Schöne Geschichte, aber kein literarischer Meilenstein...
O CaledoniaDie Geschichte spielt in den 40er und 50er Jahren des letzten Jahrhunderts und die Autorin verarbeitet in dem Buch so ein bisschen ihre Kindheitserinnerungen, denn sie verbrachte selbst ihre Kindheit in ...
Die Geschichte spielt in den 40er und 50er Jahren des letzten Jahrhunderts und die Autorin verarbeitet in dem Buch so ein bisschen ihre Kindheitserinnerungen, denn sie verbrachte selbst ihre Kindheit in einem alten Schloß. Die Hauptfigur, Janet, wird zu Anfang des Buches tot aufgefunden. Das klingt schon einmal spannend, denn wer könnte sie ermordet haben? Vieles liegt nahe, denn die Eltern kamen mit dem Mädchen nicht zurecht, welches stets aufbegehrt, eher introvertiert ist, nur zu ihren Tieren und der Nanny ein inniges Verhältnis hat...gleichzeitig lebt Janet ihren unterschwelligen Aggressionen offen aus, so, wenn sie gemeinsam mit dem kleinen Bruder die Schwester, noch ein Baby, mitsamt ihrem Kinderwagen unter Laub im Garten begräbt...die Atmosphäre ist düster, aber der Funke wollte bei mir nicht wirklich überspringen. "Caledonia" ist der alte Name für Schottland, wo die Geschichte spielt, das Schloß ist zugig, düster, leicht verfallen, die Natur rau...dennoch hat mich der Schreibstil der Autorin leider nicht begeistern können, wenngleich ich auch gerne die Lebensgeschichte dieses Mädchens Janet, die als Teenager stirbt, lesen wollte...von Rebellion und Aufbegehren, aber das ist alles so langatmig erzählt, so, sagen wir, distanziert, dass ich mich eben nicht damit identifizieren konnte bzw. es spannend fand oder es mich begeisterte...leider.
Es handelt sich um eine Neuauflage des Buches aus den 90er Jahren und das hätte man im Klappentext erwähnen können, dann hätte ich mich nicht auf ein neues Buch gefreut, sondern mir das Buch gebraucht gekauft.