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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Dieses Buch konnte mich leider nicht ganz überzeugen ...

Fünf Fremde
3

Ein schreckliches Ereignis überschattet den Sommer 1995 auf einer einsamen Wattinsel. Zwei Jugendliche verschwinden in der Nacht vor ihrer Heimreise nach dem Schullandheim Aufenthalt. Was war geschehen? ...

Ein schreckliches Ereignis überschattet den Sommer 1995 auf einer einsamen Wattinsel. Zwei Jugendliche verschwinden in der Nacht vor ihrer Heimreise nach dem Schullandheim Aufenthalt. Was war geschehen? Wo sind sie abgeblieben?
Im zweiten Abschnitt begeben wir uns lesetechnisch dreißig Jahre in die Zukunft, genauer gesagt in den Herbst 2025. Ich finde mich auf der Fähre wieder, die die Insel Neuwerk im Hamburgischen Wattenmeer ansteuert. Fünf Menschen begeben sich auf die Insel, unter ihnen eine Polizistin, deren Mutter auf Neuwerk lebt und nicht mehr allein gelassen werden kann, eine Journalistin sowie der Meteorologe Mats, der damals im Jahr 1995 dabei war. Was verbindet die Fünf, was oder wer hat ihre ungewollte Wiedervereinigung herbeigerufen?
Kurze Kapitel – mal in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit – schleusen mich durch das Buch und seine Geschichte. Nicht nur menschlich braut sich ein gefährlicher Sturm zusammen, sondern auch wettertechnisch geht es bald zur Sache. Die Autorin schafft es ganz wunderbar, den aufkommenden Orkan in lebendige Worte zu fassen, so dass ich beim Lesen bald das Gefühl bekam, mitten in einem Windkanal zu stehen. Leider gelingt ihr dieses Kunststück nicht so ganz bei den Protagonisten. Während sich die Ereignisse bald überschlagen, hatte ich beim Lesen das Gefühl, weniger wäre mehr gewesen. Einige Logikfehler bremsten zudem meinen Lesefluss und so kann ich hier leider nicht ganz die Bestnote vergeben, obwohl ich weiß, dass Romy Fölck durchaus fesselnde Kriminalromane schreiben kann. Von mir gibt es hier drei Sterne und nur eine bedingte Empfehlung. Dennoch wünsche ich der Autorin viel, viel Erfolg mit ihrem Thriller. Viele der bereits platzierten Bewertungen sind ja sehr euphorisch, aber so sind eben die Geschmäcker verschieden.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 10.02.2026

Das soll's gewesen sein?

Die Liebe, später
0

Als ich den Klappentext dieses neuen Romans der Autorin Gisa Klönne – deren Bücher ich übrigens sehr schätze – las, dachte ich sofort, das könnte ein perfektes Buch für mich werden. Wir alle drei – die ...

Als ich den Klappentext dieses neuen Romans der Autorin Gisa Klönne – deren Bücher ich übrigens sehr schätze – las, dachte ich sofort, das könnte ein perfektes Buch für mich werden. Wir alle drei – die Autorin, die Protagonistin und ich – sind in etwa im gleichen Alter und könnten eventuell auch ähnliche Interessen vertreten, vielleicht sogar versuchen, ähnliche Problem zu verarbeiten? So ließ ich mich dann auch gerne auf Kora ein, die seit etwa 20 Jahren mit ihrem Mann Anselm verheiratet und dabei glücklich zu sein scheint. Doch als ihr Mann mehr als zufrieden seinen Ruhestand antritt, scheint in ihr etwas Großes losgetreten worden zu sein. Nach ihrer komplizierten Herzoperation, die sie gerade ziemlich erfolgreich überstanden hat, fühlt sie sich noch keineswegs bereits, diesen letzten Schritt in ihrer professionellen Laufbahn anzutreten. Ihr Arbeitgeber sieht dies anders und legt ihr einen Rücktritt nahe. Ohne richtig mit ihrem Mann darüber zu reden, stürzt sich Kora daraufhin in eine Suche nach dem Sinn ihres weiteren Lebens. Hier wäre meines Erachtens nach eine bessere Kommunikation zwischen ihr und Anselm von Vorteil gewesen …

Wie schon geschrieben, hätte dieses Buch perfekt für mich sein können aber so ganz warm wurde ich nicht mit der Geschichte. Ich konnte mich beim Lesen schwer in Kora reinversetzen. Während ich durchaus verstehen kann, dass man sich nochmal selbst finden und die Abschiebung auf das „Altenteil“ nicht sang- und klanglos hinnehmen will, kann ich nicht verstehen, warum man dafür alles bisher beziehungsmäßig Erarbeitete so leichtfertig in den Wind schießt. Hat man denn in den letzten zwanzig Jahren nicht gelernt, dass gute Kommunikation das A und O einer Ehe ist? Dass Anselm dann auch auszubrechen versucht, habe ich bis zu einem gewissen Grad verstanden, aber beide Protagonisten haben meine Leselust mit ihren „Eskapaden“ nicht wirklich gefördert. Der Roman behandelt ein wichtiges Thema, für viele sicher auch genau so nachvollziehbar, mich hat es leider in nicht abgeholt. Von mir gibt es für „Die Liebe, später“ drei von fünf Sternen. Der talentierten und sehr erfolgreichen Autorin Gisa Klönne halte ich natürlich die Treue. Bei so vielen veröffentlichten Romanen ihrerseits kann es ja durchaus mal vorkommen, dass Autorin und Leserin nicht Auge in Auge sehen.

Veröffentlicht am 23.01.2026

Die schillernde Welt der Influencerinnen ...

Belladonnas
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Beides – Cover und Klappentext – hatten mich neugierig gemacht auf diese etwas andere Geschichte. Die Idee eine der Schwestern die Identität der anderen stehlen zu lassen, hat was, denn beide führten doch ...

Beides – Cover und Klappentext – hatten mich neugierig gemacht auf diese etwas andere Geschichte. Die Idee eine der Schwestern die Identität der anderen stehlen zu lassen, hat was, denn beide führten doch ein sehr unterschiedliches Leben. So lerne ich also im Laufe der Geschichte Julie kennen, die sich recht schnell in Chloe verwandelt und damit alle – außer ihrer bösartigen Tante – zu überzeugen scheint. Bald schon ist Julie selbst ganz fasziniert von dem glamourösen Leben, das ihre Schwester wohl führte, und wird eingesaugt in die Welt der Influencerinnen und ihren Followern, in der es um Geld, mehr Geld und Schönheit geht. Während sich die Story anfangs ganz gut zu entwickeln schien, ging alles rapide bergab, als die „Belladonnas“ ihre Auszeit auf der Insel antraten. Seltsame, teilweise grausam anmutende Rituale nahmen das Gros der Handlung ein und das Gehabe der Frauen wurde immer nerviger. Da ich auf jeden Fall noch den Schluss erfahren wollte, habe ich durchgehalten, aber gegen Ende wollte ich eigentlich nur noch fertig werden. Für die Idee und einen Blick hinter die Kulissen mit starkem Buchanfang vergebe ich vier Sterne, der Rest bekommt leider nur noch zwei, womit ich bei gut gemeinten drei Sternen für die endgültige Beurteilung lande. Schade, hier sehe ich viel verschenktes Potential.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 14.01.2026

Die magischen Nächte zwischen Weihnachten und Dreikönig ...

Rauhnächte
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Diesen Heiligabend wird die 22jährige Pia wohl bis an ihr Lebensende nicht vergessen. Durch Zufall wird sie Ohrenzeugin eines Gesprächs zwischen ihrer Mutter und ihrem Vater, in dem die Sätze „Sie darf ...

Diesen Heiligabend wird die 22jährige Pia wohl bis an ihr Lebensende nicht vergessen. Durch Zufall wird sie Ohrenzeugin eines Gesprächs zwischen ihrer Mutter und ihrem Vater, in dem die Sätze „Sie darf das nie erfahren. Du hast es mir versprochen!“ fallen. Was für ein Geheimnis hüten die Eltern, über das man sie nicht in Kenntnis setzen will? Wenig später deckt Pia die Wahrheit auf … sie wurde adoptiert! Die Frau, von der sie bis dato annahm, sie wäre ihre Mutter, ist in Wirklichkeit ihre Tante, die Schwester von Sonja, die bei einem Unfall ums Leben kam, als Pia vier Jahre alt war. Ein Leben lang schon hatte Pia sich fremd und nicht dazugehörig gefühlt, nun hat sie die Erklärung. Antworten müssen her und so macht sie sich auf den Weg nach Wasserburg, dem Heimatort ihrer leiblichen Mutter. Es ist die Zeit der Rauhnächte, in denen längst vergessen geglaubte Geheimnisse den Weg an die Oberfläche finden. Je mehr Pia forscht umso tiefer wird sie in die Vergangenheit mit allen seinen Gefahren hineingezogen …
Ein neues Buch von Ellen Sandberg, die auch unter ihrem Klarnamen Inge Löhnig Bücher schreibt, ist für mich immer ein Highlight. So freute ich mich dann auch sehr auf die „Rauhnächte“, die ich sogar noch vor dem Erscheinungstermin bei dem Buchhändler meines Vertrauens bestellte. Umso enttäuschter war ich dann aber als ich mit Lesen anfing, denn das Buch las sich so gar nicht wie die von ihr gewohnten Kriminalfälle, sondern eher wie ein Jugendbuch. Als ich ein wenig nachforschte und das später auch im Nachwort entdeckte, stellte ich fest, dass der Roman bereits im Jahr 2014 als Jugendbuch unter dem Titel Die Flammen flüstern dein Lied erschienen war. Dies jetzt nach einer Überarbeitung als Kriminalroman für Erwachsene zu verkaufen, ärgerte mich maßlos. Für mich war die Geschichte nicht wirklich spannend und rund und die vielen Chai Tee Sessions und die Erwähnungen des nimmer endenden „Fucherls“ bremsten mich im Lesefluss und ließen mich unzufrieden zurück. Der Schreibstil passt leider immer noch zu einem Jugendbuch und ich fühlte mich ein wenig hintergangen, weshalb ich nur drei von fünf Sternen vergeben kann. Ich hoffe doch sehr, dass Ellen Sandbergs nächstes Werk wieder auf neuen Ideen basiert und bleibe ihr natürlich treu. „Rauhnächte war für mich aber leider bis jetzt ihr schwächstes Werk.

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  • Cover
Veröffentlicht am 14.01.2026

Eine Reise ohne Wiederkehr?

The Business Trip
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Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen durch Zufall auf einem Flug nach Denver aufeinander. Während Jasmine sich hoffentlich erfolgreich aus den Klauen ihres brutalen Freundes befreit ...

Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen durch Zufall auf einem Flug nach Denver aufeinander. Während Jasmine sich hoffentlich erfolgreich aus den Klauen ihres brutalen Freundes befreit hat, begibt sich die Nachrichtenchefin Stephanie ein wenig widerwillig auf eine erneute Geschäftsreise. Wie gerne wäre sie zu Haus bei ihrem kleinen Kater geblieben. Nicht lange nach ihrer Ankunft erhalten die Freunde und Kollegen der Beiden seltsame Handynachrichten von den Frauen. Sie hätten einen tollen Mann kennengelernt, aber seltsamerweise handelt es sich um jeweils denselben Mann. Was hat es mit den Nachrichten auf sich? Sind die Beiden in Gefahr? Der Kontakt droht abzureißen, eine panische Suche nach den beiden Frauen beginnt …

Geschickt führt die Autorin Jessica Garcia ihre Leserschaft in ihren Thriller „The Business Trip“ ein und stellt die unterschiedlichen Charaktere in jeweils eigenen Abschnitten vor. Jeder bekommt eine Stimme und darf seinen Part der Story erzählen. Was ich anfangs als gekonnten Schachzug ansah, wird jedoch mit jeder Seite, die ich umblättere, ein wenig redundant, was mir die Spannung zu nehmen drohte. Während die Geschichte immer neue Wendungen nahm, war für mich doch relativ schnell klar, worauf sie hinauslaufen würde. Das etwas an den Haaren herbeigezogene, überraschende Ende, konnte das Buch für mich leider nicht retten. Ich bin mäßig befriedigt und vergebe deshalb diesmal leider nur drei von fünf Sternen. Aber lest selbst, Geschmäcker sind ja bekanntermaßen verschieden, vielleicht findet ihr das Buch ja ganz großartig!