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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2025

Gute Ansätze

Schluss mit dem täglichen Weltuntergang
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Es ist schon traurig, dass wir in der heutigen Zeit solche Bücher benötigen, denn es müsste doch jedem intelligenten Menschen klar sein, was beim Medienkonsum und dem Umgang mit Smartphone, PC etc. falsch ...

Es ist schon traurig, dass wir in der heutigen Zeit solche Bücher benötigen, denn es müsste doch jedem intelligenten Menschen klar sein, was beim Medienkonsum und dem Umgang mit Smartphone, PC etc. falsch läuft. Es ist schwierig sein eigenes Verhalten zu ändern und dennoch sollte man es von Zeit zu Zeit kritisch hinterfragen. Dazu gibt es hier ein paar gute Vorschläge.

Ich selber gehe sehr achtsam mit Medienkonsum um, habe kein Handy und doch lass ich mich, durch das Internet oft ablenken. Allerdings kann Internetrecherche, wenn sie gezielt durchgeführt wird, auch sehr bereichernd sein. Dennoch bin ich der Autorin unglaublich dankbar, dass sie unserer Gesellschaft den Spiegel vorhält. Nach den ersten Kapiteln wird es mir allerdings zu einseitig. Es geht ständig um Perspective Daily und es hört sich für mich nach Werbung an.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Interessantes Thema

Die Lebenden und die Toten
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Natürlich bin ich der Meinung, dass Nele Neuhaus zur Elite der Deutschen Krimiautoren gehört. In diesem Buch habe ich aber einige Passagen übersprungen. Besonders die immer wiederkehrende Schilderung der ...

Natürlich bin ich der Meinung, dass Nele Neuhaus zur Elite der Deutschen Krimiautoren gehört. In diesem Buch habe ich aber einige Passagen übersprungen. Besonders die immer wiederkehrende Schilderung der familiären Situation sowohl von Pia Kirchhoff als auch von Oliver von Bodenstein haben mich zeitweise genervt. Ich fand es auch absolut unglaubwürdig, dass Pia sich gegen den Urlaub auf den Galapagos-Inseln mit ihrem frisch angetrauten Ehemann entscheidet. Und seine Reaktion, dass er quasi noch nicht mal enttäuscht ist, fand ich noch befremdlicher. Aber wäre Pia in Urlaub gefahren, hätte die Geschichte ja nicht funktioniert. Das sind aber Nebensächlichkeiten. Das Organspende-Thema fand ich sehr gut aufgeschlüsselt und eine tolle Grundlage für diesen Thriller. Die Argumente dafür und dagegen wurden ja sehr plausibel dargelegt.
Die Serienmorde haben das Buch natürlich sehr spannend gemacht und auch das Ende kam relativ überraschend.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Zeitgenössische Geschichte mit wenig Tiefgang

Und dahinter das Meer
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Eine Freundin hatte mir das Buch empfohlen. Ich hatte mir etwas mehr von der Geschichte versprochen, denn das Thema ist grundsätzlich sehr interessant. Die Geschichte spielt im Zweiten Weltkrieg. Familie ...

Eine Freundin hatte mir das Buch empfohlen. Ich hatte mir etwas mehr von der Geschichte versprochen, denn das Thema ist grundsätzlich sehr interessant. Die Geschichte spielt im Zweiten Weltkrieg. Familie Thompson aus London schickt ihre 11-jährige Tochter für ungewisse Zeit zu einer Gastfamilie in die USA, um sie vor den Gefahren des Krieges zu schützen, was zu dieser Zeit wohl kein Einzelfall war. Bea lebt sich schnell ein und die Gastmutter hängt sehr an ihr, da sie sich immer eine Tochter gewünscht hat. Auch mit den Brüdern und dem Gastvater kommt sie sehr gut klar. Die ersten hundert Seiten zogen sich in die Länge. Es ging ständig um belanglose Probleme und nicht um das eigentliche Thema.
Mir fehlte der Tiefgang. Die Gefühle der Thompsons wurden gut rübergebracht, aber Beatrix zeigt kaum Emotionen. Wie schlimm muss es für das Mädchen sein, wo sie doch sehr an ihren leiblichen Eltern gehangen hat und man über ihren Kopf hinweg entschieden hat. Dass die beiden Väter sich anfreunden und per Briefaustausch Schach spielen fand ich originell, aber die Autorin hätte noch mehr Drama einbauen können.

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Veröffentlicht am 07.06.2025

Spannend bis zuletzt

Der Tag, an dem ich meinen toten Mann traf
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Helene lebt als Witwe mit ihren drei Kindern in Norddeutschland. Die Leiche ihres Mannes, der bei einem Bootsunglück von Bord gespült wurde, wurde nie gefunden. Finanziell ist sie abgesichert, hat ein ...

Helene lebt als Witwe mit ihren drei Kindern in Norddeutschland. Die Leiche ihres Mannes, der bei einem Bootsunglück von Bord gespült wurde, wurde nie gefunden. Finanziell ist sie abgesichert, hat ein Unternehmen, aber oft gerät sie an ihre Grenzen. Bei einem Opernbesuch in Hamburg sieht sie plötzlich einen Mann, der ihrem Gatten täuschend ähnlich sieht. Bis zuletzt ist nicht geklärt, ob es sich tatsächlich um den Verschollenen handelt. Und doch sollte man es wohl annehmen. Das Buch liest sich gut. Der Schreibstil ist für so eine Geschichte meines Erachtens überzogen. Die Geschichte an sich, ist einfach gestrickt, die Spannung bleibt allerdings - bis auf einige Stellen - erhalten. Das Handeln der Prota Helene kann ich oft nicht nachvollziehen Auch die vielen Rückblicke verwirren mich eher, als dass sie zur Geschichte beitragen.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Tolles Lokalkolorit - Geschichte und Charaktere ausbaufähig

Dünenkind
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Marissa hat ihre Heimat vor dreißig Jahren verlassen und kehrt nun zurück auf die Hallig, da ihr Vater, zu dem sie den Kontakt abgebrochen hatte, im Sterben liegt.
Für mich blieben viele Fragen unbeantwortet. ...

Marissa hat ihre Heimat vor dreißig Jahren verlassen und kehrt nun zurück auf die Hallig, da ihr Vater, zu dem sie den Kontakt abgebrochen hatte, im Sterben liegt.
Für mich blieben viele Fragen unbeantwortet. Wie konnte Marissa mit 16 Jahren ohne Freunde und Verwandte in Italien Fuß fassen, Abitur machen, studieren, die Sprache lernen? Es wird zwar beschrieben, wie sie in Italien lebt, allerdings scheint es dort nicht eine einzige Bezugsperson zu geben.

Die eigentliche Geschichte beginnt dann mit ihrer Rückkehr auf die Hallig. Obwohl sie vorher noch arbeitsam in den Job eingebunden war, hat sie plötzlich offenbar alle Zeit der Welt. Man heißt sie allerdings nicht willkommen.
Ihre ehemaligen Freunde und die neue Frau des Vaters behandeln sie als wäre sie Luft. Die Gründe dafür werden erst später klar. Die Hallig-Bewohner sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Es gibt dort seltsame Riten und einen Rat, der offenbar über alle bestimmt. Die Idee an sich ist ja auch gut, aber es scheint mir doch ein bisschen konstruiert.

Das Lokalkolorit gefällt mir sehr gut, das Leben auf der Hallig wird sehr authentisch beschrieben und etwa ab der Hälfte wird das Buch richtig spannend.

Die Dialoge sind allerdings dürftig und auch die Handlungen der Figuren sind oft nicht schlüssig. Marissa will bereits nach einem Tag wieder abreisen. Allerdings wirkt sie sehr unentschlossen, bis die Wetterverhältnisse die Abreise dann nicht mehr zulassen. Und so kommt es wie es kommen muss, die Lage spitzt sich zu und Marissa gerät in Lebensgefahr.

Die Figur der neuen Frau des Vaters (Uta) ist absolut an den Haaren herbeigezogen.

Und der Titel passt für mich überhaupt nicht. Es geht um eine Hallig und um Sandbänke.

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