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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2026

Tolles Bilderbuch in Reimform!

Herein, herein! Wer zieht alles ein?
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Als meine Kinder noch klein waren, habe ich ihnen so gerne vorgelesen! Jeden Abend vor dem Zubettgehen und auch gerne zwischendurch mal.
Sehr beliebt waren da immer Texte in Reimform.
Nun sind die Kinder ...

Als meine Kinder noch klein waren, habe ich ihnen so gerne vorgelesen! Jeden Abend vor dem Zubettgehen und auch gerne zwischendurch mal.
Sehr beliebt waren da immer Texte in Reimform.
Nun sind die Kinder groß und ich darf den Enkelkindern vorlesen. 😃

Bei Penguin Junior gibt es jetzt das Bilderbuch "Herein, herein! Wer zieht alles ein?" von Autorin Katja Reider. Wunderschön illustriert wurde das Buch von Henrike Wilson.

Star der Geschichte ist ein großer Bär der gaaaaaanz alleine lebt. So nach und nach kommen immer mehr Tiere bei ihm zu Besuch. Alle Zimmer im Haus werden gefüllt, bis 20 Tiere da sind und am Abend ins Bett gehen. Der Bär hat nun alle seine Freunde um sich und will nie wieder allein sein!

Zu jedem Tier gibt es einen kurzen, lustigen Zählreim von 1 bis 20.

Die Kinder können bei diesem Buch sehr viel lernen: zunächst natürlich die Zahlen von 1 bis 20, dann noch viele verschiedene Tiere und auch, ob es Vor- oder Nachteile hat, wenn man alleine ist oder eben ganz viele Freunde um sich herum hat.

Das Bilderbuch ist empfohlen für Kinder ab 4. Meine Enkelinnen sind jünger. Die Kürze der Texte auf einer Seite ist für jüngere Kinder angemessener, finde ich. Allerdings kann man mit älteren Kindern (ab 4) vielleicht auch besser über das Gelesene sprechen (Vor/Nachteile des Alleinseins oder von Freundschaften).
Insgesamt würde ich mich da auf ein Alter gar nicht festlegen wollen. Vorlesen in Reimen bringt immer Spaß, genauso wie das Zuhören. Nicht umsonst gibt es so viele Lieder, Fingerspiele etc in Reimform.

Die Illustrationen gefallen mir besonders gut! Richtig farbenfroh und die Tiere sehen einfach lieb aus. Es ist pro Seite nicht zuviel dargestellt. So werden die Kinder auch nicht überfordert.

Und auch das Cover ist total schön gestaltet! Es ist matt und die Tiere und die Schrift darauf sind glänzend.

Das Bilderbuch mit 40 Seiten wird mit Sicherheit viele Kinder erfreuen!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Unerwartet gut, ich bin begeistert!

Amokalarm
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EIGENTLICH wollte ich den Roman "Amok Alarm" von Uli Black gar nicht lesen ... Ganz ehrlich, das Cover hat mich gar nicht angesprochen und als ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich, dass die Geschichte ...

EIGENTLICH wollte ich den Roman "Amok Alarm" von Uli Black gar nicht lesen ... Ganz ehrlich, das Cover hat mich gar nicht angesprochen und als ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich, dass die Geschichte einfach zu negativ ist und einen runterzieht.

Ich bin so froh, dass ich diese Coming-of-Age Geschichte doch gelesen habe, denn sie hat mich zu 100 % abgeholt!

Worum geht's denn überhaupt?
H.C. Nachtnebel (ja, so heißt der Teenie wirklich) ist Basketballspieler durch und durch. Er ist ein großer Kobe Bryant Fan. Als sein großes Idol bei einem Hubschrauber Absturz ums Leben kommt, erleidet H.C. einen psychischen Schock und hat fortan große psychische Probleme. Als dann Keira in seine Klasse kommt und sich zwischen den Beiden etwas anbahnt, scheint sich das Blatt für H.C. zu wenden. Und dann kommt doch alles ganz anders ...

Die (erfreulich kurzen) Kapitel sind in der Ich-Form geschrieben. Zuerst erzählt nur H.C., später kommen auch Mitschüler, Lehrer und Eltern zu Wort. Vieles ist natürlich in Jugendsprache geschrieben, ist aber trotzdem gut lesbar.

Von Anfang an ist klar, dass ein Amoklauf erfolgt ist. Die Kapitel springen immer in der Zeit und so nach und nach kristallisiert sich heraus, was den Jungen dazu getrieben hat.

Man denkt immer, dass nur kaputte Existenzen zu so etwas fähig sind, aber der Roman zeigt, dass es gar nicht so sein muss. H.C. stammt aus einer ganz normalen Familie, wird geliebt und weiß Gott nicht vernachlässigt, treibt Sport und ist ein guter Schüler. Und trotzdem ...

Autor Black hat das ganze so spannend geschrieben! Als Leser fühlt man sich so, als wäre man selbst direkt dabei. Ich habe auch alles sehr gut nachempfinden können! H.C. ist authentisch und dadurch, dass man weiß, was er fühlt und denkt, ist er auch sympathisch.

Obwohl ein schwieriges Thema, hat der Autor das sehr gut umgesetzt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und gebe eine begeisterte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Thriller mit Suchtpotential

Das Camp
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Wow, was für ein spannender Thriller!!!
🌳🌲🏕🌲🌳🏕🌳🌲
Seitdem ich Band 1 der "Donkerbloem" Trilogie "Der Trailer" gelesen hatte, habe ich sehnsüchtig auf Band 2 "Das Camp" gewartet. Nur, um die über 400 Seiten ...

Wow, was für ein spannender Thriller!!!
🌳🌲🏕🌲🌳🏕🌳🌲
Seitdem ich Band 1 der "Donkerbloem" Trilogie "Der Trailer" gelesen hatte, habe ich sehnsüchtig auf Band 2 "Das Camp" gewartet. Nur, um die über 400 Seiten weg zu suchten und jetzt ganz traurig 😢 zu sein, dass ich den Thriller so schnell durch hatte.

Allein das Cover der Klappbroschur ist ein Hingucker. Ein düsterer Hintergrund auf dem der Mittelteil eines typisch Amerikanischem Wohnwagen abgebildet ist. Es passt nicht nur hervorragend zu Band 1, sondern bildet den Mittelteil eines Bildes, dass sich aus allen drei Bänden zusammensetzt. Und dann wieder der tolle Farbschnitt! Allein deswegen hat sich schon der Kauf des Buches gelohnt.
Ich denke, es ist besser zuerst Teil eins zu lesen, um besser ins Thema reinzufinden.

Es spielen wieder die selben Protagonisten mit. Wout, sein Freund Tayfun, der inzwischen den Campingplatz Donkerbloem in den Ardennen leitet, die Mieterin Kathinka und Kommissarin Frieda.
Es gibt eine Mordserie an Sorben im Osten Deutschlands, mit der Frieda in Verbindung gebracht wird. Ganz klar ein Komplott. Sie traut keinem mehr, denkt sogar, dass Wout sie stalken würde. Nur Tayfun, dem so sanften Muskelprotz vertraut sie und er liebt Frieda heimlich, seitdem sie sich kennengelernt hatten. Dass die Kommissarin Unterschlupf in Donkerbloem sucht, passt Wout gar nicht. Er mag Frieda nicht. Außerdem bringt sie durch ihr Aufkreutzen alle in Gefahr! Tayfun hat alles daran gesetzt aus dem Campingplatz einen friedlichen Ort der Erholung zu schaffen, aber Donkerbloem scheint das Böse anzuziehen ...

Von Anfang an hat mich dieser Thriller wieder gefesselt! Es gibt wieder einige Handlungsstränge, die sich im Laufe der Geschichte aber immer mehr verweben und so langsam bekommt der Leser eine Ahnung davon, wie alles irgendwie zusammenhängt. Der Spannungsbogen wird bis zum Finale gleichbleibend hoch gehalten. Das Ende bildet quasi schon den Anfang des 3. Bandes und somit gibt's wieder den Cliffhanger!

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Sehr spannender Roman

Der Gott des Waldes
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Ich habe selten Bücher mit fast 600 Seiten gelesen, aber dieses war mit Sicherheit das jenige, welches ich am schnellsten durchgesuchtet habe!
Das Cover und auch der Umfang von 590 Seiten waren nicht gerade ...

Ich habe selten Bücher mit fast 600 Seiten gelesen, aber dieses war mit Sicherheit das jenige, welches ich am schnellsten durchgesuchtet habe!
Das Cover und auch der Umfang von 590 Seiten waren nicht gerade das, was mich zu "Der Gott des Waldes" von Liz Moore hat greifen lassen, aber nachdem ich schon so viele gute Rezensionen gelesen und dann auch noch das Buch gewonnen hatte, musste ich es natürlich lesen!

Die Geschichte spielt in einem stark bewaldeten Gebiet, den Adirondacks, im US Bundesstaat New York. In einem Naturschutzgebiet, welches der reichen Bankiersfamilie van Laar gehört, befindet sich auch ein Sommer-Feriencamp. 1975 verschwindet von dort ausgerechnet die 13 jährige Barbara, Tochter der van Laars, spurlos. Das Tragische: vierzehn Jahre zuvor verschwand auch ihr Bruder Peter, genannt Bear, der nie wieder aufgetaucht ist. Bei der Ermittlungsarbeit begleitet die Leserschaft die junge Polizistin Judy, die mit gesundem Menschenverstand und sehr angagiert an die Sache herangeht. Sie fragt sich, ob die beiden Fälle wohl zusammenhängen.
Es gibt mehrere Erzählstränge auf verschiedenen Zeitebenen zwischen den 50er Jahren und 1975. Dabei geht es unter anderem um die Eltern von Bear und Barbara, um die Campleiterin und ihren Vater, um Louise, eine junge Betreuerin im Camp, um den Fall Bear, um den Fall Barbara, um sehr viele Besucher der Familie van Laar usw. Jedes Kapitel ist jedoch mit dem Namen der Person, um die es geht, überschrieben und auch die Zeit (Monat/Jahr) wird deutlich. Es ist also nicht schwierig, den Überblick zu behalten.
Von Anfang an ist die Geschichte spannend und bleibt es auch bis zum Schluss! Immer wieder gab es neue Spekulationen und Verdächtigen Personen. Z.B. "Der Schlitzer", ein entlaufener Mörder. Die ausführlichen Beschreibungen der Gegend und der gesellschftspolitische Einblick in diese Zeit haben mir auch sehr gefallen!
Absolute Weiterempfehlung!


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Veröffentlicht am 05.01.2026

Eine Geschichte, die nachhallt!

Das letzte Aufgebot
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Inspiriert durch die Geschichte seines Vaters, schrieb Autor Moritz Seibert 2018 ein Theaterstück über die Deutschen Kindersoldaten in den letzten Monaten des zweiten Weltkrieges. Inzwischen ist daraus ...

Inspiriert durch die Geschichte seines Vaters, schrieb Autor Moritz Seibert 2018 ein Theaterstück über die Deutschen Kindersoldaten in den letzten Monaten des zweiten Weltkrieges. Inzwischen ist daraus der erste Roman Seiberts geworden.
"Das letzte Aufgebot" wird vom Karibu Verlag als Jugendbuch mit 320 Seiten zu einem Preis von 16,99 € angeboten.
Ja, der Roman kann sicherlich auch gut von Jugendlichen gelesen werden, denn es ist nie verkehrt, wenn man etwas über die eigene Vergangenheit seines Landes liest und auch lernt. Aber auch mir als Erwachsener hat das Buch so sehr gut gefallen, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Es handelt von einer Handvoll Jungen zwischen 14 und 16 Jahren in Steinbach, einem fiktiven Ort in der Eifel 1944. Der Krieg ist dort noch nicht wirklich angekommen, bis Jacob und sein bester Freund Franz, sowie der Rest der Dorfjugend eingezogen werden, oder dazu genötigt werden, sich freiwillig zu melden. Jacobs Freundin Maria bittet ihn inständig zu bleiben, aber er will seine Kumpels nicht im Stich lassen, oder als Angsthase dastehen. Die Jugendlichen meinen tatsächlich, dass, so wie man es ihnen eingeredet hat, mit ihrer Mithilfe die Amis doch noch vertrieben werden können. Sie wollen zu Kriegshelden werden. Nur leider ist die Wirklichkeit dann eine ganz andere ...
Die Jugendlichen werden von der NS Propaganda und hier im Speziellen auch von Franz' Vater massiv beeinflusst, ja sie müssen sich regelrecht einer Gehirnwäsche unterziehen. Es war wirklich schön zu sehen, wie Jacob sich dann im Laufe des Romans weiterentwickelt. Ein Gewissen hatte Jacob schon immer, hat aber geglaubt, was man ihm immer wieder vorgebetet hat. Bis er schließlich doch einiges infrage stellt und letztlich erkennen muss, dass sie einfach "verarscht" wurden.
Es stellt sich zum Schluss die Frage, ob die jungen Leute Verbrecher, oder Opfer der eigentlichen Verbrecher sind. Oder etwa beides?
Ein unheimlich tolles Buch, das wirklich gut zu lesen ist, viele Denkanstöße gibt und noch lange nachhallt.

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