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Veröffentlicht am 26.02.2026

In kürze tot - ein Verbrechen kann nicht ausgeschlossen werden.

Stille blutet
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Mit dem Hörbuch „Stille blutet“ eröffnet Ursula Poznanski eine neue Thriller/Krimi-Reihe rund um die Wiener Ermittlerin Fina Plank.
Julia Nachtmann verleiht dem Hörbuch eine sehr angenehme und zugleich ...

Mit dem Hörbuch „Stille blutet“ eröffnet Ursula Poznanski eine neue Thriller/Krimi-Reihe rund um die Wiener Ermittlerin Fina Plank.
Julia Nachtmann verleiht dem Hörbuch eine sehr angenehme und zugleich eindringliche Atmosphäre. Ihre Stimme passt hervorragend zur Protagonistin Fina: jung, engagiert, stellenweise unsicher, aber mit klarem moralischem Kompass. Besonders gelungen sind die feinen Nuancen – die Unsicherheit in Finas Gedanken, Tibors zunehmende Verzweiflung und die kühle Distanz einzelner Nebenfiguren werden stimmlich glaubwürdig transportiert.
Der Einstieg ist packend: Eine Nachrichtensprecherin kündigt vor laufender Kamera ihre eigene Ermordung an – und stirbt kurze Zeit später tatsächlich. Dieser starke Beginn zieht sofort in die Handlung hinein.
Im weiteren Verlauf wird das Tempo etwas ruhiger. Die Ermittlungen nehmen Raum ein, Verdachtsmomente werden diskutiert, verworfen und neu bewertet. Als Hörbuch funktioniert das dennoch gut, weil die Perspektivwechsel für Abwechslung sorgen. Kurze Kapitel und wechselnde Blickwinkel halten die Spannung aufrecht, auch wenn der Mittelteil stellenweise etwas ausführlicher geraten ist und sich etwas zieht. Gegen Ende zieht das Tempo wieder an und führt zu einer überraschenden, wenn auch vergleichsweise nüchtern inszenierten Auflösung.
Kurz zum Inhalt: Den Anfang macht die aufstrebende Wiener Nachrichtensprecherin Nadine Just, die während einer Livesendung ihren eigenen Tod ankündigt. Zwei Stunden später wird sie ermordet aufgefunden. Kurz darauf wiederholt sich das Muster bei einem Blogger. Unter dem Hashtag #inkürzetot verbreiten sich Spekulationen, Nachahmer und geschmacklose Memes rasend schnell im Netz. Der Verdacht fällt bald auf Nadines Ex-Freund Tibor Glaser, der sich durch eigene Nachforschungen immer tiefer in ein Netz aus Indizien verstrickt. Während die Öffentlichkeit ihn längst verurteilt hat, beginnt die junge Ermittlerin Fina Plank an der Eindeutigkeit der Beweislage zu zweifeln. ...
Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist klar, modern und dialogstark. Sie erzählt sachlich, ohne übertriebene Brutalität, und konzentriert sich stärker auf psychologische Spannung als auf blutige Details.
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt: vor allem aus Sicht von Fina Plank und Tibor Glaser. Ergänzt wird das Ganze durch die Kapitel einer anonymen Figur, die den Leser teilweise direkt anspricht. Diese Perspektive sorgt für zusätzliche Spannung und wirft Fragen auf, die über den eigentlichen Fall hinausgehen.
Fina Plank ist eine sympathische, aber noch unsichere Ermittlerin. Sie muss sich in einem von Männern dominierten Team behaupten, insbesondere gegen einen Kollegen, der sie immer wieder herabsetzt. Im Laufe der Handlung gewinnt sie zunehmend an Selbstvertrauen und beginnt, stärker auf ihre Intuition zu hören. Ihre Entwicklung ist glaubwürdig angelegt und bietet viel Potenzial für Folgebände.
Tibor Glaser hingegen ist als Hauptverdächtiger eine tragische Figur. Seine Verzweiflung ist spürbar, auch wenn man sein Verhalten nicht immer nachvollziehen kann. Gerade seine unüberlegten Handlungen treiben die Spannung voran, weil sie ihn immer tiefer in Schwierigkeiten bringen.
Die Nebenfiguren bleiben teilweise etwas klischeehaft, erfüllen aber ihre Funktion innerhalb der Geschichte.
Als Hörbuch hat mir „Stille blutet“ gut gefallen. Besonders die Sprecherleistung von Julia Nachtmann hebt die Geschichte noch einmal an und macht kleinere Längen im Mittelteil wett. Der Plot ist aktuell und regt zum Nachdenken an, auch wenn der Thriller-Anteil etwas zurückhaltender ausfällt, als man es vielleicht erwartet.
Die Auflösung kam für mich überraschend, wirkte jedoch etwas schnell abgehandelt. Dennoch überzeugt das Hörbuch durch seine Thematik, die interessante Ermittlerin und den gelungenen Auftaktcharakter.
Ich würde das Hörbuch vor allem Hörern empfehlen, die spannende Krimis mögen und Wert auf eine starke Sprecherleistung legen. Für eingefleischte Thrillerfans könnte es etwas zu ruhig sein – für alle anderen ist es ein gelungener, zeitgemäßer Reihenstart mit viel Potenzial nach oben.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Guter Start einer Cold-Case-Reihe.

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Das Hörbuch "Ungelöst - Die erste Zeugin" ist der Start einer neuen Cold-Case-Reihe des Bestsellerautors Arno Strobel. Der Thriller verbindet klassische Ermittlungsarbeit mit psychologischer Spannung und ...

Das Hörbuch "Ungelöst - Die erste Zeugin" ist der Start einer neuen Cold-Case-Reihe des Bestsellerautors Arno Strobel. Der Thriller verbindet klassische Ermittlungsarbeit mit psychologischer Spannung und greift dabei tief in die Abgründe menschlicher Erinnerungen und Wahrnehmungen. Als Auftaktband legt er den Grundstein für ein neues Ermittlerduo.
Der Sprecher Dietmar Wunder ist zweifellos ein erfahrener Hörbuchsprecher und Synchronprofi, bekannt unter anderem als deutsche Stimme von Daniel Craig. Seine Grundstimme ist angenehm, klar und gut verständlich. Allerdings hat mich persönlich seine Art, die Stimmen der verschiedenen Protagonisten nachzuahmen, nicht überzeugt. Die Versuche, einzelnen Figuren eigene Stimmfarben zu geben, wirkten auf mich sehr unnatürlich und gekünstelt. Entweder man beherrscht glaubhafte Stimmmodulation – oder man bleibt besser bei einer klaren, neutralen Lesart. Hier hätte ich mir weniger „Schauspiel“ und mehr Zurückhaltung gewünscht. Für mich gibt es daher einen Punkt Abzug in der Gesamtbewertung des Hörbuchs.
Der Einstieg ist – typisch für einen Serienauftakt – etwas ausführlicher. Strobel nimmt sich Zeit, die Figuren einzuführen, insbesondere die Medizinstudentin Luisa Menkhoff und den erst 28-jährigen Hauptkommissar Ramin Brunner, den jüngsten Hauptkommissar Münchens.
Anfangs wirkt das Tempo noch moderat, doch sobald die Ermittlungen Fahrt aufnehmen, entwickelt sich ein klarer Sog. Kurze Kapitel, Perspektivwechsel und gezielt eingesetzte Cliffhanger sorgen für Dynamik. Besonders im letzten Drittel zieht das Tempo deutlich an und mündet in einer starken, überraschenden Auflösung.
Wie in seinen bisherigen Psychothrillern setzt Arno Strobel auf einen klaren, schnörkellosen Stil. Die Sprache ist präzise, der Fokus liegt auf Spannung und psychologischer Tiefe.
Im Zentrum steht die Frage nach der Manipulierbarkeit der menschlichen Psyche und der Zuverlässigkeit von Erinnerungen. Wie sicher sind selbst scheinbar perfekte Gedächtnisleistungen? Und wie sehr kann uns unsere eigene Vergangenheit täuschen?
Strobel interessiert sich – wie so oft – für die dunklen Winkel der menschlichen Seele und die Angst, dass das Böse nie wirklich verschwindet.
Die Geschichte wird überwiegend in der Gegenwart erzählt, mit Rückblicken in Luisas Kindheit. Diese Rückblenden sorgen für zusätzliche Spannung und lassen Vergangenheit und Gegenwart immer stärker miteinander verschmelzen.
Durch Perspektivwechsel bleibt die Handlung abwechslungsreich, ohne unübersichtlich zu werden. Gerade die Wechsel zwischen Ermittlungsarbeit und Luisas innerer Anspannung tragen zur psychologischen Intensität bei.
Luisa ist eine interessante Protagonistin: intelligent, kontrolliert, geprägt von ihrer traumatischen Kindheit – und doch entschlossen, aktiv zu handeln. Ihr fotografisches Gedächtnis macht sie besonders, aber auch verletzlich.
Ramin Brunner wirkt trotz seines jungen Alters souverän, empathisch und ambitioniert. Seine Rolle als designierter Leiter der Cold-Case-Einheit bringt zusätzlichen Druck mit sich. Die Zusammenarbeit zwischen ihm und Luisa entwickelt sich glaubwürdig und bildet das Fundament der neuen Reihe.
Man merkt allerdings, dass dieser Band stark auf die Einführung der Figuren ausgelegt ist. Dadurch entstehen kleinere Längen, die jedoch für einen Serienstart nachvollziehbar sind.
Dies ist nicht mein erster Psychothriller von Arno Strobel und wird auch nicht mein letzter sein. Die Idee einer Cold-Case-Reihe finde ich sehr spannend, und der psychologische Ansatz ist gewohnt stark umgesetzt. Der Einstieg braucht etwas Geduld, doch die zweite Hälfte überzeugt mit Tempo, Wendungen und einer gelungenen Auflösung.
Beim Hörbuch selbst hat mich der Sprecher – insbesondere durch die unnatürlich wirkenden Stimmverstellungen – leider nicht vollständig abgeholt. Inhaltlich ist der Thriller jedoch absolut lesens- bzw. hörenswert.
Ein spannender, gut durchdachter Reihenauftakt mit interessanten Figuren und starkem Finale. Für Thriller-Fans – und besonders für Strobel-Leser – eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Etwas schwächerer, zweiter Teil der Reihe "Solaris und Crello", macht jedoch neugierig aufs Finale.

A Kingdom of Shadows
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Mit „A Kingdom of Shadows – Schwelender Zorn“ setzt Rina Vasquez ihre Romantasy-Reihe "Solaris und Crello" fort. Der zweite Band knüpft direkt an die Ereignisse aus Teil eins an und verbindet Drachen, ...

Mit „A Kingdom of Shadows – Schwelender Zorn“ setzt Rina Vasquez ihre Romantasy-Reihe "Solaris und Crello" fort. Der zweite Band knüpft direkt an die Ereignisse aus Teil eins an und verbindet Drachen, Magie, politische Intrigen und eine zunehmend intensivere Enemies-to-Lovers-Dynamik.
Die Sprecherin Lydia Herms übernimmt erneut die Vertonung und ist dadurch fest mit der Figur Nara verknüpft. Ihre Stimme ist angenehm und emotional, auch wenn sie Nara stellenweise jünger wirken lässt, als es ihre Erlebnisse eigentlich vermuten lassen. Insgesamt trägt sie die Gefühle, Zweifel und Spannungen gut.
Der Erzählfluss ist überwiegend flüssig, allerdings merkt man, dass es sich um einen klassischen Mittelband handelt. Es gibt ruhigere Passagen, in denen sich die Handlung etwas zieht. Zum Ende hin steigert sich das Tempo deutlich und sorgt für Spannung und Neugier auf den finalen Band.
Rina Vasquez schreibt weiterhin sehr zugänglich, emotional und bildhaft. Der Schwerpunkt liegt klar auf den inneren Konflikten, der Beziehung zwischen Nara und Darius und deren Entwicklung. Themen wie Vertrauen, Herkunft, Loyalität und das Hinterfragen eigener Überzeugungen stehen im Vordergrund. Das Worldbuilding bietet viel Potenzial, tritt hier jedoch zugunsten der Romance etwas in den Hintergrund.
Die Geschichte wird vollständig aus der Ich-Perspektive von Nara erzählt. Dadurch ist man sehr nah an ihren Gedanken und Gefühlen, erlebt Zweifel, Wut und Unsicherheit intensiv mit. Persönlich hätte ich mir einige Kapitel aus Darius Sicht gewünscht – idealerweise auch von einem männlichen Sprecher –, um seine inneren Gedanken und Gefühle darzustellen und um die Dynamik zwischen den beiden intensiver wirken zu lassen.
Nara bleibt impulsiv, emotional und manchmal überraschend gelassen gegenüber großen Offenbarungen. Ihre Entwicklung ist vorhanden, aber weniger kämpferisch als im ersten Band. Darius hingegen gewinnt deutlich an Tiefe: Wir erfahren mehr über seine Vergangenheit und wer er eigentlich ist. Sexuell geht es bei den beiden echt zur Sache, wobei ich oftmals weniger Details gebraucht hätte. Ich finde es immer schöner, wenn der Leser / Hörer sich seinen Teil dazu denken kann. Für mich haben die Momente der Zweisamkeit auch zuviel Raum eingenommen und ich hätte mir mehr Handlung gewünscht.
Für mich ist „A Kingdom of Shadows – Schwelender Zorn“ ein solider, aber etwas schwächerer zweiter Band. Der Romance-Anteil überwiegt deutlich, während ich mir mehr Raum für Fantasy und die eigentliche Suche nach den Elementsteinen gewünscht hätte. Die spicy Szenen waren mir persönlich zu detailliert – hier wäre weniger oft mehr gewesen und hätte der Fantasie Raum gelassen. Trotzdem hat das Hörbuch starke Momente, vor allem zum Ende hin, das einiges wieder herausholt und neugierig auf das Finale macht.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Wahrheit oder Täuschung?

Spiel des Lügners
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Das Hörbuch "Spiel des Lügners" ist der Auftakt der Schattenbrüder-Dilogie aus der Feder von Jessica S. Olson. Das Buch gehört zum Genre Fantasy-Romance und richtet sich an Leser / Hörer ab 14 Jahren. ...

Das Hörbuch "Spiel des Lügners" ist der Auftakt der Schattenbrüder-Dilogie aus der Feder von Jessica S. Olson. Das Buch gehört zum Genre Fantasy-Romance und richtet sich an Leser / Hörer ab 14 Jahren. Im Mittelpunkt stehen Magie, Intrigen, Identitätsfragen und eine gefährliche Liebesdynamik – verpackt in das schillernde, düstere Setting eines magischen Casinos. Das Hörbuch ist ungekürzt, rund 14,5 Stunden lang und wird von Lea Roser und Sebastian Fischer gesprochen. Die Entscheidung für zwei Sprecher ist ein echter Pluspunkt. Lea Roser leiht Lola ihre Stimme mit viel Gefühl, innerer Spannung und einer angenehmen Emotionalität. Sie transportiert Lolas Zerrissenheit, ihre Stärke, aber auch ihre Zweifel sehr glaubhaft. Sebastian Fischer übernimmt die männliche Perspektive von Nic und verleiht der Figur eine ruhige, dunklere Note, die gut zum geheimnisvollen Ton der Geschichte passt. Insgesamt ergänzen sich die beiden Stimmen sehr gut und machen den Perspektivwechsel im Hörbuch klar nachvollziehbar.
Die Geschichte entfaltet sich eher schleichend als rasant, zieht aber durch das stetige Spiel mit Geheimnissen, Lügen und unausgesprochenen Wahrheiten in ihren Bann. Besonders als Hörbuch funktioniert dieser Stil gut, da man sich von der Stimmung tragen lassen kann. Allerdings gibt es Passagen, in denen man sich etwas mehr Klarheit oder Tiefe wünscht – vor allem bei den magischen Elementen.
Kurz zum Inhalt: Lola ist eine Diebin und arbeitet mit Enzo zusammen. Sie möchte im Casino des Lügners, er ist Enzos Bruder, bei dem magische Turnier gewinnen. Dabei hat sie auch vor, dem Lügner ein mächtiges Artefakt zu stehlen. Der Einsatz um am Turnier teilzunehmen ist hoch, denn sie muss ihr größtes Geheimnis preisgeben. Im Casino gerät sie in ein Netz aus Intrigen, gefährlicher Magie und moralisch fragwürdigen Entscheidungen. Besonders kompliziert wird alles durch die Schattenbrüder Nic und Enzo und Lola ist hin- und hergerissen zwischen Loyalität, Misstrauen und einer Anziehung, die Lola selbst nicht kontrollieren kann. Wahrheit und Lüge verschwimmen zunehmend – und jedes Spiel hat seinen Preis. ...
Jessica S. Olson schreibt stellenweise sehr bildhaft und poetisch, legt ihren Fokus aber weniger auf detaillierte Welterklärung als auf Emotionen, innere Konflikte und zwischenmenschliche Dynamiken.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt, die zwischen Lola und Nic wechselt. So bekommt man den besten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Dadurch erlebt man ihre Zweifel, ihr Grübeln und ihre Entwicklung sehr direkt mit. Ich hätte mir auch ein, zwei Kapitel aus Enzos Sicht gewünscht. Er bleibt ziemlich blass.
Lola ist eine ambivalente, interessante Protagonistin: clever, zielstrebig, aber emotional oft überfordert. Sie ist keine klassische Heldin, sondern trifft auch fragwürdige Entscheidungen, was sie sehr menschlich macht.
Nic entwickelt sich im Laufe der Geschichte deutlich weiter – vom distanzierten, beinahe gefährlichen Magier hin zu einer gebrocheneren, vielschichtigeren Figur.
Enzo bleibt etwas blasser, obwohl er eine wichtige Rolle spielt. Die Verbindung zwischen ihm und Lola hätte noch stärker ausgearbeitet sein dürfen.
Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Das Spiel mit Wahrheit und Täuschung war mal etwas Besonderes. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die eher vage ausgearbeitete Magie – gerade die Dinge wie die magischen Würfel oder die Mondscherbe blieben für mich zu abstrakt. Hier hätte ich mir mehr Erklärungen und Tiefe gewünscht. Auch hätte das Setting und die düstere Atmosphäre des Casinos noch mehr Raum einnehmen dürfen. Trotzdem bin ich gespannt auf die Fortsetzung.
Das Hörbuch empfehle ich für diejenigen, die Fantasy-Romance mit dunkler Stimmung, Intrigen und emotionalem Konflikt mögen und kein Problem damit haben, dass nicht jede magische Regel und Artefakt erklärt wird. Es war auf jedenfall spannend und fesselnd und ich warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Tolle Romantasy mit Potenzial - auch wenn der Anfang etwas holprig war.

A City of Flames
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Mit „A City of Flames – Glühende Rache“ startet Rina Vasquez eine epische Romantasy-Reihe rund um Drachen, Gestaltwandler und einen geheimnisvollen Orden von Kreaturenjägern. Der Auftakt verbindet Rachemotiv, ...

Mit „A City of Flames – Glühende Rache“ startet Rina Vasquez eine epische Romantasy-Reihe rund um Drachen, Gestaltwandler und einen geheimnisvollen Orden von Kreaturenjägern. Der Auftakt verbindet Rachemotiv, moralische Grauzonen und eine sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte mit Fantasy-Action und politischen Hintergründen.
Lydia Herms verleiht dem Hörbuch eine sehr sanfte, eher niedliche Stimmfarbe. Gerade zu Beginn wirkte Naras Stimme dadurch jünger, als es zu einer 21-jährigen, vom Leben gezeichneten Protagonistin passen würde. Teilweise sprach sie zudem recht schnell, was das Folgen an manchen Stellen etwas erschwerte. Allerdings, mit der Zeit habe ich mich an die Stimme gewöhnt und gegen Ende hin empfand ich ihren Vortrag als deutlich angenehmer.
Der Einstieg in die Geschichte ist etwas holprig. Es braucht Zeit, bis man in die Welt, Begriffe und Figuren richtig hineingefunden hat. Im Mittelteil zieht sich die Handlung stellenweise, da Ausbildung, neue Strukturen und politische Hintergründe viel Raum einnehmen. Zum Ende hin nimmt die Geschichte jedoch stark an Fahrt auf: Enthüllungen, moralische Zweifel und Plottwists sorgen für Spannung und machen neugierig auf Band 2.
Kurz zum Inhalt: Nara hat als Kind mit ansehen müssen, wie ihr Vater durch magische Kreaturen ums Leben kam. Seitdem lebt sie für einen einzigen Wunsch: Rache. Als ein Feuerdrache ihr Dorf angreift, sieht sie ihre Chance gekommen – doch die Begegnung verläuft anders als erwartet. Kurz darauf erhält sie die Möglichkeit, dem Orden der Venatoren beizutreten – genau jenem Bund, dem auch ihr Vater angehörte. Dort werden Menschen ausgebildet, um magische Wesen zu töten. Für Nara scheint ein Traum wahr zu werden. Doch je tiefer sie in diese Welt eintaucht, desto mehr gerät ihr Weltbild ins Wanken. Wahrheiten werden hinterfragt, Loyalitäten geprüft, und sie erkennt, dass Geschichte nicht immer von den Guten geschrieben wird – sondern von den Siegern. ...
Rina Vasquez schreibt zugänglich und bildhaft, ohne die Welt zu überladen. Der Fokus liegt klar auf Emotionen, inneren Konflikten und der Frage nach Wahrheit und Propaganda. Es geht weniger um „Gut gegen Böse“, sondern um Perspektiven, Machtstrukturen und Vorurteile gegenüber magischen Wesen. Das Rachemotiv dient als Ausgangspunkt, entwickelt sich aber zu einer Geschichte über Zweifel, Identität und das Hinterfragen von Traditionen.
Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Nara. Dadurch ist man sehr nah an ihren Gedanken und Gefühlen und erlebt ihre Zweifel und ihre Wut intensiv mit.
Die Charaktere sind detailliert gezeichnet. Nara ist impulsiv, mutig und extrem familienbezogen. Anfangs wird sie stark von ihrem Hass gesteuert, handelt oft vorschnell und emotional. Im Verlauf beginnt sie jedoch, Dinge zu hinterfragen und entwickelt sich sichtbar weiter. Die Nebenfiguren bringen Abwechslung, wie ihre Brüder, sie sind für Nara ein wichtiger emotionaler Anker. Everon, der gestaltwandelnde Dieb, sorgt für Spannung und Geheimnisse. Gefallen hat mir auch Naras Freundin, sie ist sehr loyal. Die Mitglieder der Venatoren zeigen, dass selbst „Helden“ moralisch fragwürdig sein können. Die Beziehungen sind komplex, von Misstrauen, Anziehung und Loyalitätskonflikten geprägt.
Das Hörbuch hat kleinere Schwächen im Tempo und beim Einstieg, und die Sprecherstimme ist Geschmackssache. Dennoch bietet die Geschichte eine spannende Welt, moralische Tiefe und interessante Figuren. Besonders das Ende macht viel wett und hinterlässt starke Neugier auf die Fortsetzung.
Ich kann das Hörbuch empfehlen für Fans von Drachen-Romantasy mit Enemies-to-Lovers-Dynamik und inneren Konflikten. und Plottwists lohnt sich das Hörbuch auf jeden Fall – vor allem, wenn man bereit ist, dem Anfang etwas Zeit zu geben.

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