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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2026

Viscount Bridgerton will heiraten...

Bridgerton – Wie bezaubert man einen Viscount?
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Da mich die Netflix-Serie sehr begeistert hat, wollte ich auch die Bücher lesen. Und so habe ich mich auf die Geschichte von Anthony und Kate schon sehr gefreut.

Als der begehrteste Junggeselle ganz Londons ...

Da mich die Netflix-Serie sehr begeistert hat, wollte ich auch die Bücher lesen. Und so habe ich mich auf die Geschichte von Anthony und Kate schon sehr gefreut.

Als der begehrteste Junggeselle ganz Londons verkündet, sich in dieser Saison vermählen zu wollen, wird Viscount Anthony Bridgerton schnell zur Zielscheibe der übermotivierten Mütter, der unverheirateten Töchter der Gesellschaft. Doch Anthony will nur die Beste, und so erwählt er Edwina Sheffield. Doch er muss nicht nur das Herz der Auserwählten gewinnen, sondern auch ihre große Schwester Kate von sich überzeugen.

Das Buch bietet so viel mehr, als die Verfilmung. Man fliegt nur so durch die Dialoge der beiden Protagonisten. Die Kommunikation zwischen Anthony und Kate hat die Autorin Julia Quinn sehr unterhaltsam gestaltet. Man merkt schnell, dass zwischen den beiden mehr ist. Und so entscheidet sich Anthony in dem Buch auch direkt für Kate.

Für alle Fans der Serie kann ich nur empfehlen, lasst Euch auch die Bücher nicht entgehen. In den Büchern findet man durchaus noch andere spannende Aspekte zu den Geschichten und vor allen Dingen unterhaltsame Dialoge.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Weg zu dir selbst

Ich bin dann mal still
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Manchmal fickt dich das Leben so, dass du dich fragst, warum bist du eigentlich der, an dem sich alle eine goldene Nase verdienen.

Auch die Frage hat sich die rheinische Frohnatur Horst Lichter irgendwann ...

Manchmal fickt dich das Leben so, dass du dich fragst, warum bist du eigentlich der, an dem sich alle eine goldene Nase verdienen.

Auch die Frage hat sich die rheinische Frohnatur Horst Lichter irgendwann gestellt. Und als dann auch noch Corona dazu kam, entschied er sich für eine Auszeit in einem Schweigekloster. Ohne Vorbereitung zieht Horst also in das Kloster ein und freut sich auf das Zusammentreffen mit den gottesfürchtigen Mönchen und auf die Zeit, um zu sich selbst zu finden.

Doch schnell merkt Horst, dass der Wunsch sehr weit von der Realität entfernt ist. Und so versucht er fernab von Zen-Meister und psychedelischem Putzen zu sich selbst zu finden. Mit einem Fahrrad erkundet er also auf eigene Faust die Umgebung. Aber irgendwie will das mit der Selbstfindung nicht so recht funktionieren.

Beim Lesen erinnert man sich sehr gut, wie es sich auch anfühlt, wenn man ständig unter dem Leistungsdruck steht und man das Gefühl hat, dass man selbst nicht mehr mit sich ins Lot kommt. Diese humoristische Erzählweise, durch die sich die Art von Horst Lichter auszeichnet, lässt einen mit dem Lesen nicht aufhören, doch sagt einem das Buch auch, dass man seinen eigenen Weg finden muss. Wer einen Selbsthilfe-Ratgeber sucht, ist hier definitiv an der falschen Adresse!

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Leben in der glanzvollen Kurstadt

Konditorei Zauner - Der Zuckerbäcker der Kaiserin
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Im österreichischen Bad Ischl gibt sich nicht nur die kaiserliche Familie Anfang des 19. Jahrhunderts zur Sommerfrische ein Stelldichein. Auch zieht es sie Bäckerstochter Lisa in die Kurstadt, die sich ...

Im österreichischen Bad Ischl gibt sich nicht nur die kaiserliche Familie Anfang des 19. Jahrhunderts zur Sommerfrische ein Stelldichein. Auch zieht es sie Bäckerstochter Lisa in die Kurstadt, die sich hier ihren Traum erfüllen, und dass Zuckerbäckerhandwerk bei angesehenen Hofbäcker Zauner erlernen will.

Johann Zauner bietet ihr an, als „Zaunerin“ im Verkauf zu arbeiten. Doch schnell merkt er, dass die junge Frau ein Talent mitbringt, um köstliche Kreationen herzustellen, die die Kurgäste nur so begeistern. Als Lisa beim Zauner den jungen Konditor August kennenlernt, entwickeln sich zwischen den beiden doch zarte Bande. Doch als August auf Grund eines tragischen Ereignisses Ischl verlassen muss, steht das Leben der jungen Frau auf dem Kopf.

Die Autorin Clara Lenz erzählt die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen. So lernt man neben Lisa, zum Beispiel auch Johann Zauner oder die Erzherzogin Sophie kennen. Diese Tatsache zeigt schon, dass in der Geschichte schon sehr viel passiert und man bekommt irgendwie den Eindruck, dass eigentlich nicht die Konditorei im Fokus der Erzählung steht. Vielmehr bekommt man den Eindruck, dass es sich um eine Erzählung von Geschehnissen zu dieser Zeit in den mondänen österreichischen Kurstadt handelt. Hier treffen gekonnt verknüpft Fiktion und Geschichte auf einander.

Die Geschichte ist definitiv für alle geeignet, die gern historische Romane lesen und augenscheinlich lässt auch die Fortsetzung nicht mehr lange auf sich warten.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Sie weiß was sie will...

Bridgerton – Der Duke und ich
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„Der Duke und ich“ ist der erste Teil der Bridgerton-Saga von Julia Quinn. Die Protagonistin in diesem Teil ist Daphne. Daphne wurde bei ihrem Debüt von der Königin als „Juwel“ der Ballsaison auserkoren. ...

„Der Duke und ich“ ist der erste Teil der Bridgerton-Saga von Julia Quinn. Die Protagonistin in diesem Teil ist Daphne. Daphne wurde bei ihrem Debüt von der Königin als „Juwel“ der Ballsaison auserkoren. Doch was kommt nun?

Mit Hilfe des Duke of Hastings, Simon Basset, erhofft sich Daphne den Mann fürs Leben zu finden. Denn wenn er ihr den Hof macht, wird ihr Wert auf dem Heiratsmarkt erhöht und er kann sich die penetranten Mütter heiratswilliger Töchter vom Hals halten.

Der Schreibstil von Julia Quinn lässt einen direkt in die Geschichte eintauchen. Auch wenn es im 19. Jahrhunderts spielt, hat man doch das Gefühl, dass die Geschichte sehr modern erzählt wird. Das Rätsel um Lady Whistledown ist schon wirklich spannend erzählt. Auch wenn ich, dank Netflix, schon weiß, wohin das führen wird, habe ich es doch sehr gern gelesen.

Die Bridgertons muss man einfach ins Herz schließen. Violet, als verwitwete Lady Bridgerton, hält ihre Familie zusammen. Und so freue ich mich, auch außerhalb der Netflix-Serie, die Familie noch genauer kennenzulernen. Die Nebencharaktere dieser Geschichte haben mir auch sehr gefallen.

Die Handlung hat die Autorin gelungen strukturiert und so fiebert man als Leser einfach mit, wie es wohl mit Daphne und Simon weitergehen wird.

Man lernt Daphne als toughe junge Frau kennen, die genau weiß was sie will und sich auch gegenüber Männern zu behaupten weiß. Simon jedoch wirkt schüchtern und zurückhaltend. Aufgrund der Zurückweisung, die er zeitlebens durch seinen Vater erfahren hat, scheint er nahezu traumatisiert. Doch dem Spiel zwischen den beiden folgt man gern, auch wenn man die Netflix-Serie bereits kennt.

Mittlerweile gibt es hier ja auch unterschiedliche Covervarianten zu der Geschichte. Entweder mit den Serienprotagonisten, als edles farbiges Cover oder eben clean als modernes Romancover. Welches gefällt Euch am besten?

„Bridgerton“ ist eine Geschichte, die modern ist und gut unterhält. Und auch als Fan der Serie auf Netflix kann man hier noch einiges erfahren.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Ziemlich viele Figuren...

Die Welt in Meran - Walzerblut
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Die Autorin Angela Marina Reinhardt nimmt uns mit dem ersten Teil „Die Welt in Meran – Walzerblut“ mit in die Stadt Meran in der Faschingszeit 1872.

Helen reist mit ihrer Tante Lady Greville in den Kurort. ...

Die Autorin Angela Marina Reinhardt nimmt uns mit dem ersten Teil „Die Welt in Meran – Walzerblut“ mit in die Stadt Meran in der Faschingszeit 1872.

Helen reist mit ihrer Tante Lady Greville in den Kurort. Ziel ist es, Helen bei den Gesellschaften vor Ort endlich unter die Haube zu bekommen. So sieht es zumindest ihre Tante. Denn das sei wohl längst überfällig. Und dann lernt Helen auch gleich zwei potenzielle Kandidaten kennen; den Erben Maximilian von Montalban und den geheimnisvollen korsischen General Jean Benedetti.

Aber neben den vorgenannten Figuren lernt man zwischen den Seiten noch viele andere Personen kennen. Das hat bei mir beim Lesen definitiv zu einigen Verwirrungen geführt. Auch wenn es am Ende des Buches ein Personenregister gibt, weiß ich nicht, ob ein Studium dessen mich vor dieser Verwirrung bewahrt hätte.

Man lernt während des Lesens das Leben in den gehobenen Gesellschaftsschichten kennen, aber man bekommt auch einen Einblick in das Leben der Arbeiter und Bediensteten. Doch mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn der Leser soll die Figuren doch selbst entdecken. Ich muss aber sagen, dass durch das ständige Hin und Her zwischen den einzelnen Figuren, doch auch das Gefühl etwas auf der Strecke bleibt.

Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich die Geschichte um Helen und Jean als Kern heraus. Helen zeigt sich trotz ihrer Herkunft sehr emphatisch gegenüber ihren Mitmenschen, egal aus welcher Gesellschaftsschicht diese kommen. Jean ist zum Anfang doch eher der unnahbare Soldat, aber mit der Zeit wird auch er sehr sympathisch.

Aber am Ende bekommt man doch das Gefühl, dass noch etwas fehlt. Aber die Autorin schafft hier einen Aufhänger, der den Leser definitiv dazu anhalten soll, weiter zu lesen und sich den zweiten Teil nicht entgehen zu lassen. Das Buch ist definitiv geeignet für Leute, die es lieben, mit allen Facetten in historische Romane einzutauchen.

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