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Veröffentlicht am 07.04.2026

Ein würdiger Abschluss der Darlington-Reihe

The Darlington - Logan & Rose
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Mit „The Darlington – Logan & Rose“ ist nun der abschließende Band der Reihe erschienen und einige Geheimnisse werden endlich gelüftet. Bereits seit dem ersten Teil bekommen die Leserinnen und Leser immer ...

Mit „The Darlington – Logan & Rose“ ist nun der abschließende Band der Reihe erschienen und einige Geheimnisse werden endlich gelüftet. Bereits seit dem ersten Teil bekommen die Leserinnen und Leser immer wieder Ausschnitte aus dem Blackroom zu lesen, der das Gerichtsverfahren von Richard Darlington kommentiert. Nun wird enthüllt, wer hinter dem Blog steckt und mit welchen Hintergründen dieser ins Leben gerufen wurde. Besonders spannend fand ich die Rahmenhandlung rund um die Vergewaltigungsvorwürfe, die bereits aus den vorherigen Bänden bekannt sind. Diese übergeordnete Handlung war für mich der Hauptgrund, unbedingt weiterlesen zu wollen.

Im Vordergrund steht jedoch nicht nur der Skandal um die Hotelkette, sondern vor allem Logan, der mit dem Familienunternehmen eigentlich nichts mehr zu tun haben möchte. Bereits vor Jahren hat er mit seiner Familie gebrochen und stattdessen sein eigenes Restaurant eröffnet. Bei einem One-Night-Stand hat er Rose kennengelernt. Da sie ihm ihren Namen nicht verraten hat, bleibt ihm zunächst keine Möglichkeit, sie wiederzusehen, und er kann ihr nur in seinen Tagträumen begegnen. Das ändert sich jedoch, als er Henry zu Hilfe eilt und kurzfristig in der Küche des Darlington einspringt – genau dort, wo Rose als Küchenhilfe arbeitet.

Wie auch in den vorherigen Romanen treffen in diesem Band zwei sehr unterschiedliche Welten aufeinander. Auch wenn Logan selbst nicht so reich ist wie seine Familie, ist er dennoch deutlich privilegierter aufgewachsen als Rose. Er hat eine ganz andere Ausbildung genossen und ein bekannter Nachname kann einem schließlich einige Türen öffnen. Diese Vorteile hatte Rose nie. Gerade diese Gegenüberstellung fand ich erneut sehr realistisch und außerordentlich spannend.

Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft entdecken Logan und Rose viele Gemeinsamkeiten. Es war ein wahrer Lesegenuss mitzuerleben, wie sich die beiden nach und nach wirklich kennenlernen – mit Namen, Vorlieben und allem, was dazugehört.

Insgesamt ist „The Darlington – Logan & Rose“ ein sehr gelungener und emotionaler Abschluss einer tollen Buchreihe. Besonders die Auflösung der übergeordneten Handlung macht das Finale spannend. Die Reihe sollte auf jeden Fall in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Mehr als nur ein weiterer Dystopie-Hype

To Cage a Wild Bird
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Eine Zeit lang sind so viele Dystopien erschienen, dass ich nach einiger Zeit das Gefühl hatte alle Settings zu kennen und hier nicht mehr viele Überraschungen zu erleben. Somit werde ich deutlich wählerischer, ...

Eine Zeit lang sind so viele Dystopien erschienen, dass ich nach einiger Zeit das Gefühl hatte alle Settings zu kennen und hier nicht mehr viele Überraschungen zu erleben. Somit werde ich deutlich wählerischer, welche Dystopien ich überhaupt noch kaufe oder zu lesen beginne. Bei „To Cage a Wild Bird“ war ich auch wirklich skeptisch, weil es zeitweise wieder so gehypt wurde und ich Sorge hatte, dass das viel Wirbel um Nichts ist.

Die Geschichte startet ein bisschen ruhiger, aber bereits von der ersten Seite an ist klar, dass wir es hier nicht mehr der klassischen Heldin zu tun haben. Raven ist eine Kopfgeldjägerin, nicht sonderlich beliebt in der Gesellschaft und scherrt sich nicht um die Meinung anderer. Das Einzige, worum sie sich interessiert ist, dass sie genug Geld verdient, dass sie ihren Bruder ernähren kann und er nicht auf die schiefe Bahn gerät. Als ihr Bruder trotzdem gefangen wird, schleust sie sich selbst im Gefängnis ein, um ihm bei einer potentiellen Flucht zu helfen.

In den ersten Kapiteln war ich mir wirklich nicht sicher, ob ich Raven wirklich mag. Sie wirkt sehr grob und unhöflich. Nach und nach wird dem Leser deutlich, dass das Leben sie einfach nur hart gemacht hat. Es wir auch im Laufe des Buches nicht leichter. Das Setting in dem Gefängnis hat mir richtig gut gefallen. Es ist wirklich abwechslungsreich und hat teilweise wirklich eine Atmosphäre wie in „Tribute von Panem“. Allerdings gibt es auch nicht zu viele Parallelen, sodass es immer noch spannend bleibt. Ein grandioser Kampf um das Überleben!

Besonders gut fand ich, dass es einige Überraschungen gibt. Ein paar Wendungen hatten sich schon lange abgezeichnet, aber einiges kam auch unerwartet. Bis zur letzten Seite ist es spannend geblieben. Am Ende gibt es keinen bösen Cliffhanger, aber noch genug offene Fragen, sodass sich der Leser auf die Fortsetzung freuen kann. Wann diese Fortsetzung allerdings erscheinen wird ist noch nicht klar. Es bleibt somit auch in dieser Hinsicht spannend.

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Veröffentlicht am 27.11.2025

Ein Schicksal, das unter die Haut geht

Weil wir es uns versprochen haben
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Brittainy C. Cherry ist seit Langem ein Garant für wundervolle, gefühlvolle Geschichten. Bei ihr gibt es eigentlich nur zwei Kategorien: gute Bücher und überragende Bücher. Der Roman „Weil wir es uns versprochen ...

Brittainy C. Cherry ist seit Langem ein Garant für wundervolle, gefühlvolle Geschichten. Bei ihr gibt es eigentlich nur zwei Kategorien: gute Bücher und überragende Bücher. Der Roman „Weil wir es uns versprochen haben“ gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie.

Es ist eine Geschichte, die es eigentlich nicht geben sollte – nicht, weil sie schlecht wäre, sondern weil sie ein Schicksal beschreibt, das so realistisch und tragisch ist, dass man sich wünscht, solche Erfahrungen würden in der realen Welt nicht existieren. Leider wissen wir alle, dass es viel zu viel Leid gibt.

Im Mittelpunkt steht Kierra Hughes, die bereits in ihrer Jugend von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wurde. Jahre später befindet sie sich in einer unglücklichen Ehe und versucht, für sich und ihre Tochter einen Ausweg zu finden. Als wäre das Gefühlschaos nicht schon groß genug, taucht plötzlich jemand aus ihrer Vergangenheit auf – jemand, der ihr einst sehr viel bedeutet hat.

Besonders beeindruckt hat mich, wie komplex Kierras Persönlichkeit dargestellt wird. Es ist so leicht, andere Menschen oder deren Beziehungen zu beurteilen oder gar zu verurteilen. Kierra zeigt eindrücklich, dass vieles viel komplizierter ist, als es von außen scheint. Man versteht, warum sie ihre Ehe nicht einfach beendet oder warum sie nicht einfach mehr Dinge tut, die sie glücklich machen könnten. Die Geschichte ist an vielen Stellen sehr heftig, und ich kann gut nachvollziehen, dass sie manchen Leserinnen oder Lesern zu nahe gehen könnte.

Die Sprache ist – wie bei der Autorin gewohnt – angenehm, bildhaft und erzeugt sofort ein lebendiges Kopfkino. Ich bin direkt in die Atmosphäre eingetaucht und hätte mühelos noch zehn weitere Kapitel lesen können. „Weil wir es uns versprochen haben“ ist eine emotionale, tiefgründige Geschichte, die ich von Herzen weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Zwei Herzen zwischen Rückzug und Rampenlicht

Gentle Heart
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Nach den wirklich emotionalen Romanen von Rosie und Adam erzählt „Gentle Heart“ nun die Geschichte von dem stillen Gitarristen Logan Buckley der Band Scarlet Luck. Logan ist die Person, die auf einer Party ...

Nach den wirklich emotionalen Romanen von Rosie und Adam erzählt „Gentle Heart“ nun die Geschichte von dem stillen Gitarristen Logan Buckley der Band Scarlet Luck. Logan ist die Person, die auf einer Party mit seiner kleinen Spielkonsole in einer Ecke sitzt und am liebsten kaum Kontakt zu anderen Menschen hat. Er sucht keine Beziehungen. Damit ist er in der gleichen Situation wie Popstar Ashley Cruz, die gerade aus einer schlimmen Beziehung kommt und nun auf eigenen Füßen stehen möchte.

Die Dynamik von den beiden war von dem ersten Moment an besonders. In vielerlei Hinsicht sind die beiden komplett unterschiedlich. Logan sagt immer direkt, was er denkt und fühlt. Ashley hingegen überlegt immer viel zu lange, ob sie etwas sagen darf und wie das auf die anderen wirken kann. Sie ist kein impulsiver oder spontaner Mensch. Trotzdem merken die beiden, dass sie auch sehr viel gemeinsam haben und es teilweise hilft ein bisschen mehr wie der andere zu sein.

Beide Charaktere haben eine sehr detaillierte Hintergrundgeschichte und tragen beide ihren emotionalen Ballast. Mir hat hier sehr gut gefallen, dass die Handlung gefühlvoll, aber auch nicht übermäßig dramatisch ist. Natürlich gibt es in der Welt nicht so viele Stars und Millionäre wie uns die Romane glauben lassen, ansonsten hat sich das Setting sehr realistisch angefühlt. Mona Kasten überzeugt mit diesem Roman wieder vollkommen. Ich würde mir sehr wünschen, dass diese Geschichte irgendwann auch als Serie verfilmt wird. Wenn sie nur annähernd so gut wie mein Kopfkino wird, dann würde ich sie sofort Binge watchen.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Geschichte zum Eintauchen – Rebecca Gablé überzeugt erneut mit „Rabenthron“

Rabenthron
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Mit dem Roman „Rabenthron“ entführt Rebecca Gablé den Leser wieder in ein Kapitel der englischen Geschichte. Es ist der dritte Teil der Helmsby Reihe und spielt zeitlich vor „Das zweite Königreich“. Der ...

Mit dem Roman „Rabenthron“ entführt Rebecca Gablé den Leser wieder in ein Kapitel der englischen Geschichte. Es ist der dritte Teil der Helmsby Reihe und spielt zeitlich vor „Das zweite Königreich“. Der Roman kann allerdings komplett ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Der Leser muss nichts über England oder die anderen Romane wissen. Gedanklich reist der Leser in die Zeit zwischen 1010 und 1040, als England im Krieg mit Dänemark ist. Die fiktive Hauptperson Ælfric of Helmsby reist mit einem dänischen Gefangenen an den englischen Königshof und gehört schon bald unverhofft zum inneren Kreis der englischen Königin Emma.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich einige Kapitel gebraucht habe, um die ganzen Figuren auseinanderzuhalten und die Namen zuordnen zu können. Die Namen sind in der historischen Schreibweise gehalten worden, was bedeutet, dass es viele Namen gibt, die mit Æ beginnen. Nachdem ich die Namen auf die Reihe bekommen habe, bin ich schnell ziemlich tief in die Handlung eingetaucht. Ich bin begeistert, wie Rebecca Gablé es wieder geschafft hat, einem geschichtliches Wissen auf so eine unterhaltsame Weise zu präsentieren. Die Hauptperson ist zwar fiktiv, aber viele Adelige und die Königsfamilie nicht. Zu Beginn des Buches wird auch klar gekennzeichnet, welche Charaktere erfunden sind.

Mit fast 900 Seiten zählt das Buch nicht mehr als leichte Lektüre, allerdings ist es mir beim Lesen nicht so lange vorgekommen. Die Handlung ist leichtgängig und war für mich zu keinem Moment zäh. Sie hat mich so begeistert, dass ich sogar meinem historisch begeistertem Freund davon erzählt habe. Ihn interessieren sonst nie meine Bücher, aber hier war er von meinem neugewonnenen Geschichtswissen fasziniert.

Wie für jeden anderen Roman von Rebecca Gablé gibt es auch für „Rabenthron“ eine ganz klare Leseempfehlung von mir. Taucht ebenfalls ein in die Welt der Wikinger in England.

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