Die Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit ...
ImmergrünBedingt durch die beschriebene Reise über Litauen, Israel und Deutschland war ich sehr neugierig auf dieses Buch geworden, hatte ich doch das Glück selbst schon einmal Litauen als auch Israel bereisen ...
Bedingt durch die beschriebene Reise über Litauen, Israel und Deutschland war ich sehr neugierig auf dieses Buch geworden, hatte ich doch das Glück selbst schon einmal Litauen als auch Israel bereisen zu dürfen.
Nun freute ich mich umso mehr in dem biografischen Roman „Immergrün“ diese Ziele mit Ruth erkunden zu dürfen, Ruth, die die Urnen ihrer Mutter und Großmutter bei ihrer Reise im Gepäck hat. Beide Frauen hatten den Wunsch geäußert in ihrer litauischen Heimat beerdigt zu werden, also mache ich mich bereit auf diese einzigartige Erinnerungsreise. Ich erfahre, wie Ruths Familie damals von Litauen nach Israel geflohen ist und bewundere sie dafür, dass sie trotz aller Widrigkeiten in der neuen Heimat klarkommen, auch ohne die Sprache zu sprechen und die Gepflogenheiten zu kennen.
Gefreut hatte ich mich eigentlich auf eine mehr oder weniger typische Familiengeschichte und war dann doch ein wenig überrascht, dass es eher eine Art Aneinanderreihung von Erinnerungen ist, die mich leider nicht ganz erreichen konnte. Ich empfand den Schreibstil als ein wenig distanziert und hätte mir mehr Nähe zu den Protagonisten gewünscht.
Während mir der Grundgedanke sehr gut gefallen hat, scheitert es für mich ein wenig an der Umsetzung … schade. Ich vergebe deshalb nur drei von fünf möglichen Sternen und wünsche der Autorin natürlich dennoch viele Erfolg mit ihrem Roman. Ein Buch zu schreiben, entlockt mir persönlich immer viel Ehrfurcht und Bewunderung. Deshalb vielen Dank, liebe Frau Olshan, für ihre Geschichte „Immergrün“, die mir durchaus auch einige sehr schöne Lesestunden beschert hat.