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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2026

Sehr langatmig

Doch die Sünde ist scharlachrot
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Inspector Lynley hat dem Polizeidienst nach einem persönlichen Schicksalsschlag abgeschworen und befindet sich seit Tagen auf einer Küstenwanderung in Cornwall. Dann stößt er auf eine Leiche und wird in ...

Inspector Lynley hat dem Polizeidienst nach einem persönlichen Schicksalsschlag abgeschworen und befindet sich seit Tagen auf einer Küstenwanderung in Cornwall. Dann stößt er auf eine Leiche und wird in die Ermittlungen eingebunden. Es ist der 15.Band aus der Lynley-Reihe, allerdings mein erster Roman von Elizabeth George. Ich finde den Schreibstil und das Lokalkolorit umwerfend, die Geschichte an sich zieht sich wie Kaugummi. Vieles wird wiederholt. Es gibt kaum Überraschungen. Ich habe an einige Stellen Seiten übersprungen, nur um dann festzustellen, dass ich offenbar nichts verpasst habe. Die Nebenschauplätze werden ordentlich zu Ende erzählt, das eigentliche Verbrechen bleibt jedoch ungesühnt. Ich bin überzeugt, es gibt spannendere Romane der Autorin.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Gute Ansätze

Schluss mit dem täglichen Weltuntergang
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Es ist schon traurig, dass wir in der heutigen Zeit solche Bücher benötigen, denn es müsste doch jedem intelligenten Menschen klar sein, was beim Medienkonsum und dem Umgang mit Smartphone, PC etc. falsch ...

Es ist schon traurig, dass wir in der heutigen Zeit solche Bücher benötigen, denn es müsste doch jedem intelligenten Menschen klar sein, was beim Medienkonsum und dem Umgang mit Smartphone, PC etc. falsch läuft. Es ist schwierig sein eigenes Verhalten zu ändern und dennoch sollte man es von Zeit zu Zeit kritisch hinterfragen. Dazu gibt es hier ein paar gute Vorschläge.

Ich selber gehe sehr achtsam mit Medienkonsum um, habe kein Handy und doch lass ich mich, durch das Internet oft ablenken. Allerdings kann Internetrecherche, wenn sie gezielt durchgeführt wird, auch sehr bereichernd sein. Dennoch bin ich der Autorin unglaublich dankbar, dass sie unserer Gesellschaft den Spiegel vorhält. Nach den ersten Kapiteln wird es mir allerdings zu einseitig. Es geht ständig um Perspective Daily und es hört sich für mich nach Werbung an.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Interessantes Thema

Die Lebenden und die Toten
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Natürlich bin ich der Meinung, dass Nele Neuhaus zur Elite der Deutschen Krimiautoren gehört. In diesem Buch habe ich aber einige Passagen übersprungen. Besonders die immer wiederkehrende Schilderung der ...

Natürlich bin ich der Meinung, dass Nele Neuhaus zur Elite der Deutschen Krimiautoren gehört. In diesem Buch habe ich aber einige Passagen übersprungen. Besonders die immer wiederkehrende Schilderung der familiären Situation sowohl von Pia Kirchhoff als auch von Oliver von Bodenstein haben mich zeitweise genervt. Ich fand es auch absolut unglaubwürdig, dass Pia sich gegen den Urlaub auf den Galapagos-Inseln mit ihrem frisch angetrauten Ehemann entscheidet. Und seine Reaktion, dass er quasi noch nicht mal enttäuscht ist, fand ich noch befremdlicher. Aber wäre Pia in Urlaub gefahren, hätte die Geschichte ja nicht funktioniert. Das sind aber Nebensächlichkeiten. Das Organspende-Thema fand ich sehr gut aufgeschlüsselt und eine tolle Grundlage für diesen Thriller. Die Argumente dafür und dagegen wurden ja sehr plausibel dargelegt.
Die Serienmorde haben das Buch natürlich sehr spannend gemacht und auch das Ende kam relativ überraschend.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Zeitgenössische Geschichte mit wenig Tiefgang

Und dahinter das Meer
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Eine Freundin hatte mir das Buch empfohlen. Ich hatte mir etwas mehr von der Geschichte versprochen, denn das Thema ist grundsätzlich sehr interessant. Die Geschichte spielt im Zweiten Weltkrieg. Familie ...

Eine Freundin hatte mir das Buch empfohlen. Ich hatte mir etwas mehr von der Geschichte versprochen, denn das Thema ist grundsätzlich sehr interessant. Die Geschichte spielt im Zweiten Weltkrieg. Familie Thompson aus London schickt ihre 11-jährige Tochter für ungewisse Zeit zu einer Gastfamilie in die USA, um sie vor den Gefahren des Krieges zu schützen, was zu dieser Zeit wohl kein Einzelfall war. Bea lebt sich schnell ein und die Gastmutter hängt sehr an ihr, da sie sich immer eine Tochter gewünscht hat. Auch mit den Brüdern und dem Gastvater kommt sie sehr gut klar. Die ersten hundert Seiten zogen sich in die Länge. Es ging ständig um belanglose Probleme und nicht um das eigentliche Thema.
Mir fehlte der Tiefgang. Die Gefühle der Thompsons wurden gut rübergebracht, aber Beatrix zeigt kaum Emotionen. Wie schlimm muss es für das Mädchen sein, wo sie doch sehr an ihren leiblichen Eltern gehangen hat und man über ihren Kopf hinweg entschieden hat. Dass die beiden Väter sich anfreunden und per Briefaustausch Schach spielen fand ich originell, aber die Autorin hätte noch mehr Drama einbauen können.

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Veröffentlicht am 07.06.2025

Spannend bis zuletzt

Der Tag, an dem ich meinen toten Mann traf
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Helene lebt als Witwe mit ihren drei Kindern in Norddeutschland. Die Leiche ihres Mannes, der bei einem Bootsunglück von Bord gespült wurde, wurde nie gefunden. Finanziell ist sie abgesichert, hat ein ...

Helene lebt als Witwe mit ihren drei Kindern in Norddeutschland. Die Leiche ihres Mannes, der bei einem Bootsunglück von Bord gespült wurde, wurde nie gefunden. Finanziell ist sie abgesichert, hat ein Unternehmen, aber oft gerät sie an ihre Grenzen. Bei einem Opernbesuch in Hamburg sieht sie plötzlich einen Mann, der ihrem Gatten täuschend ähnlich sieht. Bis zuletzt ist nicht geklärt, ob es sich tatsächlich um den Verschollenen handelt. Und doch sollte man es wohl annehmen. Das Buch liest sich gut. Der Schreibstil ist für so eine Geschichte meines Erachtens überzogen. Die Geschichte an sich, ist einfach gestrickt, die Spannung bleibt allerdings - bis auf einige Stellen - erhalten. Das Handeln der Prota Helene kann ich oft nicht nachvollziehen Auch die vielen Rückblicke verwirren mich eher, als dass sie zur Geschichte beitragen.

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