haut geht

Weil wir es uns versprochen haben
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Brittainy C. Cherry ist seit Langem ein Garant für wundervolle, gefühlvolle Geschichten. Bei ihr gibt es eigentlich nur zwei Kategorien: gute Bücher und überragende Bücher. Der Roman „Weil wir es uns versprochen ...

Brittainy C. Cherry ist seit Langem ein Garant für wundervolle, gefühlvolle Geschichten. Bei ihr gibt es eigentlich nur zwei Kategorien: gute Bücher und überragende Bücher. Der Roman „Weil wir es uns versprochen haben“ gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie.

Es ist eine Geschichte, die es eigentlich nicht geben sollte – nicht, weil sie schlecht wäre, sondern weil sie ein Schicksal beschreibt, das so realistisch und tragisch ist, dass man sich wünscht, solche Erfahrungen würden in der realen Welt nicht existieren. Leider wissen wir alle, dass es viel zu viel Leid gibt.

Im Mittelpunkt steht Kierra Hughes, die bereits in ihrer Jugend von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wurde. Jahre später befindet sie sich in einer unglücklichen Ehe und versucht, für sich und ihre Tochter einen Ausweg zu finden. Als wäre das Gefühlschaos nicht schon groß genug, taucht plötzlich jemand aus ihrer Vergangenheit auf – jemand, der ihr einst sehr viel bedeutet hat.

Besonders beeindruckt hat mich, wie komplex Kierras Persönlichkeit dargestellt wird. Es ist so leicht, andere Menschen oder deren Beziehungen zu beurteilen oder gar zu verurteilen. Kierra zeigt eindrücklich, dass vieles viel komplizierter ist, als es von außen scheint. Man versteht, warum sie ihre Ehe nicht einfach beendet oder warum sie nicht einfach mehr Dinge tut, die sie glücklich machen könnten. Die Geschichte ist an vielen Stellen sehr heftig, und ich kann gut nachvollziehen, dass sie manchen Leserinnen oder Lesern zu nahe gehen könnte.

Die Sprache ist – wie bei der Autorin gewohnt – angenehm, bildhaft und erzeugt sofort ein lebendiges Kopfkino. Ich bin direkt in die Atmosphäre eingetaucht und hätte mühelos noch zehn weitere Kapitel lesen können. „Weil wir es uns versprochen haben“ ist eine emotionale, tiefgründige Geschichte, die ich von Herzen weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Zwei Herzen zwischen Rückzug und Rampenlicht

Gentle Heart
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Nach den wirklich emotionalen Romanen von Rosie und Adam erzählt „Gentle Heart“ nun die Geschichte von dem stillen Gitarristen Logan Buckley der Band Scarlet Luck. Logan ist die Person, die auf einer Party ...

Nach den wirklich emotionalen Romanen von Rosie und Adam erzählt „Gentle Heart“ nun die Geschichte von dem stillen Gitarristen Logan Buckley der Band Scarlet Luck. Logan ist die Person, die auf einer Party mit seiner kleinen Spielkonsole in einer Ecke sitzt und am liebsten kaum Kontakt zu anderen Menschen hat. Er sucht keine Beziehungen. Damit ist er in der gleichen Situation wie Popstar Ashley Cruz, die gerade aus einer schlimmen Beziehung kommt und nun auf eigenen Füßen stehen möchte.

Die Dynamik von den beiden war von dem ersten Moment an besonders. In vielerlei Hinsicht sind die beiden komplett unterschiedlich. Logan sagt immer direkt, was er denkt und fühlt. Ashley hingegen überlegt immer viel zu lange, ob sie etwas sagen darf und wie das auf die anderen wirken kann. Sie ist kein impulsiver oder spontaner Mensch. Trotzdem merken die beiden, dass sie auch sehr viel gemeinsam haben und es teilweise hilft ein bisschen mehr wie der andere zu sein.

Beide Charaktere haben eine sehr detaillierte Hintergrundgeschichte und tragen beide ihren emotionalen Ballast. Mir hat hier sehr gut gefallen, dass die Handlung gefühlvoll, aber auch nicht übermäßig dramatisch ist. Natürlich gibt es in der Welt nicht so viele Stars und Millionäre wie uns die Romane glauben lassen, ansonsten hat sich das Setting sehr realistisch angefühlt. Mona Kasten überzeugt mit diesem Roman wieder vollkommen. Ich würde mir sehr wünschen, dass diese Geschichte irgendwann auch als Serie verfilmt wird. Wenn sie nur annähernd so gut wie mein Kopfkino wird, dann würde ich sie sofort Binge watchen.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Geschichte zum Eintauchen – Rebecca Gablé überzeugt erneut mit „Rabenthron“

Rabenthron
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Mit dem Roman „Rabenthron“ entführt Rebecca Gablé den Leser wieder in ein Kapitel der englischen Geschichte. Es ist der dritte Teil der Helmsby Reihe und spielt zeitlich vor „Das zweite Königreich“. Der ...

Mit dem Roman „Rabenthron“ entführt Rebecca Gablé den Leser wieder in ein Kapitel der englischen Geschichte. Es ist der dritte Teil der Helmsby Reihe und spielt zeitlich vor „Das zweite Königreich“. Der Roman kann allerdings komplett ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Der Leser muss nichts über England oder die anderen Romane wissen. Gedanklich reist der Leser in die Zeit zwischen 1010 und 1040, als England im Krieg mit Dänemark ist. Die fiktive Hauptperson Ælfric of Helmsby reist mit einem dänischen Gefangenen an den englischen Königshof und gehört schon bald unverhofft zum inneren Kreis der englischen Königin Emma.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich einige Kapitel gebraucht habe, um die ganzen Figuren auseinanderzuhalten und die Namen zuordnen zu können. Die Namen sind in der historischen Schreibweise gehalten worden, was bedeutet, dass es viele Namen gibt, die mit Æ beginnen. Nachdem ich die Namen auf die Reihe bekommen habe, bin ich schnell ziemlich tief in die Handlung eingetaucht. Ich bin begeistert, wie Rebecca Gablé es wieder geschafft hat, einem geschichtliches Wissen auf so eine unterhaltsame Weise zu präsentieren. Die Hauptperson ist zwar fiktiv, aber viele Adelige und die Königsfamilie nicht. Zu Beginn des Buches wird auch klar gekennzeichnet, welche Charaktere erfunden sind.

Mit fast 900 Seiten zählt das Buch nicht mehr als leichte Lektüre, allerdings ist es mir beim Lesen nicht so lange vorgekommen. Die Handlung ist leichtgängig und war für mich zu keinem Moment zäh. Sie hat mich so begeistert, dass ich sogar meinem historisch begeistertem Freund davon erzählt habe. Ihn interessieren sonst nie meine Bücher, aber hier war er von meinem neugewonnenen Geschichtswissen fasziniert.

Wie für jeden anderen Roman von Rebecca Gablé gibt es auch für „Rabenthron“ eine ganz klare Leseempfehlung von mir. Taucht ebenfalls ein in die Welt der Wikinger in England.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Ein Buch so schön wie ein Aufenthalt im Lieblingshotel

The Darlington - Henry & Kate
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Wer kann heute noch an einem Bücherregal mit New Adult Büchern in der Buchhandlung vorbeigehen ohne ein Buch von Laura Kneidl zu sehen? Schon seit einigen Jahren ist sie Bestandteil der Bestsellerlisten ...

Wer kann heute noch an einem Bücherregal mit New Adult Büchern in der Buchhandlung vorbeigehen ohne ein Buch von Laura Kneidl zu sehen? Schon seit einigen Jahren ist sie Bestandteil der Bestsellerlisten und hat mit der „Berühre Mich. Nicht.“-Reihe sich in mein Herz geschrieben. Neben den Liebesromanen schreibt sie auch wundervolle Fantasy Bücher. Ich freue mich immer, wenn es von ihr Nachschub gibt. Somit hat meine Wunschliste direkt Zuwachs bekommen, als ich die ersten Ankündigungen zu diesem Buch auf Instagram gesehen habe. Eine neue Liebesgeschichte in einer meiner Lieblingsstädte Europas klang einfach nur zu gut.

Der Leser wird allerdings nicht direkt in die schönen, romantischen Ecken Londons entführt, sondern zu den ärmsten Ecken. Die Straßen von London sind leider seit einem Jahr das Zuhause von Kate. Ohne eine Familie oder anderes Supportnetzwerk muss sich Kate alleine durchschlagen. Obdachlosigkeit ist definitiv kein leichtes Thema. Hier wird es allerdings sehr umsichtig und sehr differenziert dargestellt. Laura Kneidl schreibt darüber wie es ist als Frau obdachlos zu sein, wie der Zustand in Obdachlosenunterkünften ist und wie schwer es sein kann, wieder einen neuen Job zu finden. Auch wenn ich selber nie in einer solchen Situation war, fand ich das Bild sehr realistisch.

Im starken Kontrast zu ihr steht Henry, der mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde. Als Erbe des luxuriösten Hotels in ganz London, ist er in Ballsälen groß geworden und nennt ein 5-Sterne-Hotel sein Zuhause. Wie er bei all den Privilegien so bodenständig und herzensgütig geblieben ist, wird zwar in der Geschichte nicht erzählt, aber sein Charakter ist sehr liebenswert. Teilweise konnte ich ihn wirklich nicht ganz greifen, dennoch hat mir die Interaktion zwischen ihm und Kate so gut gefallen, dass ich das Buch nicht mehr beiseitegelegt habe.

Die Hauptcharaktere sind ein riesiger Gegensatz und dennoch passen sie so wundervoll zusammen. Es hat mir so gut gefallen mitzuerleben, wie die beiden sich kennenlernen und annähern. Sie sind ein grandioses Beispiel dafür, dass die unterschiedlichsten Teile ein wundervolles Puzzle ergeben können. Das Buch hatte zwar eine letzte Seite, allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass es auch die letzte Seite ihrer Geschichte war. Der Leser hat Glück, dass es einen zweiten Teil der Reihe gibt. Dieser wird zwar nicht direkt von Kate und Henry handeln, aber ich bin mir sehr sicher, dass sie als Nebenfiguren auch in diesem Teil auftauchen werden. Ich freue mich schon sehr auf meinen nächsten Aufenthalt im Darlington.

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