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Veröffentlicht am 21.02.2026

Anne Munk in Höchstform

Anne Munk und der geraubte Wind
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Der Autor Ernest Nyborg schreibt in seinem Kriminalroman die Geschichte einer Reporterin, die zu viel gesehen hat und deshalb entführt wird.

Der Hintergrund der Geschichte erzählt über die Machenschaften ...

Der Autor Ernest Nyborg schreibt in seinem Kriminalroman die Geschichte einer Reporterin, die zu viel gesehen hat und deshalb entführt wird.

Der Hintergrund der Geschichte erzählt über die Machenschaften der Energieriesen und diverse Machtspielchen eines Anwalts, der für diese Organisation arbeitet.

Schauplatz der spannenden Jagd ist Dänemark und Finnland.

Beauftragt mit dem Fall ist die Ermittlerin der Kripo Aarhus, Anne Munk. Eine sportliche junge Frau mit viel Bauchgefühl, das sie selbst und manchmal auch ihren Vorgesetzten in brenzlige Situationen bringt.

Beginn der ganzen Geschichte ist der Tod eines Politikers, der sich gegen die Errichtung eines Windparks stark macht. Weil alles davon abhängt, dass es eine einstimmige Abstimmung gibt, ist er natürlich ein Hindernis. Und dann ist er tot.

An andere Stelle ist eine junge Reporterin in ein Lagerareal eingedrungen und macht dort Fotos von illegalen Vorgängen, dies bleibt nicht unbemerkt und hat die Folge, dass sie entführt und verschleppt wird.

Nun kommt Anne Munk ins Spiel, sie stellt Zusammenhänge zwischen den beiden Verbrechen her und sucht nach deren Urhebern.

Ei wirklich toll geschriebener, spannungsreicher und interessanter Krimi, den man nicht mehr aus der Hand legen will.

Ein farblich sehr schön gestaltetes Cover lädt zum Lesen ein.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Unvergessene Kala

Kala
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Das Erstlingswerk des irischen Autors Colin Walsh hat zwei wesentliche Facetten:
Jugendsprache,
drei Erzählende.
Am Beginn liest man eine Aufstellung der vorkommenden Figuren, was das Auseinanderhalten ...

Das Erstlingswerk des irischen Autors Colin Walsh hat zwei wesentliche Facetten:
Jugendsprache,
drei Erzählende.
Am Beginn liest man eine Aufstellung der vorkommenden Figuren, was das Auseinanderhalten der Personen wesentlich erleichtert.
Es folgt eine kurze Geschichte mit der anschließenden Abgängigkeitsanzeige.
Gesucht wird
Katherine "Kala" Lannan, 15 Jahre alt,
zuletzt gesehen bei einer Halloweenparty im Jahr 2003.
Und dann ein Sprung ins Jahr 2018.
Nun erzählen Helen, die zur Hochzeit ihres Vaters nach Kinlough, einem Touristenstädtchen in Irland gekommen ist, Mush, der im Cafe seiner Mutter mitarbeitet, sein Gesicht ist durch Narben schwer verunstaltet, und Joe, der mittlerweile ein bekannter und gefragter Musiker geworden ist, jeweils in Abschnitten, die auch Rückblenden enthalten, die Geschichte von Kala und ihrer Gang.
Einige Tage davor wurde eine Leiche im Wald gefunden und es erhärtet sich der Verdacht, dass es Kala sein könnte.
Und nach und nach, wenn man die Geschichten alle miteinander verknüpft, entwickelt sich sowohl der Hintergrund für den Mord, als auch alle Fakten, die schließlich den Mörder entlarven.
Eine langsam verdauliche, sehr berührende Geschichte, in der sich Schicksale miteinander verbinden und Freundschaften auf die Probe gestellt werden.


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Veröffentlicht am 11.02.2026

Hart und berührend

Der letzte Sommer der Tauben
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Der Autor Abbas Khider vermittelt in seinem Roman all das, was man in den Nachrichten eher nicht mitbekommt. Das menschliche Leid, wenn eine Regierung wechselt.
Da ist plötzlich alles anders, ...

Der Autor Abbas Khider vermittelt in seinem Roman all das, was man in den Nachrichten eher nicht mitbekommt. Das menschliche Leid, wenn eine Regierung wechselt.
Da ist plötzlich alles anders, man darf sich nicht kleiden, wie man es gewohnt ist, Musik ist verboten, Frauen dürfen ohne männliche Begleitung erst gar nicht auf die Strasse, Hobbies wie z. B. Taubenzüchten sind Beschränkungen unterlegen, Menschen werden auf offener Strasse ermordet, und zwar auf aller brutalste Weise, ohne Rücksicht darauf, ob Kinder zusehen oder nicht. Cafes werden geschlossen, alles, was vorher Spass gemacht hat, wird vernichtet.
Männer werden von ihren Frauen und Familien getrennt, ohne deren Aufenthalt bekannt zu geben.
Manche Menschen verschwinden einfach.
Das alles muß der 14jährige Noah mit ansehen und miterleben, ohne es zu verstehen. Er fürchtet um seine Tauben. Sein ganzer Besitz und seine ganze Freude sind die Tauben, aber werden sie dies alles überleben?
Ein absoluter Hingucker ist das Cover mit der Sonne und davor die Tauben.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Lebensgeschichten der herausfordernden Art

Wo das Schweigen wohnt
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Dieses Buch von Lea Söhner ist so berührend, brutal und voller Liebe, das muss man einfach gelesen haben. Gerade die Generation, die jetzt heranwächst, weiß kaum noch etwas von den unwürdigen, brutalen ...

Dieses Buch von Lea Söhner ist so berührend, brutal und voller Liebe, das muss man einfach gelesen haben. Gerade die Generation, die jetzt heranwächst, weiß kaum noch etwas von den unwürdigen, brutalen Seiten des zweiten Weltkrieges und was dies mit und aus den Menschen gemacht hat, die betroffen waren. Freund und Feind hatten Jahrzehnte danach mit den Traumata zu kämpfen, egal ob sie jemandem etwas angetan haben oder ihnen etwas angetan wurde.

Das Buch beschreibt über mehrere Generationen, wie sich das anfühlt, wenn man geliebt werden möchte, es aber nicht zeigen kann und umgekehrt. Da kommen oft recht unschöne Seiten ans Tageslicht. Schon der Titel sagt vieles aus, denn man muss unbedingt reden, je früher, desto besser.

Die Handlung zieht sich von 1944, das Jahr, in dem der Vater der Protagonistin Margarethe von Lortz, wie sie damals hieß, standrechtlich erschossen wurde. Danach war die Welt eine andere. Auch die Mutter wurde abgeholt, sie und ihre Geschwister sahen sie nie wieder.

Danach die Vertreibung, die Flucht, die sie nach Königsberg führte, wo sie nach und nach auch ihre Geschwister verlor. Die Engländer und die Russen ließen keinen Stein auf dem anderen, aber auch die Menschlichkeit kam zum Zug. Margarethe und ihre damals noch lebenden Schwestern, der Bruder war mit einer Hausangestellten eigene Wege gegangen, wurden ausgerechnet von einem Deutschrussen, einem Bär von Mann, aus einem brennenden versperrten Haus gerettet. Auch das hat es gegeben.

Vieles ist inzwischen passiert, dann trifft sie ihn wieder.

Im Jahr 2013 im Schwarzwald endet die Geschichte- vorerst. Mit dem Selbstmord Margret Rasmussens, so nennt sie sich .

Und da erfährt ihre Tochter Alma, die bis dahin gedacht hatte, sie sei das einzige Kind, dass sie einen Bruder hat. Und nicht nur dieses Geheimnis wird gelüftet, man beginnt endlich, miteinander zu sprechen, was jedem einzelnen schwer fällt, aber der Tod Margrets löst so manche Bremse.

So einfühlsam und doch sehr herausfordernd , beinahe trocken erzählt die Autorin diese Geschichte, die fast nicht auszuhalten scheint, und doch liest man fasziniert weiter.

Wo das Schweigen wohnt, hat im Buch die Musikalität aller viel dazu beigetragen, dass nun auch Worte und Sätze, ja ganze Lebensbeichten hervorkommen.

Ein sehr lesenswertes Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Auch eine Triggerwarnung am Ende des Buches ist zu erwähnen.

Auch das Cover hat Aussagekraft.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Benni setzt sich durch

Bennis Weg zur Inklusion / Mord kann nicht jeder. Ein Kriminalfall mit Handicap aus Tutzing
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Die Autorin Maria M. Koch, eine extrem vielschichtige Frau, schreibt in ihrem Roman, wie es Behinderten und nicht behinderten geht, wenn sie miteinander kommunizieren, oder auch nicht.

Benni hat in seiner ...

Die Autorin Maria M. Koch, eine extrem vielschichtige Frau, schreibt in ihrem Roman, wie es Behinderten und nicht behinderten geht, wenn sie miteinander kommunizieren, oder auch nicht.

Benni hat in seiner Arbeitsstelle Probleme mit einer Kollegin, aber die hat selbst mehr als genug davon, es kommt aber zwischen den beiden nicht zu einer Kommunikation. Benni will sich einen neuen Wirkungskreis suchen, dafür fährt er auf Einladung der Freundin seines Bruders Leander mit Amy und Ihm nach Tutzing. Dort will er beim König, einem Geschäftsmann, der selten in Bayern, aber oft in Thailand ist, vorstellig werden.

Das geht aber schief und nun hat Benni vorerst keinen Arbeitsplatz.

Und dann verschwindet Amys Mutter, weil sie auf eine Hausangestellte, mit der sich ihr Mann stark beschäftigt, eifersüchtig ist. Sie nimmt auch seine Hündin Bella mit, um ihn unter Druck zu setzen. Aber Bella wird getötet und nun hat sie ein Problem. Ihr Mann fragt sich allerdings auch schon, wo sie hin ist.

Benni ist also als Hausgast mitten in ein eheliches Drama geraten. Aber er will helfen und manöveriert sich dabei in eine unangenehme Lage. Denn Bella wird gefunden, Maja, Amys Mutter aber nicht. Da wird Benni sogar verdächtigt, etwas angestellt zu haben, was zwar nicht stimmt, aber er kann es nicht beweisen.

Wie komplex die Gedanken eines Behinderten sind, der sich aber keine Namen merken kann, auch kann er weder lesen noch schreiben, darüber macht man sich meistens gar keine Gedanken.

Das Buch führt aber auf behutsame und berührende Weise den Leser so weit, zumindest einmal darüber nach zu denken, mit welchen Schwierigkeiten ein behinderter Mensch oft zu kämpfen hat, welche Missverständnisse da entstehen und wie schwierig es ist, diese auszuräumen.

Ein sehr empfehlenswertes Buch, auch gut als Geschenk ( zum Nachdenken geeignet..

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