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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2025

EIne Leseempfehlung!

Für immer an meiner Seite
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Schauspielerin Ronja Forcher erzählt in diesem Buch über den Verlust ihre besten Freundin Sarah, die mit 14 Jahren an der sehr seltenen Krankheit Progerie, die Kinder vorzeitig altern lässt, gestorben ...

Schauspielerin Ronja Forcher erzählt in diesem Buch über den Verlust ihre besten Freundin Sarah, die mit 14 Jahren an der sehr seltenen Krankheit Progerie, die Kinder vorzeitig altern lässt, gestorben ist.

Forcher schreibt mehrmals, dass dieses Buch kein trauriges sei, obwohl es tief berührt und manche Szenen enthält, bei denen der/die eine oder andere Tränen in den Augen haben wird.

Berührend sind auch die Briefe, die Ronja Forcher an ihre verstorbene Freundin schreibt. Trotz aller Trauer stimmt das Buch positiv, gibt Hoffnung und einfühlsame Lesestunden.

Menschen, die geliebt werden, werden immer an unserer Seite bleiben, auch wenn sie nicht mehr unter uns weilen.

Fazit:

Möge dieses Buch, das in wunderbaren Worten verfasst ist, allen jenen, die einen geliebten Menschen verloren haben, Hoffnung schenken. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 11.12.2022

Fesselnd bis zur letzten Seite

Kaltbad
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„Kaltbad“ ist der 4. Fall der Reihe rund um Oberleutnant Valérie Lehmann und ihrem Team.

Als man den Juristen Justus Maibach erfroren auf der Rigi Scheidegg findet, geht man von einem bedauerlichen Unfall ...

„Kaltbad“ ist der 4. Fall der Reihe rund um Oberleutnant Valérie Lehmann und ihrem Team.

Als man den Juristen Justus Maibach erfroren auf der Rigi Scheidegg findet, geht man von einem bedauerlichen Unfall unter Alkoholeinfluss aus. Doch als seine schwanger Geliebte wenig später von einem Auto angefahren und tödlich verletzt wird, glaubt Valérie Lehmann nicht an einen Zufall.

Schwebt die Familie Maibach in Gefahr? Und warum reagieren die Familienmitglieder so eigenartig? HIer ist nicht, wie es scheint.

Der Fall verlangt nicht nur Valérie Lehmann sondern auch ihrem Team alles ab, denn die Familie ist alles andere als kooperativ.


Meine Meinung:

Nach „Tod an der Goldküste“ ist dieser Krimi mein zweiter von Silvia Götschi in diesem Jahr. „Kaltbad“ finde ich sehr fesselnd.

Die Autorin hat den Brand im Hotel Kaltbad von 1961 mit elf toten Hotelgästen zum Anlass genommen, einen fesselnden Kriminalroman rundherum zu schreiben.

Der aufmerksame Leser kann bald einen Verdacht haben, dennoch ist es spannend zu lesen, ob die Polizei ähnliche Schlüsse zieht.

Die Ermittler haben alle ihre Ecken und Kanten und sind nicht immer vom bisherigen Leben verwöhnt worden.

Ich glaube, ich muss mir die Vorgänger besorgen.

Fazit:

Ein fesselnder Krimi bei dem wenig so ist wie es scheint. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.02.2026

Adolf Loos - ein Provokateur

Der Luxus ist ein sehr notwendiges Ding
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Der österreichische Architekt Adolf Loos (1870-1933) ist ja für seine Provokationen wie sein Nein zu Ornament, zu dekorativen Aufputz oder zu Verschwendung jeglicher Ressource beweist, bekannt.

Sein ...

Der österreichische Architekt Adolf Loos (1870-1933) ist ja für seine Provokationen wie sein Nein zu Ornament, zu dekorativen Aufputz oder zu Verschwendung jeglicher Ressource beweist, bekannt.

Sein Statement auf S. 13 über das Sparen zeigt, dass er auf einem ziemlich hohen Ross sitzt. Dies ist für mich ein wenig unangebracht, da Loos in den Jahren 1893 bis 1896 in den USA lebt und sich selbst als Hilfsarbeiter durchschlagen muss. So bezichtigt er die Proletarier des leichtsinnigen Umgangs mit Geld, weil „der Arbeiter ohne lang nachzudenken, Geld für ein Glas Bier ausgibt“. Ob die Mehrheit der Bevölkerung, nämlich jene, die am Existenzminimum leben, diese Weisheiten erkannt und ihm, Loos, beigepflichtet hätte? Wie viel Geld gibt Loos für seine Feste aus? Und wie sehen es jene Kinder, die Loos gegen geringe Bezahlung für Aktstudien (und noch anderes) zur Verfügung gestanden sind, diesen Vorwurf?

Um es selbst provokant auszudrücken: Mit voller Hose ist leicht stinken.

Wenn er das Diktat der häufig wechselnden Moden anprangert, ist dies eine leicht zu verstehende Parallele zur Gegenwart. Grundsätzlich hat er recht, wenn er Kleidung, die zeitlos und aus Stoffen guter Qualität gefertigt ist, empfiehlt, statt jede Mode(torheit) mitzumachen. Der Rat, in ordentlich verarbeitete Kleidung zu investieren, statt in billige Fetzen, kann nur für jene gelten, die es sich auch leisten können. Die Heimarbeiterin, die vielleicht jene Kleidung herstellt und dafür nur unzureichend bezahlt wird, hat davon nichts. Dabei sind jene das Gros der Menschen zu Adolf Loos‘ Lebenszeit.

Fazit:

Teile dieser Sammlung von philosophisch-literarischen Texten des Architekten Adolf Loos können durchaus auf heutige Verhältnisse umgelegt werden. Einiges ist so gültig wie provokant, damals wie heute. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

Veröffentlicht am 20.02.2026

Witzig und cozy

Vier Hunde und ein Todesfall
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In ihrem zweiten Fall sind Wilhelmine „Willi“ Groß und ihre Freunde einem fiesen Hundekidnapper auf der Spur, der in Bad Kissingern die Lieblinge vermögender Damen entführt, sie ein paar Tage gefangen ...

In ihrem zweiten Fall sind Wilhelmine „Willi“ Groß und ihre Freunde einem fiesen Hundekidnapper auf der Spur, der in Bad Kissingern die Lieblinge vermögender Damen entführt, sie ein paar Tage gefangen hält und sie gegen eine Aufwandsentschädigung wohlbehalten zurückbringt.

Da trifft es sich gut, dass Elvis mit Hound Dog einen passenden Lockvogel, pardon, Lockhund hat. Doch leider läuft nicht alles ganz so glatt, wie Willi durch Kopfschmerzen erfahren muss. Zudem muss in einer Pensionistenresidenz ermittelt werden, in der Bruno Gefahr läuft, von einer ebenso resoluten wie einsamen Witwe an die Leine gelegt zu werden.

Meine Meinung:

Beim Lesen dieses Krimi musste ich mehrmals schmunzeln, denn zum einen gibt eine TV-Krimi-Serie, die Vier Frauen und ein Todesfall, heißt, und zum anderen gehört diese zweite Band für Willi in das Sub-Genre Cozy-Krimi.
Der Krimi lässt sich super lesen und die Charakter sind durchwegs sympathisch.

Da muss ich mir doch gleich den ersten Band besorgen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem humorvollen Krimi 4 Sterne.

Veröffentlicht am 20.02.2026

Skurril!

Die Enthusiasten
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Dieser Roman, der durch das farbenprächtige Cover auffällt, ist ein originelles Buch über Menschen, die für ihre Leidenschaften, also für ihre Passionen, leiden und brennen.

Autor Markus Orth rückt ...

Dieser Roman, der durch das farbenprächtige Cover auffällt, ist ein originelles Buch über Menschen, die für ihre Leidenschaften, also für ihre Passionen, leiden und brennen.

Autor Markus Orth rückt dafür eine unkonventionelle Familie in den Mittelpunkt, in der sich fast alles um Bücher dreht. Die Eltern und ihre drei Kinder leben mit und durch Bücher, bis eines Tages die Mutter sang- und klanglos verschwindet.

Die Geschichte, erzählt vom 26-jährigen Ich-Erzähler Vince Bär, pendelt in elf Büchern (Was sonst?) zwischen dem elterlichen Hexenhäuschen bei Frankfurt am Main und der nordenglischen, verschlafenen Kleinstadt Coxwold in der Nähe von York.

Als erwachsener Mann gehört Vince zum engsten Kreis der Tristam Shandy-Fans, die sich alljährlich zum Sterne-Geburtstag in Coxwold trifft. Und mit seinem Vater, der inzwischen im Altersheim gelandet ist, telefoniert er täglich und setzt die Sprachspiele, die in ihrer Kindheit zelebriert worden sind, in geradezu absurd anmutenden Fragespielen, die aber von einer großen Nähe und Zugewandtheit zeigen, fort.

Als Vince und Co. erfahren, dass es zu Laurence Sternes Werk „Tristram Shandy“ ein 10. bislang unveröffentlichter Band existieren soll, wenden die Enthusiasten viel Zeit und Energie für die Suche nach dem möglicherweise existierenden Manuskript auf.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist temporeich, spielerisch und dabei nie selbstverliebt. Orths experimentiert mit der Sprache und lässt dabei die Kinder der Familie Bär Worte erfinden.

Die Charaktere sind herrlich skurril. Selbst Nebendarsteller wie die rätselhafte Thailänderin Natcha, Fat Wayne oder Morton Minelli sind fein gezeichnet.

Leser die Freude am Lesen sowie der Sprache haben, wird dieser Roman gefallen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Roman, der eine Hommage auf das Lesen, die Phantasie und den Irrsinn des Lebens ist, 4 Sterne.